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6. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 31.10.2020, 18:30 Uhr
Ort: BORUSSIA-PARK, Mönchengladbach
Bor. Mönchen-
gladbach
RB Leipzig
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AUSBLICK AUF LIGA 3 - DIE MITTELFELD-MANNSCHAFTEN

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Leipzig - (16.07.2013) Am Freitag startet mit dem Spiel beim Halleschen FC endlich die 3. Liga. Kurz vor dem Saisonstart werfen wir einen Blick auf unsere 19 Gegner und wagen eine Prognose, wo die jeweiligen Teams am Ende der Saison stehen werden. Heute: Die Mittelfeld-Mannschaften.

RW Erfurt
Beinahe wäre auch der letzte thüringische Verein aus dem Profifußball verschwunden, doch Alois Schwartz konnte dem Totalabsturz in der letzten Saison gerade noch einmal verhindern. Allerdings: Der Trainer kündigte bereits gegen Saisonende seinen Abschied aus der Landeshauptstadt an und heuerte beim SV Sandhausen an. Der Österreicher Walter Kogler soll den RWE nun vor einer weiteren Zittersaison bewahren.

Nach dem verpatzten Landespokalfinale und den fehlenden DFB-Pokaleinnahmen ist Erfurt weiter zum Sparkurs verdammt und muss auf junge Spieler setzen. Spätestens 2016 wollen die Thüringer in der 2. Bundesliga spielen, deshalb sollten sie in dieser Saison mit der Grundsteinlegung beginnen. Der (erneute) Kaderumbruch wurde bereits eingeleitet.

Stammtorhüter Sponsel und die talentierten Drexler (Fürth) und Morabit (Bochum) haben den Verein verlassen, die anderen fünf Abgänge waren verschmerzbar. Sieben Spieler wurden laut transfermarkt.de aus der eigenen U19-Kaderschmiede in den Profikader berufen, sollen perspektivisch an die 3. Liga herangeführt werden. André Laurito ist bisher der Königstransfer – denn der routinierte Abwehrspieler vom Zweitligaabsteiger SSV Jahn Regensburg ist eine echte Verstärkung in der Defensive. Als Sponsel-Ersatz wurde der ehemalige KSC-Torhüter Kornetzy verpflichtet, der ebenfalls genügend Erfahrung vorzuweisen hat. Mit Simon Brandstetter (Freiburg) und Okan Derici (Galatasary Istanbul) wurden zwei junge Offensivspieler nach Erfurt geholt, die durchaus Potenzial haben der Mannschaft weiterzuhelfen.

Walter Kogler ist sicherlich nicht als neuer Trainer bei RW Erfurt zu beneiden, die Aufgabe ist schwierig genug. Dennoch versprüht der neue Coach Optimismus und will den Spielern sein neues Konzept schnellstmöglich beibringen. Gelingt ihm das und erweisen sich die Transfers nicht als Flops, dürfte RW Erfurt im Mittefeld (Platz 10 bis 15) ankommen. 

VfB Stuttgart II
„Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“ wollen die Spieler der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart in der neuen Saison. Doch das Vorhaben wird schwierig, der Umbruch in der Sommerpause war groß. Der Kader hat an Qualität verloren.

Letztjährige Leistungsträger wie Khedia und Röcker sollen sich laut Kicker in der ersten Mannschaft durchsetzen. Benyamina (Dresden), Stöger (K’Lautern), Weis (Ingolstadt)  und Vitzthum (Karlsruhe)  haben das wohl beste Nachwuchsteam in Deutschland zu höherklassigen Vereinen verlassen. Jürgen Kramny darf zwar mit Marco Grüttner von den Stuttgarter Kickers und Kevin Müller (Hansa Rostock) zwei echte Verstärkungen begrüßen, aber sie alleine reichen nicht aus, um die entstandene Lücke zu schließen. So ist Kramny dazu gezwungen, extrem junge Talente in die Mannschaft einzubauen und schnellstmöglich an die 3. Liga zu gewöhnen.

Der VfB schickt erneut eine sehr junge Truppe in die neue Saison, die keinen Kontakt zu den Abstiegsplätzen haben sollte. Vor dem Hintergrund, dass die Jung-Schwaben fast jede Saison einen Kaderumbruch zu bewältigen haben und diesen immer wieder bravourös meistern, dürfte das Saisonziel realistisch sein. Die technisch starke Mannschaft mit offensiver Ausrichtung wird wie in der Vergangenheit so einigen etablierten Teams ein Bein stellen können.

FC Hansa Rostock
Wie viele andere Vereine in der 3. Liga schwimmen die Hanseaten seit einigen Jahren in unruhigem Fahrwasser, sorgten zuletzt immer wieder für Negativ-Schlagzeilen – sei es durch die Fans, Personalwechsel oder durch finanzielle Probleme.

Der neue starke Mann beim FCH ist Andreas Bergmann und unter ihm soll natürlich alles besser werden. Doch seine neue Tätigkeit wird eine Herkulesaufgabe. Transfermarkt.de listet allein 16 (!!) Abgänge auf, darunter zahlreiche talentierte Eigengewächse wie Weilandt (Fürth), Jordanov (Dortmund) und Müller (Wehen-Wiesbaden). Durch die Transfers von Pekovic (35), Savran (28) und Ruprecht (26) haben die Rostocker einiges an Erfahrung gewonnen und sich noch mit vier bis fünf jüngeren, externen Neuzugängen verstärkt. Aber ob das ausreicht?

Bei den Norddeutschen ist viel Geduld gefragt, der (x-te) Neuaufbau benötigt wieder einmal viel Zeit. Die Fans und die Nachwuchsarbeit sind größtenteils hervorragend, nur schafft es der Verein nicht, das Potenzial zu nutzen. Der FCH muss sich sowohl wirtschaftlich als auch sportlich zügig sanieren, sonst sieht die Zukunft an der Ostseeküste düster aus. 

Holstein Kiel
Wie RB Leipzig haben es nun auch die Kieler geschafft, nach einer starken Saison die Relegation zu überstehen und in die 3. Liga aufzusteigen. Mit Thorsten Gutzeit hat überraschend ihr langjähriger Trainer hingeworfen, da er sich voll und ganz auf seinen DFB-Lehrgang konzentrieren möchte. Ihn ersetzt Karsten Neitzel (zuletzt VfL Bochum) an der Seitenlinie, der in der Szene als „Entwickler“ bekannt ist. Dementsprechend lautet das Ziel auch, die Störche in Liga 3 zu etablieren.

Die Norddeutschen haben bis auf Morten Jensen (Torhüter) keine Spieler aus dem Stammpersonal verloren, konnten mit Tim Danneberg (SV Sandhausen) sogar einen erfahren Drittligaspieler an Land ziehen. Torhüter Maximilian Riedmüller kommt vom deutschen Triple-Sieger Bayern München, die anderen fünf Neuzugänge sind 19 oder 21 Jahre alt. Also alles entwicklungsfähige Spieler, die scheinbar perfekt zu Neitzel passen. 

Die aktuelle Mannschaft ist eingespielt und besitzt auch in der Breite eine gute Qualität. Das einzige Problem: Die kurze Vorbereitungszeit, mit der auch die anderen Drittligaaufsteiger zu kämpfen haben. Dennoch sollten die Störche nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

VfL Osnabrück
Mit Maik Walpurgis steht bei den Niedersachsen ein alter Bekannter an der Seitenlinie, der in der Relegation noch die Sportfreunde Lotte coachte und knapp den Aufstieg in die 3. Liga verpasste. Dort erwartet den jungen Trainer eine ähnliche Aufgabe wie beim Ortsnachbarn: Aus wenig viel machen.

Der VfL ächzt unter einer enormen Schuldensumme, hat zunächst einen Konsolidierungskurs eingeschlagen. Mit Simon Zoller, Marcus Piossek, Nils Fischer, Andreas Glockner, Manuel Riemann und Gaetanno Manno hat der Verein erheblich an Substanz verloren, wird diese nicht eins zu eins wieder auffüllen können.  Walpurgis brachte Angreifer Prokoph und Abwehrspieler Hohnstedt aus Lotte mit, verpflichtete mit Feldhahn und Stadel zudem zwei gute Drittligaspieler vom Zwangsabsteiger Kickers Offenbach. Fraglich ist noch der Offensivbereich vor allem im Sturm. Der Abgang von Simon Zoller (15 Tore) hinterlässt eine große Lücke, die weder Adrian Grimaldi (ehemals Sachsen Leipzig) noch Prokoph schließen können. Die Hoffnung ruht daher auf Marcel Kunstmann, der beim Regionalligisten SC Verl 16 Tore in 35 Spielen schoss.

Die aktuelle Spielzeit wird für den VfL ein Übergangsjahr. Der Kader besitzt trotz der namhaften Abgänge noch genügend Qualität für Liga 3, für das obere Tabellendrittel reicht es diese Saison aber nicht. Trotz des Umbruchs wird Maik Walpurgis eine schlagfertige Truppe in die Saison schicken, die irgendwo zwischen Platz 7 und 12 ankommen dürfte. 

Wacker Burghausen
Der ehemalige Zweitligist hat mit finanziellen Problemen zu kämpfen, konnte einige Spieler nicht halten. Mit Spielmacher Youssef Mokhtari, Nachwuchshoffnung Maxmilian Thiel (1. FC Köln), René Vollath (Karlsruher SC), Abwehrrecke Fabian Aupperle (Hoffenheim II) und Josef Cinar (Chemnitzer FC) hat Trainer Georgi Donkov zahlreiche Abgänge zu verkraften, die letzte Saison Stammspieler waren und das Grundgerüst der Mannschaft bildeten.

Aufgrund des Sparkurses setzt der bayerische Verein vermehrt auf junge Spieler, will die Nachwuchsarbeit zukünftig intensivieren. Der neue Jugendkurs schlägt sich auch in den Neuverpflichtungen wieder. Nur zwei der elf Spieler sind älter als 25 Jahre, von der SpVgg Unterhaching wechselten gleich drei talentierte (Thee, Brachtel, Drum) Kicker nach Burghausen. Allerdings sorgt die Offensive derzeit noch für viele Fragezeichen. Angelo Hauck war beim HFC zuletzt glück- und erfolglos, der griechische Stürmer Simosis ist kaum einzuschätzen.

Es wird darauf ankommen, wie schnell Donkov die Neuzugänge integrieren und die Abgänge auffangen kann. Eine Mittelfeldplatzierung im einstelligen Tabellenbereich wie in den vergangenen Jahren erscheint diese Saison unrealistisch.

MSV Duisburg
Für die zweiten Absteiger und "Auf-den-letzten-Drücker" lizensierten Meidericher müsste das Wort Kaderumbruch eigentlich neu erfunden werden. Neu-Trainer Karsten Baumann steht vor der Herkulesaufgabe ein komplett neu zusammengewürfeltes Team zurück in Bundesligasphären zu führen.

Baumann kennt die 3. Liga bereits aus seinen Zeiten bei Erfurt (wo ihm die Qualifikation für die Startsaison der Dritten glückte) und Osnabrück (als er als Primus aufstieg). Bisher folgte einer soliden bis sehr guten ersten Saison der vorzeitige Rausschmiss kurz vor Saisonende, mit dem MSV geht er nun in seine dritte Drittligaspielzeit und will seine Zeit in Aue ad acta legen.

Da die Kaderplanungen des MSV noch nicht abgeschlossen sind, muss eine Saisonprognose noch unvollständig bleiben. Defensiv und im Mittelfeld scheint der MSV derzeit in der Spitze recht solide aufgestellt, wobei die Kaderbreite noch einiges zu wünschen übrig lässt. Spieler wie Wolze, Dum, Feisthammel, Wissing oder Ratajczak zählen in der 3. Liga durchaus zum oberen Drittel. Bis auf Onuegbu gibt es jedoch derzeit keinen ernst zu nehmenden Stürmer im Kader.

Der Kapitän gesperrt, Trainer neu, die meisten Spieler erst zwei Wochen oder weniger im Team, da ist Eingespieltheit ein echtes Fremdwort. Wenn Baumann es schafft sein durchaus erfahrenes Team früh einzuschwören ist durchaus auch mehr drin als der Mittelfeldplatz, der derzeit zu prognostizieren ist.

SSV Jahn Regensburg
Neuanfang beim Zweitligaabsteiger Jahn Regensburg: Mit einem neuem Coach, Sportmanager und stark verändertem Kader soll in dieser Saison ein einstelliger Tabellenplatz erreicht werden.

Laut Kicker beträgt der Spieler-Etat für Liga 3 gerade mal 1,5 Millionen Euro, was natürlich Auswirkungen auf die Transferpolitik hat. 17 Spieler haben den Verein – teilweise auch aus finanziellen Gründen – verlassen, acht Spieler sind neu hinzugekommen. Abwerchef Laurito hat die Regensburger Richtung Erfurt verlassen, Ziereis (St. Pauli) und Sembolo (Bielefeld) wechselten sogar in die 2. Bundesliga. Im Gegenzug hat der der 46-jährige Trainer Thomas Stratos vornehmlich junge Spieler aus den zweiten Mannschaften anderer Teams geholt.  Ob der hochgelobte Dimitrios Anastasopoulos vom AEK Athen die Defensive verstärken kann, bleibt abzuwarten.

In den bisherigen Testspielen fing sich Regensburg selbst gegen unterklassige Teams regelmäßig Gegentore, da besteht wohl noch Handlungsbedarf. Mit 22 Spielern ist der Kader zumindest nominell recht dünn besetzt und knapp bemessen, viele Spieler dürfen also nicht ausfallen. Mit dem Abstiegskampf sollte der SSV jedoch nichts zu tun haben, dafür ist der Kader qualitativ zu stark. 


Rojiblanco / Rumpelstilzchen

Teil 1 - Die Abstiegskandidaten


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