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17. Spieltag 1. Bundesliga
Mittwoch, 20.01.2021, 20:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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CHAMPIONS LEAGUE HALBFINALE – EIN MEILENSTEIN DER KLUBGESCHICHTE

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Lissabon - (14.08.2020) Mit einem verdienten 2:1 über die favorisierten Rojiblancos zieht Leipzig erstmals ins Halbfinale der Champions League ein. Olmo und Adams trafen bei diesem Meilenstein der Klubgeschichte.

Die Favoritenrolle war vor dem Spiel klar verteilt. Die spanische Presse unkte bereits vom leichtesten Los für die Truppe von Trainer-Rumpelstilzchen Diego Simeone. Auch unsere Fanszene war geteilter Meinung, ob Leipzig diese Hürde meistern kann. Aber Nagelsmann schaffte es ohne Werner und Konaté ein Team auf den Platz zu stellen, dass die Partie in weiten Teilen unter Kontrolle hatte und am Ende verdient ins Halbfinale einzog.

 

Ganz so einfach wie Haidaras Balanceübung wurde es nicht.

 

Kleine Überraschungen in der Aufstellung

Zwei Überraschungen hatte die Aufstellung zu bieten. Zum einen gab Nagelsmann Laimer den Vorzug vor Mukiele auf der rechten defensiven Außenbahn. Zum anderen verzichtete er auf Forsberg, den gegen Nkunku und Olmo das Nachsehen hatte und letztlich überhaupt nicht zum Einsatz kam. Gespielt wurde offensiv in einer 3-3-3-1 Formation, defensiv im 5-4-1. Poulsen als alleinige Spitze hatte es, auch durch technische Defizite schwer, offensiv einen großen Fußabdruck zu hinterlassen.

 

Gemeinsam zum Erfolg.

 

Was passierte während des Spiels

Die Begegnung war die erwartete Defensivschlacht. Atletico zog sich etwas zurück und ließ Leipzig anrennen, konzentrierte sich auf Konter und Standards. Früh hätte RBL durch Halstenberg in Führung gehen können, der aber nach vier Minuten die erste Großchance über den Querbalken ballerte. In der Folge kam Atletico zu einigen Halbchancen, aber Gulácsi war gegen Savic (10.) und Carrasco (13.) auf dem Posten.

 

Halstenberg später mit Turban (nach Zusammenprall mit Savic) und einer guten Leistung.

 

In der 14. Spielminute war Leipzig dann im Glück, als Gulácsi Saul Niguez an der Sohle streifte, der Spanier strauchelte und der VAR überprüfte die Szene, es gab jedoch keinen Elfmeter. In der Folge konzentrierte sich das Spiel im Mittelfeld. Leipzig war feldüberlegen, produzierte aber keine gefährlichen Abschlüsse. Auch Upamecanos Kopfball in der 45. ging quasi genau in die Hände von Oblak. So hatte Atletico zur Halbzeit mehr Abschlüsse aufs Tor, war aber sonst in allen Statistiken hinten.

 

Kampls ordnende Hand war extrem wichtig.

 

Im zweiten Durchgang sollte die Partie dann Fahrt aufnehmen. Und dieser Zug kam zuerst vornehmlich von RBL. In der 50. brachte Laimer den Ball schnell auf den startenden Sabitzer, der eine butterweiche Flanke der Extraklasse auspackte und das Spielgerät genau auf den Kopf des einlaufenden Olmo zirkelte. Der Spanier versenkte den Ball unhaltbar zum 1:0. Atletico musste nun kommen, brachte aber kaum Bälle auf Gulácis Kasten zustande. Die Defensive um Upamecano stand weitestgehend sicher. Nur einmal überlisteten die Rojoblancos die RBL Hintermannschaft. Der eingewechselte Joao Felix überlief nach einem schnell ausgeführten Angriff Klostermann und wurde dann im Strafraum vom Nationalspieler zu Fall gebracht. Er verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum 1:1 Ausgleich (70.). Aber es dies sollte der einzieg Schuss auf das Leipzger Tor in Halbzeit 2 bleiben.

 

Adams setzt den Schlusspunkt.

 

Den Schlusspunkt mitten ins Herz der Matratzenmacher setzte die Nagelsmann-Elf. Wieder war Sabitzer entscheidend beteiligt. Sein langer Ball aus dem Zentrum fand perfekt den startenden Angelino, der an der Strafraumkante den Ball in den Rückraum auf den völlig blanken Adams legte. Der Amerikaner schloss mutig ab und der abgefälschte Ball ließ Oblak am Ende keine Chance. Das 2:1 in der 87. Minute. Danach hieß es noch zehn Minuten bangen (eine auf 7 Minuten aufgeblähte Nachspielzeit), aber es brannte nichts mehr an. Leipzig steht im Champions League Halbfinale!

 

Angelino immer schwer zu halten für die Atletico Defensive.

 

Spielerbeobachtungen

Nach so einem Erfolg ist es klar, dass die Mannschaft gemeinsam hervorzuheben ist. Heraus ragten aber Upamecano (der nicht zu Unrecht Man oft he Match war) sowie Sabitzer, der offensiv für die Zügel in der Hand hielt. Extra Bienchen verdienten sich Adams und Olmo – nicht zuletzt wegen ihrer Tore sowie Gulácsi, der bis auf ein paar Wackler alles im Griff hatte. Enorm wichtig war zudem Kampls ordnende Hand im Raum vor der Dreierkette und Angelinos Durchbrüche.



Nicht ganz so herausragend waren Nkunku, der sich oft verzettelte und Poulsen, der zwar vor dem 1:0 auch am Ball war aber zu oft Fehler in der Ballbehandlung hatte. Aber er tat das, wofür wir ihn seit Jahren hier lieben, den Gegner unablässig stressen, zudem hatte er es als alleinige Spitze auch nicht leicht. Defensiv wirkte die rechte Seite mit Laimer und Klostermann weniger gut als die linke mit Halstenberg und Angelino. Während Adams das goldene Tor des Abends erzielte fielen die eingewechselten Haidara und Schick in der Schlussviertelstunde kaum auf.

 

Jüngster Trainer im Champions League Viertelfinale - Julian Nagelsmann!

 

Fazit

Was soll man noch sagen? HALBFINALE DER CHAMPIONS LEAGUE! Was für ein Erfolg für den Rasenballsport und was für ein Erfolg für Nagelsmann, der als jüngster Coach der Champions League Geschichte im Halbfinale steht. Es ist jetzt schon einer der Meilensteine der Klubgeschichte und reiht sich damit ein Spiele wie den ersten Auftritt im DFB Pokal gegen Wolfsburg, den Krimi gegen Lotte, die Aufstiege in die zweite Liga und die Bundesliga und natürlich den erfolgreichen Spielzeiten danach mit dem gefühlten Abschluss der Rangnick Ära, als man im DFB Pokalfinale stand. Nun hat Nagelsmann eine weitere Seite geschrieben. Die international bei weitem erfolgreichste Saison.



Der Wermutstropfen bleibt natürlich die Abwesenheit der Fans. So musste allein daheim oder mit wenigen Freunden gejubelt werden. Keine Fans die diesen Erfolg auf den Rängen feiern konnten und sich dabei Bierbecher in die Lüfte werfend in den Armen liegen konnten. Es wäre wohl so ein magischer Moment gewesen, wie die als Keita dem BVB bezwang oder Coltorti Darmstadt das Tor einschenkte. Für solche Momente ist das Stadion da, nun werden wir dieses Spiel vornehmlich als fußballerischen aber nicht als emotionalen Stadionmoment in Erinnerung halten können. Das ist schade.



Insgesamt ein verdienter Erfolg. Leipzig hatte mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr Großchancen (und einen besseren xG-Wert), mehr erfolgreiche Dribblings und eine bessere Passquote. Atletico hatte mehr Schüsse innerhalb des Strafraums, mehr Eckbälle und bessere Zweikampfwerte, was am Ende aber abseits des Elfmeters nur zu mageren 0,3 xG reichte, weshalb die Niederlage der Madrilenen auch durchaus gerechtfertigt war.

Der nächste Gegner steht mit dem PSG bereits fest. Am Dienstag kommt es zum Halbfinale. Wenn RBL eines gezeigt hat, dann dass man mit den ganz Großen mithalten kann. Jetzt kommt ein Team, was anders als Tottenham unter Mourinho und Atletico unter Simeone nicht für eine elaborierte Defensive steht, sondern mit Mbappe und Neymar für geballte Offensive. Es ist auch das Duell zweier großer deutschen Trainertalente: Tuchel und Nagelsmann. Noch ein Sieg und unsere Rasenballer stünden im Finale, noch zwei und man könnte den Pokal in die Lüfte stemmen. Es kann nur gelten: the sky is the limit – greift danach!


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Klostermann, Upamecano, Halstenberg – Laimer (72. Adams), Kampl, Angelino – Sabitzer (90.+2 Mukiele), Olmo (83. Schick), Nkunku (83. Haidara) – Poulsen (C)
Atletico Madrid: Oblak – Trippier, Savic, Gimenez, Lodi – Koke (90.+2 Felipe), Herrera (58. Joao Felix), Saul Niguez, Carrasco – Llorente, Diego Costa (72. Morata)
Schiedsrichter: Szymon Marciniak (Polen)
Tore:
1:0 Olmo (50.), 1:1 Joao Felix (70.) FE, 2:1 Adams (88.)
Torschüsse: 10 / 9
Schüsse aufs Tor:
4 / 3
Passquote:
86% / 81%
Zweikampfquote:
45% / 55%
Ballbesitz:
57% / 43%
Laufleistung: 115,6 km / 115,9 km
Fouls: 21 / 12
Ecken: 3 / 7
Abseits: 1 / 2
Gelbe Karten: Gimenez, Lodi / Klostermann, Kampl, Haidara
Zuschauer: keine

Rumpelstilzchen


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https://www.rb-fans.de/artikel/20200814-spielbericht-atletico.html

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