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AUFBAUGEGNER AUGSBURG!

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Leipzig - (09.05.2022) Wer hätte gedacht, dass ein Spiel gegen Augsburg mal zur rechten Zeit kommen kann… Nicht gänzlich unproblematisch aber mit einer furiosen zweiten Halbzeit und einem 4:0 Sieg erobert RBL Platz 4 zurück und versöhnt sich mit den Fans. Letzter Spieltag und Pokalfinale können kommen!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Das Halbfinalaus in Glasgow steckte noch in den Knochen. Ein fetter Tiefschlag, den man eigentlich nur mit Erfolgen in den kommenden Spielen verdauen kann. Ein Blick zurück ist sicherlich hilfreich, um aus den Fehlern der letzten Spiele zu lernen. Halbzeiten ohne Torschuss, defensive Aussetzer, fehlende Galligkeit. Wo man im Winter stand, ist dagegen quasi belanglos.

Augsburg hatte durch das Unentschieden der Bayern bereits zu Spielbeginn den Klassenerhalt gesichert. Gut für RBL, wie sich mit zunehmenden Spielverlauf zeigen sollte. Tedesco wechselte im Vergleich zum Rangerspiel auf vier Positionen. Für Angeliño, Olmo, Poulsen (Bank) und Gvardiol (angeschlagen) rückten Mukiele, Forsberg, Silva und Halstenberg in die Startelf. Henrichs übernahm die linke Außenbahn.

 

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Dreisatz des Spiels

Ligapleiten und Halbfinalaus – Abgangsgerüchte und Stimmungsdiskussion: Es waren keine leichten Wochen für den Rasenballsport. Mintzlaff angriffslustig im DoPa aber Leipzig brauchte eine gute halbe Stunde, um die gleiche Aggressivität aufs Feld zu bringen. Silvas präzisem Dosenöffner folgte eine furiose zweite Hälfte in der Mukiele und Nkunku überragten. Wobei festzuhalten bleibt, dass Augsburg durch den Klassenerhalt vor Anpfiff auch viele Räume bot und spätestens nach dem 2:0 kaum Gegenwehr lieferte.

 

Zurück auf einem Champions League Platz!.

 

Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Mukiele: Eine absolut herausragende Vorstellung von Mukiele. Wahrscheinlich eine seiner besten Auftritte als ROV im Leipziger Dress. Defensiv gut (meiste Zweikämpfe), offensiv bissig und mit tollen, intelligenten Hereingaben (drei Großchancenvorlagen). Dass Mukiele gerne mal zwischen Genie und Wahnsinn wandelt, war bekannt. Gegen Augsburg war es auf alle Fälle genial. Zwei Vorlagen und ein herausgeholter Elfer machten ihn zum Spieler des Spiels. Schade, dass er sich bereits gegen eine Verlängerung entschieden haben soll und auch schade, dass er diese Leistung nicht stabiler liefern konnte.

Nkunku: Deckel drauf und ab dafür. Hoffentlich nur das spielerische Motto für Nkunku. Bei wettbewerbsübergreifend über 50 Torbeteiligungen stehen die Interessenten natürlich Schlange. Auch gegen Augsburg war er schwer zu stoppen, gefühlt zudem überall auf dem Feld. Holte sich die Bälle im Zentrum ab, lieferte sich Defensivduelle am Leipziger Strafraumrand, legte auf und vollendete. Dazu bekam er sprichwörtlich auf die Socken – was Dankert viel zu lange laufen ließ.

Halstenberg: Ersetzte den angeschlagenen und zuletzt auch leicht überspielten Gvardiol souverän. Bei seinen Leistungen nach der langen Verletzungsauszeit kein Wunder, dass man sich nun schon länger mit einer Verlängerung beschäftigt. Momentan deutlich formstärker als Nationalmannschaftskollege Klostermann.

 

Der Überflieger der Saison.

 

Luft nach oben

Klostermann: Einige Rutscheinlagen im ersten Durchgang (damit war er aber nicht allein), wo Augsburg in den ersten 30 Minuten einiges über seine Seite versuchte. Hatte mehr Ballverluste als die anderen Innenverteidiger und führte deutlich weniger Zweikämpfe. Auch offensiv mit weniger Impakt.

Poulsen: Auch wenn Silva vor und nach seinem Tor auch Chancen ausließ, so kommt Poulsen derzeit nicht an dem Portugiesen vorbei. Auch in der Schlussphase, in der Leipzig Augsburg fast schon nach Belieben bespielen konnte, war sein Einfluss sehr gering.

 

Kategorie Traditionsfußball mal anders.

Nicht überall ist Frankfurt...

 

Tweet des Spiels

Freibiereskalation.

 

Champagner statt Bier – die Fans

Fanmarsch vor dem Spiel. Nicht so zahlreich wie damals 2018 aber trotzdem lautstark und ordentlich. Auf den Rängen einiges an Freiraum. Nicht nur im Gästeblock sondern auch im Heimbereich. Für das letzte Heimspiel einer erfolgreichen Rückrunde, in der es (auch Dank Union) noch um einiges ging, schon etwas mager.

Der Gästeblock an einem Sonntag (nicht Montag wie in Gladbach) und 400 km (nicht 500 wie in Gladbach) für einen Traditionsverein wie den FCA (vorfusioniert immerhin ja 1907 gegründet) mit 50 knapp halb so gut besetzt wie der Leipziger vor einer Woche. Aber darüber wird sicherlich dann nicht so ausführlich berichtet und diskutiert. Boykott usw. …

Aber auch bei RBL ist die Diskussion im vollen Gange. Beim DoPa oder auch beim MDR mit einem Pro/Contra Kommentar. Die Entwicklung nach Corona und in der Post-Red-Aces Phase schon rückläufig. Da passt es ins Bild, dass RBL gerade in der Altersgruppe 18-35 eher unterbesetzt ist (Mintlaff im DoPa). Die Gruppe, die wild und kinderlos am ehesten Auswärtsfahrer stellt. Hier muss also angesetzt werden. Vielleicht ändert sich das in ein paar Jahren, wenn die Kinder, die mit RBL in der Bundesliga aufgewachsen sind, in dieses Alter kommen.

Im Spiel teilweise richtig gute Stimmung. Nicht zu Beginn, da gab es ob des erneut verhaltenen Starts schon erste Pfiffe aber spätestens nach Dankerts Gelber für Forsberg (#DankeDankert) waren Stadion und Mannschaft eine Einheit. Am Ende dann Party pur. Freibier für alle, Feier im Fanblock und eine lange Nacht mit dem Team. Vor dem Pokalfinale fanden Team und Fans wieder zueinander.

 

Fans und Spieler wieder vereint.

 

Pfeife des Spiels

Dankert macht das Dutzend voll. 12. Einsatz bei einem RBL Spiel. Zuletzt gab es den Sieg gegen Hoffenheim und auch bei Tedescos Einstand gegen Gladbach war er an der Pfeife. Nur eine Neiderlage (2018 in Mainz), die aber folgenschwer, gab es in der Bundesliga für RBL unter seiner Leitung. Aber auch Augsburg konnte mit 9 Siegen aus 20 Bundesligaspielen eine gute Bilanz unter dem Mecklenburger vorweisen.

Im Spiel brachte er das Publikum schnell gegen sich auf. Allein Nkunku wurde vier Mal mit teils schuhausziehenden Tritten zu Fall gebracht. Einmal mussten gar die Socken gewechselt werden. Karten gab es keine, lediglich für Beschwerden von Forsberg und Tedesco als Emils saubere Klärungsaktion sanktioniert wurde. Daher eine richtig desolate Leistung von Dankert, für die man sich dennoch bedanken muss, denn erst sie schweißte Mannschaft und Publikum zusammen – #DankeDankert!

 

Überragende Szene des Abends.

 

Aufgefallen

1)      Glück für Leipzig, dass die Bayern sich vor ihrer Meisterfeier den Punkt gegen Stuttgart erkämpften und so Augsburgs Klasse sicherten. Der FCA damit zwar befreit, was man in den ersten 30 Minuten merkte, aber auch nicht bis in die Haarspitzen motiviert, wie die letzten 60 Minuten nahe legten. So boten sich gerade nach dem 1:0 große Räume. Ideal, um von Leipzig bespielt zu werden. Daher darf der 4:0 Kantersieg auch nicht gänzlich die Sicht vernebeln, denn die ersten 30 Minuten war es fast so zäh wie in den letzten sechs ersten Halbzeiten. Ein Abpraller uns Silvas Geniestreich waren nötig, um die Dose zu öffnen.

2)      Die ersten 30 Minuten konnte man schon zweifeln, ob diese Saison noch gut zu Ende gehen würde. Spielweise wie zuvor, der FCA mit mehr Torschüssen. Da war im Vergleich zu den letzten ersten Halbzeiten kaum ein Lerneffekt zu sehen. Lange Wege durch das tiefe Fallenlassen. Selbst Silva und Nkunku dann in eigener Strafraumnähe. Wenig Strafraumszenen daher für RBL. Dazu kurze Ecken, die im schlimmsten Fall bei Gulácsi landeten. Freistöße deren Strafraumbesetzung durch vier Kicker um den Freistoßpunkt eingeschränkt wurde. Viel Ballbesitz in ungefährlichen Zonen. Das änderte sich erst als man nach Silvas 1:0 Fernschuss mehr Räume bekam und der FCA von einer Leipziger Emotionswoge hinweggefegt wurde.

 

Tedesco trifft den richtigen Ton.

 

3)      54 Torbeteiligungen für Nkunku. Eine unglaubliche Anzahl, besonders gemessen an den zeitweiligen Leipziger Schwächephasen in dieser Saison. Mit seinen beiden Toren zieht er nun auch an Sancho vorbei, dem Einzigen dem es zuvor gelungen war jeweils über 15 Tore und Assists beizusteuern. Er landete bei 17/17, Nkunku steht jetzt bei 20/15 – unglaublich! Nkunku macht diese Saison regelmäßig den Unterschied. Auch gegen Augsburg war er einer der Besten. Ackerte defensiv, vollendet offensiv eiskalt und leitete Angriffe ein. Ein Schweizer Taschenmesser in Fußballergestalt. Ein Kicker, nach dem sich wohl jeder Trainer die Hände reiben würde. Ihn noch eine Saison in Leipzig zu halten, wird die Aufgabe dieser Sommerpause.

 

Silva wird zum Dosenöffner.

 

4)      Eine Aufgabe für den neuen Sportdirektor. Wer das sein wird, ist weiterhin ein gut gehütetes Geheimnis. Mintzlaff im DoPa mit den üblichen Floskeln. Die Erwartungshaltung schwankt in Sachen Prominenz und Genialität zwischen Einstein und Newton. Man kann sich nur wenige Szenarien vorstellen, in der die Person allen Erwartungen gerecht wird. Vielleicht ja Arsène Wenger, aber der ist ja schon ein älteres Semester. Vivell ist jedenfalls nicht gerade der mitreißendste Charakter und mit Krösche hat man immerhin einen Mann vom Hof gejagt der gegen Nagelsmanns Verkauf war und nun im Europa League Finale steht. Mintzlaff ist hier in der Bringschuld.

 

Die Augsburger Gegenwehr nach der 30. Minute sehr überschaubar.

 

5)      Tedesco mit einer kleinen Kehrtwende in der Stimmungsdiskussion. Die Aussage damals eher bezogen auf das persönlich Highlight. Folgen ließ er dann noch das Lob für die Stimmung gegen den FCA. Ein rundum versöhnlicher Abschluss also? Das werden die kommenden zwei Wochen zeigen. Im Post-Match Interview sah man Tedesco jedenfalls die Anspannung der letzten Tage sehr deutlich an. Entspannt ist anders…

6)      Schönes Zeichen am Ende für Tschauner, der seinen ersten Einsatz für RBL feiern durfte und das im letzten Heimspiel unter lauten Anfeuerungsrufen aus dem Fanblock. Laut Tedesco war der Schwabacher der personifizierte Kitt der Rückrunde. Ein Spieler der bei allen hoch angesehen ist. Alles Gute Philipp und auf ein baldiges Wiedersehen als Mitglied des Trainerteams!

 

Tedesco angespannt.

 

7)      Nun nur noch zwei Spiele, zwei Wochen, zwei Siege? Unions Sieg in Freiburg ermöglicht RBL wieder hoffnungsfroh auf diese zwei Wochen zu blicken. Alles hat man selbst in der Hand und mehr als zwei Spiele in Folge blieb man noch nie sieglos gegen Freiburg – die hat man ja diese Saison schon rum. Nach Arsch hoch für Europa gilt jetzt: Alles raushauen für den Pokal! In Bielefeld die Saison erfolgreich beenden, dann alle nach Berlin, die Hauptstadt entern, das Stadion und das Spiel rocken und den Pokal in die Höhe strecken. Für Leipzig! Für den Rasenballsport! Für uns alle!

 

Tedesco und das Stimmungsthema.

 

Fazit & Ausblick

Zurück im Spiel. Erst zu Tode betrübt nun schon fast himmelhoch jauchzend. Eine Achterbahn der Gefühle in einer Woche. Erst wähnte man die Champions League Qualifikation verloren, dann das Halbfinalaus, danach Unions und Dankerts Hilfe. Aber letztlich hat sich das Team gegen nur halb motivierte Augsburger selbst aus dem Sumpf gezogen.

Die zweite Halbzeit sollte das Selbstvertrauen geben in Bielefeld die Champions League abzusichern und in Berlin endlich … endlich … endlich den ersten nationalen Titel zu holen. Aller guten Dinge sind drei!

In Bielefeld reicht nun recht sicher ein Punkt. Freiburg muss in Leverkusen gewinnen, das ist möglich, weil Bayer Platz 3 schon sicher hat, also muss man das Spiel konzentriert angehen. Die Chancen der Arminia bei drei Punkten Rückstand und -7 Tordifferenz auf Stuttgart eher theoretischer Natur, zumal dem VfB bei einem Heimsieg gegen Köln sogar der direkte Klassenerhalt winken könnte (Hertha muss in Dortmund ran). Konzentriert sollte man das Spiel dennoch angehen.

 

Kicker –  Whoscored –  Sofacore –  Understat –  RBL –  Bundesliga –  FotMob

 

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi (C, 88. Tschauner) – Klostermann, Orbán, Halstenberg – Mukiele, Kampl, Laimer (71. Adams), Henrichs – Forsberg (71. Szoboszlai) – Silva (72. Poulsen), Nkunku (78. Olmo)
FC Augsburg: Gikiewicz – Uduokhai, Gouweleeuw (C), Oxford – Caligiuri (79. Gumny), Gruezo (46. Maier), Dorsch, Günther – Gregoritsch (58. Hahn), Pedersen (79. Zeqiri) – Niederlechner (58. Pepi)
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
Tore: 1:0 Silva (40.), 2:0 Nkunku (48.), 3:0 Nkunku (57.), 4:0 Forsberg (64.) FE
Torschüsse: 14 / 6
Schüsse aufs Tor: 8 / 1
expected Goals: 3,4 / 0,2
Passquote: 91% / 84%
Zweikampfquote: 65% / 35%
Ballbesitz: 65% / 35%
Laufleistung: 110,6 km / 110,5 km
Sprints: 226 / 226
Fouls: 8 / 16
Ecken: 5 / 1
Abseits: 1 / 0
Gelbe Karten: Forsberg (2), Tedesco / Gouweleeuw, Günther
Zuschauer: 37.029

Rumpelstilzchen


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