Stimmung!? Gemeinsam für RB Leipzig!
Wir haben euch mit diesem Post auf unseren Social-Media-Kanälen zur Stimmung befragt:
"Wir nehmen wahr, dass sich die Stimmung im Vergleich zur letzten Saison verändert hat. Was sind aus eurer Sicht die Gründe dafür? Wie kann die Stimmung aus eurer Sicht wieder besser werden? Was läuft bereits jetzt gut?"
Eure zahlreichen Antworten wollen wir nach Themenbereichen zusammenfassen:
Capos – positivere Ansprache, weniger Gelaber, Einbezug anderer Sektoren und Liedauswahl
Zunächst erstmal vorangestellt, sich vor einen Fanblock zu stellen, da gehört unheimlich viel Mut dazu und das Amt des Capos beginnt auch nicht erst mit Anpfiff und endet mit Abpfiff. Aus etlichen Kommentaren wurde hier diesbezüglich Respekt gezollt. Dennoch gibt es klare Verbesserungsvorschläge:
- Eine positivere Ansprache der Fans, die andere mehr mitnimmt, wurde von vielen Fans benannt. Die mitunter destruktiven Aussagen sind für viele Fans kontraproduktiv, so dass sie nicht mehr mitmachen.
- Mehrfach wurde auch genannt, dass es insgesamt weniger Gelaber geben soll, da so immer wieder Stimmungspausen entstehen.
- Auf den Nebenpodesten sollte es, wie schon mal gelebt, ebenfalls Capos geben, damit die Außenbereiche von Sektor B mehr mitgenommen werden.
- Die Capos sollten für alle Fans in Sektor B und darüber hinaus die Stimmung anheizen und nicht vordergründig für die aktive Fanszene.
- Die Liedauswahl kann laut vielen Fans verbessert werden. Viele alte Lieder, die gut funktioniert haben, werden kaum oder gar nicht mehr gesungen, dafür andere Lieder bis zu 10 Minuten. Als Beispiel ist Rasenballsport Lipsia zu nennen, was bei Heimspielen noch nie funktioniert hat, aber trotzdem immer wieder angestimmt wird. Zudem sollten die Gesänge kürzer und knackiger sowie stärker zur Spielsituation passen und nicht wie eine Playlist abgespult werden.
- Die anderen Sektoren sollten wieder wie früher stärker einbezogen werden. Macht man dies in den ersten 15 Minuten, dann machen die Fans in Sektoren A, C und D auch danach mehr mit, wenn die Liedauswahl passt.
- Primitive Gegnerbeleidigungen a la "Schwabenschweine" unterlassen, auch das schreckt Fans vom Support ab, weil es niveaulos ist.
- Der frühere Capo Sebastian wurde mehrfach als positives Beispiel genannt, wie es funktionieren kann.
Für Werte des Vereins weiter einstehen, politische Banner weglassen
Einige Fans nerven auch politische Banner der aktiven Fanszene, so dass sie dann auch nicht mehr beim Support der Mannschaft mitmachen. Eigentlich gibt es einen klaren Konsens, für die Grundwerte der Gesellschaft und auch Werte des Vereins eintreten, alles darüber hinaus hat im Stadion nichts zu suchen. Ein Beispiel: Zum Heimspiel gegen Stuttgart wurden Banner zur Stadtbilddebatte von Friedrich Merz gebracht. Um das Thema umfassend zu diskutieren, könnte vermutlich ein Fußballspiel von der Zeit nicht reichen. Klar ist, mit kurzen Bannern wird man das Thema maximal anschneiden, in jedem Fall hat die Debatte mal so gar nichts mit einem Fußballspiel von RB Leipzig zu tun. Man wird mit diesen Bannern auch bei weitem nicht die Meinung aller Fans in Sektor B oder im Stadion widerspiegeln.
Zusammensetzung der Zuschauer in B und im weiteren Stadion
Die Vergrößerung von Sektor B durch den Stadionumbau hat nicht dazu geführt, dass mehr Supporter in B stehen. Vielmehr werden immer mehr Plätze durch Zuschauer aufgefüllt, die einfach nur das Spiel schauen wollen. Dies sieht man auch beim Vorverkauf der Tickets. Die Tickets im Fanblock gehen zum Schluss weg, also kaufen Zuschauer die Karten, die eigentlich lieber sitzen wollen oder die günstigen Tickets nutzen. Das hat natürlich auch Einfluss auf die supportwilligen Fans, die sich dann eben nicht gegenseitig pushen, weil da drei Leute neben einem anfeuern, sondern man wird eher runtergezogen, wenn man noch fragend angeschaut wird, wenn man die Mannschaft unterstützt. Spannend in diesem Zusammenhang der Vorschlag, Sektor B wieder zu verkleinern, um dort einen Kern an supportwilligen Fans zu haben, so dass dann in den Randbereichen die Leute sind, welche einfach das Spiel verfolgen wollen und ab und an mal in den Support einsteigen.
Sichtbar ist der höhere Anteil an Zuschauern, die einfach nur das Spiel schauen wollen oder das als Event am Wochenende mal mitnehmen auch in den anderen Sektoren, wenn selbst bei einfachsten Lieder nicht mitgemacht wird oder immer mehr Leute schon deutlich vor Abpfiff gehen, selbst wenn es maximal spannend ist. Das gab es in dem Maße in früheren Jahren so nicht. Gerade bei Spielen 15:30 Uhr und gutem Wetter gibt es für diese hohe Zahl auch keine Ausreden.
Fanpolitik des Vereins
Laut einigen Fans ist die Stimmung schwach, weil verantwortliche Personen des Vereins ultraaffine Gruppen seit Jahren kleinhalten und diese sich dann bei anderen Fußballvereinen oder ganz woanders ausleben. Dies sieht man dann auch an den Auswärtsfahrerzahlen, die im Vergleich zu den Heimzahlen deutlich schwächer sind.
Fazit – es geht nur gemeinsam
Mehr als 300 Kommentare an einem Tag auf unseren Social-Media-Kanälen. Man merkt, das Thema bewegt viele Fans, weil man natürlich auch wegen des gemeinsamen Stadionerlebnisses mit guter Stimmung und zur Unterstützung der Mannschaft ins Stadion geht. Viele Vorschläge wurden gemacht, am Ende geht es nur gemeinsam und in dem natürlich jeder auch selbst auf sich schaut, wie er mehr zu einer guten Stimmung beitragen kann. Klar ist auch, die Kommentare und dieser Artikel können maximal ein Anfang sein, um vielleicht einen Prozess anzustoßen, der das Ziel hat, bestehende unterschiedliche Sichtweisen zu einem gemeinsamen Nenner zu verbinden und damit für eine bessere Stimmung im Stadion zu sorgen. Im Gegensatz zur letzten Saison macht es das Team vor, zusammen erreicht man mehr!
Jupp