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12. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 24.11.2018, 15:30 Uhr
Ort: Volkswagen Arena
VfL Wolfsburg
RB Leipzig
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EIN RITT AUF DER RASIERKLINGE!

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Leipzig - (30.08.2018) Ein Spiel wie ein Ritt auf der Rasierklinge. Blitzstart RBL, Luhansker Führung und ein Last Minute Handelfmeter. Am Ende stand ein aufreibender aber verdienter 3:2 Sieg. Leipzig zieht mit dem Glück des Tüchtigen in einem Herzschlagfinale in die Gruppenphase der Europaleague ein. Deadline Day und Auslosung sorgen morgen für Spannung!

Luhansk, das Schlüsselspiel zur Saison 18/19. Hätte, Hätte, Fahrradkette. Wären RBL letzte Saison die fehlenden drei Punkte gelungen, so hätte man sich heute Abend zurücklehnen und die CL-Auslosung verfolgen können. Hätten die Bayern den Pokal gegen Frankfurt geholt, hätte man sich die Ochsentour der Qualifikation sparen können. So kulminiert mit dem Spiel gegen Luhansk die EL-Qualifikation. Die Ausgangslage war klar: Nur ein Sieg würde genügen.


Werner in der Startelf

Wie erwartet, warf Rangnick erneut die Rotationsmaschine an. Mvogo, Werner, Laimer, Orban, Ilsanker und Cunha rotierten in die Startelf. Mukiele und Bruma, die ebenfalls Kandidaten für einen Einsatz von Beginn an waren, blieben vorerst auf der Bank. Dort warteten auch Demme (Pause für den Vielspieler) und Forsberg (angeschlagen).

Das weite Rund war gerade einmal halb gefüllt. Trotz Schlüsselspiel und Ferienende lockt die EL scheinbar nur die Harten in den Garten.


Bereit für das Schlüsselspiel!


Leipzig erwischt den Blitzstart

Rangnick hatte seinen Jungs eine offensive Einstellung verordnet und anders als in der Ukraine, wo 30 Schüsse nicht genügten, um ein Tor zu erzielen, ging es in der heimischen RBA ganz schnell zur Sache. Bereits nach sieben Minuten gingen unsere Rasenballer durch einen Schuss von Cunha in Führung. Es war die erste Aktion auf den Kasten von Luiz Felipe, der den Leipzigern im Hinspiel besonders in der Endphase den Zahn gezogen hatte. Der Treffer, eingeleitet vom starken Kampl via Doppelpass mit Cunha, wurde später Werner zugesprochen, da er entscheidend den Fuß in den Schuss gehalten hatte.

Das Tor gab den Leipzigern Auftrieb und führte zu einer starken Phase mit mehreren Schüssen in Richtung Luhansker Tor, so dass es nach einer Viertelstunde 5:0 in Sachen Torschüsse stand. Dabei war Luhansk vor dem Treffer gar nicht schlecht gestartet und hatte zu Beginn RBL sogar kurz am eigenen Strafraum eingeschnürt.


Erneut ein präziser Fernschuss vom Neuzugang, auch wenn Werner noch den Fuß reinhielt.


Das alte Lied

Erst in der 26. Minute kamen die Gäste zu ihrem ersten Abschluss. Ein Freistoß nach Foul von Cunha und der folgende Nachschuss wurden jedoch von der Leipziger Abwehr geblockt. Luhansk kam nun besser ins Spiel, während RBL erneut mit der Chancenverwertung haderte – Werner hatte in der 18. das 2:0 auf dem Fuß. In der 34. Minute erzielte jedoch Ratao per Kopf mit dem ersten Abschluss auf den Kasten den überraschenden Ausgleich. Der Brasilianer hatte sich von Konaté weggeschlichen und verwerte eine von Orban noch abgefälschte Flanke. Eiskalte Ukrainer.

Leipzig wäre mit diesem Ergebnis raus und musste nun mehr Druck machen. Bis zur Halbzeit feuerte RBL 14 Torschüsse ab, Luhank jedoch nur 3, aber in Sachen Schüsse aufs Tor stand es wie auf der Anzeigetafel - 1:1. Es musste mehr kommen…


Kalte Dusche

Und es kam mehr. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, konterte Luhansk RBL aus. Im Drei gegen Drei ließen Karavaev und Co. Orban und Konaté stehen, gerade letzterer agierte viel zu zaghaft. Karavaevs Schuss an Konaté und Mvogo vorbei staubte Gordiyenko zum 2:1 ab. Nun fehlten unseren Bullen noch zwei Tore in 45. Minuten gegen konter- und abwehrstarke Ukrainer, RBL drohte mehr denn je das Aus.


Druck, Druck, Druck

Rangnick reagierte umgehend, brachte Augustin und Forsberg für Poulsen und den schwachen Konaté. Alles auf Offensive, was Luhansk natürlich auch Räume für Konter öffnete. Aber RBL agierte nun mit Wut im Bauch noch offensiver. Es sollte jedoch bis ins letzte Spieldrittel dauern, bis die Bemühungen mit einem Torerfolg belohnt wurden. Werner mit einem langen Diagonalchip auf Augustin, der im Fünfmeterraum vor dem zögernden Luiz Felipe an den Ball kommt und zum 2:2 einnetzt (69.). Immer noch raus, aber nun reichte wieder ein Tor und es sollte eine extrem heiße Schlussphase werden.


Mauern bis der Arzt kommt

Luhansk nun noch defensiver, bis zum 2:2 hatten sie sehr gut mitgespielt und auch in Kontersituationen gemeinschaftlich umgeschaltet. In den letzten 20 Minuten kamen sie jedoch kaum mehr aus ihrem 5:4:1 vor dem eigenen Strafraum heraus. Welle um Welle rollte nun auf sie zu, aber gute Abschlüsse blieben Mangelware. Wie im Hinspiel blockte die Abwehr eine Vielzahl an Torschüssen. Die Zeit lief Leipzig davon. Umso größer der Jubel, als Augustin in der 88. traf, allein der Franzose war sehr zögerlich aus dem Abseits herausgeschlendert, das Tor zählte zurecht nicht.

Aber letzten Endes machte es RBL dann doch besser als der Bruder aus Österreich, auch wenn es dazu eines Elfmeters bedurfte. Sabitzer flankte in der Schlussminute den Ball in den Strafraum hinein. Vernydub, der Sohn des Trainers, streckte den Arm aus – folgerichtig Handelfmeter. Forsberg trat an, die Last des möglichen EuropaLeague-Scheiterns, eines womöglich verpatzten Saisonstarts auf seinen Schultern und setzte den Ball präzise, schwedisch-kühl routiniert neben den Pfosten, Luiz Felipe hatte die Ecke geahnt, konnte das Spielgerät aber nicht erreichen. 3:2 in der 90. Minute! Das Stadion stand Kopf, ein großer Moment des Rasenballsports. Erinnerungen an frühere Last Minute Siege wurden wach. Im Leipziger Regen lagen sich Fremde mit Freudentränen in den Armen. Großartig, ein Moment, der den Fußball so unvergleichlich macht und eine riesige Erleichterung. Die Nachspielzeit spulte RBL dann souverän runter, kam nochmal zu ein, zwei Konterchancen.



Fazit

Puh, da muss man erstmal durchschnaufen. Perfekter Start wie in Dortmund, dann wie aus heiterem Himmel in Rückstand und fast raus und am Ende der Last Minute Sieg. Ein Spiel zwischen Himmel,Hölle und Erlösung, wobei es vielen Fans sicherlich lieber gewesen wäre, hätte RBL das souverän gewonnen. So hieß es zittern bis zum Ende. Dieses Mal aber mit dem Glück des Tüchtigen. Was bleibt ist die Gewissheit, dass man diese Saison wohl noch einige Begegnungen mit einer ähnlichen Spielanlage erleben dürfte. Defensiv eingestellte und auf Konter lauernde Mannschaften, dass trifft auf gut 2/3 der Liga zu, da muss die Rangnick-Elf in Zukunft cleverer agieren. Luhansk konnte trotz geringer Spielanteile sechs Abschlüsse auf Mvogos Kasten bringen, Leipzig trotz insgesamt 30 Schüssen auch nur neun. Der Sieg geht also in Ordnung, deckte aber auch altbekannte Schwächen auf.

Gleich am Sonntag wird RBL auf Düsseldorf treffen, dass die Fortunen ihr Heil in einer ähnlichen Spielanlage suchen dürften, ist wahrscheinlich. Der Blutdruck fällt nun langsam wieder und als RBL-Fan darf man sich morgen erstmal auf einen ungemein spannenden Deadline Day freuen. In der Verlosung derzeit Lookman, Adams, Wendel und Trincao, mal sehen, wer oder was dann morgen Abend auf der Matte bzw der clubtypischen Wiese steht. Dann entscheidet sich in der Auslosung der Gruppenphase wohin die Reise in der EL geht. Ob Salzburg, Arsenal, Marseille, Chelsea – es warten klangvolle Namen,interessante Duelle und zahlreiche schöne Fahrten auf uns.


Die Sieger des Abends feierten ausgiebig mit den Fans!


Statistik
RB Leipzig: Mvogo – Laimer (79. Bruma), Konaté (59. Forsberg), Orban, Klostermann – Kampl, Ilsanker – Sabitzer, Cunha – Werner, Poulsen (59. Augustin)
FK Sorja Luhansk: Luiz Felipe – Tymchyk, Vernydub, Svatok, Mykhaylychenko – Kharatin, Silas – Karavaev, Gordiyenko (68. Kochergin), Kabayev – Rafael Ratao (80. Pryima)
Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)
Tore: 1:0 Werner (7.), 1:1 Ratao (35.), 1:2 Gordiyenko (48.), 2:2 Augustin (69.), 3:2 Forsberg (90. HE)
Torschüsse: 30 / 9
Schüsse aufs Tor: 9 / 6
Fouls:
8 / 10
Ecken: 7 / 5
Abseits: 4 / 3
Gelbe Karten: – / Luiz Felipe, Svatok, Kharatin
Zuschauer: 17.644

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20180830-spielbericht-luhansk.html

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