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EINE AUFHOLJAGD KENNT KEINE SCHÖNHEITSPREISE

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Leipzig - (23.01.2022) In einer Aufholjagd werden keine Schönheitspreise verteilt. Einer krampfigen ersten Halbzeit folgte die Einwechslung von Olmo und ein danach stetig besser werdendes Leipziger Spiel mit einem am Ende effizienten aber verdienten 2:0 Sieg gegen meist zahnlose Wölfe.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Es können ja nicht immer alle für RBL spielen. Die Samstagsergebnisse setzten die Rasenballer etwas unter Siegdruck, um den Anschluss an die Champions League Ränge zu halten. Ein Druck, dem die Tedesco-Elf am Ende standhielt.

Tedesco war durch die sich entspannende Verletzungssituation in der Lage etwas mehr zu rotieren. Laimer rückte für den zuletzt eher enttäuschenden Adams ins Team, Novoa feierte sein Startelfdebüt und Klostermann blieb für Henrichs draußen. Vorn stürmte Silva. Trotz dieser guten Nachrichten Wolfsburg abseits von Schlager mit weniger Verletzungssorgen, aber eben auch zehn sieglosen Pflichtspielen im Gepäck.

 

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Dreisatz des Spiels

Die erste Halbzeit sehr durchwachsen – Wolfsburg griffig bis giftig, Leipzig offensiv ohne Durchschlagskraft und Präzision. Nach der Wolfsburger Dreifachchance (40.) konnten die Gäste aber keinen weiteren Abschluss innerhalb des Strafraums verbuchen und kamen auch sowieso kaum noch in den Leipziger 16er. RBL wurde nach der Einwechslung Olmos hingegen immer stärker, erzwang letztlich das 1:0 und erkonterte (wie zuletzt auch) sich das 2:0, hatte aber abseits der Tore nur wenig echten Chancen.

 

Treffsichere Verteidiger braucht das Land..

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Olmo: Der Spanier bringt genau das mit, was RBL in der Offensive diese Saison viel zu oft abgeht. Präzises und gefährliches Spiel auf engem Raum ob mit dem Ball am Fuß oder auch im Passspiel. Nichts gegen Novoa, aber als Olmo kam, gab es sowas wie Struktur in den Leipziger Offensivaktionen. In der Form wird er sich nach der Pause schnell festspielen.

Gvardiol: Schon oft gesagt: Defensiv ist der Kroate der Grund, warum man Upamecano nicht wirklich vermisst, so schnell hat er sich in der Hintermannschaft unverzichtbar gemacht. Sein zweiter Bundeligatreffer lässt ihn jetzt offensiv in Sachen Scorer zu Angeliño aufschließen. Defensiv wie offensiv starke Abwehrspieler, das ist die eierlegende Wollmilchsau des modernen Fußballs.

Kampl: Auch wenn Kampl das mit den Abschlussversuchen besser anderen überlässt, denn diese Quote ist finsterer als die finsterste Nacht mit Licht aus, so brillierte er heute trotzdem erneut im Zentrum. Viele Zweikämpfe, meiste Ballberührungen. Das war der Kampl, den wir derzeit brauchen! Alternativ hätte hier aber auch der andere Altmeister und Dosenöffner Orbán stehen können.

 

Solider Startelfeinstand für Novoa aber auch Luft nach oben.

 

Luft nach oben

Novoa: Die Ansätze sind definitiv vorhanden. Novoa war der schnellste Spieler auf dem Platz und an ein paar vielversprechenden Angriffen beteiligt, aber man konnte auch sehen, dass ihm für die Bundesliga noch etwas die Spielhärte (meiste Ballverluste aller Leipziger) und Übersicht fehlt.

Henrichs: Auf seiner angenommenen Idealposition nicht herausragend. Brachte keine Flanken an den Mann. Auf RV sucht RBL weiter die Idealbesetzung.

Adams: Kam für Laimer, der recht viel herumhirschte aber manchmal nicht in die Zweikämpfe fand. Adams tat es ihm gleich, aber mit schlechterer Zweikampfquote. Auch im ZM sucht RBL noch seinen Superstar.

 

Altert jetzt woanders

Damals war's...

 

 

Tweet des Spiels

Mit einer guten Hinrunde wäre Platz 1 dringewesen...

 

Champagner statt Bier – die Fans

Keine 150km entfernt in Magdeburg, wo 20.000 weniger Zuschauer ins Stadion reinpassen, darf die Kapazität mit 15.000 über 50% ausgenutzt werden. Hier in Leipzig, trotz recht vergleichbarer Inzidenzen sind 1.000 Zuschauer das höchste der Gefühle. Die 1.000 Zuschauer waren definitiv hörbar und haben das Team unterstützt, aber eine richtige Fußballatmosphäre kann mit dieser Zuschauerzahl in so einem großen Stadion nicht aufkommen.

 

 

Pfeife des Spiels

In 16 Spielen unter Siebert in den letzten acht Jahren (also seit dem Aufstieg in die zweite Liga) konnte RBL nur zweimal gewinnen. Bei der Erfolgsgeschichte in dieser Zeit eine frappierende Negativbilanz. Beide Siege datierten aus dem Jahr 2019 (gegen Augsburg und Wolfsburg). Heute also der dritte im 17. Spiel. Bleibt ausbaufähig.

Auf dem Feld Siebert trotz vieler Wolfsburger Tritte gegen die Beine der Leipziger nur mit wenig Intention, Gelbe Karten and die Wölfe zu verteilen. Am Ende beide Teams mit etwa gleich vielen Fouls, aber RBL mit deutlich mehr Karten. So ganz fair verteilt war das nicht.

 

Leipzig im Aufwind?

 

Aufgefallen

1)      Quasi der Murmeltiertag des Aufgefallen: Unter Druck, also beim Gegenpressing des Gegners oder auf engem Raum vor dem gegnerischen Strafraum geht Leipzig die Präzision ab, da häufen sich Fehlpässe, ungenaue Pässe, Ballverluste und Stockfehler. Das ist natürlich bis zu einem gewissen Maß verständlich in der Form, wie in der ersten Halbzeit, aber bedenklich.

2)      Leipzig zwischen der 20. und der 55. Minute ohne Torschuss, Wolfsburg dagegen mit acht. Das war die Phase in der das Spiel hätte kippen können, aber abseits der Großchance in der 40. war es auch bei Wolfsburg nicht viel Druck. Solche Zeiträume in denen quasi nichts mehr geht und der eigene Ballbesitz nicht in Chancen umgemünzt werden kann, gibt es noch viel zu häufig im Leipziger Spiel.

 

Kein Spiel in dem sich die Außenverteidiger mit Flanken wirklich hervorgetan haben.

 

3)      Wolfsburg ist immer noch eines der teuersten Teams der Bundesliga mit Gehaltskosten auf Leipziger Niveau, trotzdem kamen sie mit 10 sieglosen Pflichtspielen im Rucksack nach Leipzig, da hätte man ggf. auch etwas mehr Souveränität von den Rasenballern erwartet. Für Kohfeldt dürfte die Luft langsam enger werden, im kommenden Heimspiel gegen Fürth zählt nur ein Sieg.

4)      Startelfdebüt und Vertrag bis 2024 für Novoa, der damit einer der ersten Nachwuchsspieler sein könnte, der hier wirklich nachhaltig den Durchbruch schafft. Am Ende war er mit 33,6 km/h der schnellste Spieler auf dem Platz. Dass er Poulsen vorgezogen wurde, kam schon etwas überraschend, gerade gegen die kantigen Wölfe. Ein Plan, der letztlich trotz ein paar vereinzelter Ansätze, nicht wirklich aufging..

 

3-Punkte Schnitt im Jahr 2022.

 

5)      Wolfsburg zwar mit zehn Torschüssen, aber nur einmal (40.) war es wirklich brenzlig. Daneben hatte Bornauw in der 35. Noch einen Abschluss im Strafraum. Leipzig abseits der Torszenen jedoch auch ohne Abschluss im 16er. Das mag zum einen führ die Defensive beider Teams sprechen, zum anderen aber eher gegen ihre Offensiven. Tedesco kann hier auf der Habenseite mitnehmen, dass die Abwehr größtenteils steht, wie auch in den anderen Spielen in diesem Jahr. Offensiv bleibt es nicht vergnügungssteuerpflichtig.

6)      10:1 Tore im neuen Jahr, aber jetzt geht es gegen die Bayern, das ist eine echte Nagelprobe für jede Abwehr. Auch heute gab es Phasen, da sah das nicht so sicher aus, wie die reine 2022er Statistik besagt. Fehler auch und gerade beim Passspiel aus der Abwehr heraus werden vom FCB hart und schnell bestraft. Hier gibt es auf alle Fälle noch Verbesserungspotenzial.

 

Kohfeldt sitzt nicht mehr allzu fest im Sattel.

 

7)      Für Kohfeldt sind Niederlagen gegen Leipzig nichts Neues. Sieben Pleiten sammelte er mit Werder bei nur einem Sieg. Gegen Tedesco gewann er indes in allen drei vorhergehenden Begegnungen. Insofern war es gut, dass diese Serie keinen Bestand hatte.

8)      Das Duell der beiden lauffaulsten Teams der Liga endete mit 107 zu 106 Kilometer absolut passend. Immerhin waren die Sprintwerte mit 220+ jeweils im Rahmen.

 

Jetzt gibt's mal Training satt...

 

9)      Olmo und Mukiele leiteten die Tore ein, ein glückliches Wechselhändchen auf der Trainerbank, jetzt da auch mal wieder richtig gewechselt werden kann.

10)      So gut der Start in die Rückrunde, die richtigen Gegner kommen noch. Auch Wolfsburg ja momentan eher mit negativer Tendenz. Die Bayern sind ein Freispiel, aber dann kommen die englischen Wochen mit Sociedad und Köln, Hertha und Bochum in der Liga. Auch hier muss man siegen, will RBL den Anschluss an die CL-Plätze wahren. Denn im März und April geht es quasi im Stakkato gegen die Konkurrenz aus Freiburg, Hoffenheim, Frankfurt, Leverkusen und Dortmund.

 

Trotz Feinkost ,auf der Karli keine Feinkost am Elsterflubecken.

 

Fazit & Ausblick

Verdienter aber auch sehr effizienter Sieg gegen Wolfsburg, der erste in der Bundesliga seit April 2019 gegen die Autostädter. Wolfsburg mit einer Dreifachchance, Leipzig mit den beiden späten Tore, abseits davon wäre es ein Spiel mit 0,3 xG vs 0,3 xG gewesen.

Ergebnistechnisch der Abschluss einer perfekten englischen Woche und der vierte Sieg im neuen Jahr. Mit dieser Punkteausbeute darf RBL von der Champions League träumen, aber jetzt geht es erstmal zu den Bayern, bei denen alles andere als eine Niederlage schon in die Kategorie Sensation einsortiert werden dürfte.

Positiv dennoch, dass sich das Lazarett lichtet, vielleicht kommen bis dahin sogar die Afrika-Cup Teilnehmer zurück und auch Halstenberg und Forsberg dürften nicht mehr allzu lange brauchen. Tedesco jetzt mit zwei Wochen Training, bei dem das Gros der Mannschaft anwesend ist. Die defensive Stabilität ist schon mal zurück.

 

Die Rückkehr der torgefährlichen Verteidiger.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob


Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C) – Simakan (74. Mukiele), Orbán, Gvardiol – Henrichs (55. Klostermann), Angeliño – Kampl, Laimer (55. Adams) – Nkunku (81. Poulsen), Novoa (55. Olmo) – Silva
VfL Wolfsburg: Casteels (C) – Lacroix, Bornauw, Brooks – Baku, Arnold, Gerhardt (79. Nmecha), Roussillon, Vranckx (79. Lukebakio), Waldschmidt (46. Philipp) – Weghorst
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Tore: 1:0 Orbán (75.), 2:0 Gvardiol (85.)
Torschüsse: 11 / 10
Schüsse aufs Tor: 3 / 3
expected Goals: 1,7 / 0,9
Passquote: 78% / 74%
Zweikampfquote: 44% / 56%
Ballbesitz: 54% / 46%
Laufleistung: 106,9 km / 106 km
Sprints: 222 / 239
Fouls: 11 / 11
Ecken: 4 / 3
Abseits: 2 / 5
Gelbe Karten: Simakan (3), Kampl (3), Adams (3), Henrichs (1), Olmo (1) / Lacroix
Zuschauer: 1.000

Rumpelstilzchen


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20220123-spielbericht-wolfsburg.html

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  • Rückrunde
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  • VfL Wolfsburg
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Samstag, 30.07.2022, 20:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
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