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Dienstag, 20.10.2020, 21:00 Uhr
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Leipzig - (07.09.2020) Still und heimlich ist es September geworden. In wenigen Tagen beginnt mit dem Pokalspiel in Nürnberg offiziell die Saison. Währenddessen stecken Leipzig und Krösche im tiefsten Transfermorast. Was mit Hwang und Henrichs fulminant begann, entwickelte sich zur ewigen Hängepartie.

Die Zielsetzungen nach Saisonende waren eigentlich klar. Werner mit 1-2 Stürmern ersetzen, Angeliño & Schick halten und dem Trainer ggf. noch 1-2 Wünsche (großer Sechser & Henrichs) erfüllen. Dies möglichst bis zum Trainingsstart nach dem Champions League-Turnier, immerhin hieß es schon in der letzten Saison: Ausgiebiges Mannschaftstraining ist das A und O. Dumm nur, wenn Corona und die eigenen Altlasten einen finanziellen Strich durch diese Rechnung machen.

 

Henrichs und Hwang schnell fixiert

Der Beginn der Transferperiode machte durchaus Hoffnung. Mit Rashica hatte man einen potenziellen Werner-Ersatz an der Angel und der quasi obligatorische Salzburgtransfer konnte recht zügig über die Bühne gebracht werden. Auch wenn es sicherlich etwas komplizierter war als von der RB-Kritiker Fraktion angenommen, so bleiben Verhandlungen mit Salzburg immer ein großes Stück einfacher als mit anderen Vereinen.

Auch bei Henrichs hatte RBL mit dem Wechsel von Mitchell einen Trumpf in der Tasche. Die Leihe des einstigen Nationalspielers und Toptalents konnte mit einer nicht gerade geringen Kaufoption – besonders sieht man auf die aktuellen finanziellen Einschränkungen, die sich bis zum nächsten Sommer nicht zwingend entspannt haben müssen – über gut 15 Mio Euro. So weit so einfach, was aber dann folgte, war eine bis heute noch nicht enden wollende Hängepartie.

 

Zu den Champions League Spielen noch gut gelaunt: Krösche.

 

Keine Corona-Rabatte im Sturmbereich

Die Nachfolge für Werner zu finden, das ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Wie Hwang in diesem kommenden Bild der Leipziger Angriffsabteilung einzufügen wäre, muss man noch abwarten und sicherlich hat er durchaus die Fähigkeiten hier seinen Teil zu leisten, aber er mit Poulsen allein, das kann keinesfalls reichen.

Die längste Zeit klammerten sich Krösche und RBL an folgende Idee: Schick nochmals leihen (wobei AS Rom schon früh klargemacht hatte, dass dies keine Option sei) und Rashica verbilligt aus Bremen loseisen (wobei Baumann bisher nicht von über 20 Mio abgerückt ist). Erst als nach dem Champions League-Turnier klar wurde, dass Schick nicht unter 25 Mio zu bekommen sein würde, beschäftigte man sich ernsthaft mit Alternativen, von denen die einzig wirklich spruchreife nun Alexander Sørloth ist, der aber ebenfalls 25 Mio kosten soll. Ein ewiger Kreis, wen RBL auch anspricht: Petković, Vlahovic oder auch Núñez, sie alle sollen die quasi magische 20 Mio-Marke überschreiten.

Was bleibt ist, dass man mit Werner und Schick 60 Scorerpunkte abgegeben hat und bisher keine echte Antwort auf die sich daraus ergebenden Kaderfragen gefunden hat. Selbst mit Liganeuling Sørloth wäre es eine riskante Saisonwette. Und dies obwohl man nach der Verlängerung im Sommer 2019 davon ausgehen musste, was 2020 passiert. Ein echter Plan sieht anders aus.

 

Sørloth das neue Transferziel Nr. 1.

 

Die selbstaufgelegten Schranken und Beschränkungen

Hierzu muss man wissen, dass sich die schon länger wie eine Monstranz vorgetragenen Beschränkungen, nämlich maximal 20-30 Mio investieren zu können, als eine echte Tatsachenbehauptung herausgestellt haben. Vielleicht könnte das Augustin-Geld die Lage entspannen, aber mit Leeds wird es auf einen Rechtsstreit hinauslaufen und für die Kicker aus der zweiten Reihe ist im aktuellen Markt kein Geld zu bekommen (Lookman, Wolf, Haidara). Hier rächen sich jetzt zuvor getätigten Investitionen und der Umstand, dass es auch Nagelsmann nicht gelungen ist, bei seiner erfolgreichen ersten Saison alle Kicker mitzunehmen. Zudem hat man kurz vor Corona mit Olmo nochmal ordentlich einen rausgehauen und bei den durchaus lobenswerten Verlängerungen im Marktvergleich niedrige Ausstiegsklauseln eingebaut (Havertz = Upamecano + Werner). Ob man nun jahrelang über die Verhältnisse gelebt hat oder wer, wann, wo die entscheidenden Fehler gemacht hat, ist eigentlich unerheblich. Die momentanen Beschränkungen bleiben bestehen. Ziel muss es nun sein, sich zukünftig besser aufzustellen. Zumal die Wiederholung des sportlichen Erfolges der letzten Jahre mit einem erstmalig geringeren Kaderwert kein einfaches Unterfangen sein dürfte.

Die niedrige Ausstiegsklausel von Upamecano schwebt allerdings schon jetzt wie ein Damoklesschwert über der nächsten Sommerpause. Auch wenn er einfacher zu ersetzen sein dürfte als Werner, weil wir in der Abwehr breiter aufgestellt sind.

 

Angeliño schon bald fixiert?

 

Abseits der Sturmfrage

Da große Teile der verfügbaren Gelder in den Sturm fließen müssen, bleibt für zusätzliche Wünsche wenig übrig. Dabei hatte Nagelsmann – nicht zuletzt nach Demmes Abgang – das defensive Mittelfeld als Schwachstelle ausgemacht. Auch hier hat sich RBL mit der durchaus auch lobenswerten Gutmütigkeit ein weiteres Problem geschaffen. Demmes Fehlen darf als einer der Gründe für die schwächere Rückrunde bezeichnet werden. Aber Geld für Nagelsmanns Wunschspieler Grillitsch (20 Mio. €) ist wohl genauso wenig da wie für Spanientalent Roca (15 Mio. €). Denkbar wäre von den aktuellen Gerüchten her Jakub Moder, der wohl nur 3 Mio. € kosten würde oder eine Leihe. Aber gerade bei letzterer verschiebt man die Problematik nur auf später, wie der diesjährige Transfersommer zeigt und momentan, wo viele Vereine Geld brauchen, sind Leihen von Topspielern schwer zu bewältigen.

Wo wir gerade von Leihen sprechen. RBL war bei Wolf und nun scheinbar auch bei Lookman nicht abgeneigt. Beide hatten natürlich wenig Einsatzzeiten, aber bei dem kleinen Kader sind Leihen ohne direkten Ersatz zu haben, ein nicht ungefährliches Unterfangen. Mit Samardzic hat man nun zumindest ein Talent, was diese Kaderposition einnehmen könnte.

Noch wichtiger als Schick, dessen 10 Tore gut, aber keineswegs überragend waren, ist die Causa Angeliño. Der Spanier kam, sah und siegte mit RBL. Wenigstens hier ist man nun laut Kicker auf der Zielgeraden und könnte eine Leihe mit Kaufpflicht erzielen, was in Anbetracht der Lage wohl der ideale Weg wäre. Aber hier sollte man nicht den Tag vor dem Abend loben.

 

 

Was bleibt?

Im Vergleich zum letzten Saisonbeginn hat RBL bisher drei Feldspieler geholt (Olmo, Henrichs, Hwang) und neun Feldspieler (Demme, Ilsanker, Wolf, Cunha, Schick, Werner, Ampadu, Saracchi, Candido) verloren sowie Mvogo durch Martínez ersetzt. Dazu könnten noch diese Woche Samardzic und Angeliño fixiert werden und ggf. Lookman den Verein verlassen. In Anbetracht des engen Spielplans ist der Verlust in Sachen Kaderbreite bemerkenswert, selbst wenn man die geringen Einsatzzeiten von Ampadu, Wolf und Ilsanker sowie den Abgang von Saracchi berücksichtigt. Es bleiben, so man Angeliño holt, die bereits vor zwei Monaten bekannten Probleme großer Sechser und Werner/Schick-Nachfolge und das keine Woche vor Pflichtspielstart.

Sicher kann Krösche mit den geringen finanziellen Mitteln nicht zaubern, aber der Grundansatz zu Trainingsbeginn das Team weitestgehend zusammen zu haben, darf schon mal als krachend gescheitert angesehen werden. Das könnte RBL später nochmal auf die Füße fallen und so sind auch die mahnenden Worte einzuordnen, die Nagelsmann letzte Woche verlautbaren ließ (noch mindestens drei Spieler).

Gelingt es neben Angeliño und Samardzic noch Sørloth einzutüten, wäre RBL von der Breite her schon besser aufgestellt, wenngleich schwerlich ideal auf die Saison vorbereitet. Denn mit dieser Zusammenstellung geht man mehrere riskante Wetten ein: Wie wird für Sørloth (oder Stürmer X) und Hwang der Wechsel in die Bundesliga? Gelingt es im zweiten Jahr besser die vorhandenen Spieler mitzunehmen (Haidara, Adams, Forsberg, Lookman/Samardzic). Kann Nagelsmann auch ohne seinen Wunsch-Holding-Sixer? Und wer macht am Ende die 60 Scorer von Werner und Schick?

Je mehr Unwägbarkeiten und je mehr Spieler erst zum Pflichtspielstart mittrainieren können, um so gefährdeter die Saisonziele. Die natürlich nur lauten können: Champions League-Qualifikation und Überwintern im internationalen Wettbewerb. Natürlich hat die Konkurrenz auch ihre Probleme. Gladbach konnte zwar den Kader zusammenhalten, sah aber letzte Saison bei Doppelbelastung nicht ideal aus und Leverkusen verliert wie Leipzig seine Offensive, ob ein 10-Tore Schick da die Lösung aller Probleme ist, sei dahingestellt.

Rumpelstilzchen


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