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LOOK WHO‘S BACK!

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Leipzig - (27.07.2019) Eine wahrhaft epische Transfersaga ist zu Ende – Lookysseus, der Weitgereiste ist zurück an den sanften Gestaden der Pleiße und bei seinen lieben Rasenballsportlern. Wird er an seine früheren Taten anknüpfen können?

Ein Transfer mit drei Jahren Vorlauf

Schon bei seiner Zeit bei Charlton Athletic war RB Leipzig 2016 auf den Londoner aufmerksam geworden. Damals verließ er seine Heimat jedoch Richtung Norden und folgte dem Lockruf aus Liverpool, als der FC Everton ihn für gut neun Millionen Euro zu Beginn des Jahres 2017 einkaufte.

Groß geworden ist Lookman beim Waterloo FC, einer Juniorenmannschaft aus London, wo er seit seinem zehnten Lebensjahr für sechs Jahre gegen den Ball trat. Mit 16 wechselte er in den Nachwuchs von Charlton Athletic, die ihn Ende 2015 in die erste Mannschaft beförderten, wo er sich schnell als variabler Offensivakteur festspielte. Aber auch seine sechs Torbeteiligungen konnten den Abstieg der Red Robins in die dritte Liga im Sommer 2016 nicht verhindern. Bis zum Winter sammelte er erneut sieben Torbeteiligungen in der League One, der englischen dritten Liga, sein Spielstil machte Eindruck und so wurden damals diverse Premier League Vereine und auch RBL auf ihn aufmerksam.


Erste Schritte bei Charlton Athletic.


Der Ruf aus Liverpool

Sein Wechsel zu Everton war durchaus ein folgerichtiger. Die dritte Liga, die Charlton erst diesen Sommer wieder verlassen konnte, war etwas zu klein für den jungen, 19-jährigen Lookman, Everton war als Verein nicht so stark besetzt wie andere und logischerweise auch mehr im Fokus als beispielsweise Leipzig. Seine ersten Wochen verliefen gut, er wurde sofort im Team eingesetzt und erzielte bei seinem ersten Einsatz sein erstes Tor nach nur vier Minuten auf dem Platz. Es sollte jedoch sein einziges Premier League Tor bleiben, kein weiters gelang ihm in den folgenden Spielen und Spielzeiten.


Kein Zuckerschlecken in der Premier League.


Folgerichtig nahmen die Einsatzzeiten ab. Andere Kicker verdrängten Lookman zunehmend auf die Bank. In der Saison 17/18 kamen in der PL nur einige Kurzeinsätze für ihn zustande. Seine besten Spiele hatte er in der Europa League, wo Everton allerdings in der Gruppenphase gegen Lyon und Bergamo die Segel strich. Auch Lookmans Doppelpack in Limassol änderte daran wenig.




Lookman on fire!

So kam nun der Januar 2017, eine Zeit, in der viele in Leipzig lange von Embalo träumten. Jenem Portugiesen, der von Brumas Berater sogar zu Verhandlungen mit nach LE gebracht wurde, alles schien klar, aber Catió Baldé wollte Geld sehen und das schon vor Embalos 18. Geburtstag. So zerschlug sich der fast schon sicher geglaubte Transfer in letzter Minute und in Leipzig erinnerte man sich an Lookman, der in den letzten Stunden des Transferfensters an die Pleiße kam.

Forsberg war schon damals verletzungsanfällig, RBL stand mitten im Kampf um die Champions League Plätze, hatte eine Doppelbelastung zu verkraften, einen Coach der mit den Bayern flirtete und hatte gerade gegen Hamburg wichtige Punkte liegen lassen. Noch dazu ging es zu den heimstarken Gladbachern, zur direkten Konkurrenz. Lookman sollte der Matchwinner werden. Erneut gelang ihm der erste Treffer im ersten Einsatz, nur elf Minuten nach seiner Einwechslung und mit dem falschen Schuhwerk traf er zum entscheidenden 1:0. Der Beginn einer echten love story. Seine Tore und Vorlagen in den finalen Spielen gegen Berlin und Wolfsburg retteten zumindest die Europa League Qualifikation, auch wenn selbige sich als schwerer Rucksack erweisen sollte. Lookman und Leipzig, das schien zu passen. Jedoch war es eine Leihe ohne Kaufoption. Smith Rowe und Ampadu lassen schön grüßen...


Lookmanns schönste Zeit. Erfolge mit dem einzig wahren Rasenballsport.


Money, Money, Money

Was folgte war eine der zähesten Transferverhandlungen der Rasenballsportgeschichte. Ein mongolischer Krieger hätte wohl jahrelang auf diesem zähen Stück Transferfleisch rumreiten können, ohne dass es genießbar gewesen wäre. Everton wollte mehr als Leipzig zu zahlen bereit war, dürfte die überschaubare Kurzfassung sein. Am Ende blieb Lookman in Liverpool, murrte und wurde von Silva ob seiner Trainingseinstellung getadelt. Am Ende standen zwei Torvorlagen in gut 600 Einsatzminuten und ein Tor im FA Cup. Ein weitestgehend verschenktes Jahr für Lookman, auch wenn seine guten Ansätze immer mal wieder aufblitzen, aber in Leipzig hatte man ihn nicht vergessen…




Krösche der eisenharte Verhandler

Mit Neu-Sportdirektor Krösche nun also der nächste Anlauf. Everton machte schnell klar, dass man sich dieses Mal schneller einigen müsste, sonst würde es nichts mit dem Wechsel. Aber RBL befand sich in einer besseren Verhandlungsposition. Lookman hatte im letzten Jahr kaum gespielt und war mehrfach von Silva getadelt worden. Everton benötigte Geld, um weitere Neuzugänge umzusetzen und RBL hatte bereits einen breiten Kader, musste Lookman also nicht so verbittert verfolgen, wie noch im Jahr zuvor.

Insofern verwundert es nicht, dass die Liverpooler von ihren hochtrabenden 25 Mio Pfund Plänen abrücken mussten. Laut Bild sollen 18 Mio Euro zuzüglich 2 Mio Euro Boni fließen, wobei englische Quellen weiterhin von Summen um die 22,5 Mio Pfund reden. Wo die absolute Wahrheit liegt, bleibt unklar. Fakt ist jedoch, dass Lookman in Leipzig gelandet ist und seitdem zum Strahlemann mutiert ist. All smiles! Auf der PK, beim Betreten des Trainingszentrums oder bei den obligatorischen ersten Bildern mit seinen Ex- und nun Wieder-Teamkameraden. Nicht verwunderlich, dass er die Entscheidung für Leipzig als "no-brainer" bezeichnete und auch die englische Presse dies als Gewinn für alle Seiten sieht.

Nach dem Hickhack im letzten Sommer und den bereits bei Nkunku stark heruntergehandelten Summen, darf man Krösche durchaus zu diesem Transfer beglückwünschen, der RBL noch ein weiteres Stück variabler macht.




So, how does he fit in?

Lookman trifft im Gegensatz zur letzten Leihe auf einen deutlich verbesserten Kader. Rangnick hat Nagelsmann ein gut bestelltes Feld hinterlassen und mit Krösche einen Mann als Nachfolger an die Schalthebel bestellt, der noch einmal ordentlich nachgedüngt hat.  Durch Wolfs Verletzung und Brumas Abgang ist ein Typ wie Lookman jedoch bisher kaum vorhanden. Durch seinen tiefen Körperschwerpunkt und satten Antritt sowie die durchaus sehenswerte Technik ist er der ideale Dribbler, kann aber auch, wie wir vor gut einem Jahr sehen durften, hinter den Spitzen agieren.

In einem 442 wäre er auf Forsbergs Stammposition im Linken offensiven Mittelfeld am ehesten beheimatet. Bei einer Formation mit drei Angreifern würden seine Stärken wohl sogar noch besser zum Tragen kommen, denn sein Abschluss ist durchaus sehenswert, wenn er die passenden Schuhe trägt, und seine Fähigkeit wie Forsberg das Spiel auch in die Mitte zu verlagern, verleiht ihm die Möglichkeit als halber Spielmacher zu agieren. Im Verbund mit Nkunku könnte so die von Nagelsmann gewünschte spielerische Qualität besser aufs Feld gebracht werden als beispielsweise mit Sabitzer und Laimer, deren Stärken eher im Spiel gegen den Ball liegen.

Bei letzterem muss Lookman noch etwas zulegen. In einer Phase als Hasenhüttl diese Kernkompetenz des rangnickschen Rasenballsports schleifen ließ, ragte auch Lookman nicht heraus. Seine Heimat war die Offensive und auch in Everton war diese Schwäche ein Kritikpunkt Silvas.


Kaum zurück und schon lässt er die Gegner wieder liegen.


Fazit

Lookmans Leihe war bisher die erfolgreichste Zeit des Angreifers im Männerfußball. In gut dreieinhalb Jahren strahlen diese gut vier Monate wie ein Fixstern. Fraglos hat Lookman hin und wieder auch in England sein Können aufblitzen lassen und zu Beginn nicht zu Unrecht Interessenten aus den höchsten Regalen des englischen Fußballs angelockt, aber der richtige Durchbruch ist ihm bis auf seine Zeit in Leipzig bisher verwehrt geblieben.

Auch in den englischen Nachwuchsmannschaften wechselten sich überragende Auftritte, wie bei der U20 WM mit Phasen, in denen er wenig brillierte, ab.

Hier reichten einige wenige Spiele, um ihn zum Publikumsliebling zu machen, aber auch damals gab es Spiele, in denen er nicht großartig in Erscheinung trat. Über die Hälfte seiner neun Scorer resultieren aus den letzten zwei Spielen, die RBL am Ende noch über die Ziellinie trugen. Zwischen dem ersten Tor und diesen Endspielen lagen immerhin sieben sieglose Einsätze mit RBL.

Die 20 Mio Euro, die Lookman wohl mindestens gekostet haben wird, sollte man ihm daher nicht als Rucksack aufbürden. Lookman ist im sowieso schon recht gut aufgestellten Kader die Sahnekirsche. Bis auf Ersatztorhüter Tschauner scheinen die Transferaktivitäten damit abgeschlossen zu sein, wenn man von der Causa Werner absieht.

Uns bleibt nur zu sagen: Welcome back Ademola! Nice to have your here again.


Lesetipp: Vorstellung durch FM7 zu Beginn der Leihe.

Rumpelstilzchen


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