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15. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 14.12.2019, 18:30 Uhr
Ort: Merkur Spiel-Arena
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RB Leipzig
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WIR SIND ACHTELFINALE!

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Leipzig - (28.11.2019) Leipzig überwintert in der Champions League! Dank eines packenden und hochverdienten Schlussspurts erkämpfen sich die Rasenballer noch den späten Ausgleich nach einem Zweitorerückstand. Forsberg traf in den Schlussminuten doppelt.

Die Vorzeichen waren klar. Mit einem Punktgewinn würden unsere Rasenballer erstmals und als erstes Team aus den neuen Bundesländern ins Champions League Achtelfinale einziehen. Denn in einem möglichen Dreiervergleich (drei Teams mit 10 Punkten), würde RBL vor Zenit liegen. Mit einem Sieg hätte RBL gar schon den Gruppensieg festmachen können.

Einzig die Vorzeichen in der Abwehr waren nicht sonderlich gut. Immerhin hatte es Upamecano geschafft und war trotz Teroddes Tritt einsatzbereit. Mukiele saß immerhin auf der Bank. Die Abwehr bestand zu Spielbeginn aus einer Dreierkette mit Ampadu im Zentrum und Klostermann sowie Upamecano als flankierende Innenverteidiger. Auf den Außenbahnen verteidigten Saracchi und Sabitzer, davor bildeten Demme, und Laimer eine weitere Linie und im Angriff rochierten Werner, Nkunku und Forsberg fröhlich vor sich hin.


Der Pott im Rasenballsportdress – steht ihm gut...

Erste Chance – erstes Gegentor

Es ist scheinbar die Story dieser Saison. Viel zu Halten bekommt Gulácsi normalerweise nicht, aber wenn, dann ist es oft die erste Chance des Gegners, die im Netz zappelt. Bis dahin hatten schon Werner und Forsberg eine mögliche Führung auf dem Fuß, schossen jedoch beide über das Tor.

In der 21. Spielminute sorgte Benfica Topgoalgetter Pizzi für die schmeichelhafte Führung für die Portugiesen. Saracchi kann eine von Upamecano abgefälschte Flanke nicht klären und Pizzi ließ sich nicht zweimal bitten.

In der Folge steckte RBL nicht auf und kontrollierte weiter das Geschehen. Nkunku hätte nur drei Minuten später ausgleichen können, sein unplatzierter Schuss landete aber direkt in den Armen von Vlachodimos. In der 35. parierte der Ex-Stuttgarter gegen Sabitzer, wobei zuvor Nkunku im Strafraum zu Fall gebracht wurde, die Proteste der Leipziger verhallten jedoch. Eine Minute später traf Sabitzer dann, stand aber im Abseits. Kurz vor der Pause waren unsere Leipziger dann im Glück, als Pizzis Schuss aus spitzem Winkel nur die Latte streifte.


Sollte zum Matchwinner avancieren – Forsberg.


Kalte Dusche

Auch nach der Kabinenansprache das gewohnte Bild. Leipzig rannte an, Benfica lauerte auf Konter. In der 48. Der nächste Treffer, der zurückgepfiffen wurde. Upamecano traf, aber dabei auc den Torhüter und es ab Freistoß. In der 56. Packte Vlachodimos erneute eine Glanzparade aus, wieder war Sabitzer der Leidtragende.

Es folgte eine kalte Dusche für die bis dahin guten Rasenballer, Vinicius, Benfica zweitbester Angreifer traf zum 0:2. Vorausgegangen war eine Umstellung in der Abwehr, Klostermann war ins Zentrum gerückt und Mukiele für den blassen Ampadu gekommen. Nach einem Fehlpass von Upamecano schaltete Benfica schnell um, Klostermann kam zuerst an den Ball, rutschte aber unglücklich aus, so dass der Weg für Vinicius frei war. Der Stürmer ließ Gulácsi keine Chance, der sich bei der Abwehr zudem noch verletzte und nach einer längeren Behandlungspause das Feld verlassen musste, für ihn  kam Mvogo.

Der Schweizer sollte in der 84. mm Fokus stehen, als er einen langen Ball von de Tomas gerade noch so aus dem Winkel kratzte. Eine sehenswerte Parade! Zehn Minuten zuvor, nachdem Schick für Saracchi ins Spiel gekommen war, hatte RBL die nächste Großchance. Der Tscheche lupfte aber nicht nur über Vlachodimos sondern auch über den Kasten. So ging es bis in die Schlussphase, aber die sollte es in sich haben.


Der Moment, der die Arena erbeben ließ.


Sensationsfinale

Den Wahnsinn leitete ein Foul an Schick in der 89. ein. Ruben Dias griff ans Trikot und dieses Mal gab Gil Manzano den Elfer. Forsberg schnappte sich das Leder und verwandelte mit all seiner Erfahrung eiskalt zum 1:2. Das Stadion stand nun und peitsche das Team die ganzen neun Minuten Nachspielzeit nach vorne.

Bezeichnenderweise wechselte Bruno Lage seinen besten Mann aus und brachte Caio und sagte damit auch „Ciao“ zum Sieg. In der sechsten Minute der Nachspielzeit setzte sich Werner, der heute nicht immer die richtigen Entscheidungen traf, auf außen durch, flankte butterweich auf Forsberg und der Schwede nickte zum 2:2 Ausgleich ein.

Der Jubel, der durch das Stadion brandete wohl nur vergleichbar mit den bisherigen Highlights des Rasenballerlebens, wie beispielsweise dem Coltortitor oder dem Heimsieg gegen den BVB. Einige hatten die Arena schon früher verlassen und brachten sich so um dieses Ereignis. Merke also: Nie zu früh gehen…


Stimmungsbild nach dem Einzug ins Achtelfinale.


Die drei Besten

Forsberg: der „alte Mann“ im Team war ganz klar der Matchwinner. Wuchtete den Elfmeter rein ohne zu zaudern und sorgte per Kopf für den Ausgleich. Sicher nicht über die gesamte Strecke herausragend, aber eben da, als er am meisten gebraucht wurde.

Upamecano: Der einzige Abwehrspieler heute in Normalform defensiv eine Bank und für so manche Spieleröffnung verantwortlich. Ragte im Abwehrverbund deutlich heraus.

Schick: Wie gegen Köln kam er rein und zeigte gleich seine Qualität. Verlieh dem Spiel mit seiner kutschkesken Art die Bälle runterzupflücken eine neue Dimension und holte den Elfmeter raus. Könnte doch noch eine echte Konkurrenz für Poulsen werden.



Luft nach oben

Ampadu: Hat objektiv betrachtet seine Chance nicht genutzt. Defensiv mit einigen Wacklern und besonders im Passspiel zu unsicher. Die Verletztenvertretung hat Altmeister Ilsanker zuletzt besser hinbekommen.

Saracchi: Auch er konnte seine Chance nicht nutzen. Defensiv oft zu weit weg vom Gegenspieler. Das 0:1 ging auch auf seine Kappe und offensiv traute er sich zu wenig, die Flanken meist ohne Übersicht reingedroschen, wenn es überhaupt mal dazu kam. Kann er besser.

Klostermann: Heue nicht der beste Tag des Nationalspielers. Rutschte unglücklich vor dem 0:2 aus und ermöglichte so das Tor, wirkte aber auch abseits davon nicht ganz sattelfest.



Fazit & Ausblick

Leipzig überwintert erstmals in der Champions League und auch im Pokal geht es erst nächstes Jahr weiter. Erfolgreiche Pokalwettbewerbe! Damit kann sich RBL in den kommenden Adventswochen ganz auf die Liga konzentrieren und die Abwehrspieler kommen auch langsam wieder zurück. Blühende Landschaften… ähhh Aussichten. Ein Unentschieden, dass immerhin knapp 10 Mio Euro wert ist.

Das Spiel selbst war nicht so knapp, wie das Ergebnis vermuten lässt. Die Rasenballer das klar bessere Team, aber mit zwei, drei eklatanten Aussetzern in der Abwehr, die Benfica eiskalt ausnutzte. Im Gegenzug gelang es RBL lange nicht aus der Überlegenheit und den an sich guten Chancen Kapital zu schlagen.

Die Fünferkette ausfallbedingt sicher eine gangbare Idee, funktionierte allerdings auf dem Feld nur bedingt. Zum einen gelang es den Schienenspielern nur selten, offensiv auf Außen durchzubrechen und danach auch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zum anderen waren Klostermann, Ampadu und Saracchi defensiv nicht immer auf der Höhe.

Auch war es schwer Benfica Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Upamecano kam die Aufgabe zu die Angreifer einzusetzen, Ampadu spielte abseits der Sicherheitspässe zu oft zu den Gegenspielern und zeitweise war es schon ein Katz und Maus Spiel um den 16ern herum. Nur wenn es schnell und präzise ging, wurde es auch gefährlich. Mit der Einwechslung von Schick änderte sich dies und RBL hatte dann auch einen echten Zielspieler im Sturm.

Am Samstag geht es nun nach Paderborn, eigentlich eine klare Angelegenheit – dachten wohl auch die Borussen – RBL ist gewarnt.


Statistik
RB Leipzig:
Gulácsi (64. Mvogo) – Klostermann, Ampadu (55. Mukiele), Upamecano, Saracchi (70. Schick) – Laimer, Demme – Sabitzer, Forsberg – Nkunku, Werner
Benfica Lissabon: Vlachodimos – Almeida, Rúben Dias, Ferro, Grimaldo – Taarabt, Gabriel, Pizzi (90.+3 Caio), Cervi (90.+8 Jota) – Chiquinho, Vinicius (82. de Tomas)
Schiedsrichter: Jesús Gil Manzano (SPA)
Tore: 0:1 Pizzi (20.), 0:2 Vinicius (60.), 1:2 Forsberg (90.) FE, 2:2 Forsberg (90.+6)
Torschüsse: 24 / 11
Schüsse aufs Tor: 10 / 4
Passquote: 87% / 74%
Zweikampfquote: 54% / 46%
Ballbesitz: 66% / 34%
Laufleistung: 114,4 km / 113,1 km
Fouls: 10 / 11
Ecken: 7 / 5
Abseits: 3 / 2
Gelbe Karten: – / Rúben Dias, Taarabt
Zuschauer: 38.339

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20191128-spielbericht-benfica.html

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