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6. Spieltag 1. Bundesliga
Samstag, 25.09.2021, 15:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
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LEIPZIG AM LIMIT? EINE PLEITE MIT ANSAGE!

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Leipzig - (12.09.2021) Es war ein harter Ritt gestern – die höchste Niederlage gegen den FCB. Auch wenn RBL zwischenzeitlich mehr vom Spiel hatte, so gehörten die Großchancen alleinig den Bayern. Ein Spiel das den aktuellen Stand der Dinge schonungslos aufdeckte.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Themen vor dem Spiel natürlich der bayrische Transferangriff auf Leipzig und die Glaubwürdigkeit von Nagelsmanns Aussagen. Viele Leipzig Fans fühlten sich jedenfalls wie Lena Gercke, mit der Nagelsmann ja auch hinterrücks schlussgemacht hatte. Am Ende des Tages wurde RBL jedenfalls verlassen und nun das erste Wiedersehen mit dem Ex – meist nicht vergnügungssteuerpflichtig – wer kennt es nicht.

 

Irgendetwas zwischen ausgenommen wie 'ne Weihnachtsgans oder beschnitten wie ein Ochse.

 

Marsch entschied sich die Grundtaktik nicht groß anzupassen. Es blieb beim 4231, eine Entscheidung, die man durchaus kritisieren kann, aber dazu später. Auf dem Feld das Gros der Spieler, die die Länderspielpause in Leipzig verbracht hatten. Einzig Laimer (der bei Österreich nicht zwingend überzeugt hatte) auf der 6 war bemerkenswert – wohl aber notwendig, weil mit Adams (sehr spät zurück), Moriba (noch nicht mal auf der Bank) und Haidara (eher ein 8er) andere Spieler noch problematischer gewesen wären. Bei den Bayern war quasi volle Kapelle angesagt, was Leipzig zu spüren bekommen sollte.

 

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Dreisatz des Spiels

Dass das Spiel mit dem Elfmeter startete war natürlich maximal unglücklich, aber letztlich ging der Sieg des FCB in der Höhe in Ordnung, weil Leipzig offensiv die Durchschlagskraft quasi komplett fehlte. Nagelsmann ließ Marsch sich dann mit viel Leipziger Ballbesitz vor dem Strafraum abarbeiten und setzte mit den Bayern dann im Gegenzug die tödlichen Nadelstiche, wobei noch einige gute Chancen ungenutzt blieben. Als Marsch nach dem Spiel meinte, hier ein Leipzig am Limit gesehen zu haben, konnte es einem schon Angst und Bange werden.

 

Der unglückliche Elfer stellte früh die Weichen für den FCB Sieg.

 

Neu im Bullenstall

Mit Silva und Simakan nur zwei Neuzugänge in der Startelf (rechnet man Szoboszlai mit ein, dann zweieinhalb). Während es Simakan größtenteils gelang Lewandowski kaltzustellen und er aus dem Abwehrverbund noch die beste Leistung lieferte, fehlten Silva die Anspiele und das Glück im Abschluss (knappes Abseitstor (51.), an Hereingabe vorbeigerutscht (63.)), als Poulsen später für ihn kam, ging aber gefühlt noch weniger. Szoboszlai blieb wie gegen Wolfsburg blass. Gvardiols Einwechslung für den ebenfalls schwachen Angeliño stabilisierte zumindest teilweise die Abwehr.

 

Laimer mit Sonntagsschuss zum Ehrentreffer.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Laimer: Er erzielte das einzige Leipziger Tor durch einen Sonntagsschuss. Dazu muss man ihm zugutehalten, dass er versuchte nach der anstrengenden Länderspielpause die Löcher im Zentrum zu stopfen, was ihm nicht immer aber doch recht häufig gelang. Im Spielaufbau bleibt Laimer aber in seiner Entwicklung stecken.

Kampl: Auch hier irgendwie zwei Seiten einer Medaille. Der Elfmeter unglücklich aber im Mittelfeld war er danach doch oft der Taktgeber. Ein paar Harakiri-Pässe könnte er sich noch schenken.

Simakan: Auch gegen die Bayern der beste aus der Hintermannschaft. Sorgte dafür, dass Lewandwoski kein weiteres Tor erzielte.

 

Szoboszlai erneut blass.

 

Luft nach oben

Angeliño: Es war nicht verwunderlich, dass Angel in der Viererkette seine Probleme bekommen würde. Offensiv war es am Ende zu wenig. Nur eine angekommene Flanke nur 14 angekommene Pässe. Die Halbchance brachte er nicht aufs Tor. Gvardiol wirkte dann später griffiger.

Silva: Ein paar gute Ansätze waren dabei, aber am Ende des Tages torlos und abschlusslos (den Abseitstreffer kann man ja nicht mitrechnen). Irgendwie sollte der Knoten bald mal platzen, auch wenn er gegen den FCB nun auch nicht gerade mit Topchancen versorgt wurde.

Szoboszlai: Wie gegen Wolfsburg eher blass, nur ein gewonnener Zweikampf, was ja auch schon gegen Stuttgart auffiel. Weshalb er durchspielte erschloss sich eigentlich wenig.

 

Kategorie schecht gealtert

Wir sind leider nicht bei wünsch dir was...

 

Tweet des Spiels

 

Weder Champagner noch Bier – die Fans

Endlich wieder Stadion nach Stuttgart, wo nur 50% zugelassen waren, nun also ein Platz für alle Dauerkarteninhaber – wenn auch nicht immer der Stammplatz. Die Hürden der Ticketpersonalisierung mussten natürlich wieder gemeistert werden, noch ist das System nicht wirklich ausgereift. Am Einlass ging es dann – die notwenigen digitalen Unterlagen komplett bereit – aber schnell.

Im Stadion dann diverse Dinge, die erwähnenswert waren. Das DJ-Team Vice (nomen est omen) sollte musikalisch für Stimmung sorgen, dass hinter ihnen die Fanbanner eingerollt werden mussten, um die volle Pracht der Bullen darunter zur Geltung kommen zu lassen war dann aber eher so semi unterhaltend. Es gab einige ebenfalls eher semi gute Banner gegen Kimmich (Siegermentalität) und 2G und teilweise wurde es – wohl auch durch den unbefriedigenden Spielverlauf – sprachlich etwas ruppig (um es mal ganz vorsichtig zu formulieren).

Bis auf Sabitzer, der nach seiner Einwechslung mit Pfiffen bedacht wurde, blieb das befürchtete Pfeifkonzert größtenteils aus. Da arbeiteten sich die RBL Fans dann doch lieber an Aytekin ab. Durch Laimers Treffer keimte nochmal etwas Hoffnung auf, was stimmungstechnisch durch die zweite Halbzeit trug. Mit dem Spiel führt Leipzig nun die Zuschauertabelle an – wenigstens etwas…

 

... und steht es auch mal 0:4.

 

Pfeife des Spiels

Deniz Aytekin machte bei Leipziger Spielen oft eine gute Figur, einer der wenigen Siege gegen BVB & FCB fiel damals unter seiner Leitung (3:2 Sieg in Dortmund 2017). Im Gegensatz zu manch anderen Spielleitern genoss Aytekin einen guten Ruf bei den RB-Fans, was sich im Spiel nach seiner Handelfmeter Entscheidung erstmal erledigt hatte. Aytekin ließ viel laufen und vergab keine Karten, was im Spiel für Unmut sorgte (zumal der FCB 50% mehr Fouls hatte). Das Label Heimschiedsrichter hätte er gestern wohl kaum verdient, aber er zog seine Linie durch.

 

Die Stimmung war deutlich besser als das Leipziger Offensivspiel.

 

Aufgefallen

1)      Die Pleite mit Ansage. Vor dem Spiel schrieb der Spiegel, dass Leipzig bereits kapituliert hätte. So fühlte es sich nicht zwingend an, weil die RBL Kicker engagiert versuchten Marschs Pläne umzusetzen und dafür am Ende trotz der Pleite mit Applaus verabschiedet wurden, aber die Machtverhältnisse waren in den letzten Jahren in dieser Partie am Ende nie eindeutiger als gestern.
Mintzlaffs gering ausfallende Gegenwehr bei der bayrischen Shoppingtour, die schnelle aber maximal einfallslose Besetzung des Trainerstuhls und das Fehlen eines langfristigen Strategen mit fußballerischem Sachverstand fallen uns jetzt sehr früh auf die Füße. Wenn das Leipzig am Limit war, dann sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, was zu diesen Limitiertheiten geführt hat. Hat RBL noch eine Vision? Ich bin mir da nicht so sicher, so unsicher, wie ich es seit Pacult und Oral nicht mehr war.

2)      Kommen wir gleich zu des Pudels Kern. Der Sieg war in der Höhe absolut in Ordnung. Leipzig ohne Großchance, ein Problem was schon gegen Mainz und Wolfsburg auffiel und defensiv mit zu vielen Räumen für die herausragend besetzte bayrische Offensive. Am Ende standen 0,35 zu 4,3 xG – das sind Welten. Um es kurz und knapp zu sagen: Marschs Matchplan überzeugte weder offensiv noch defensiv.

 

Das Coachingduell klar verloren: Marsch.

 

3)      Offensiv bleiben die Probleme gegen eine geordnete Defensive bestehen. Der Spielaufbau zu langsam und unpräzise, Kaum Pässe, die die Leute in gefährliche Zonen schicken, wenn dann wird RBL auf Außen gedrängt und es folgen erfolglose Flanken. Aus diesen Künstlern im OM müsste man eigentlich mehr rausholen können als das. Wobei es RBL eben auch an bestimmten Spielertypen mangelt. Spielt Poulsen nicht, fehlt der Zielspieler für die hohen Bälle, spielt er allein (wie nach Silvas Auswechlung) fehlt ihm der Partner. Offensive Dribbler, wie es sie bei den Bayern mit Gnabry, Sané, Coman und Musiala quasi wie Sand am Meer gibt, findet man im RBL Kader kaum.

4)      Defensiv versuchte Marsch mutig zu spielen, das führte zwar zu viel Ballbesitz aber damit ging er Nagelsmann letztlich auf den Leim. Weil der FCB sich etwas zurückzog ergaben sich durch das hohe Aufrücken der Leipziger Räume, in die man hineinstoßen konnte. Das war nicht nur Angeliño und der Viererkette geschuldet sondern auch dem Zentrum mit Kampl und Laimer. Am Ende mussten dann Orban und Co. viel zu oft in genau die 1:1 Duelle, die man gegen den FCB tunlichst vermeiden sollte. Der Trainerpunkt ging daher klar an Nagelsmann.

 

Mukiele mit guten Zweikampfwerten.

 

5)      Wie vielleicht schon bemerkt stoßen die Aussagen von Marsch in der PK: „wir müssen noch lernen“ und „vielleicht war es unser Limit“ besonders hart auf. Auch dass die letzten Pässe gefehlt haben, war nicht zum ersten Mal zu hören. Mal abgesehen davon, dass beide Aussagen (lernen vs. Limit) nicht zusammenzubekommen sind, darf man sich sorgen machen. Mit dem Kader muss mehr drin sein, als eine quasi chancenlose Pleite gegen den Rekordmeister und ein Spiel in dem offensiv bis auf einen Sonntagsschuss und ein Abseitstor quasi nichts zusammenläuft.

6)      Wären da nicht die Spiele gegen Mainz und Wolfsburg, wir würden heute wohl kaum so hart ins Gericht gehen müssen. Nur drei Punkte aus den ersten vier Ligaspielen, das ist nun offiziell der schlechteste Start von RBL in die Saison.

 

Systemkritik allerorten.

 

7)      Rekorde und Sensationen gefällig? Leipzig hat gestern sein 500. Pflichtspielgegentor kassiert. Juhu.

8)      Wenig erbaulich, die Cateringsituation, die in einigen Bereichen des Stadions zu sehr langen Schlangen führte. Ob man das Verpassen der schwachen Anfangsphase der zweiten Halbzeit nun als Bonus werten sollte, darüber kann man streiten. Aber hier tut eine bessere Besetzung und Wegführung der Zuschauerströme Not.

 

 

Fazit & Ausblick

Auch wenn die Stimmung im Stadion gut war, so ist meine Stimmung bezüglich der aktuellen Spielweise im Keller. Klar, gegen die Bayern kann man verlieren und Wolfsburg sowie Mainz schwimmen derzeit auch nicht auf der Wurstsuppe daher. Dennoch ist die absolute Ungefährlichkeit frappierend, die Chancenarmut immanent und die taktische Eignung von Marsch zumindest fraglich.

Mit City kommt jetzt die nächste Pleite mit Ansage, große Hoffnungen braucht sich ein „limitiertes“ Leipzig da nicht zu machen. In Köln, das auch solide gestartet ist, muss dann dreifach gepunktet werden, sonst hängt der Haussegen schief. Für Marsch starten nun früh die Wochen der Wahrheit.

 

Quo vadis RBL?

 

Kicker – Whoscored – Sofacore – Understat – RBL

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Mukiele, Simakan, Orbán (80. Klostermann), Angeliño (58. Gvardiol) – Kampl, Laimer (58. Haidara) – Nkunku, Olmo (58. Forsberg), Szoboszlai – Silva (71. Poulsen)
FC Bayern München: Neuer (C) – Pavard (75. Süle), Upamecano, Hernández, Davies – Kimmich, Goretzka (59. Sabitzer) – Gnabry (45.+1 Musiala), Müller (75. Stanišić), Sané – Lewandowski (59. Choupo-Moting)
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore: 0:1 Lewandowski (12.) FE, 0:2 Musiala (47.), 0:3 Sané (54.), 1:3 Laimer (58.), 1:4 Choupo-Moting (90.+1)
Torschüsse: 10 / 18
Schüsse aufs Tor: 4 / 6
Passquote: 81% / 76%
Zweikampfquote: 57% / 43%
Ballbesitz: 52% / 48%
Laufleistung: 112,4 km / 116 km
Sprints: 275 / 255
Fouls: 9 / 13
Ecken: 2 / 6
Abseits: 4 / 1
Gelbe Karten: – / –
Zuschauer: 34.000

Rumpelstilzchen


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