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16. Spieltag 1. Bundesliga
Dienstag, 17.12.2019, 20:30 Uhr
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AUF KANTE GENÄHT – EIN KRITISCHER KOMMENTAR ZUR TRANSFERPOLITIK

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Leipzig - (01.09.2018) Groß war der Jubel am Donnerstag als sich RB Leipzig erstmals für die Gruppenphase der Europa League qualifizierte. Ähnlich massiv – nur mit umgekehrten Vorzeichen – ist das Unverständnis über die Kaderzusammenstellung nach dem Ausbleiben von Neuzugängen am Deadline-Day tags darauf.

31. August 2018, die Uhr schlägt 18. Schluss, Aus, Vorbei! Das Transferfenster ist bis zum 01.01.2019 geschlossen. Weitere Neuzugänge bei RB Leipzig: Keine. Damit gab es seit dem 24. Juni mit der Verpflichtung von Matheus Cunha keinen weiteren Neuzugang. Stattdessen steht ein weiterer Abgang auf der Transferliste: Massimo Bruno wechselt in die belgische Heimat nach Charleroi.


Soll-Ist-Vergleich im Minus

Trotz anstehender Dreifachbelastung geht Ralf Rangnick mit einem Rumpfkader von 18 Feldspielern in die Monate September, Oktober, November und Dezember – einen Zeitraum von mindestens 23 Pflichtspielen (Auswahleinsätze in den diversen Nationalmannschaften nicht eingerechnet) – und damit ein sehr hohes, unnötiges und unverständliches Risiko. 20 Feldspieler + 3 Torhüter + 2 Talente aus dem Nachwuchs – so beschrieb Ralf Rangnick seine Zauberformel für eine gute Kaderzusammenstellung.

Der Soll-Ist-Vergleich zeigt ein klares Minus: 18 statt 20 Feldspieler. Dazu ist der von einem Kreuzbandriss genesene Halstenberg gerade erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Darüber hinaus spielen mit Sarrachi, Mukiele und Cunha drei Neuzugänge ihre erste Bundesligasaison und werden natürlichen Formschwankungen unterworfen sein. Gleiches gilt für das blutjunge Innenverteidigerduo Upamecano und Konaté. Somit verbleiben ganze zwölf "erfahrene" Feldspieler für drei Wettbewerbe… und dort sind noch keine Sperren, Ausfälle wegen kleiner Wehwehchen oder langfristiger Verletzungen eingerechnet. Man muss kein Prophet sein, dass die Mannschaft wie in der letzten Saison spätestens Ende November auf dem Zahnfleisch kriechen wird und im Dezember wichtige Punkte auf die ersten vier Plätze verloren gehen werden.


Keine Ideen abseits der Wunschlösungen

Vor allem im zentralen Mittelfeld klafft nach dem Wechsel von Naby Keita nach Liverpool eine Lücke. Es ist vollkommen unverständlich warum es den sportlich Verantwortlichen innerhalb eines Jahres nicht gelungen ist einen geeigneten Ersatz zu finden. Ernsthafte Bemühungen zeigten Rangnick & Co. bei Salzburgs Amadou Haidara, biss sich aber letztlich die Zähne aus. Haidara blieb in der Mozartstadt – auch nach dem erneuten Verpassen der Champions League-Gruppenphase. Einen weiteren Vorstoß wagte man bei Sebastian Rudy, war aber letztlich nicht bereit in mehr als nur eine Leihe zu investieren. Warum man nicht Willens war ca. 15 Mio. Euro Ablöse für einen deutschen WM-Teilnehmer gespickt mit der Erfahrung hunderter Bundesligaspiele im besten Fußballeralter zu bezahlen, bleibt rätselhaft. Möglicherweise, weil man weiterhin davon ausging, Haidara und Adams in kommenden Spielzeiten auf dieser Position heranzuführen, aber im Hier und Jetzt mangelt es dem Zentrum an Kreativität.

Rätselhaft ist auch das wochenlange Gefeilsche um Ademola Lookman ohne einen augenscheinlichen Plan B in der Hinterhand zu haben. Wohlgemerkt auf einer Position, auf der es einige talentierte Kicker mit ähnlichen Anlagen gibt.


Nachwuchs als Heilsbringer?

Rangnick hat auf der Pressekonferenz im letzten Winter deutlich gemacht, dass RB Leipzig zukünftig jeden Spieler in der Welt kennen möchte, damit man auch bei einer Verletzung kurz vor Schließen des Transferfensters noch reagieren kann. Ein halbes Jahr später ist zu konstatieren, dass man es auch mit monatelanger Zeit nicht schafft, passende Spieler für zwei wichtige Positionen zu finden, nach der Verletzung von Marcel Halstenberg war hingegen nur eine Woche Zeit, um zu reagieren.

Von der Durchführung eines Plan C, die Ausbildung von vereinseigenen Nachwuchsspielern für die erste Mannschaft, ist der Verein auch nach sechs Jahren unter Rangnicks Ägide noch meilenweit entfernt. Zwar schnupperten diverse Spieler in der Europa League-Qualifikation in die Mannschaft – nachhaltig empfehlen konnte sich kein Einziger – zum wieder-wieder- und wiederholten Male. Vielmehr verloren die aktuellen U19-Spieler selbst gegen den Viertligisten Meuselwitz in ihren 60 Minuten Einsatzzeit mit 1:2. Eine U23 gibt es ebenfalls nicht mehr, um auf Ausfälle in der ersten Mannschaft zu reagieren.


Steht die Saison auf der Kippe?

Am Ende hat RB Leipzig mit einem Transfersaldo von +31 Mio. Euro einen deutlichen Einnahmenüberschuss, was zeigt, dass Geld da gewesen wäre. Der Kader ist dabei mit lediglich drei Neuzugängen nicht verbessert worden, sondern man hat in Naby Keita seinen überragenden Spieler verloren, der selbst beim internationalen Topklub Liverpool Stammspieler ist. Mit Bernardo und Lookman haben den Verein zwei weitere Spieler mit regelmäßiger Einsatzzeit verlassen. Durch die Abgänge von Schmitz, Kaiser oder auch jetzt Bruno gibt es auch keine Spieler mehr, die man bei größeren Personalproblemen aufs Spielfeld schicken kann. Das Ziel Champions League-Qualifikation wird unter diesen Voraussetzungen zur selbstverschuldeten Mammutaufgabe. Werden die nächsten beiden Partien gegen Düsseldorf und Hannover nicht erfolgreich gestaltet, muss man aufpassen, dass man nicht zum zweiten Köln wird, überzeugende Leistungen waren mit dem aktuellen Kader jedenfalls noch nicht zu sehen.

Roter Brauser


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