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3. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 03.10.2020, 18:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
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Leipzig - (15.09.2020) Über ein halbes Jahr haben wir gewartet. Titel und Erfolge, Abstiege sowie Rettungen in letzter Sekunde wurden lediglich vorm TV Gerät verfolgt. Doch nun öffnet die Bundesliga wieder ihre Stadiontüren. Mit RB Leipzig als Vorreiter!

Es ging alles ganz schnell

Noch ein paar Tage zuvor war die Problematik Corona im weit entfernten China und plötzlich wurden die Schotten dicht gemacht. Hat man sich noch auf das nächste Stadion-Erlebnis vorbereitet, war am nächsten Tag der gewohnte Alltag durcheinander gewürfelt. Fußball und Unterhaltung waren und sind sicher nicht die wichtigsten Punkte. Es war allerdings auch ein großer Einschnitt, als sich die Tore zu den Stadien schlossen und man nicht mehr einer der schönsten Nebensachen der Welt frönen konnte.

Die Bundesliga bzw. die DFL hatten lange Zeit die Priorität gesetzt, die Saison 2019/20 irgendwie zu Ende zu spielen. Unter der Mithilfe der Clubs entwickelte man ein Konzept, das sich weltweit durchsetzte und als Basis für das Weitermachen im Sport gilt. Leider basiert diese auf dem Ausschluss von Zuschauern und Fans. Das Verhältnis zum Fußball wurde stellenweise hart auf die Probe gestellt. Nicht selten gab es zu hören: "Wegen des Fußballs gehe ich eigentlich nicht ins Stadion" oder "Wenn ich nicht meine Leute am Platz treffe, interessiert mich das Alles nicht". Man kann das verstehen. Letztlich ist Fußball ein Gemeinschaftssport, ein Erlebnis, wie ein Konzert von tollen Musikern nicht weniger teuer  und auch eben ein Ausgleich vom Alltag und nun ja... um Spaß daran zu haben.  Alleine vor dem Fernseher 22 Erwachsenen beim Ball-Treten und beim Anmaulen zuzusehen und zuzuhören... das braucht ein gewisses Maß an Leidenschaft.

Letztlich ist aber diese durchgeführte Variante nicht nur die Grundlage für andere Lebensbereiche, sondern auch der Grund, weshalb wir nun fast überall wieder so halbwegs frei ins Stadion gehen dürfen. So hart es klingt: Hätte es den Vorstoß der DFL nicht gegeben und würde man weiter in Schockstarre verweilen, wären nicht nur Fußballvereine vor die Hunde gegangen, sondern auch die Sportarten wie Handball, Basketball, die Leichtathleten, klarerweise die Veranstalter, sämtliche Künstler und Zweige, die auf Publikum angewiesen sind und alle die sich nicht von TV-Geldern und Sponsoring zwischenfinanzieren können.

Warum? Hätte man zu der Zeit nicht ein Konzept entwickelt, welches zumindest übergangsweise den Wettbewerb sichert, würden wir nicht am Wochenende die Möglichkeit haben, wieder ins Stadion gehen zu können. Logischerweise nun in abgeschwächter Form und unter strengen Auflagen. Aber es geht und der nächste Schritt zur gewohnten alten Normalität ist beschritten.

Und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass RB Leipzig auch für alle anderen diesen Schritt leichter gemacht hat. Die Resonanz nach der Bekanntgabe der Zulassung von Zuschauern war und ist enorm im deutschen Fußball. Er ist dazu auch wichtig gewesen, nicht nur um wieder Geld zu generieren oder den Status des Fußballs herauszuheben. Er ist auch wichtig, weil es jetzt eine Möglichkeit gibt, wieder seinem Hobby nachzugehen.

 

Das Ende der Leere!

 

Die Auflagen

Ein "ausverkauftes" Stadion werden wir wohl nicht so schnell sehen. Dank dem durchdachten und offiziell freigegebenen Konzept sind immerhin 8.500 Zuschauer wieder zulässig. Die wesentlichen Auflagen: Generelle Maskenpflicht, kein Alkohol, strikte Platzzuweisung, Adressnachweis und getrennte Anreisezeiten. Ein riesiger Aufwand für Organisatoren und Fans. Dennoch ein Schritt. Ein Schritt in die Richtung zu sagen: "Ich kann wieder mit Leuten fernab meines intimsten Dunstkreises ins Stadion" oder "Hey, das ist schon eher meine Art Fußball zu erleben". Dass es sich jedoch nicht ganz wie das normale Stadion-Erlebnis anfühlen wird, ist auch klar.

Allein die Anzahl der Zuschauer in der großen Arena, lässt eher auf Kreisliga-Charme schließen. Dazu die komplett verteilte und auf Abstand ausgerichtete Sitzplatzvergabe. Dies wirkt sich nicht nur auf den Kern des Supports, den Sektor B, aus. Zwar wird von der Zone147 ein Capo gestellt. Dieser muss sich allerdings jetzt an alle im Stadion wenden und ihm fehlt die verstärkende Stimme mit Block 28 und angrenzenden Blöcken. Weiter wird unsere, ohnehin schon für Nichtsachsen undeutliche Aussprache, nicht gerade durch das Tragen eines Stofffetzens vor dem Mund gefördert.




Man kann also festhalten, dass die Öffnung der Stadien für Fans nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass man Sport bzw. Fußball direkt vor Ort wieder schauen kann. Den Jungs mal wieder nah sein. Das Erlebnis oder das Event wird ein gänzlich anderes sein und ist arg beschränkt. Schon alleine durch die Bedingungen hinsichtlich Wohnort und Verlosungs-Dauerkarten-Variante. Fraglich daher, ob es nun ein Wettbewerbsvorteil ist, wenn 8.500 Vermummte, Fangesänge in die Maske murmeln statt "nur" 4.000 Zuschauer.

Die Leipziger Konkurrenz sieht hier teilweise sicher einen Unterschied. Es lässt sich auch nicht wegdiskutieren, dass das Spielen vor Zuschauern anders pusht, als das Kicken vor leeren Sitzschalen. Da wir jedoch in dem Umgang mit der Situation regionale Unterschiede haben, ist es eben schwierig, den Leuten aus Gegenden mit wenig Infizierten, dieselben Einschränkungen wie bei Personen aus den Hot-Spots zu kommunizieren. Und wenn man ehrlich ist, alleine schon wegen der unterschiedlichen Fassungsvermögen der Arenen oder der millionenschweren Unterschiede im Budget ist ein gleicher Wettbewerb auch in normaleren Zeiten nicht gegeben. Ob sich der organisatorische Aufwand, mit den nun wieder möglichen Einnahmen der Vereine deckt, kann ebenfalls in Frage gestellt werden.

Wir haben hier also einen gut durchdachten und konzeptionell aufwendigen symbolischen Schritt und hoffentlich können bald wieder Fans in jedes Stadion der Republik.

 

Abstände in den Reihen - das kennen wir aus der Regionalliga...

 

Die Resonanz

Das Sommerloch fiel dieses Mal nahezu komplett aus. Noch vor wenigen Wochen wurde um die europäische Krone gestritten und der Urlaub für Spieler und Trainer war ziemlich kurz. Entsprechend konnte man sich auch als Fan nicht so wirklich mal nicht mit Fußball beschäftigen. Eigentlich musste man sich sogar auf zwei Sachen konzentrieren. Einmal das sportliche Abschneiden und dann noch die sommerliche Kaderplanung.

Was aber die Vorfreude wieder entfachen lässt, ist der Umstand, dass man nach Monaten wieder die Chance hat, sich die Rasenballer aus der Nähe anschauen zu können. Aber des einen Freud ist des anderen Leid oder Bedenken. Es bleibt ein massiver Einschnitt (immerhin sind die Brücken am Dammeinschnitt fertig und werden auch für das Hygienekonzept genutzt). Ein Losverfahren kann niemals alle Wünsche abdecken. So wird es für die Meisten zum Verlassen des Stammplatzes oder der gewohnten Perspektive kommen. Auch schwierig ist, dass die Karten nur Account-Weise vergeben werden. Hat das Pärchen also zwei Ticket-Accounts, ist nicht garantiert, dass sie auch zusammensitzen. Überhaupt nicht ins Stadion dürfen nicht in Sachsen Wohnhafte. Und wohnt man in Sachsen, muss man hoffen, dass keine schlecht geführte Fleischfabrik im eigenen Cluster ist. Dazu kommen natürlich noch persönliche Bedenken und unterschiedliche Auffassungen bzgl. der pandemischen Lage. Zum Beispiel ob man das mögliche Risiko einer Corona-Infektion eingeht, damit man zwei Stunden unter anstrengenden und nicht wirklich angenehmen Bedingungen zusehen kann, wie ein Ball hin und her gekickt wird. Lassen sich so überhaupt 8.500 Leute finden? Natürlich kommen 8500!

Die Vorfreude ist aber auch da. Endlich wieder Stadion, endlich wieder Rauskommen. Vielleicht Menschen treffen, die man jetzt nicht mehr gesehen hat. Wieder ein direkter Austausch vor und nach dem Spiel. Die Möglichkeit, wieder fernab von Twitter und Co. direkt und verbal zu diskutieren. Man könnte es ja schon fast als "Resozialisierungsprojekt" betrachten. Wie dem auch sei. Es ist spannend zu sehen, wie es funktioniert und noch spannender, als die Resonanz über die Nachricht das wieder Zuschauer zugelassen werden, ist dann das Resümee nach dem Bundesliga-Start unter Corona-Bedingungen in Leipzig am 20.09.2020 um 15.30 Uhr.


tony4arsenal


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