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DIE UNBEUGSAMEN – LEIPZIG ZU GAST IN AUGSBURG

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Leipzig - (09.02.2024) Wo Augsburg Spitzenklasse ist und in welchem Bereich sich RBL und der FCA mit Darmstadt um das hintere Ende der Liga streiten, wieso der Kick bei den Fuggerstädtern nach einem Unentschieden riecht und welcher ehemalige Leipziger beim FCA mehr Scorer als Xavi hat – auch das 20. Duell mit Augsburg wird seine eigenen Geschichten schreiben...

20-mal Augsburg – nicht immer vergnügungssteuerpflichtig. Wer hätte das vor 13 Jahren gedacht, als Peter der Große den Kardinalfehler beging und den Kutschkinator erst in der 64. einwechselte, was logischerweise zur ersten von drei Niederlagen gegen den FCA führte, dass dieses Duell dereinst zum Inventar der Bundesliga gehören würde. Nicht immer zum Wohlgefallen der Bedenkenträger mancher Kurve – großes Tennis. Ein Duell, was auch seine eigenen Geschichten schreibt – bis in die heutige Zeit. Heidinger, damals auch auf dem Platz, führte RBL als Trainer gerade zum ersten Mal ins Achtelfinale der Youth League und das nach einigen teils sehr enttäuschenden Teilnahmen. Auf der anderen Seite die Story von Demirovic, der bei RBL zeitweise ausgebildet wurde und nun beim FCA und in der Bundesliga für Furore sorgt und zielsicherer trifft als Boniface, Füllkrug oder Sané – oder um es RBL-Einheiten zu beschreiben: er so viele Ligatreffer wie Baumgartner, Poulsen und Šeško kombiniert.

 

Ein Ex-Leipziger dreht gerade ganz groß auf in Augsburg.

 

Die Stehaufmännchen

Jedes Jahr drückt man in Leipzig dem FCA die Daumen, bis Blut tropft, aber am Ende schaffen sie es doch. Dabei hatte die Story so romantisch angefangen, als 2009 ein Augsburger nach dem anderen die Resterampe herunterrollte, um in Leipzig mit Schwung einen Meisterpokal in die Höhe zu strecken – wenn auch nur den der NOFV Oberliga Süd. Leider war die Energie damit schon aufgeraucht und RBL drehte ein paar Ehrenrunden in der Regio bis zu der großen Lotterie in Lotte.

Aber zurück zum FCA. Die schwäbischen Bayern haben sich in der Liga festgekrallt – jedes Jahr finden sich mindestens drei Vereine, die schlechter sind und auch diese Saison ist der Abstand zur Abstiegszone mit sieben Punkten schon recht komfortabel. Einer der Hauptgründe: Augsburg steckt niemals auf – 16 Punkte nach Rückstand sind Ligaspitze. Zum Vergleich: Leipzig hat starke 3 und 0 in den letzten 18 Ligaspielen. Daneben hat Augsburg als eines von 5 Teams nach Führung noch nicht verloren

Ein anderer Faktor: die 17 Scorern von Ex-Leipziger Demirovic, der damit sogar vor Xavi steht. Als Leipzig ihn 2017 abgab und er seine große Reise durch Spanien und Frankreich antrat, holte Rangnick gerade für 30 Mio Augustin und Bruma. Auch früher war nicht alles Gold, was transfertechnisch glänzt.

Der FCA legt wenig Wert auf Ballbesitz und setzt lieber auf Umschaltsituationen. Beste Belege: der geringste Ballbesitz und die meisten Abseitsstellungen der Liga. Dabei gelingt es den Augsburgern relativ viele Abschlüsse im Fünfmeterraum zu haben – prozentual die meisten und absolut nur von BVB und FCB getoppt. Das führt dann auch zu einem recht soliden xG Wert von ca. 30, was mehr ist als beispielsweise die direkt hinter Leipzig platzierten Frankfurter. Grundsätzlich wird mit vielen langen Bällen und Flanken gearbeitet und die Angriffe laufen gerne über die rechte Seite. Als Grundausrichtung dürfte mit einem stabilen 4-2-3-1 gerechnet werden.

 

Auch Dorsch ist wieder im Angebot.

 

Leipzig im Arsch?

Bei Standards ist bei RBL die Kacke am Dampfen. Der geteilte erste Platz, was die Standardgegentore anbelangt mit Union, Augsburg und Darmstadt. Es treffen also zwei defensiv bei ruhenden Bällen eher unruhige Teams aufeinander. Diese Problematik hat sich auch durch den Keeperwechsel nicht gebessert, auch wenn Union kein Tor gelungen ist – seit 14 Spielen RBL damit erstmals ohne Gegentreffer – so blieben die gegnerischen Standards gefährlich, da es an Kontrolle im Fünfmeterraum fehlte.

Das Spiel gegen die Eisernen sicherlich ein Hoffnungsschimmer, aber einer, den man nicht überbewerten sollte. Offensiv wusste RBL bei ruhenden Bällen zu überzeugen und defensiv stand die Null, aber aus dem Spiel heraus gelang wenig und es gab lange Phasen kompletter Harmlosigkeit und das gegen ein auch nach dem Trainerwechsel nicht gerade prickelndes Union, was derzeit gegen den Abstieg kämpft und sich mit Darmstadt um den Platz als schlechtestes Auswärtsteam streitet.

Für die Aufgabe in Augsburg steht Rose bis auf Haidara (leichte Knieprobleme nach dem Afrika-Cup) der komplette Kader zur Verfügung, auch wenn die Leipziger Kaderbreite bei den späten Wechseln kaum eine echte Rolle spielt.

 

Mit Brand hat Leipzig den letzten echten Kantersieg eingefahren (6:0 gegen Köln).

 

Statistisches


Leipzig ist seit 14 Spielen gegen den FCA unbesiegt und hat in den letzten vier Spielen jeweils mindestens drei Tore erzielt. Das sollte Mut machen, wenn es dem Team nicht gelungen wäre, solche Serien diese Saison in schöner Regelmäßigkeit gegen die Wand zu fahren. Im Hinspiel siegte Leipzig mit 3:0, wobei der FCA sieben Torschüsse mehr hatte und RBL lediglich 0,1 xG mehr auf dem Konto hatte. Ein Spiel, was die folgenden Probleme in gewisser Weise vorwegnahm.

Nur gegen Hertha fuhr RBL mehr Siege ein (12). Nur einmal gewann Leipzig an einem 21. Spieltag mit mehr als einem Tor Unterschied – vor einem Jahr in Wolfsburg, sonst waren es immer enge Spiele, mit der rühmlichen Ausnahme der wohl dicksten Pleite aus Regiozeiten, als Trainertalent Tomas Oral gegen Kiel baden ging. Besser lief es an einem Monatszehnten, hier gewann RBL vier der letzten fünf Partien jeweils mit drei Toren Unterschied. In Liga 1 verlor Leipzig nur einmal gegen einen Tabellen-12. (Wolfsburg 2018), ganze 8 von 12-mal gab es aber keinen Sieger gegen einen solchen Gegner. Wenn Leipzig auf Platz 5 lag, verlor man von den letzten 16 Spielen einzig zwei gegen Mainz – diese warten nach dem Sieg gegen RBL in der Hinrunde übrigens immer noch auf ihren zweiten Erfolg.

 

Die PK vor dem Kick gegen den FCA.

 

Fazit

Das wird keinesfalls ein Selbstläufer. Augsburg ist bissig und wird nicht aufstecken. Dass sie sowohl im Drehen von Spielen als auch im Verteidigen von Führungen gut sind, sollte die Rose-Elf warnen. Der Sieg gegen Union war zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber keinesfalls eine Trendwende. Die kommenden Spiele gegen Real, Gladbach und die Bayern haben es in sich, da wären Punkte in Augsburg Gold wert! Tipp – knapper 1:0 Sieg für RBL.

Rumpelstilzchen


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