Panne, Pech und Pleite – RB Leipzig verliert 0:1 in Stuttgart
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Vor dem Spiel ist vor dem Spiel
Die Ausgangssituation war klar: Die punktgleichen Tabellennachbarn treffen in einem enorm wichtigen Spiel aufeinander. Stuttgart kam mit dem Nachteil der Belastung der Europa League ins Spiel, dementsprechend reagierte Sebastian Hoeneß und wechselte zweimal. Nartey und Chabot wurden durch Jaquez und Führich ersetzt.
Die Leipziger kamen mit einer kompletten Trainingswoche im Gepäck nach Stuttgart. Auf dem Aufstellungsbogen fand man jedoch eine Überraschung vor. Ezequiel Banzuzi startete. Brajan Gruda musste dafür auf die Bank. Auch Xaver Schlager kehrte nach seiner Verletzung auf die Bank zurück. Ansonsten war es die gleiche Elf wie beim 2:1 gegen Augsburg.

Vom Held zum Depp geht im Fußball schnell.
Forscher Leipziger Start
Unsere Jungs starteten gut ins Spiel. Schon nach fünf Minuten gab’s die erste größere Chance. Nach einem langen Ball auf Diomande hat dieser eine gute Idee und gibt den Ball von außen herein. Rômulo kam angesprintet, erwischte den Ball aber nicht gut und der Ball ging am Tor vorbei. Zudem gab es weitere Abschlüsse in den ersten 15 Minuten, erst durch Seiwald (11.) und eine gefährliche Chance durch Baumgartner. Was danach folgte, war ein Spiel mit offenem Visier, weil auch Stuttgart immer mehr Gefahr kreierte. Demirović gegen Lukeba (19.), Undav (20.) und El Khannouss (21.) hatten binnen weniger Minuten vielversprechende Ansätze. Danach gab es ein Hin- und her mit Chancen auf beiden Seiten. Baumi hatte in der 33. Minute die Riesenchance zur Führung, knallte den Ball aber über das Tor. Auch Stuttgart hatte dann noch mit Demirović (34.) und Leweling (45+2) gute Chancen auf eine Führung vor der Pause.

Wenn du vom Trainer 3 Minuten vor Ende mit einem Roman aufs Feld geschickt wirst...
Vandevoordt wird zum tragischen Helden
Nach gemächlichem Start ging es wieder auf beiden Seiten mit guten Chancen weiter. Erst hatte Nicolas Seiwald die riesige Kopfballchance, die Nübel an den Pfosten lenkte (53.). Im Gegenzug hatte Undav eine gute Chance, die Vandevoordt hält. Leider sollte Vandevoordt zwei Minuten später den entscheidenden kapitalen Fehler begehen. Er spielte einen Fehlpass im Aufbauspiel, Führich spritzte dazwischen, dieser spielte zu Deniz Undav, welcher den Ball zum 1:0 ins Tor schoss. RB versuchte danach vieles, um den Rückstand aufzuholen, blieb aber glück- und weitestgehend harmlos. RB hatte dann in der 90., sowie in der Nachspielzeit zwei riesige Chancen durch Willi Orbán, wovon eine an den Pfosten ging, aber auch Stuttgart hatte noch Chancen aufs 2:0 Z.B. durch erneut Undav.
Eine ärgerliche Niederlage.
— Niklas (@gNiklas43) March 15, 2026
Wieder kosten die individuellen Fehler 3 oder 1 Punkt.
Wie gegen Augsburg fehlten hier aber auch der nötige Punch und die richtigen Ideen. #VFBRBL #RBLeipzig https://t.co/WZfZKcsumZ
Planlos am Neckar.
Aufgefallen
1 – Fehlende Konstanz
Es bleibt dabei. RB Leipzig kann in dieser Rückrunde keine Siegesserie starten. Man gewann seit dem nie mehr als zwei Spiele am Stück. Generell bleibt der Trend trotz der Siege gegen Hamburg und Augsburg nicht gerade positiv. Nur sieben Siege seit dem 10. Spieltag, das ist für die Leipziger Ambitionen schlicht zu wenig.
2 – Auf das falsche Holz geklopft
In einer Sache ist RBL unangefochtener Tabellenführer. Der Pfostentreffer von Willi Orbán war der 17. Aluminiumtreffer in dieser Saison.
Willi Orban am Mikro sichtlich enttäuscht, .... auf die Frage warum der Vertrag mit ihm nicht verlängert wird .... "Das müssen sie die Kaderplaner fragen".#RBL #vfbRBL
— Herr Hallmackenreuther 📯 (@Optihuber) March 15, 2026
Tritt bald der nächste Held ab?
3 – From hero to zero
Der Pass von Vandevoordt vor dem 0:1 war ohne Frage katastrophal. Dennoch sollte man Seiwald eine (kleine) Teilschuld am Gegentor geben. Aus der Hintertorkamera erkennt man sehr gut, dass er Vandevoordt durch das Lösen aus dem Deckungsschatten des Gegners eine Passoption anbietet. Diesen Weg geht Seiwald in dem Moment des Abspiels aber nicht final. Dennoch ist der Pass trotzdem missraten und darf so nicht gespielt werden.
Das war einfach von allem zu wenig. Das erste 6-Punkte-Spiel im Kampf um die Champions League verloren. Gegen Hoffenheim ist es fast schon ein Endspiel, wenn man sich noch Resthoffnung auf die CL machen will. #vfbRBL #RBLeipzig#VfB ✖️ #TSG ❓️https://t.co/8HASMlIQVB pic.twitter.com/X2I7d5flkI
— LawnballVAR (@Lawnball_VAR) March 15, 2026
Leipzig schlägt den falschen Weg ein.
4 – Baumgartner als Sinnbild
Baumgartners Leistung war – gelinde gesagt – nicht gut. 0 gewonnene Zweikämpfe und 53% Passquote in der gegnerischen Hälfte. Der Fehlschuss rahmt somit eine schwache Leistung ein. Insgesamt wirkt er trotz fehlendem Europapokal überspielt. Der Abschluss wirkte geistig und körperlich müde. Er liegt in diesem Jahr fast nach jedem Spiel völlig erschöpft auf dem Boden. Eine bedenkenswerte Beobachtung.

Ja Gruda ... wir auch.
Fazit
Mit dem 0:1 in Stuttgart hat RB seine Ausgangslage im Kampf um die CL verschlechtert. Dies hat man mit einer bescheidenen zweiten Halbzeit und einem Abstimmungsfehler, der in dem katastrophalen Fehlpass von Vandevoordt. Nun gilt: Mund abputzen, weitermachen und gegen Hoffenheim im nächsten extrem wichtigen Spiel neu angreifen.
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