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CL Gruppe 5. Spieltag
Mittwoch, 02.12.2020, 18:55 Uhr
Ort: Istanbul, Başakşehir Fatih Terim Stadı
Istanbul Başakşehir FK
RB Leipzig
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PARIS EINE NUMMER ZU GROSS!

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Lissabon - (18.08.2020) Eine Nummer zu groß! Gegen den PSG agierte RBL wie in anderen Spitzenspielen zu ängstlich und musste der herausragenden Pariser Offensive Lehrgeld zahlen. Am Ende verlor Nagelsmann das Trainerduell mit Tuchel mit 0:3. Leipzigs Traum endet im Halbfinale.

Halbfinale der Champions League – fraglos eines der größten Spiele der bisherigen Vereinsgeschichte. Gegen Atletico hat RBL Geschichte geschrieben, würde ihnen dies auch gegen den französischen Serienmeister gelingen? Nagelsmann ließ Halstenberg draußen, der sich gegen die Spanier eine Wunde am Kopf zugezogen hatte und brachte Mukiele. Dazu stellte er auf ein 4141 um, mit Kampl vor der Viererkette. Insgesamt aber kaum Anpassungen bei einem Spiel mit deutlich veränderten Vorzeichen.

 

Vor dem Spiel galt noch: Brust raus!

 

Angst essen Seele auf

Wenn es sowas wie einen Matchplan gab, nämlich den, den PSG anrennen zu lassen und ihn im Gegenpressing zu überraschen, so ging er nicht auf. RBL agierte von Beginn an zu ängstlich und ließ die vorzüglich besetzte PSG Offensive die Abwehrreihe durcheinanderwirbeln. Schon nach sechs Minuten hätte Gulácsi hinter sich greifen können, aber Neymar traf nach feiner Vorarbeit von Mbappé nur den Pfosten. Eine Minute später zappelte der Ball im Netz, aber Mbappés Treffer zählte nicht, denn Gulácsi hatte bei seiner Klärung Neymars Hand getroffen.

In der 13. Minute war es dann aber soweit. Die hochverdiente Führung für den PSG. Di Maria, der gegen Bergamo noch gelbgesperrt fehlte, machte heute den Unterschied. Seine Freistoßflanke fand Marqinhos, der mustergültig ins lange Eck köpfte. Ein Freistoß Tor wie aus dem Lehrbuch und der Todesstoß für den Leipziger Matchplan.

 

Die Pariser Überflieger waren nicht zu stoppen.

 

Auch in der Folge blieb der PSG das deutlich gefährlichere Team. Die Leipziger Defensive bekam Di Maria, Neymar und Mbappé nicht unter Kontrolle. Irgendwer zauberte immer. Nur einmal kam so etwas wie Gefahr durch RBL auf. Als Poulsen in der 25. Minute aus gut sechs Metern die Kugel neben den Kasten setzte. Der einzige Leipziger Hochkaräter in der ersten Halbzeit und wenn dann wäre dieser zwischenzeitliche Ausgleich mehr als schmeichelhaft gewesen.

So belohnte sich am Ende des ersten Durchgangs der PSG für eine sehr gute Partie und Di Maria traf nach der schönsten Vorarbeit des Spiels -  per Hacke durch Neymar - zum 2:0. Gulácsi chancen- aber nicht schuldlos, hatte sein Fehlpass doch diesen Angriff eingeleitet. Überhaupt wirkte der Ungar heute nicht so souverän wie zuletzt und RBL kam mit dem Spiel gegen den Ball der Tuchelelf nicht wirklich zurecht. Der PSG presste Leipzig schon früh und dies gemeinschaftlich mit den Topstars, so das hier viele fehler erzwungen wurden.

 

Poulsen mit der einzigen RBL Großchance in Halbzeit 1.

 

PSG erhöht und zieht souverän ins Finale ein

Nagelsmann brachte zur Halbzeit Forsberg und Schick für Nkunku und Olmo. Paris spielte nun etwas defensiver und Leipzig konnte etwas kommen, viel Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Hatte der PSG die erste Hälfte noch mit 70% Ballbesitz dominiert, war es jetzt die Leipziger, die den Ball häufiger hatten, jedoch weit weniger gekonnt damit umzugehen wussten. Die Tuchelelf hingegen agierte abgezockt und nutzte die Fehler von RBL gnadenlos aus.

In der 56. Spielminute konnte Mukiele den Ball zwar erkämpfen, rutschte dann aber an der Seitenauslinie aus (man hätte wohl auch auf Foul entscheiden können) und ermöglichte so Di Maria seine dritte Torbeteiligung. Diesmal fand seine Flanke den Kopf von Ex-Bayer Bernat, der zum 3:0 vollendete.

Danach der PSG im Finale Schongangmodus, während unsere Leipziger etwas Frust schoben. So sah Laimer die zweite Gelbe der Partie (zuvor in Halbzeit 1 Kimpembe) und wurde danach durch Halstenberg ersetzt. Für Kampl kam Viertelfinal-Matchwinner Adams ins Spiel, später noch Orban für Klostermann. Aber der Drops war gelutscht auch wenn beide Seiten (aber besonders der PSG) noch Torchancen vergaben. Leipzig hatte zu viele Fehler gemacht, um das Spiel noch umzubiegen und so endete es letztlich mit dem verdienten Sieg des PSG, die aus ihren ersten vier Schüssen aufs Tor drei Treffer erzielten und sich so sehr abgezockt präsentierten. Diagnose: Eine Nummer zu groß.

 

Da half auch kein Schreien...

 

Fazit

Mit einer Niederlage endet die Saison 2019/20. Aber man darf durchaus stolz auf das Erreichte sein. Champions League Halbfinale und erneute Qualifikation zur Königsklasse. Dass der französische Serienmeister heute in offensiver Bestbesetzung eine Nummer zu groß war, ist keine Schande. Es fehlte heute aber an Mut und Matchglück und wie schon häufiger in dieser Saison ist RBL nicht gut mit hochklassigen Gegnern zurechtgekommen, die ebenfalls ein gutes Pressing spielten. Der PSG lief Leipzig früh an und störte bereits die erste Linie. Klar, dass dann Fehler schnell und hart bestraft werden, erst recht, wenn neben Neymar und Mbappé auch noch Di Maria einen absoluten Sahnetag erwischt. Am Ende erinnerte das Spiel ein wenig an die Auftritte in der Bundesliga nach Corona, wo RBL auch oft etwas überfordert und ungefährlich wirkte. Hier natürlich mit einem Gegner auf einem anderen Niveau (man könnte den Quervergleich zum Heimspiel gegen den BVB ziehen).

 

... Tuchel mit dem besseren Matchplan.

 

Vor sechs Jahren stritten sich Boyd und Frahn nach einem Testspielsieg gegen den PSG noch um das Trikot von Ibra. Nun ist RBL im Konzert der Großen angekommen. Die erste Geige spielt man logischerweise noch nicht, aber wenn alles passt, dann kann man fast jedem ein Bein stellen. Heute stand sich RBL jedoch selbst im Weg, trat wie schon in den Spitzenspielen gegen FCB und Dortmund in der Anfangsphase zu ängstlich auf, das wurde bestraft, so dass man nach dem 3:0 nicht mehr zurückkommen konnte. Ein schöner Traum war es dennoch, der kurze Traum vom Finale, aber so weit ist RBL aktuell noch nicht. Die nächste Chance kommt schon bald…

Nun gilt es den Blick nach vorne zu richten. Auf dem Transfermarkt sind einige Hausaufgaben zu erledigen. Mit diversen Spielern ist man sich einig, aber nicht mit den abgebenden Vereinen. Also: Auf geht’s Krösche! In gut einem Monat startet die neue Saison mit dem DFB Pokal. Bis dahin bleibt Nagelsmann Zeit seine Ideen und Taktiken mit dem Team zu vertiefen. Abseits des Spiels gegen Atletico darf man nicht vergessen, dass RBL in der Nach-Corona-Phase einige Schwächen gezeigt hat und dass zudem auch die Werner-Nachfolge nicht geklärt ist. Es bleibt auch nach dem Achtungserfolg Halbfinaleinzug noch viel zu tun.


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Angelino, Klostermann (83. Orban), Upamecano, Mukiele – Kampl (64. Adams) – Sabitzer (90.+2 Mukiele), Olmo (46. Schick), Nkunku (46. Forsberg), Laimer (62. Halstenberg) – Poulsen (C)
Paris Saint Germain: Rico – Kehrer, Thiago Silva, Kimpembe, Juan Bernat – Marquinhos, Ander Herrera (83. Verratti), Paredes (83. Draxler) – di Maria (87. Sarabia), Neymar, Mbappé (86. Choupo-Moting)
Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande)
Tore:
0:1 Marquihos (13.), 0:2 di Maria (42.), 0:3 Bernat (56.)
Torschüsse: 14 / 14
Schüsse aufs Tor:
3 / 9
Passquote:
85% / 91%
Zweikampfquote:
43% / 57%
Ballbesitz:
43% / 57%
Laufleistung: 105 km / 99 km
Fouls: 24 / 13
Ecken: 5 / 4
Abseits: 0 / 3
Gelbe Karten: Laimer, Halstenberg, Poulsen / Kimpembe
Zuschauer: keine

Rumpelstilzchen


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