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16. Spieltag 1. Bundesliga
Freitag, 20.01.2023, 20:30 Uhr
Ort: Red Bull Arena Leipzig
RB Leipzig
FC Bayern München
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LEIPZIG ÜBERWINTERT AUF EINEM CHAMPIONS LEAGUE PLATZ

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Bremen - (13.11.2022) RB Leipzig holt im letzten Bundesliga Spiel 2022 wichtige 3 Punkte im Kampf um die Champions League-Plätze. Mit 2:1 gewinnen die Leipziger gegen Werder Bremen und überwintern somit unter den Top 4 der Liga.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Die Hammertime in Form der englischen Wochen findet seinen Abschluss. Sogar den Jahresabschluss. Am Mittwoch wurde bereits die Freiburger Konkurrenz um die ersten vier Plätze letztlich souverän mit 3:1 in den Breisgau geschickt, jetzt gelang ein wichtiger Auswärtssieg zum versöhnlichen Jahresausklang. Die letzten Spiele wirkten so, als könne sich Leipzig nur selbst schaden. Und das versuchten die Leipziger mit aller Kraft auch zu beweisen. Zunächst brach Eisenschädel Orban die Nase von Josko Gvardiol und später im Spiel überzog Yussi Poulsen bei seinen Aufsteh-Qualitäten und knockte Amadou Haidara beim Erheben um. Beide konnten zum Glück am Samstag gegen Bremen wieder auflaufen und standen in der Startelf. Haidara hatte schon direkt nach der dänischen Schädelwumme keine Schäden davon getragen. Gvardiol musste sein beeindruckendes Veilchen und die gebrochene Nase mit einer Maske schützen, was ihn jedoch nicht von einem gewohnt kämpferischen Spiel abbrachte.

Für die Mannschaft um Marco Rose gab es insgesamt zwei Ziele: 1. Eine kleine Auswärtsserie zu starten. Denn mit den Sieg gegen Hoffenheim wurde endlich der erste Auswärtsdreier in der Bundesliga seit April 2022 eingefahren. Und 2. natürlich generell mit einem Sieg schon mal auf einem Champions League Platz zu überwintern. Durch die Niederlage des BVB war schon mal klar, dass RBL den Ex-Verein von Rose bis zum nächsten Jahr hinter sich gelassen hatte. Mit einem Sieg von RBL gegen Werder ist klar, dass Leipzig als Dritter in die Pause geht, da Frankfurt verlor und Freiburg am Sonntag siegte.

 

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Dreisatz des Spiels

Eine ordentliche erste Halbzeit führte zur verdienten 1:0 Führung durch André Silva. Bremen konnte weitestgehend in Schach gehalten werden und hatte wenig Antworten auf die Leipziger Dominanz und Ballsicherheit. Im zweiten Durchgang drehte Werder jedoch auf, schaffte früh den Ausgleich und war drauf und dran nach erneutem Rückstand in den Schlussminuten noch einen Punkt gegen langsam ermüdete Leipziger zu holen, was allerdings durch einen sehr guten Blaswich und einer kämpferischen Leipziger Defensive bekanntermaßen nicht gelang.

 

Zufriedenes Lächeln beim Vater des Erfolg.

 

Neu im Bullenstall

Immerhin hatte Marco Rose wieder einen Rechtsverteidiger. Benny Henrichs rückte im Vergleich zum Mittwoch in die Startelf für den erneut verletzten Mo Simakan. Haidara schaffte es in die Startelf, nachdem er in den letzten Spielen noch nicht wieder bei 100 % war und Forsberg ersetzte aus Gründen der Belastungssteuerung Dani Olmo. Da Olmos nächstes Spiel für die Nationalmannschaft Spanien bei der WM sein wird, bleibt zu hoffen, dass die Spanier Dani dieses Mal auch wieder ganz und heil zurück schicken, wenn er schon hier für sie geschont wird.


Die drei besten Kicker aus der schönsten Stadt der Welt

Schlager: Jetzt müsste selbst dem letzten Pokalsieger-Trainer aufgefallen sein, wie fit Xaver Schlager ist. Der Österreicher war überall auf dem Platz zu finden, gewann Bälle im Mittelfeld, trug sie nach vorn und zur Veredelung der Leistung gelang ihm das wichtige 2:1 nach einem Steckpass. Tatsächlich eher in ungewohnten Gefilden für Schlager. Bei der Aktion hätte allerdings auch kein Stürmer es besser machen können.

Silva: Auch Silva belohnte sich endlich mal für die Teamarbeit, die er in den letzten Wochen geleistet hat und wieder am Samstag zeigte. Ja, er ist eigentlich als Torschütze geholt, bestach in der letzten Zeit jedoch eher durch Raumarbeit und Gegnerbindung. Nach schönem Solo-Lauf von Forsberg verwandelte André mit einen ebenso schönen Schlenzer zum 1:0, rieb sich auch im Nachgang weiter für die Kollegen auf und holte mit der Vorlage auf Schlager einen Assist.

Szoboszlai: Auch wenn die beiden anderen die Scorer Punkte einheimsten, Szoboszlai bleibt weiter in Topform. Nicht nur in der Offensive ein wichtiger und wuchtiger Teil des Teams, auch die Arbeit nach hinten sorgt immer wieder für anerkennendes Kopfnicken beim Zuschauer. Der Ungar ist wahrscheinlich einer derjenigen, für den die WM-Pause nicht unbedingt jetzt kommen muss. Da er jedoch in jedem Spiel unter Rose in der Startelf stand, ist es sicher nicht schlecht, wenn er mal durchatmen kann.

 

Die Matchwinner

 

Unsung Heros

Die „Luft nach oben“ – Kategorie fällt heute mal aus wegen ist nicht. Dafür sollen drei Spieler besungen werden, die gestern wieder enorm zum Erfolg beigetragen haben, auch wenn sie nicht in den Lobeshymnen speziell besungen werden.


Torban Orban: Der Abwehrchef musste in der ersten Halbzeit wegen einer kleinen Platzwunde eine Binde um den Kopf tragen. Mehr als ästhetische Gründe gab es allerdings nicht. Dennoch hatte es etwas symbolisches, denn es zeigte ganz klar wer in der Leipziger Abwehr den Hut auf hat. Orban wieder insgesamt mit einem ruhigen und sortierenden Auftreten.

Zorro Gvardiol: Der maskierte Kroate zeigte erneut, weshalb er einer der begehrtesten Innenverteidiger in der Fußballwelt ist. Er ließ sich zu keiner Zeit eine Beeinträchtigung oder generell ein Problem mit dem Nasenbeinbruch anmerken und ging gewohnt in jeden Zweikampf rein. Auch sein Aufbauspiel bleibt weiter ein wichtiges Teil im RB-Puzzle.

Flying Blaswich: Noch vor der Saison nach dem Spiel gegen Liverpool als Fliegenfänger analysiert, zeigt Blaswich erneut, dass er zwar schon mit Fliegen sein Geld verdient, aber eher weniger auf das Insekt bezogen, sondern auf die Tätigkeit. In der Bremer Sturm- und Drangphase musste Blaswich mehrfach eingreifen und das Tor vor dem heranrauschenden Ball beschützen. Dabei zeigte er eine starke Leistung auf der Linie und seine gute Reaktionsschnelligkeit.

 

Werden auch im Comic selten besungen.

 

Tweet des Spiels

Die Leipziger feiern ordentlich den Jahresabschluss.

 

Champagner statt Bier – die Fans

2.000 Leipziger Anhänger fanden den Weg ins Bremer Stadion, um die Mannschaft zu unterstützen. Ob per Bus, per Auto oder sowieso schon vor Ort, es war eines der bestbesuchten Auswärtsspiele der Leipziger. Beliebtestes Reisemittel war dann aber doch der Fanzug. Der Fanverband hatte nach dem Berlin Trip im Sommer wieder eine schöne gemeinschaftliche Anreise organisiert. Dieses Mal sogar mit Special-Guests, dem Zapfhahn und einem Einhorn, welche den durstigen Mitreisenden im Party Waggon Getränke ausschenkten. Respekt und Dank für die mal wieder tolle Organisation. 

 

Zapfhahn und Einhorn at work.


Im Stadion selbst war es kuschlig im Oberrang und wahrscheinlich haben die Fans nicht alles vom Spiel sehen können. Was der Zuschauer zu Hause mitbekommen hat, war die Anti-Rassismus Choreo, die farbenfroh und schön anzusehen klar machte, was man von Rassismus hält. Nämlich nichts. Auch waren sich dies Anhänger beider Fans bezüglich der WM in Katar einig... immerhin.

Zu hören waren oftmals die Leipziger, welche für Stimmung sorgten. In den luftigen Höhen und mit der Euphorie getragen, war es eventuell für den einen oder anderen Fan zu viel, der Übermut generierte. Denn die Stadionsprecherin musste dezent darauf hinweisen, dass es nicht unbedingt die beste Idee ist, auf dem Geländer von Ober zur Unterrang zu balancieren. Es ist jedoch nichts passiert und alle anwesenden Fans konnten vor, während und nach dem Spiel den beliebtesten RB Song seit „Wir sind Schweine“ (wurde auch gesungen) zum Besten geben. Wir bleiben on fire!

 

Leipzig Fans mit Statement gegen Rassismus.

 

Pfeife des Spiels

Dr. Matthias Jöllenbeck machte sich die Partie öfters schwieriger, als sie eigentlich war. In der ersten Halbzeit verteilte er gelbe Karten an Haidara und Forsberg, die er hätte auch stecken lassen können. Das regte die Leipziger Bank dann so auf, dass Co-Coach Alexander Zickler auch gelb sah. Das Schicksal ereilte auch Werder Trainer Ole Werner in der zweiten Halbzeit. Niklas Stark sah in der 81. Minute wegen einem taktischen Foul auch noch mal die gelbe Karte. Die Partie allerdings an sich fair und mit normaler Härte, so dass Jöllenbeck auch keine strittige Szene zu bewerten hatte. Grundsätzlich wäre es gut gewesen, wenn er sich mehr an die Vorteilregel erinnert hätte, aber das nur am Rande.


Aufgefallen

1)      Nach den Tempopartien gegen Donezk, Hoffenheim und schon mit Abstrichen Freiburg pushte RB nicht von Anfang an und ließ es deutlich ruhiger angehen. Die Ballsicherheit ging dabei nicht verloren und es wurden ordentlich Ballbesitzpunkte gesammelt in der ersten Halbzeit. Durch die Passivität im Zweikampf und einen freilaufenden Forsberg konnte RBL verdient in Führung gehen, ohne sich zu sehr verausgabt zu haben. Dass langsam die Körner fehlen, merkte man dann in der zweiten Halbzeit, als Bremen mitspielte und drückte. Mit den Wechseln von Rose und einer 5er Kette zum Ende bewies RB Leipzig, dass auch Maurerqualitäten in der Mannschaft stecken. Ein weiterer Skillpunkt in der Liste.

2)      Seit der Niederlage gegen Gladbach am 7. Spieltag ist RBL nun ungeschlagen. In den 8 Spielen in der Bundesliga holte Leipzig 2 Unentschieden und 6 Siege. Seitdem Marco Rose hier die Trainingsverantwortung hat, wurden somit 23 Punkte geholt. Damit ist RB Tabellenführer in der Betrachtung ab dem 6. Spieltag. Gut, die ersten Spieltage müssen nun mal auch gezählt werden, immerhin steht Leipzig zu Silvester auf dem 3. Platz. Wer darauf nach dem Saisonstart gewettet hätte…Chapeau.

3)     Es waren zwar für alle beteiligten anstrengende Wochen mit den ganzen Spielen in der kurzen Zeit. Leider kommt die Winterpause inkl. WM bei der Formkurve die Leipzig aufbietet ungünstig. Gern hätte man den flotten Rasenball noch ein paar Mal in diesem Jahr anschauen können. Ein wöchentlicher Spielrhythmus wäre völlig ausreichend. Aber so ist es nun mal. Wer nicht von den Spielern in die Wüste fährt, sollte sich schön warm halten. Mit Bayern München kommt am 20. Januar gleich mal ein Gegner, bei dem ein Kaltstart eher ungünstig ist.

4)      In Leipzig gab es am Samstag auch noch ein Highlight. Der Glühwürmchenumzug fand wieder statt, zu dem sich die kleinen und sicher auch manche größere Fans versammelten und gemeinsam eine Laterne anzündeten, naschten und sangen. Ein Feuerwerk gab es auch zu bestaunen. Insgesamt wieder eine gelungene Veranstaltung und ein schönes Vorglühen auf die besinnliche Zeit.


Auch der 9. Glühwürmchenumzug war ein voller Erfolg.

 

Fazit & Ausblick

Es ist geschafft. Der Ritt hat erstmal ein Ende. 2 Monate englische Wochen waren ein enormer Kraftakt. Das RBL so erfolgreich aus dieser Zeit raus geht, ist der pure Wahnsinn und war so nicht erwartbar. Leipzig schaffte den Turnaround in Champions League und Bundesliga. Zog die Fans wieder mit und entwickelte einen Mannschaftsspirit, der in Leipzig lange nicht mehr so dagewesen ist.

Wie schon erwähnt, kommt die Pause nicht zum besten Zeitpunkt. Nach der Anzahl an Spielen ist jedoch wahrscheinlich nicht nur der eine oder andere Spieler froh, sondern auch so mancher RB-Fans.de-Redakteur, mal durchschnaufen zu können. Ein paar Spieler müssen oder dürfen noch zur WM mit ihren Nationalmannschaften. Denen bleibt zu wünschen, dass sie heil wieder zurück nach Leipzig kommen, denn am 20.01.2022 wartet das Topspiel gegen den FC Bayern München. Da braucht RBL mindestens die aktuelle Form.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstat

 

Statistik
Werder Bremen: Pavlenka – Pieper (80. Schmidt), Stark, Friedl (C) – Weiser, Schmid (86. Burke), Groß (71. Rapp), Bittencourt (72. Stage), Jung (86. Dinkçi) – Füllkrug, Duksch
RB Leipzig: Blaswich – Henrichs, Orbán (C), Gvardiol, Raum – Schlager, Haidara (76. Kampl) – Szoboszlai (83. Halstenberg), Forsberg (72. Olmo) – Silva (83. Poulsen), Nkunku
Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg)
Tore: 0:1 Silva (13.). 1:1 Groß (57.), 1:2 Schlager (71.)
Torschüsse: 7 / 14
Schüsse aufs Tor: 6 / 3
expected Goals: 1,0 / 2,1
Passquote: 81% / 83%
Zweikampfquote: 46% / 54%
Ballbesitz: 48% / 52%
Laufleistung: 116,6 km / 116,3 km
Sprints: 235 / 220
Fouls: 14 / 8
Ecken: 0 / 4
Abseits: 1 / 1
Gelbe Karten: Stark / Haidara (2), Forsberg (2)
Zuschauer: 41.500 (ca. 2.000 Leipziger)

tony4arsenal


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