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Saisonfazit I – Spieler der Saison

Saisonfazit I – Spieler der Saison

Die Saison ist vorbei und ganz traditionell schauen wir als Redaktion auf unterschiedliche Aspekte der abgelaufenen Spielzeit zurück. Teil 1 beschäftigt sich mit dem Spieler der Saison.

Vermutlich würde Diomande jede Fan-Abstimmung mit großem Abstand gewinnen – und völlig zurecht. Er war in dieser Saison das absolute Highlight. Offensiv eine Augenweide, immer wieder Dosenöffner und letztlich einer der Hauptgründe dafür, dass wir überhaupt die Champions League erreicht haben. Doch damit nicht genug: Auch defensiv hat er mit überragenden Aktionen überzeugt und dank seiner enormen Schnelligkeit zahlreiche gefährliche Konter im Keim erstickt. Es bleibt zu hoffen, dass Schäfer seinen Vertrag verlängert und Diomande uns zumindest für die erste Champions-League-Saison als Unterschiedsspieler erhalten bleibt. Wer hätte gedacht, dass wir nach Keïta und Nkunku noch einmal einen derart außergewöhnlichen Spieler in unseren Reihen haben würden?

Fürs Protokoll: Auch Willi Orbán hätte diese Auszeichnung absolut verdient gehabt. Seit Jahren liefert er konstant auf hohem Niveau ab, ist Leistungsträger, Leader und das Rückgrat dieser Mannschaft. Vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass er sich so langfristig zu einem unverzichtbaren Spieler entwickeln würde. Ein absolutes Vorbild – auf und neben dem Platz.

Rojiblanco


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Da die einzig wahre Antwort auf diese Frage natürlich Diomande – der Rookie der Saison – lauten muss, tendiere ich in der Detailbetrachtung eher zu einem nicht ganz so häufig besungenen Helden. Seiwald hat sich auf der Sechs festgebissen, wo er bereits in der vergangenen Spielzeit zum Stammpersonal gehörte. Auch wenn die Saison defensiv nicht durchgehend als stabil bezeichnet werden kann und er bei sämtlichen Niederlagen in der Startelf stand, war er doch der Spieler, der die Verbindung zwischen Viererkette und Mittelfeld am zuverlässigsten gewährleistete.

Neben der drittbesten Zweikampfquote aller zentralen Mittelfeldspieler der Liga stehen die meisten erfolgreichen Tacklings sowie abgefangenen Pässe bei RBL auf der Habenseite. Gemeinsam mit Orbán, Baumgartner, Raum und Baku – den Spielern mit den meisten Einsatzminuten – bildete er das Rückgrat der Mannschaft.

Luft nach oben gibt es bei der offensiven Ausbeute sowie bei der Intensität in den Zweikämpfen. Insgesamt zeigt seine Formkurve jedoch klar nach oben.

Rumpelstilzchen


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Mit 17 Toren und 9 Vorlagen ist Christoph Baumgartner der Topscorer von RB Leipzig über alle Wettbewerber. Während er in den letzten Jahren im Schatten von Spielern wie Xavi, Olmo, Openda oder Sesko stand, konnte er diese Saison endlich das zeigen, was man von ihm schon in Hoffenheim und der Nationalmannschaft unter Rangnick für Österreich gesehen hat. Er war nicht nur als Scorer ganz wichtig, sondern ging immer wieder voran und trug teilweise auch die Kapitänsbinde. Nach den ganzen Abgängen von langfristigen Säulen des Kaders (Forsberg, Poulsen, Kampl, Demme oder Halstenberg) ist es umso wichtiger, dass wir uns einen neuen Stamm von Leistungsträgern aufbauen und Baumi sollte in den nächsten Jahren unbedingt zum Gerüst dazugehören. 

Jupp


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Der Titel „Leipziger Spieler der Saison“ gebührt in diesem Jahr dem Torwart-Duo – „Péter Vandevoordt“ bzw. „Maarten Gulácsi“.

Bis zu seiner bitteren Knieverletzung Mitte Februar, einem Innenbandanriss gegen den VfL Wolfsburg, agierte die etatmäßige Nummer eins, Péter Gulácsi, in bestechender Form. Mit herausragenden Reflexen und unzähligen Paraden bewahrte der erfahrene Routinier die Sachsen regelmäßig vor drohenden Rückständen und hielt den Klub somit lange auf Platz 2 und auf Champions-League-Kurs. Er bewies in seiner elften Spielzeit einmal mehr, warum er über Jahre hinweg der unumstrittene Rückhalt des Teams war.

Als der Ungar dann viele Wochen passen musste, schlug die Stunde von Maarten Vandevoordt. Der junge Belgier, der im Sommer 2026 ohnehin fest als neue Nummer eins eingeplant ist, profitierte zwar vom Verletzungspech seines Mentors, rechtfertigte das Vertrauen aber umgehend. Vandevoordt zeigte ähnlich furiose Leistungen auf der Linie und sicherte der Mannschaft mit spektakulären Rettungstaten den ein oder anderen Sieg. Zwar unterlief ihm beim bitteren 0:1 in Stuttgart ein folgenschwerer Patzer, der das Team wichtige Punkte kostete, doch dieses Missgeschick machte er in den Folgewochen mehr als wett.

Genau wie sein Vorgänger hielt er in den entscheidenden Phasen der Saison die Big Points für den erneuten Einzug in die Königsklasse fest. Das sah auch das Trainerteam so. Selbst nach Gulácsis vollständiger Genesung im April entschied sich Coach Ole Werner dafür, den fast fehlerfreien und glänzend aufgelegten Vandevoordt für den Saisonendspurt im Kasten zu lassen. Diese Entscheidung wurde von Gulácsi als absolutem Teamplayer mitgetragen.

Fazit: Beide Schlussmänner agierten in ihren jeweiligen Saisonphasen auf absolut gehobenem internationalem Niveau. Da sowohl Gulácsi als auch Vandevoordt maßgeblichen, gleichwertigen Anteil am Erreichen der Saisonziele hatten, haben sie sich beide die Auszeichnung damit absolut verdient.

rolei79


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Für mich als Diomande-Fan seit dem ersten Testspiel ist die Antwort dennoch nicht der junge Ivorer. Für mich führt beim Spieler der Saison kein Weg an Christoph Baumgartner vorbei. Warum? Weil der Österreicher vor Saisonbeginn in Fankreisen nicht nur Abgangskandidat Nummer eins, sondern nach zwei enttäuschenden Saisons schon als Flop abgestempelt war. Doch der österreichische Nationalspieler strafte uns alle Lügen und spielte eine brutale Saison. Nicht nur, weil er mit seinen 26 Scorern, die offensiven Schwächen anderer überdeckte. Mit seinem brutalen Zug in die Box, seiner hohen Intensität und seiner Mentalität, war er als Verbindungsspieler extrem wichtig. Ja, man hat gesehen, wenn neben ihm der kreative Part fehlt, dennoch hat er seine Rolle dieses Jahr die Mannschaft mit getragen und auf ein neues Level gehoben. Aus diesen Gründen mein Spieler der Saison. 

Der wahre Fan


Jo, Diomande, klar auf die Eins. Was allerdings nicht vergessen werden sollte, ist auf welcher Seite des Flügels er so performt hat. Während Nusa mehr oder weniger auf Links fast allein gelassen wurde, hatte Yan weite Strecken der Saison einen Wing-Man der den Namen verdient hat. 

Daher fällt meine Wahl auf Ridle Baku.

Kein auffälliger Spieler, kein Lautsprecher, keiner mit besonderen Statistiken, aber jemand der beständig seine Leistung gebracht und den Rücken für die Stars zum shinen freigehalten hat... Und ja ab und zu auch selbst mit Torerfolg geglänzt hat. Die Analyse- und Statistikmonster der Redaktion werden mich höchstwahrscheinlich Lügen strafen, gefühlt hat unser Diamant jedoch mehr auf der Seite von Baku brillieren können. 

tony4arsenal


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An erster Stelle natürlich Yan Diomande. Der Junge wurde erst 19 Jahre alt und legt so eine Entwicklung hin, dass auf einmal ganz Europa ihn jagd und er mittlerweile schon einen Marktwert von 90 Millionen Euro aufweist. Seine Dribbelkünste, sein Spielverständnis, seine Schnelligkeit, seine Zweikampfstärke und sein Teamgeist sind beispiellos. Ich wünsche mir noch eine Saison mit ihm, was für ein Diamant.

Aber auch andere Spieler sind über sich hinaus gewachsen und haben einen Schub bekommen. U.a. Christoph Baumgartner, David Raum und Nicolas Seiwald. Alle drei haben eine enorm starke Saison gespielt - Hut ab!

RBoligei


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Betrachtet man nicht nur die Entwicklung auf dem Rasen, sondern auch abseits des ballbewegenden Geschehens, kann man hier auch durchaus David Raum nennen. Viele (mich eingeschlossen) waren bei seiner Ernennung zum Kapitän skeptisch. Über seine offensiven Skills muss man nicht diskutieren, über seine defensive Arbeit leider schon. Die Gefahr stand im Raum, dass in der Binde auch gleichzeitig ein Freifahrschein für den Stammplatz steckt. Doch Raum hat sich nicht nur im defensiven Bereich stabilisiert, sondern zeigte durch seine Ansprachen und seine Präsenz auf dem Platz, dass er wirklich ein Anführer ist. Sicherlich ist diese Entwicklung auch ein wichtiger Grund, warum er in der Nationalmannschaft gesetzt scheint.

Alex Hell