35 Spieler, 28 Plätze – und kein Transfer ist durch
Yan Diomande
Statistiken der Liga Saison 2025/2026Inhalt
- Demichelis darf zunächst selbst urteilen
- Diomande: Ein Wechselwunsch ist noch kein Verrat
- Gulácsi darf einen eigenen Wunsch entwickeln
- Warum Willi Orbán gerade jetzt wichtig bleibt
- Kein Kommentar zu Asllani – aber ein Plan für den Ernstfall
- Wenn jedes Gerücht zur Nachricht wird
- Ein klarer Plan – aber kein fertiger Kader
Es ist erst der zweite Trainingstag in Saalfelden. Die Plätze am Gut Brandlhof sind gut, die Wege kurz, die Bedingungen stimmen. Marcel Schäfer könnte über Rasenqualität, Regeneration und die ersten Eindrücke unter Martín Demichelis sprechen.
Doch der August lässt sich im Profifußball selten auf das beschränken, was auf dem Platz passiert.
35 Spieler sind mit RB Leipzig ins Trainingslager gereist. Einer, über den derzeit besonders viel gesprochen wird, fehlt krankheitsbedingt. Ein anderer steht vor dem Abschied. Weitere wissen noch nicht abschließend, welche Rolle sie in der kommenden Saison einnehmen sollen. Der neue Trainer soll sich zunächst ein eigenes Bild machen – während im Hintergrund verhandelt, geprüft und längst für verschiedene Szenarien geplant wird.
Schäfer bewegt sich in dieser Gemengelage bemerkenswert sicher. Er ist professionell, schlagfertig und kontrolliert, ohne dabei steril zu wirken. Mein persönlicher Eindruck aus der Runde: Er besitzt die seltene Fähigkeit, Menschen einzunehmen, ohne aufgesetzt kumpelhaft zu werden. Ein Menschenfänger im positiven Sinne. Einer, der Spannung mit einem Satz herausnehmen kann, Fragen ernst nimmt und auch in unangenehmen Momenten menschlich bleibt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass er alles preisgibt. Schäfer versteht es ebenso gut, eine Tür freundlich, aber sehr entschieden zu schließen.

Micho cruist sich ein.
Demichelis darf zunächst selbst urteilen
Die Leipziger Kaderplanung befindet sich noch nicht in ihrem Endzustand. Das ist nach Schäfers Darstellung kein Zeichen fehlender Vorbereitung, sondern Teil einer bewusst gewählten Vorgehensweise. Demichelis sollte die Spieler nicht nur aus Videomaterial, Daten und den Einschätzungen der sportlichen Leitung kennenlernen. Der Trainer bekam Zeit, seine eigenen Eindrücke zu sammeln. „Wir wollen den Spielern wirklich die Chance geben, sich zu präsentieren“, erklärte Schäfer. Man habe deshalb vereinbart, zunächst das Trainingslager abzuwarten. Demichelis hatte damit rund drei Wochen, mehrere Trainingseinheiten und drei Testspiele, um ein Gefühl für die Mannschaft und die einzelnen Spieler zu entwickeln. Erst danach soll intern Bilanz gezogen werden.
„Nach dem Trainingslager finden offene und ehrliche Gespräche mit den Spielern statt: wie wir mit ihnen planen, ob wir mit ihnen planen und welche Rolle wir vielleicht andenken.“
Der Zusatz ist wichtig: Rollen sind im Fußball keine Besitzstände. Schäfer erinnerte daran, dass die Mannschaft, die am ersten Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach beginnt, nicht zwangsläufig jene sein wird, die Monate später die Saison beendet. Spieler entwickeln sich, verletzen sich, verlieren oder gewinnen ihren Platz. Trotzdem müsse ein Verein zu einem bestimmten Zeitpunkt ehrlich sein. Es ist eine Form von Respekt, einem Spieler nicht nur mitzuteilen, dass mit ihm geplant wird. Respekt kann auch bedeuten, ihm früh zu sagen, dass sein Weg in Leipzig schwierig werden könnte. Aktuell umfasst die Gruppe etwa 35 Spieler. Schäfer ließ erkennen, dass eine Größenordnung von ungefähr 28 Akteuren deutlich näher an der angestrebten Kaderstärke liegt. RB muss also noch reduzieren. Nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen.
„Zu viel Unzufriedenheit innerhalb einer Saison – in der Kabine, aber auch auf dem Platz – wollen wir nicht.“
Das ist einer der entscheidenden Sätze dieser Medienrunde. Der Leipziger Umbau besteht nicht nur darin, neue Spieler zu verpflichten. Der bestehende Kader muss so sortiert werden, dass genügend Konkurrenz entsteht, ohne eine Gruppe von Profis zu produzieren, die von Beginn an kaum eine realistische Perspektive besitzt. Für die sehr jungen Spieler sieht Schäfer durch zusätzliche Nachwuchs- und U21-Wettbewerbe mehr Möglichkeiten, Spielpraxis im Verein zu erhalten. Eine Leihe bleibt dennoch eine Option, wenn sie für die Entwicklung des Einzelnen sinnvoller erscheint. Eine pauschale Lösung gibt es nicht. Die Begabtesten werden ohnehin ihre Chancen bekommen – unabhängig vom Geburtsjahr. Für alle anderen muss RB einen Weg finden, der mehr beinhaltet als hochwertiges Training ohne regelmäßigen Wettbewerb.

Diomande wird man wohl bei RBL nicht mehr jubeln sehen.
Diomande: Ein Wechselwunsch ist noch kein Verrat
Dass sich die Medienrunde schnell Yan Diomande zuwendet, ist unvermeidbar. Der Ivorer fehlt wegen eines Infekts im Trainingslager. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit einem möglichen Wechsel zu Real Madrid. Schäfer versucht gar nicht erst, das grundsätzliche Interesse zu dementieren.
„Es ist kein Staatsgeheimnis mehr, dass das Interesse von Real Madrid hinterlegt wurde und dass der Spieler sich damit beschäftigt.“
Verwerflich findet er das nicht. Diomande war bei seiner Verpflichtung keineswegs unumstritten. Schäfer erinnerte daran, dass damals Fragen gestellt wurden, warum Leipzig diesen Spieler überhaupt hole und ob bei den Zahlen vielleicht „ein Zahlendreher“ vorliege. Ein Jahr später beschäftigt sich einer der größten Vereine der Welt mit ihm. Diomande habe alles dafür getan, dass RB seine sportlichen Ziele erreicht, und gemeinsam mit der Mannschaft eine starke Entwicklung genommen. Für Schäfer ist das Interesse deshalb auch „eine Bestätigung der Arbeit des Clubs“ – der Rekrutierung, Betreuung und Entwicklung junger Spieler. In diesem Bereich sieht er Leipzig weiterhin als einen der besten Standorte Europas. Das klingt zunächst nach der bekannten RB-Erzählung: Spieler erkennen, entwickeln und irgendwann mit erheblichem Gewinn weiterverkaufen. Ganz so einfach ist der Fall Diomande jedoch nicht. Denn die Leipziger Absicht sei weiterhin, ihn zu behalten.
„Warum sollten wir auf die Idee kommen, ihn nicht mehr hier in unseren Reihen haben zu wollen?“
„Nichts ist durch, bevor nicht irgendwo eine Unterschrift darunter ist.“
Er habe in seiner Laufbahn bereits Transfers erlebt, die vermeintlich abgeschlossen waren und schließlich doch nicht zustande kamen. Gespräche, Angebote und grundsätzliche Einigungen sind im Fußball wichtige Schritte. Eine offizielle Bestätigung ersetzen sie nicht. Die nüchterne Übersetzung lautet: Madrid interessiert sich, Diomande hört zu, Leipzig verhandelt – aber der entscheidende letzte Schritt ist noch nicht vollzogen.

Mit Gulácsi steht einer der letzten Helden kurz vor dem Wechsel.
Gulácsi darf einen eigenen Wunsch entwickeln
Auch bei Péter Gulácsi wird deutlich, wie Schäfer seine Kaderplanung verstanden wissen möchte. RB hatte den Vertrag mit dem langjährigen Torhüter erst im vergangenen Jahr aus Überzeugung verlängert. Schäfer bezeichnete die Leipziger Torwartkonstellation weiterhin als grundsätzlich gut. Trotzdem kann sich eine Situation verändern, ohne dass die frühere Entscheidung dadurch automatisch falsch wird.
„Gerade bei einem sehr verdienten Spieler, der über Jahre hinweg seine Leistung gebracht hat und den man außergewöhnlich schätzt, ist es so: Wenn er den Wunsch hinterlegt, noch einmal etwas Neues zu machen – sowohl sportlich als auch familiär –, dann setzen wir uns hin und besprechen die Themen.“
Die Gespräche über Gulácsis möglichen Wechsel seien konstruktiv und zielführend. Es gehe noch um Details. Auch bei einem potenziellen Nachfolger sei RB nach Schäfers Worten bereits weit fortgeschritten. Der Vorgang zeigt eine andere Seite der Leipziger Kaderplanung. Ein Verein kann von einem Spieler überzeugt sein und ihm trotzdem einen Abschied ermöglichen. Eine Vertragsverlängerung und ein späterer Wechsel müssen kein Widerspruch sein, wenn sich die persönlichen Voraussetzungen verändern. Bei Gulácsi geht es nicht allein um Marktwert, sportliche Perspektive oder die nächste Generation im Tor. Es geht auch um den Umgang mit einem Spieler, der den Verein über viele Jahre geprägt hat. Schäfer spricht über solche Fälle nicht wie über austauschbare Vermögenswerte. Das ist zumindest der Eindruck, den er in der Runde vermittelt. Zugleich bleibt er Geschäftsführer Sport: Ein Abschied wird erst ermöglicht, wenn die Konditionen passen und eine tragfähige Lösung für den Kader bereitsteht. Menschlichkeit und wirtschaftliche Verantwortung schließen sich für ihn nicht aus. Sie müssen nur gleichzeitig organisiert werden.

Bleibt Willi als Abwehrrecke oder zieht es ihn in die Wüste?
Warum Willi Orbán gerade jetzt wichtig bleibt
Noch deutlicher wurde Schäfer bei Willi Orbán. Der langjährige Leipziger Kapitän war zuletzt ebenfalls mit einem möglichen Abschied in Verbindung gebracht worden. Für die kommende Saison plant RB jedoch grundsätzlich mit ihm.
„Unser Bestreben ist ganz klar, mit Willi in die nächste Saison zu gehen.“
Orbán habe eine sehr gute Saison gespielt und sei ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft gewesen. Er soll es nach Schäfers Vorstellung auch weiterhin sein. Die Begründung reicht über seine sportliche Leistung hinaus. RB Leipzig will unverändert mit hungrigen und entwicklungsfähigen Spielern arbeiten. Eine solche Mannschaft benötigt nach Schäfers Überzeugung aber Akteure, die den Verein, die Bundesliga und die Anforderungen an eine lange Saison bereits kennen.
„Eine Person wie Willi ist wirklich wichtig – sowohl in der Kabine als auch auf dem Platz.“
Orbán soll die jungen Spieler gemeinsam mit dem Trainerteam entwickeln und der Mannschaft Stabilität geben. Damit beantwortet Schäfer indirekt auch die Frage nach der künftigen Hierarchie. Leipzig will nicht sämtliche Erfahrung aus dem Kader entfernen und anschließend darauf hoffen, dass sich Führung von selbst entwickelt. Der Umbruch soll keinen führungslosen Raum hinterlassen. Eine absolute Garantie für Orbáns Verbleib gab Schäfer trotzdem nicht. Dafür habe er im Transfergeschäft bereits zu viel erlebt. Die klare Absicht ist aber erkennbar: Während bei Gulácsi ein konkreter persönlicher Veränderungswunsch respektiert wird, soll Orbán als Fixpunkt der neuen Mannschaft erhalten bleiben. Auch mit Kapitän David Raum steht ein Gespräch über die Zukunft an. Schäfer berichtete von einem ehrlichen Austausch. Nach der Weltmeisterschaft sei vereinbart worden, sich im Laufe der Vorbereitung zusammenzusetzen. Eine unmittelbar bevorstehende Vertragsverlängerung leitete er daraus ausdrücklich nicht ab. Die Gespräche zeigen dennoch, worum es Leipzig neben den Zu- und Abgängen gehen muss: Wer bildet künftig den Kern dieser Mannschaft? Wer trägt sie sportlich – und wer hält sie zusammen, wenn es nicht läuft?

Asllani könnte bald in Saalfelden aufschlagen.
Kein Kommentar zu Asllani – aber ein Plan für den Ernstfall
Auf Fisnik Asllani ließ sich Schäfer nicht festnageln. Er nehme die Berichte und die Diskussionen in den sozialen Medien wahr. Über einen Spieler, der bei einem anderen Bundesligisten unter Vertrag steht, wolle er jedoch nicht sprechen.
„Ich finde, es gehört sich nicht, über Spieler zu sprechen, die bei einem anderen Verein unter Vertrag stehen.“
Das ist die erwartbare Antwort. Interessanter wurde es bei der Frage, was ein möglicher Diomande-Abgang für die weitere Kaderplanung bedeuten würde. RB bereitet sich nach Schäfers Aussage grundsätzlich auf unterschiedliche Eventualitäten vor. Die Scouting-Abteilung arbeite nicht erst dann an Alternativen, wenn ein Transfer bereits abgeschlossen ist. Kaderplanung sei ein ständiger Prozess. Während das aktuelle Fenster noch geöffnet ist, beginnt im Hintergrund bereits die Vorbereitung auf das nächste Jahr. Sollte Leipzig einen Schlüsselspieler verlieren, würde sich der Verein intensiv mit den zuvor erarbeiteten Kandidaten beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um sportliche Qualität, sondern auch darum, welche Spieler tatsächlich auf dem Markt verfügbar und für RB realistisch erreichbar sind. Gleichzeitig sieht Schäfer die Mannschaft auf den offensiven Außenpositionen intern nicht schutzlos. Leipzig verfügt über mehrere Spieler, die dort eingesetzt werden können. Ob das im Fall eines Diomande-Verkaufs ausreicht oder dennoch extern nachgelegt wird, ließ er offen. Auch das ist Teil seiner Kommunikationsstrategie: Schäfer bestätigt den Prozess, aber nicht das Ergebnis. Er sagt, dass Kandidaten existieren. Er sagt nicht, wer sie sind. Er verweist auf interne Lösungen, ohne auszuschließen, dass Leipzig erneut investiert.

Volle Fahrt voraus!
Wenn jedes Gerücht zur Nachricht wird
Zum Ende der Runde wird Schäfer grundsätzlicher. Das Transfergeschäft selbst habe sich verändert. Noch stärker verändert habe sich aber die Art, wie darüber berichtet und diskutiert wird. Schäfer betonte zunächst, dass er volles Verständnis für die Arbeit der Medien habe. Problematisch werde es dort, wo Meldungen nicht mehr geprüft, sondern nur noch weitergereicht würden.
„Es ist nicht mehr wichtig, ob irgendetwas wahr oder falsch ist. Es wird einfach alles aufgegriffen.“
Ob eine Meldung von einem bekannten Transferjournalisten, einem Berater oder einem anonymen Account stammt, spiele in der Verbreitung häufig kaum noch eine Rolle. Für Schäfer ist das „teilweise schon bedenklich“. Seine Kritik richtet sich nicht nur gegen falsche Informationen. Es geht ihm auch um deren Wirkung innerhalb einer Mannschaft. Ein Verein kann einem Spieler im persönlichen Gespräch Vertrauen vermitteln und ihm erklären, wie mit ihm geplant wird. Wenige Stunden später liest derselbe Spieler, Leipzig befinde sich mit einem möglichen Konkurrenten für seine Position bereits in weit fortgeschrittenen Gesprächen. Selbst wenn die Meldung falsch ist, muss sie anschließend intern wieder eingefangen werden. Schäfer verwies auf einen konkreten Fall, in dem ein Berater angeblich von fortgeschrittenen Gesprächen berichtet habe, obwohl er selbst weder mit diesem Berater noch mit dem betreffenden Spieler Kontakt gehabt habe. Dass eine solche Behauptung dennoch öffentlich aufgegriffen werde, könne er nur schwer nachvollziehen. Das ist keine Forderung nach weniger Berichterstattung. Es ist eine Forderung nach einer saubereren Trennung zwischen Information, Interesse und Inszenierung. Auch Berater verfolgen eigene Ziele. Ein gestreutes Gerücht kann den Markt eines Spielers beleben, Druck auf einen Verein ausüben oder andere Interessenten anlocken. Wird jede Behauptung unmittelbar vervielfältigt, wird aus der Transferberichterstattung schnell ein Kreislauf, in dem Reichweite wichtiger wird als belastbare Information.

Jetzt erstmal Konzentration auf das Training.
Ein klarer Plan – aber kein fertiger Kader
Marcel Schäfer hat in Saalfelden nicht jede offene Personalfrage beantwortet. Das konnte und wollte er auch nicht. Er hat aber erkennen lassen, nach welcher Methode RB Leipzig in die entscheidenden Wochen des Transferfensters geht. Martin Demichelis durfte sich zunächst ein eigenes Bild machen. Danach folgen Gespräche und Entscheidungen. Der Kader soll von rund 35 Spielern auf ein gesünderes Maß reduziert werden. Sehr junge Talente sollen einen klaren Weg zu Spielpraxis erhalten. Verdiente Spieler werden nicht allein nach Alter und Wiederverkaufswert beurteilt. Mögliche Schlüsselabgänge werden nur dann vollzogen, wenn sich der Verein mit der sportlichen und wirtschaftlichen Lösung arrangieren kann. Diomande darf sich mit Real Madrid beschäftigen, ohne in Leipzig zum Abtrünnigen erklärt zu werden. Gulácsi darf nach vielen Jahren einen neuen sportlichen und familiären Wunsch entwickeln. Orbán soll bleiben, weil eine junge Mannschaft Erfahrung nicht nur als Korrektiv, sondern als Fundament benötigt. Schäfer verkauft das nicht als konfliktfreien Masterplan. Er weiß, dass sich Situationen verändern können. Dass ein Spieler, der heute fest eingeplant ist, in zwei Wochen vielleicht doch geht. Dass eine Verhandlung scheitern kann, obwohl scheinbar nur noch eine Unterschrift fehlt.
Genau darin liegt vermutlich seine größte Stärke als Kommunikator. Er kann eine Medienrunde so führen, dass sich der Fragesteller ernst genommen fühlt, auch wenn die entscheidende Tür geschlossen bleibt. Er weicht aus, ohne herablassend zu werden. Er kontert, ohne anzugreifen. Er wirkt professionell, aber nicht unnahbar. Ein Menschenfänger – und gleichzeitig ein Geschäftsführer, der sehr genau weiß, welche Information den Raum verlassen darf.
Am Ende weiß man nach dieser Runde mehr über die Leipziger Vorgehensweise als über den endgültigen Kader. Vielleicht ist das Anfang August die ehrlichste Antwort, die ein Sportgeschäftsführer geben kann.