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KOAN PUNKTEREKORD!

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Berlin - (22.05.2021) Seit Zorniger verliert RBL erstmals wieder ein Ligaspiel in Berlin. Leipzig war über die gesamte Spielzeit gesehen das bessere Team, traf aber mal wieder nicht entsprechend und wurde in der Nachspielzeit durch Kruse bestraft. Nagelsmann geht ohne den Punkterekord!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Auch wenn Nagelsmanns Mission unvollendet bleibt, so schloss sich mit dem Kick gegen Union ein Kreis. Das erste Bundesligaspiel unter Nagelsmann war gegen Union und auch jetzt, beim vorzeitigen Ende, ging es gegen die Eisernen. Die Berliner wollten heute mit einem Sieg in die neugeschaffene Conference League, Leipzig wollte den eigenen Punkterekord in der Bundesliga verbessern.

Für dieses Ziel wechselte Nagelsmann auf sechs Positionen: Gulácsi (Urlaub), Konaté, Laimer, Henrichs, Nkunku und Poulsen (jeweils auf der Bank) wurden durch Martínez, Upamecano, Haidara, Kampl, Halstenberg und Hwang ersetzt. Da es am Ende für Union reichte, schloss sich ein weiterer Kreis, denn vor fast sieben Jahren verlor RBL zuletzt ein Ligaspiel in Berlin (auch 2:1, auch Union, auch Zornigers Team damals ähnlich unglücklich, aber nicht ganz so teuer).

 

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Dreisatz des Spiels

Das Unwort der Saison ist "Chancenverwertung" – herzlichen Glückwusch! Ein Spiel, dass sinnbildlich für die letzten Wochen steht: maue erste Halbzeit, miese Chancenverwertung und am Ende sieglos. Kluiverts Treffer reichte nicht, denn Luthe setzte weiteren Angriffen ein Ende und Kruse ließ Union in der Nachspielzeit jubeln.

 

Wie Leipzig in den letzten Wochen oft dahsteht...

 

Neu im Bullenstall

Von neu kann ja im letzten Saisonspiel keine Rede sein, schaut man auf die unter Nagelsmann immer noch sehr überschaubaren Einsatzzeiten der Sommerneuzugänge 2020, so scheint die Floskel dennoch nicht ganz unangebracht. Martínez mit seinem Debüt im Leipziger Dress (auf Twitter gleich mal mit dem falschen Logo). Der Spanier ist erst der zweite spanische Keeper in der Bundesliga (nach Reina) und der 50. Spanier überhaupt. Drei der letzten sechs Spanier in der Bundesliga debütierten damit für RBL (Olmo, Angeliño und Martínez), ein Trend der sich ohne Nagelsmann ggf. nicht so schnell fortsetzen wird. Martínez mit einer guten Leistung, einzig bei Standards etwas wacklig, parierte lange das wenige, was auf seinen Kasten kam. Bei den Gegentoren quasi machtlos, beim ersten patzte Poulsen, beim zweiten die Hintermannschaft allgemein.

 

In der Strafraumbeherrschung noch Luft nach oben.

 

In der Offensive starteten Hwang und Kluivert, um sich noch ein letztes Mal zeigen zu können. In der ersten Halbzeit setzten sie die einzigen Leipziger Akzente, verpassten aber jeweils den Treffer. Während Hwang nach 54. Minuten gehen musste und für Nkunku Platz machte, bleib Kluivert und traf zum 1:0. Vorausgegangen war die erste Ballaktion von Nkunku, ein sehr schöner Pass! Sicherlich ist Kluivert aktuell ineffizient, dennoch dürfte er nach Nkunku der Spieler sein, der pro 90 Minuten den höchsten xG+xA (erwartbare Tore und Vorlagen ohne Elfer) hat. Insofern durchaus nachvollziehbar, dass man sich immer noch mit einer Festverpflichtung beschäftigt. Am Ende kam statt Raebiger nochmal Sørloth und vergab standesgemäß eine gute Chance – kennen wir nur all zu gut.

 

Kaufen oder nicht kaufen?

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Kluivert: Schwierig heute die besseren Spieler zu wählen. Kluivert traf, das lässt ihn schon mal etwas herausragen. Sein Spiel bleibt aber geprägt von Licht und Schatten.

Nkunku: Allein für den Pass zum 1:0 gehört er hier rein, leider danach nicht mehr ganz so gut. Reichte trotz lediglich einer Halbzeit zu den meisten wichtigen Pässen. Er bleibt unser bester Offensivspieler in dieser Saison.

Haidara: Wie in den letzten Wochen noch einer der Besseren. Führte die meisten Leipziger Zweikämpfe und gewann die meisten.

 

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Auf alle Fälle...

 

Luft nach oben

Laimer: Das war heute leider wenig. Unser Kampfschwein ist noch nicht bei 100%. Ob er sich mit einer etwaigen EM Teilnahme eine Freude machen würde, sei mal dahingestellt. Kaum gewonnene Zweikämpfe, seine Einwechslung verpuffte.

Forsberg: Wenig zu sehen bis zu seiner Auswechslung. Für einen der Topverdiener, darf es da schon etwas mehr Impact sein.

Poulsen: Auch er machte heute keine gute Figur. Beim ersten Gegentor ließ er Friedrich entwischen. Dazu offensiv (ein abgewehrter Schuss) quasi nicht zu sehen.

 

Kategorie schlecht gealtert

Gepackte Koffer allerortens, bei Nagelsmann sind aber weder Punkte noch was Blechernes drin, da helfen auch keine 25 Mio.

 


Tweet des Spiels

Koan Punkterekord!

 

Champagner oder Bier – die Fans

Stell dir vor, es geht für deinen Verein um den Einzug in den internationalen Wettbewerb und du machst nach über einem Jahr Pandemie erstmal 15 Minuten Stimmungsboykott, wenn du wieder im Stadion zurückbist, weil du dich mal wieder moralisch überhöhen musst (und das nach den Berichten aus den letzten Wochen). Fazit: Bei Union wird einfach etwas zu viel abgekultet. Eigentlich Schade, dass sowas noch belohnt wird.

 

 

Pfeife des Spiels

Winkmanns letzter Bundesligaeinsatz. Während Leipzig bis heute keines der von ihm geleiteten Spiele verloren hatte (hätte die Änderung diesbezüglich nicht unbedingt gebraucht), hatten die Eisernen bisher nur wenige gute Erinnerungen an ihn – nur zwei Siege in 12 Profifußballspielen. Der Sieg heute wird ihnen dagegen sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

Bei dem Foul an Kluivert im ersten Durchgang lag er so falsch wie man nur liegen kann und gab obendrein dann Sabitzer Gelb wegen Meckerns. Insgesamt bei einigen Zweikampfbewertungen nicht ganz kohärent, sonst ok.

 

Na immerhin kann wenigstens einer noch lachen.

 

Aufgefallen

1)      Natürlich ging es in diesem Spiel für RBL um wenig und natürlich war man xG technisch deutlich besser als Union, dennoch bleibt nach einer erneut sieglosen Partie ein fader Beigeschmack zurück.

2)      Der Rotebrauseblogger vor dem Spiel noch mit einer kleinen Eloge auf Nagelsmann. Es bleibt abzuwarten, wie viel von seinen Einflüssen in der nächsten Saison bestehen bleibt. In der allgemeinen Bewertung darf man konstatieren, dass er die Saisonziele erreicht bzw. übertroffen hat, aber die Abzüge gibt es in der B-Note: Abgang, Punkteausbeute in den Spitzenspielen der Buli und dem verlorenen DFB Pokalfinale.

 

 

3)      Wobei man auch feststellen darf, dass es Nagelsmann nicht gelungen ist die diesjährigen Neuzugänge gut zu integrieren und am Ende des Tages gab es in der Bundesliga, trotz der in diesen zwei Jahren sicherlich teuersten RBL Kader, keine besser Punkteausbeute als unter Rangnick oder im ersten Hasenhüttl Jahr. Ich bin mir unsicher, ob in 2-3 Jahren viel von Nagelsmann hier bleiben wird, an das man sich gerne zurückerinnert oder das den Klub weiter sportlich prägt. Insofern vielleicht gar nicht so schlecht, dass der Rekord bei Hasenhüttl bleibt, ihm gönne ich den jedenfalls aktuell deutlich mehr, auch wenn er vielleicht der schlechtere Trainer ist.

 

Nkunkus Geistesblitz mit der ersten Ballberührung reichte nicht.

 

4)      Das Dutzend vollgemacht. 12 der letzten 13 ersten Halbzeiten ohne eigenen Treffer. Offensiv war das bis auf eine Chance kurz vor der Pause extrem überschaubar von Leipzig (Salzburg übrigens mal wieder mit einer 3:0 Halbzeitführung). In Anbetracht der Ausgangslage nicht gänzlich unverständlich, aber es passt ins Bild der letzten Wochen. Zumal Leipzig im zweiten Durchgang wieder eine Schippe drauflegte, auch dank der Einwechslungen, dennoch muss man sich schon fragen, wieso es immer wieder zu diesen Diskrepanzen kommt. Das es am Ende nicht zu einem Punkt oder auch dem Sieg reichte, lag mal wieder an der Chancenverwertung.

5)      Nur vier Siege in den letzten 13 Spielen, drei davon gegen die Kellerkinder aus Bremen und Bielefeld, einer gegen Stuttgart, die früh Rot sahen. Das ist die Leipziger Ausbeute seit Mitte März. In der Formtabelle seit dem 25. Spieltag bedeutet das Platz 11 mit nur einem Punkt mehr als Köln auf Platz 15 im gleichem Zeitraum. Eines Vizemeisters absolut unwürdig.

6)      Das führt uns nochmal zur Chancenverwertung. Wie kann es eigentlich sein, dass Nagelsmann dieses Thema, was unsere ganze Saison fast schon monothematisch bestimmte, nicht in den Griff bekommen konnte. Auch heute wieder 1,1 zu 2,4 xG, dennoch 2:1 verloren. Ist das gute alte Torschusstraining so aus der Mode oder ist es einfach die Angst des Torschützen vorm Elfmeter? Nur Mainz hat noch weniger aus seinen Chancen gemacht (7 xG Unterschied) nur Leipzig hat in der oberen Tabellenhälfte weniger Tore erzielt als zu erwarten waren (die Bayern 23 mehr, Wolfsburg 9, der BVB 6, Frankfurt 9 usw.). Eigentlich wird das eine der interessantesten Fragen der nächsten Saison sein, waren die Stürmer zu schlecht oder lag es an etwas anderem. Mal schauen, was Marsch aus der Offensive rausholt…

 

 

7)      Wie im Vorfeld berichtet, hat RBL eine miese Maibilanz (zumindest seit einigen Jahren). Die Niederlage fast schon folgerichtig. Es muss man der Ausbeute in der Saisonendphase gearbeitet werden. BVB, Gladbach, Bayern und Frankfurt heute mit Siegen, Leipzig guckte dagegen erneut in die Röhre.

8)      Werder und Schalke direkt runter. Ein bitterer Nachmittag für die Hanseaten. Nach Bremen war eigentlich immer eine recht schöne Auswärtsfahrt inklusive einer Fanszene, die etwas entspannter und mit weniger Moralin an das Thema RBL heranging. Im Endeffekt hat man bei Werder etwas zu spät die Reißleine gezogen.

9)      In eigener Sache: Schon nächste Woche werden die #4Fans die Saison im Podcast nachbereiten: Stay tuned!

 

 

Fazit & Ausblick

Etwas emotionaler: Was soll man da noch groß sagen: GOTT SEI DANK IST SOMMERPAUSE! Noch mehr Spiele dieser Art wären schwer zu ertragen. Ein bigotter Gegner, Leipziger Chancenverwertungsgekasper, einschläfernde erste Halbzeit und obendrein null Punkte. Die einzige Euphorie, die Nagelsmann derzeit in Leipzig noch auslösen kann, ist die auf Jesse Marsch.

Etwas nüchterner: Das war sie also die Saison 2020/21. Etwas arg bitter im Abgang aber insgesamt trotzdem eine erfolgreiche. In der Champions League überwintert, Vizemeister und im Pokalfinale gewesen. Das kann sich für einen Klub wie Leipzig durchaus sehen lassen. Ja hier und da war dennoch mehr drin, aber bis zum Knick im März hatten andere Teams mehr Probleme, konstante Leistungen aufs Feld zu bringen. Wir lesen und hören uns!

 

Mit gesengtem Kopf in die Sommerpause.

 

Statistik
Union Berlin: Luthe – Friedrich, Knoche, Schlotterbeck – Trimmel (C), Ryerson (82. Becker), Gentner (64. Endo), Lenz (82. Bülter) – Ingvartsen (64. Teuchert) – Musa (58. Awoniyi), Kruse
RB Leipzig: Martínez – Klostermann (85. Mukiele), Orban, Upamecano, Halstenberg – Kampl (85. Sørloth) – Sabitzer (C), Forsberg (54. Poulsen), Haidara – Kluivert (68. Laimer), Hwang (54. Nkunku)
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore: 0:1 Kluivert (55.), 1:1 Friedrich (67.), 2:1 Kruse (90.+2)
Torschüsse: 10 / 19
Schüsse aufs Tor: 4 / 8
Passquote: 69% / 82%
Zweikampfquote: 47,5% / 52,5%
Ballbesitz: 37,8% / 62,2%
Laufstrecke: 117,4 km / 115,4 km
Fouls: 15 / 11
Ecken: 7 / 3
Abseits: 3 / 5
Gelbe Karten: Trimmel, Schlotterbeck / Sabitzer (8)
Zuschauer: 2.000

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20210522-spielbericht-union.html

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