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Freitag, 26.07.2019, 18:00 Uhr
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SPIELABBRUCH IN OSNABRÜCK - EIN TAG DANACH

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Leipzig - (11.08.2015) Hitzige Atmosphäre, früher Rückstand und Spielabbruch – ein Rückblick auf einen denkwürdigen Pokalabend.

Die sportliche Sicht – Verdiente Niederlage
Seine Mannschaft müsse hellwach sein, warnte unser Trainer Ralf Rangnick noch im Vorfeld der Partie an der Bremer Brücke. Umso erstaunlicher, dass sich die Gastgeber in der ersten Minute gleich zwei Torchancen erarbeiten konnten und eine davon in unserem Tor landete. Kurze Zeit später verhinderte Fabio Coltorti dank hervorragender Antizipation sogar das 0:2. Hellwach war außer dem Torhüter zu dieser Zeit niemand im Dress der Roten Bullen. Bei einem Flutlichtspiel im DFB-Pokal vor einem emotionalem Publikum, dass sehr schnell eine unangenehme Atmosphäre für den Gegner schaffen kann, gleich mit den ersten Aktionen in Rückstand zu geraten, ist so ziemlich das blödeste, was man sich vor dem Spiel hätte ausmalen können.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit gelang es unserer Mannschaft dennoch, zunehmend die Kontrolle über die Partie zu gewinnen und kam durch Selke & Forsberg zu aussichtsreichen Torchancen. Es war die stärkste Phase der Leipziger in der gesamten Partie und dauerte vielleicht 20 Minuten. In dieser Zeit war es sehr ruhig im Stadion, da die Osnabrücker doch sichtlich beeindruckt von der Spielstärke der Gäste waren. Leider blieben die Bemühungen unbelohnt.

Kurz vor der Pause kam es zu einer dieser vielen Rudelbildungen in der ersten Halbzeit, die an diesem Abend ein Spiegelbild der intensiv und hitzig geführten Partie waren. Nukan sah in Folge dessen Gelb, revanchierte sich drei Minuten später mit einem überharten Einsteigen am Gegenspieler und musste rotgefährdet vom Platz genommen werden. Nach der Pause wurde die Partie aus Leipziger Sicht nicht viel besser. Kein Aufbäumen, keine spielerischen Ideen, kein Mittelfeld. RB ließ sich wie in der vergangenen Saison von der Atmosphäre beeindrucken und konnte sein Spiel nicht durchsetzen.

In der 70. Minute die spielentscheidende Situation: Forsberg schickt Selke auf die Reise, der im letzten Moment vom Gegenspieler abgegrätscht und dafür vom Ersatzspieler Hohnstedt (machte sich gerade hinterm Tor warm) hämisch für sein Scheitern beglückwünscht wurde. Die Folge. Erneute Rudelbildung und der mittlerweile bekannte Feuerzeug-Wurf auf den Schiedsrichter. Spielabbruch.

Fazit: Aufgrund des Spielverlaufs, der Atmosphäre sowie die Art und Weise, wie die Leipziger auftraten, ist es unwahrscheinlich, dass die Rangnick-Elf den Rückstand noch hätte drehen können. VfL-Trainer Maik Walpurgis hat seine Mannschaft wieder einmal perfekt auf die Spielweise des Gegners eingestellt und uns somit den Zahn gezogen. Mittlerweile könnte man auch damit anfangen, den Saisonstart kritischer zu betrachten – glücklicher Sieg in Frankfurt, glücklicher Punkt gegen Fürth und die eigentlich verdiente Niederlage in Osnabrück. Zudem stellt sich die Frage, warum ein sichtlich nervöser Nukan (schon gegen Fürth) den Vorzug vor einem Routinier wie Sebastian erhalten hat, der in solch einer Partie wertvoll gewesen wäre. Warum werden in einem erwarteten Kampfspiel Edeltechniker wie Sabitzer und Bruno aufgestellt, statt Spieler wie Demme, Khedira oder Quaschner, die dagegen halten? Auch Hierländer wirkte wie schon gegen Frankfurt in seiner Rolle als Außenverteidiger überfordert.

Die Fan-Sicht – "Ihr macht unseren Sport kaputt"
Die Anfangsphase der Partie ging nicht nur auf sportlicher Ebene in die Hose, sondern auch für viele der etwa 500 mitgereisten RB-Fans, die aufgrund einer Vollsperrung bei Kassel im Stau standen und die ersten zehn Minuten verpassten. Muss auch ein merkwürdiges Gefühl sein, ins Stadion zu kommen und zu sehen, dass sich die eigene Mannschaft bereits ein Gegentor gefangen hat. Ebenfalls verpasst haben unsere Fans die Choreografie der VfL-Anhänger, die sich über die gesamte Ostkurve zog und an vergangene Zeiten erinnerte (wie es sich für einen Traditionsverein nun einmal gehört). Als das 1:0 für die Lila-Weißen fiel, verfiel der Supporter-Block in völlige Ekstase und rüttelte so stark am Zaun, dass dieser teilweise zusammenbrach. Die Feuerwehr reparierte diesen zwar provisorisch zur Halbzeitpause, aber bereits zu diesem Zeitpunkt hätte man darüber diskutieren können, dass Spiel abzubrechen, da die Sicherheit – auch für die VfL-Fans – nicht mehr vollständig gewährleistet war.

Die Atmosphäre in der Osnatel-Arena schaukelte sich mit zunehmender Spieldauer und der aggressiven Spielweise der Gastgeber immer weiter nach oben. Die intensiven Zweikämpfe und die vielen Rudelbildungen erhöhten die ohnehin schon vorhandene Abneigung gegenüber unseren Verein. Dominik Kaiser sprach nach dem Spiel davon, dass sie u.a. beworfen und bespuckt wurden. Ähnliche Szenen kannten wir bereits aus Darmstadt, Heidenheim und anderen Stadien. Da sind die üblichen Schmäh- und Hassgesänge schon zur Normalität geworden. Man kann sich aber vorstellen, dass dies nicht völlig spurlos an den Spielern vorübergeht.

Der negative Höhepunkt folgte in der 70. Minute, als Wurfgeschosse aus der Ostkurve Richtung Spielfeld flogen und höchstwahrscheinlich Davie Selke treffen sollten. Das Ziel wurde bekanntermaßen verfehlt. Die anschließende Reaktion auf den Rängen war eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Wut. Unmittelbar, als die Teams in der Kabine verschwanden, schallte ein "Ihr seid keine Osnabrücker" und "Rausschmeißen" durchs weite Rund. Angestimmt von einigen Zuschauern in der Fankurve des VfL, mit eingestimmt von der Haupttribüne. Ebenfalls bemerkenswert: Während die Supporter der Osnabrücker die Wartezeit mit Anfeuerungsversuchen überbrücken wollten, wurden diese zweimal gnadenlos von den Anwesenden der Haupttribüne ausgepfiffen. Danach war es still.

Zu hören waren ab sofort nur noch die RB-Fans, die bereits über Twitter die Meldung via Sky erhielten, dass die Partie nicht mehr angepfiffen wird. Der Gesang "Ihr macht unseren Sport kaputt" als unmittelbare Reaktion auf die Vorfälle war passender als je zu vor, zumal die Osnabrücker diesen noch kurz vor dem Abbruch selber skandierten. Dummes Eigentor. Auf der Haupttribüne schimpften die Zuschauer noch minutenlang über die Blödheit der eigenen Anhänger und verließen ebenfalls in Scharen bereits vor Bekanntgabe des Spielabbruchs das Stadion.

Fazit: Es ist eine absolute Unart, Gegenstände auf das Spielfeld Richtung der kickenden Akteure zu werfen und gehört sanktioniert. Unglaublich hohl ist es aber zusätzlich, wenn ich dadurch bei eigener (!!!) Führung noch meinem Team und dem gesamten Verein schade. Als VfL-Spieler würde ich vor Wut platzen. Da rackerst du dir 70 Minuten die Füße wund und wirst aufgrund äußerer Einflüsse um deinen verdienten Lohn gebracht. Wahnsinn. 

Der Dummheit einiger VfL-Anhänger (es war nicht nur ein Einzeltäter) ist es also zu verdanken, dass RB Leipzig wohl am grünen Tisch in die nächste Pokalrunde einziehen wird. Die Regularien des DFB sind in dieser Hinsicht auch ziemlich eindeutig. Es ist zwar eine nette Geste von unseren Verantwortlichen, dem VfL ein Wiederholungsspiel anzubieten, aber das wird für das Sportgericht wohl kaum eine Relevanz haben. 

Rojiblanco

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