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Testspiel
Samstag, 31.07.2021, 16:00 Uhr
Ort: Grödig, Österreich
RB Leipzig
Ajax Amsterdam
Spielplan RB Leipzig

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RB Leipzig
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3
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64
4
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MEISTER DES VERGEIGENS

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Dortmund - (08.05.2021) Das war fast schon meisterlich … im Vergeigen. Nicht nur verpatzte RBL die Pokal-Generalprobe sondern half mit der Pleite auch dem BVB im Kampf um die Champions League und krönte die Bayern. Obwohl RBL nach 2:0 Rückstand zurückkam (nachdem man viel zu lange bräsig wirkte), siegte der BVB auf den letzten Metern.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Auch gegen Bremen zeigte sich die RBL Offensive nicht sonderlich gefährlich. Hwang bekam vielleicht auch wegen seiner beiden Scorer im Pokal den Startplatz und rotierte für Sørloth in die erste Elf. Dazu ersetzten Klostermann, Henrichs und Forsberg Konaté, Haidara und Mukiele.

Beim BVB fehlte Haaland, was sicherlich kein Nachteil war. Allerdings ging es bei den Borussen noch um mehr. Während der BVB jeden Punkt braucht, um an Frankfurt und Wolfsburg dranzubleiben, muss Leipzig in den letzten drei Spielen nur einen weiteren Punkt erkämpfen. Das Ziel war dennoch bei beiden: mit einem Sieg ins Pokalfinale gehen.

 

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Dreisatz des Spiels

60 eher lustlose Minuten von offensiv kaum herausragenden Leipziger und einen 2:0 Rückstand brauchte es, damit die Leipziger endlich den Ernst der Lage begriffen. Die nach den Toren von Klostermann und Olmo geschöpfte Hoffnung machte Sancho mit dem späten Siegtreffer zunichte. Kein Sieg für Nagelsmann gegen Bayern oder den BVB, da kann das Pokalfinale ja kommen…

 

Leipzig steht punktlos und bedröppelt im Regen.

 

Neu im Bullenstall

Nagelsmann pokerte ein wenig und brachte Henrichs und Hwang von Beginn an, womöglich auch, um etwas mehr auf Konter zu spielen und sich für das Finale nicht in die Karten schauen zu lassen. Hwang früh mit der ersten Chance des Spiels, scheiterte aber an Hitz, es sollte lange die beste Leipziger Möglichkeit bleiben. Henrichs solide, aber wie viele offensiv nur selten zu sehen und in den Zweikämpfen nicht sonderlich erfolgreich.

 

Kampl mit den besten Zweikampfwerten im Mittelfeld.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Kampl: Einer der wenigen Leipziger mit einer positiven Zweikampfbilanz. Gerade in der Defensive wurden diese Fehler heute hart bestraft. Kampl zog souveräner als Sabitzer seine Runde, entwickelt dabei aber weiterhin zu wenig Torgefahr.

Olmo mit dem 2:2. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er über 75 Torschüsse für seine 5 Tore brauchte. Alle anderen Bundesligaspieler mit 75+ Torschüssen trafen zweistellig (sogar jeweils über 15 Mal). Passend dazu machte Olmo heute 40% aller Leipziger Torabschlüsse. Es ist auch die Ineffektivität, die RBL auf die Füße fällt.

Klostermann: Licht (Tor) und Schatten (Abwehr bei den Gegentoren). Dennoch einer der besseren Abwehrspieler, auch weil Upamecano wieder nicht ganz sauber spielte.

 

Hwang vergab die erste gute Chance.

 

Luft nach oben

Kluivert: Verpasste eine gute Torgelegenheit, sorgte mit Mukiele und später Laimer aber für mehr Betrieb. Dennoch am Ende des Tages wieder ohne Scorer. Eigentlich zu wenig, um ihn fest zu verpflichten.

Sabitzer: Eigentlich braucht man in dieser Saisonphase den Kapitän umso mehr. Sabitzers Einfluss aufs Spiel ist momentan aber nicht sonderlich hoch. Auch heute eher ein Mitschwimmer denn ein Gestalter.

Henrichs: So richtig viel war das nicht, was er auf den Platz brachte. Schwache Passquote (70% - kein langer Ball und keine Flanke erreichte ihr Ziel), schwache Zweikampfquote (33%), kaum Offensivaktionen kein erfolgreiches Dribbling. Umhin der schwächste Leipziger Feldspieler.

 

Kategorie schlecht gealtert

Minuten vor dem Tor.

 


Tweet des Spiels

Leider wahr...

 

Champagner oder Bier – die Fans

So richtig gut ist die Stimmung in der Fanszene nicht. Kein Wunder, fühlt sich Nagelsmann Lebenstraumgerede mit Mitte 30 auch ein wenig hohl an. Umhin der Trainer, der bei einem Wiedersehen von einem vollen Stadion am frostigsten empfangen werden würde. Ein Pokalsieg – selbst vor leeren Rängen – würde vielleicht helfen, das zu ändern.

 

Von Sabitzer insgesamt zu wenig zu sehen.

 

Pfeife des Spiels

Daniel Siebert. Der Mann für die Leipziger Topspiele (die letzten fünf waren Bayern, BVB, Bayern, Gladbach und Frankfurt). Seit Nagelsmann an der Leipziger Seitenlinie steht gab es mit seiner Beteiligung, die genannten fünf, exakt null Siege. Damit wird er wohl nicht das Glücksringerabzeichen in Gold gewinnen, da Nagelsmann ja kaum Topspiele gewonnen hat, wohl ggf. auch nicht seine Schuld.

Diese Bilanz hielt auch heute. Es gab dabei ein paar knifflige Szenen aber keine spielentscheidenden Dinge. Solide Leistung, wenngleich man schon mal gerne wieder einen Sieg unter seiner Leitung sehen würde, sonst müssen wir ihn in Daniel „Seuchenvogel“ Siebert umtaufen…

 

Den BVB abgelehnt und trotzdem dreifach eingeschenkt bekommen.

 

Aufgefallen

1)      Wenn du so ziemlich jedes Ligatopspiel in den Sand setzt, dann ist es irgendwann auch kein Zufall mehr. Dann ist es schlicht und ergreifend Unvermögen. Die Bilanz in diesen Duellen muss man Nagelsmann ankreiden, hier gegen eine Vielzahl von Trainer/Mannschafts-Kombinationen nur ganz selten die richtigen, gewinnbringenden Antworten gefunden zu haben, schmälert seine sowieso unvollendete Bilanz. Besonders zeigt sich das in den Spielverläufen in denen es meist sehr unterschiedliche Stärke- und Schächephasen gab, aber kaum Spiele, die man von Beginn an durchgehend stark spielte.

2)      Wie der Kommentator nach dem 2:1 sagte, kurz nachdem Kluivert und Olmo quasi obligatorisch beste Chancen vergaben: "Leipzig hat plötzlich Lust auf dieses Fußballspiel bekommen". Hätte man ggf. mal eine Stunde eher damit anfangen sollen, daran änderte auch das 2:2 nichts. Denn auch wenn diese 20 Minuten waren fraglos gut waren, so ließ RBL dem BVB danach wieder zu viel Platz und verlor doch noch das Spiel. Böse Zungen würden behaupten, dass Dortmund nach dem 2:0 einen Gang zurückschaltete und nach dem 2:2 eben wieder einen hoch. So oder so – kein gutes Vorzeichen fürs Pokalfinale.

3)      Der BVB mit vier Schüssen aufs Tor, Leipzig mit acht. Dennoch verlor RBL 3:2. Eigentlich kann man jedes Spiel über die Chancenverwertung schreiben oder auch über die Schusspositionen (der BVB mit dem leicht besseren xG-Wert). Aber an dieser grundsätzlichen Problematik hat sich jetzt die ganze Saison über nichts geändert. Runtergebrochen ist es Nagelsmann nicht gelungen aus dem vorhandenen Sturmmaterial eine schlagkräftige Offensive zu formen. Ob das nur an den Spielern lag, das wird jetzt ggf. Marsch zeigen.

 

Konny is back!

 

4)      Das ganze muss jetzt natürlich auch kein Abgesang auf Nagelsmann werden. Natürlich hat er das Spiel mit dem Ball verbessert und RBL tritt dominanter auf. Auch heute wieder mehr Ballbesitz als der BVB. Am Ende des Tages gewinnt aber nicht das Team mit dem meisten Ballbesitz, man muss ihn auch in Tore ummünzen können. Das was Leipzig über die Saison so stark gemacht hat, versagte letztlich heute (und auch schon im Hinspiel). Die Abwehr. Die zwei Gegentore waren einfach ein zu großer Rucksack. Ein Unentschieden wäre sicherlich nicht unverdient gewesen, dafür hätte man sich aber nicht kurz vor Ende auskontern lassen dürfen.

5)      Was kann man nun für das Pokalfinale mitnehmen. Die PS und die Dominanz, die RBL zwischen der 60. und der 80. Spielminute auf den Platz gebracht hat, die muss man am Donnerstag über die volle Spielzeit zeigen. Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, gut für RBL, denn in der Bundesliga hat Nagelsmann gegen den BVB ja nicht sonderlich überzeugt. Dass RBL gegen einen BVB ohne Haaland erneut punkt- und sieglos ist, ist bitter. Noch bitterer könnte allerdings Haalands Rückkehr am Donnerstag sein, denn der wird die aktuellen Abwehrschwächen noch besser nutzen. Hier muss dringend nachgebessert werden. RBL kann besser verteidigen als sie das heute getan haben.

6)      Noch ein Wort zur Lage in der Liga. Noch einen Punkt benötigt Leipzig für die Champions League. Wenn man nicht aufpasst handelt Leipzig sich noch einen echten Super Gau ein. Denn Wolfsburg und Union – für die es beide noch um internationale Startplätze geht, sind unangenehme Gegner. Sollte RBL nachdem man fast den Bayern Paroli bot auf den letzten Metern die Champions League verspielen, wäre das eine größere Katastrophe als ein verlorenes Pokalfinale gegen den BVB. Es steht derzeit einiges auf dem Spiel!

 

Die richtigen Lehren ziehen...

 

Fazit & Ausblick

Eine gute Stunde war von RBL kaum was zu sehen. Nach dem 2:0 fing man dann doch an Fußball zu spielen, nur um nach dem 2:2. Wieder volle Bullenhöschen zu bekommen. Der BVB drehte nochmal auf und gewann das Spiel. Alles in allem Reichen gute 20 Minuten eben nicht aus. Ein Endergebnis was sich nahtlos in Nagelsmanns Topspielbilanz einfügt.

Wer jetzt keine Lust aufs Pokalfinale bekommen hat, der ist wahrscheinlich ganz normal. Leipzig hat erneut gezeigt, dass Bundesligatopspiele Nagelsmanns Kryptonit sind, hat dem BVB eine große Portion im Rennen um die Champions League Plätze weitergeholfen und die Bayern endgültig zum Meister gemacht. All das garniert mit der damit fehlgeschlagenen Generalprobe fürs Finale. Do viele Dinge musst du an einem Nachmittag erstmal schaffen.

 

 

Statistik
Borussia Dortmund: Hitz (46. Bürki) – Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro – Dahoud (59. Delaney), Can, Reyna (82. Knauff), Reus (C), Sancho – Hazard (72. Brandt)
RB Leipzig: Gulácsi – Upamecano, Orban, Klostermann (82. Halstenberg) – Henrichs (64. Mukiele), Sabitzer (C), Kampl (74. Laimer), Angeliño (74. Haidara) – Olmo, Forsberg (64. Kluivert) – Hwang
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Tore: 1:0 Reus (7.), 2:0 Sancho (51.), 2:1 Klostermann (63.), 2:2 Olmo (77.), 3:2 Sancho (87.)
Torschüsse: 15 / 14
Schüsse aufs Tor: 4 / 8
Passquote: 80% / 84%
Zweikampfquote: 52% / 48%
Ballbesitz: 44% / 56%
Laufstrecke: 114,7 km / 116,7 km
Fouls: 8 / 13
Ecken: 7 / 7
Abseits: 4 / 1
Gelbe Karten: Hummels / Haidara (4)
Zuschauer: keine

Rumpelstilzchen


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