Danke Pete!
Péter Gulácsi
Statistiken der Liga Saison 2025/2026Inhalt
Der extrem kuriose und schwere Start
Als Péter Gulácsi 2015 vom Schwesterclub Red Bull Salzburg verpflichtet wurde, stand die Anfangszeit unter kuriosen Voraussetzungen. Zuerst einmal war er eigentlich schon damals als Kandidat für die Nummer eins im Leipziger Tor geholt wurden. Doch leider wurde er nur zur Nummer zwei ernannt. Dies hing auch mit seiner Altlast aus Salzburg zusammen. Eine rote Karte, für die der DFB ihn die ersten vier Spiele in der zweiten Liga sperrte. Um Spielpraxis zu sammeln, spielte er in der damals noch vorhandenen U23, wo er allerdings direkt bei seinem ersten Einsatz wieder Rot sah. Zwar durfte er dann nach dem vierten Spieltag – unabhängig von seiner roten Karte in der U23 – bei den Profis auf der Bank sitzen, spielen tat er danach für die U23 nie wieder. Noch dazu war sein erster Einsatz bei den Profis eines der schlimmsten Spiele der RB-Vereinsgeschichte. Das 0:3 in Unterhaching im DFB-Pokal. Ein absolut trostloser Auftritt. Es passte aber zu der bisher grausamen ersten Saison. Es sollte dauern, bis der damals 25-jährige seine ersten Minuten in der Liga bekam. Für ihn die schlimmste Zeit seines Profilebens. doch er blieb dran und spätestens mit seinem ersten Einsatz im Februar 2016 war er in Leipzig angekommen und danach war er auch als feste Nummer eins gesetzt.
11 Jahre. Unzählige Paraden. Unzählige Erinnerungen. ❤️
— RB Leipzig (@RBLeipzig) August 3, 2026
Ein „Danke“ wird niemals ausreichen, um all das in Worte zu fassen, was du diesem Verein gegeben hast.
𝑳𝑬𝑮𝑬𝑵𝑫𝑬, 𝑷𝑬𝑻𝑬. 🫶 pic.twitter.com/Wa4LW3iF7l
Die Erfolgsgeschichte des Péter G.
Ab dem eben erwähnten Zeitpunkt war die Zeit mit Gulácsi unter dem Strich eine Erfolgsgeschichte, sowohl für ihn, als auch für den Verein. Nach seinem ersten Schritt zum Stammtorwart folgte der gemeinsame Erfolg, der Aufstieg in die Bundesliga. Auch dort blieb er die Nummer eins und leistete durch seine persönliche Entwicklung einen enorm wichtigen Anteil zum nächsten kollektiven Meilenstein: Der ersten Qualifikation für die Champions League direkt nach dem Aufstieg. Spätestens in der Saison wurde er auch zum Publikumsliebling. Das Pokalspiel gegen die Bayern war die Geburtsstunde der "Gulácsi"-Rufe. In unserem Interview sagte er bereits 2018, wie stolz ihn das machte und es sich für ihn nochmal als Bestätigung anfühlte, dass er sich hier heimisch fühlt. Nächster Schritt: 2020 CL-Halbfinale. Auch hier hatte Gulácsi einen herausragenden Anteil daran. Eine Saison später stellte RB mit Gulácsi die beste Abwehr der Liga mit 32 Gegentoren. Auch hier hatte er einen wesentlichen Anteil daran und spielte seine notentechnisch drittbeste Saison im Leipziger Dress mit einer Durchschnitt von 2,76 (nur 2018/2019 mit 2,61 und 2023/2024 mit 2,67 besser). 2021/2022 war zwar persönlich seine schlechteste Saison mit einem Durchschnitt von 3,12, allerdings lag das auch an der gruselig schlechten Mannschaftsperformace unter Ex-Trainer Jesse Marsch. Doch für einen persönlichen Rekord reichte es auch hier in der Saison. Beim 0:2 Auswärtssieg in Stuttgar stellte Pete mit zehn abgewehrten Torschüssen einen persönlichen Rekord auf. 2022/2023 gab es dann einen großen Rücksschlag. Ein Kreuzbandriss. Doch auch davon erholte sich Pete wieder und er kehrte als Nummer eins zurück und spielte wie oben gesagt wieder eine herausragende Saison 2023/2024. Generell ließ er eine Handvoll Torhüter immer wieder hinter sich. Fabio Coltorti, Marius Müller, Yvon Mvogo, Josep Martinez und Janis Blaswich. Auch Maarten Vandevoordt musste zwei Jahre warten, Pete spielte 2025/2026 bis zu seiner Verletzung. Erst diese Saison sollte es eigentlich zur Ablösung kommen.

Vielen Dank Pete!
Ein Wechsel, der wehtut!
Doch statt Nummer zwei in Leipzig zu sein, geht es nun in die LaLiga als Nummer eins zum FC Villarreal. Ein Top-Wechsel für ihn. Ein schmerzhafter Wechsel für uns. Wir verlieren nicht nur einen Top-Torhüter, wir verlieren auch eine Vereinsikone und einen Top-Menschen. Und es geht jetzt eine neue Baustelle auf, dass man sich eine neue Nummer zwei suchen muss, auch wenn man mit Ørjan Nyland auch einen alten Bekannten als heißen Kandidaten hat.
Uns bleibt abschließend nur zu sagen: Danke für alles, Pete! Du gehst als Legende und vielleicht kommst du ja nach Leipzig zurück. Einmal Leipzig, immer Leipzig!