Leipziger Glückseligkeit – RBL überwindet Frankfurtfluch und bleibt auf UCL-Kurs!
Yan Diomande
Statistiken der Bundesliga SaisonInhalt
- Vor dem Spiel ist vor dem Spiel
- Dreisatz des Spiels
- Aufgefallen
- 1) Historisch
- 2) Zweite Abwehrreihe, na und?
- 3) Ole Werner und sein Team oben auf
- 4) Die Champions League-Qualifikation zum Greifen nah
- 5) Leipziger Größenwahn vs. Demut
- 6) Yan Diomande wie einst Okocha
- 7) ALLEN im Team gilt ein besonderes Lob
- 8) Der 8. Auswärtssieg in dieser Saison
- 9) Unsere „Auswärtsfans“
- Fazit und Ausblick
Vor dem Spiel ist vor dem Spiel
Auch am 30. Spieltag hieß es für unsere Rasenballer: „alles zu geben für den Kampf einer neuerlichen Champions League Qualifikation“. Den soliden Grundstein hatten sich die Schützlinge von Ole Werner selbst gelegt, nachdem sie sich aus der Ergebniskrise befreiten und in den letzten neun Saisonspielen starke 20 Punkte holten. Mit dem Schnitt von 2,2 Punkte pro Spiel lag RBL mit Stuttgart gleichauf auf Rang 3 und 4 der Bundesligatabelle und konnte den Vorsprung zu Platz 5 auf vier Punkte ausbauen.
Der VfB Stuttgart hat das schwierigste Restprogramm und muss an diesem Spieltag noch gegen die Bayern ran, während Leverkusen mit einem Heimsieg gegen Augsburg hätte näher heranrücken können. Nun wartete auf die Leipziger eine denkbar ungünstige Aufgabe. Denkt der Leipziger Fan an die Spiele in Frankfurt werden keine guten Erinnerungen wach, insbesondere das 4:0 vor fast genau einem Jahr war ein Tiefpunkt einer an Tiefpunkten nicht armen Saison. In zehn Bundesligaspielzeiten gelang den Leipzigern dort bisher kein Sieg. In Anbetracht der aktuell gezeigten Leistungen und den Formschwankungen der Eintracht, war dieses Mal die Hoffnung größer, dass vielleicht doch ein Erfolg möglich wäre. Wären da nur nicht die Hiobsbotschaften bezüglich des Leipziger Kaders gewesen. Gerade auf der Zielgeraden der Saison fallen wichtige Spieler aufgrund von Verletzungen und Gelbsperren aus, obwohl es keine internationale Belastung gab. Der Ausfall der Stammverteidigung aus Willi Orbán und Castello Lukeba ließ einen nicht zu kompensierbaren Qulitätsverlust befürchten. Gerade diese Ausfälle torpedierten die Hoffnungen in Frankfurt am Main erstmals zu gewinnen.
RBL-Siege bei der Eintracht? Sagen wir… ausbaufähig. 🥲
— RB Leipzig (@RBLeipzig) April 17, 2026
Zeit, das zu ändern. 😅🔥#SGERBL #Bundesliga pic.twitter.com/m6wjPCnqgh
...und es wurde Wort gehalten - einfach nur stark!
Frankfurts neuer Trainer Albert Riera hat die Eintracht im letzten Saisondrittel wieder stabilisieren können. In den letzten 9 Bundesligaspielen gingen nur 2 Partien verloren, darunter gegen die Bayern knapp mit 2:3. Auch in der Defensive konnte sich die Eintracht festigen und ließ nur 9 Gegentreffer zu, was ein Schnitt von 1 Gegentor pro Spiel bedeutet. Auf Leipziger Seite lag die Hoffnung auf den dribbelstarken Stürmern. Aufgrund der hitzigen Atmosphäre, wenig Gegenliebe im „Waldstadion“ und der ergebnisarmen Vergangenheit, wäre ein Remis schon ein gutes Ergebnis gewesen.
Kurz vor dem Spiel musste auch David Raum aufgrund von Leistenbeschwerden passen und nahm auf der Bank Platz. Somit durfte Lukas Klostermann von Beginn an spielen, der für lange Zeit gar nicht mehr zum Spieltagskader gehörte. Zusammen mit El Chadaille Bitshiabu stellte er die Innenverteidigung, während Max Finkgräfe die linke Außenposition besetzte. Ein krasses Experiment in der alles entscheidenden finalen Saisonphase. Insgesamt ein Fingerzeig auf die neue Saison, dass der Umbruch nicht abgeschlossen ist. Es gibt in Sachen Kadergröße und -qualität noch einiges zu tun, wenn man den gehobenen Ansprüchen der Königsklasse gerecht werden will. Ansonsten ersetzte Assan Ouédraogo den gelbgesperrten Xaver Schlager.
Ach du kacke pic.twitter.com/Jd1S8N1zQj
— Mintzlaffs Souffleur (@jonas_stei) April 18, 2026
Eigentlich eine Abwehr wie zu einem Freundschaftsspiel - Mitnichten!
Dreisatz des Spiels
Unser Team spielte konzentriert und ganz
besonnen,
noch nie hatten wir bei der Eintracht gewonnen.
Das war in Frankfurt eine reife Leistung,
nun gibt es freudige Bilder in der Zeitung.
RB Leipzig spielt wieder international,
ja das ist einfach nur phänomenal.
Wie einst Okocha tanzte Yan Diomande,
Alle reiben sich die Augen: Ole, Ole!
Viele neue Spieler waren von Beginn an zu
sehen,
Man meinte: Das wird bestimmt nicht gut
ausgehen.
Doch die Neuen im Team, sie hängten sich rein,
fast ohne Fehler, so soll es sein!
Unser Rasenball schreibt wieder Geschichten,
auf das wir freudig darüber berichten.
Die Champions League ist greifbar nah,
wird der große Traum nun wieder wahr?
Noch sind vier Spieltage bis zum Schluss,
ein Stadionbesuch im nächsten Spiel? Ein Muss
Am Ende haben sich alle ganz doll lieb,
Unser Rasenball eilt von Sieg zu Sieg!
Wir sind zurück in Europa 🔥
— RB Leipzig (@RBLeipzig) April 18, 2026
Und wollen jetzt natürlich in die Königsklasse!!
🟢 Conference League
⌛️ Europa League
⌛️ Champions League #WirSindLeipzig 🔴⚪️ pic.twitter.com/VuZBdEtB4z
Wir können uns wieder auf Flutlichtspiele freuen!
Aufgefallen
1) Historisch
Erster Auswärtssieg in Frankfurt, und was für einer. Mit einer klaren Steigerung in Halbzeit Zwei ließ RBL Frankfurt keine Chance im heimischen Stadion. Zehn Spielzeiten lang war für unsere Leipziger Jungs in der Mainmetropole nichts zu holen. Auch Ole Werner selbst haztte dort noch nicht gewonnen. Sein Team bleibt auf der Zielgeraden fokussiert und eilt weiter von Sieg zu Sieg. Es war insgesamt das beste Spiel eines Leipziger Teams im ehemaligen Waldstadion und der Auswärtsdreier ist absolut verdient. Gegen den Tabellensiebten zeigte Leipzig eine reife Leistung und trotzte den vielen Ausfällen.

Antonio Nusa hat gut Lachen.
2) Zweite Abwehrreihe, na und?
Wow! Die Jungs um El Chadaille Bitshiabu, Lukas Klostermann und Max Finkgräfe haben das einfach gut gemacht. Hut ab vor der soliden Leistung. Gerade El Chadaille agierte auch im zweiten Spiel in Folge stabil und sicher. Allen Unkenrufen zum Trotz: Der zweite Anzug hat das Zeug dazu, doch mitzuhalten und kann dem Team helfen, Ausfälle von Leistungsträgern zu kompensieren. Auch wenn die Spielzeiten in dieser Saison für diese Spieler sehr gering waren, so muss man anerkennen, dass sie zum Einsatzzeitpunkt fit genug waren und zum Teamerfolg so beitragen konnten. 5 Gegentreffer in den letzten 7 Spielen offenbaren letztendlich eine gute Abwehrleistung, welche natürlich auch dem ganzen Team geschuldet ist.
3) Ole Werner und sein Team oben auf
4 Siege in Folge, der 6. Sieg im 7. Spiel oder 23 Punkte aus den letzten 10 Spielen. So gut punkteten die Leipziger Rasenballer selten in ihrer Bundesligageschichte. Gerade auf der Zielgeraden zeigt sich unser Team absolut formstark. Wenn man sieht, wie der eingewechselte Brajan Gruda oder Conrad Harder vor Mentalität strotzen und den unbedingten Willen auf den Platz bringen, dann weiß man, dass das Team lebt und eine Einheit ist. Auch Assan Ouédraogo konnte das Fehlen Xaver Schlagers gut kompensieren und trug mit seiner Spielweise zum Erfolg bei. Mit dieser Serie zählt das Team von Ole Werner nach den Bayern zu den formstärksten Teams in der Bundesliga.

Die geballte Beckerfaust - Starke Quote von Ole Werner!
4) Die Champions League-Qualifikation zum Greifen nah
Auch wenn der BVB uns in den letzten zwei Spieltagen keinen Gefallen tat (die Verfolger Leverkusen und Hoffenheim gewannen), macht unser Team fleißig seine Hausaufgaben und schaut dabei nur auf sich. Mit der überraschenden Niederlage der Leverkusener (auf Platz 6 liegend) gegen Augsburg ist der Vorsprung schon auf 7 Punkte angewachsen. Und selbst die 5 Punkte auf die TSG aus Hoffenheim, die auf Platz 5 lieggt, sind auch eine Erwähnung wert. Unabhängig vom Stuttgarter Ergebnis, die beim Tabellenführer Bayern München antreten müssen, hat sich unser Team sukzessive von Spieltag zu Spieltag in der Rückrunde gefestigt. Schon jetzt wurden 10 Punkte mehr geholt im Vergleich zum Vorsaisonzeitpunkt. Damit besteht sogar noch die Möglichkeit, die Saison mit der besten Punkteausbeute abzuschließen. Hierfür wären noch 9 Punkte von möglichen 12 nötig.
5) Leipziger Größenwahn vs. Demut
Bloß nicht übermütig werden, oder doch? 7 Punkte Vorsprung vor Bayer Leverkusen und nur 5 Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund. Vielleicht winkt sogar Platz 2 und somit der Vizemeistertitel? Doch beim Blick auf das Restprogramm erkennt man ein eher leichtes Restprogramm der Dortmunder. Hier müsste unser Team alle vier verbliebene Saisonspiele gewinnen und auf zwei Niederlagen der Bienen hoffen. Bleiben wir lieber bodenständig, genießen den Moment und achten lieber auf uns, um unser Hauptziel „Champions League“ zu erreichen.
6) Yan Diomande wie einst Okocha
Und wieder ließ er sein Können aufblitzen und trug mit seinem Torerfolg, mit seinen gewonnenen Zweikämpfen und mit seiner mannschaftsdienlichen Spielweise zum Erfolg bei. Sein Tor war mal wieder eine Gala und eine Augenweide, wie er dabei viele Frankfurter Spieler wie Fahnenstangen stehen ließ und zudem überlegt in die lange Torecke abschloss. Er ist und bleibt unser wichtigster Schlüsselspieler im Angriffsspiel und ist mit seinen Eins-gegen-Eins-Situationen nicht zu ersetzen. Es bleibt zu hoffen, dass er uns noch mindestens eine weitere Saison erhalten bleibt und dabei hilft, wieder auf internationaler Bühne zu glänzen.

Erst 19 Jahre - Ist er nicht Gold wert, der Junge? Nein - Diamant-wert!
7) ALLEN im Team gilt ein besonderes Lob
Nicht nur ein Antonio Nusa, der mit seinem Tor und einer Torvorlage maßgeblichen Anteil hatte am Erfolg in Frankfurt, sondern auch ein Maarten Vandevoordt im Leipziger Tor, der eine hervorragende Leistung ablieferte, muss hier besonders erwähnt werden. Aber auch die weniger Sichtbaren, wie Ridle Baku, der 71% seiner Zweikämpfe gewann, bis hin zum glücklosen Rômulo, der immerhin 57% Zweikampfquote aufwies und sehr mannschaftsdienlich spielte. Kein Spieler brach weg. Es war insgesamt ein Teamerfolg und das ist auch ein Verdienst des Trainerteams.
8) Der 8. Auswärtssieg in dieser Saison
Viele neue, junge Spieler im Kader und trotzdem ist unser RBL nun wieder auswärts erstarkt. Knapp hinter Dortmund auf Platz 3 liegend, hat nur der FC Bayern mehr Auswärtssiege auf dem Konto. Die fehlenden Auswärtspunkte wurden uns in der letzten Saison zum Verhängnis (Platz 11 in der Auswärtstabelle). Unsere Spieler haben endlich wieder „Eier“ in der Hose, wie es einst so schön der "TorhüterVIELosoph" Oliver Kahn forderte.
9) Unsere „Auswärtsfans“
Großer Dank gilt den 1.450 mitgereisten Fans in Frankfurt. Die Unterstützung für unser Team ist wichtig. Im Vergleich zur letzten Saison hat sich die Zahl der Auswärtsfahrer leicht erhöht: Durchschnittlich 1.695 mitgereiste RBL-Fans gibt es aktuell in dieser Saison. Letzte Saison waren es 1.457. Mit den beiden Auswärtsspielen in Freiburg und Leverkusen besteht noch die Gelegenheit, in der finalen Saisonphase dabei zu sein. Der Fanzug nach Freiburg ist u.a. ausverkauft.
10 Versuche von mir hier hat es gedauert. Endlich. Auswärtssieg, Auswärtssieg Auswärtssieg!! 🎶🎶🎶🥳🥳🥳
— Glenngettie (@glenngettie.bsky.social) 18. April 2026 um 21:00
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Beste Stimmung im Frankfurter Auswärtsblock.
Fazit und Ausblick
Die erste Halbzeit war ein Spiel auf Augenhöhe. Nach anfänglichem Abtasten entstand ein kleiner Abnutzungskampf, in dem unsere neugestaltete Abwehrreihe nur einmal ins Wanken geriet. Ridle Baku war zuvor im rechten Offensivbereich aufgerückt und die Eintracht wusste diese defensive Unordnung bis zum Torabschluss auszunutzen. Ansonsten war es wieder bemerkenswert, wie unser Team in Halbzeit Zwei immer mehr auftrumpfte und die klar spielbestimmendere und torgefährlichere Mannschaft wurde. Auch die Einwechslungen von Gruda und Harder brachten zusätzlichen frischen Wind ins Spiel.
Unser Rasenball eilt gerade von Sieg zu Sieg und kann schon am kommenden Freitag einen weiteren großen Schritt Richtung Champions League Qualifikation machen. Knapp 1.700 Tickets sind noch verfügbar. Auch wenn Union Berlin momentan in einer Ergebniskrise steckt und dabei 5 Spiele aus den letzten 7 Partien verlor, "wird dieser Weg kein leichter sein". Kein Sieg aus den drei vergangenen Spielen bei nur einen Leipziger Treffer gibt recht gut die Berliner Marschrichtung vor, nämlich defensiv wieder dicht zu stehen und unserem Spiel wenig Raum zu geben. Das hatte schon im Hinspiel sehr gut funktioniert, welches die Berliner mit 3:1 gewannen. Es wird also Zeit, nun wie in Frankfurt, diesen Fluch zu brechen und die Chance mit einem Heimsieg vorzulegen.

Aktuell sind wir das Team der Stunde,
wir sind wieder in aller Munde.
Jetzt können wir den Moment genießen,
gemeinsam jubeln, bis die Freudentränen fließen.
Der Sieg in Frankfurt war historisch,
das macht uns alle sehr euphorisch.
Seid dabei im nächsten Spiel,
gemeinsam für das große Ziel.
Steht auf von euren Plätzen und beteiligt euch
am Support,
für unseren einzig wahren Rasenballsport!
Wer es einrichten kann, kommt ins Stadion - Seid dabei und unterstützt unser Team. Gemeinsam können wir Großes in dieser Saison erreichen und dabei genau diese Momente live miterleben.
Harder, better, faster, stronger!
— Flo (@Der_wahre_Fan_) April 18, 2026
Rasenball!!
Daft Punk geht immmer hart!
Kicker – Whoscored – Sofacore – RBL – Bundesliga – FotMob – understat – fbref
Die PK nach dem Spiel.