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Leipzig - (17.05.2024) Nur ein aktueller Leipziger hat bereits gegen die SGE getroffen und noch nie konnte RBL bei der Eintracht gewinnen. Kann sich das am letzten Spieltag der Saison ändern oder erwartet uns erneut ein eher mäßiger Kick? Für die Hausherren geht es dabei noch um die Chance auf die Königsklasse.

Die Saison trudelt langsam aus und während in Villariba (aka Dortmund und Leverkusen) vielleicht schon bald gefeiert wird, sind in Villabajo (aka Leipzig) eher mit der EM beschäftigt, als glänzende Leistungen auf den Platz zu zaubern. Zwar ist Leipzig nun seit elf Spielen unbesiegt, was die längste Serie in der aktuellen RBL-Spielzeit ist, aber nachdem der Champions League Platz durch den wundervollen Sieg gegen den BVB gesichert wurde, sind einige gedanklich schon bei der EM oder den Sommerferien. Anders sind die äußerst unansehnlichen Unentschieden gegen Hoffenheim und Bremen nicht zu erklären. Auf der halben Arschbacke sind die Spiele so jedenfalls nicht zu gewinnen, wenn der Gegner beide Seiten seiner vier Buchstaben auf den Rasen bringt.

 

 

Königsklasse oder Europatour, das ist hier die Frage…

… und zwar für die Eintracht. Es hätte so eine schöne Konstellation werden können, da der BVB sich aber – sehr nachvollziehbar – auf die Champions League konzentriert hat, sind die Fronten recht klar. Die Eintracht braucht einen Punkt, um – falls der BVB im Finale gegen Real siegt – nächstes Jahr in der CL anzutreten. Hier ist also einiges an Motivation vorhanden. Anders hätte das ausgesehen, wenn Dortmund in der Liga noch an RBL hätte vorbeiziehen können, denn dann hätte Frankfurt ggf. Leipzig gewinnen lassen müssen, so aber dürfte es eine motivierte gegen eine – gemessen an den letzten Spielen – eher semi-motivierte Elf werden.

Aber die Motivation ist aktuell neben taktischen und spielerischen Fragen durchaus ein Problem in Frankfurt. Nur eines der letzten acht Spiele konnte die SGE gewinnen – das wäre in diesem Zeitraum ein Relegationsplatz und so zehrt die Eintracht von der guten Hinrunde. Besonders offensiv ist oft Ebbe und die Anfangseuphorie um Krösche und Topmöller ist auch etwas verflogen.

Die Eintracht ist das Team mit den wenigsten Standard- und Elfmetertoren der Liga, Leipzig hat ganze zehn Tore nach ruhenden Bällen mehr geschossen als die SGE. Zwar kassieren die Frankfurter nur relative wenige Standardtore (9), dafür gab es aber nur gegen Bochum mehr Elfmeter. Für ein Team, was immer noch nächste Saison Königsklasse spielen könnte, bringt die SGE auch sehr wenig Offensive aufs Feld. Nur 26% der Spielzeit ist man im Offensivdrittel. Nur drei Teams in der Liga sind da schlechter. In Sachen Ballbesitz und Passquote liegt Frankfurt in etwa im erwartbaren Bereich (Platz 6/7 der Liga). Dagegen liegt man bei den Schüssen pro Spiel auf einem Abstiegsplatz, nur Heidenheim schießt seltener aufs gegnerische Tor. Die gute Defensive und auch das griffige Spiel gegen den Ball (nur Bremen tackelt mehr), retteten da oft den Tag. In Sachen xG trennen Frankfurt und Leipzig jedenfalls nicht nur zwei Plätze, sondern fast schon Welten (49 vs. 71).

 

 

Wasserstand am Pleißestrand

Nicht nur bei einigen Fans ist die EM offenbar bereits ein wichtiges Thema – gemessen an den Bildern aus diversen Warteräumen – sondern auch bei den Spielern – gemessen an den Auftritten. Keiner will sich mehr verletzten – Schlager ist hier intern das mahnende Beispiel. Auch sonst gab und gibt es abseits einiger recht unwichtigen RBL-Rekorde recht wenig zu tun. Die meisten Treffer im Oberhaus sind nun illusorisch, das war 19/20 mit 81, die meisten Punkte kann die Rose-Elf maximal noch einstellen (67 aus 16/17 mit 20 Siegen), defensiv wird man nicht ans Rangnick-Jahr herankommen (29 Gegentore) – insofern – what, me worry?

Überhaupt drehen sich die Themen jetzt eher um die Kaderplanung und die verantwortlichen Personen. Schäfer soll aus Wolfsburg kommen, ohne dass dies allzu großen Glanz versprühen dürfte. Hier geht es eher um die Kompetenzgrenzen zu Schröder und ob mit Rose verlängert wird oder nicht. Der ist ob der noch unklaren Kaderplanung etwas angefressen und das wiederum könnte einigen in der Führungsebene sauer aufstoßen. Alles nur kein einheitliches Bild aber in Zeiten, in denen ein Tuchel wohl bei Bayern weitermacht, ist das schon Jammern auf hohem Niveau und sollte Mintzlaff und Co. auch eine Warnung sein, denn Wunschtrainer wachsen nicht auf Bäumen und selbst mit einer Wagenladung von namhaften Führungspersonen, kommt am Ende vielleicht auch nur eine verkorkste Saison raus. Sonst einfach mal zurückblicken auf die Entscheidungen, die zu der Einstellung von Marsch geführt haben und den Folgen, die daraus entstanden.

Auch beim Kader ist vieles noch in der Schwebe. Henrichs hat verlängert, aber Olmo will vielleicht weg, Xavi könnte in einem Kraftakt verpflichtet werden – 60 Millionen stehen im Raum. Aber Rohdiamanten oder überraschende Transfers, wie sie früher an der Tagesordnung waren, sind irgendwie derzeit nicht in der Mache und so fragt man sich, was die Lehren aus dieser Spielzeit sind und ob sie überhaupt gezogen werden.

 

 

Statistisches & Historisches

Nur ein Kicker aus dem aktuellen Leipziger Kader hat überhaupt gegen Frankfurt treffen können und ist mit seinen vier Toren sogar der Topgoalgetter dieser Paarung: Yussuf Poulsen. Alle anderen ehemaligen Torschützen gegen Frankfurt sind derzeit nicht mehr bei RBL aktiv. In Frankfurt hat Leipzig noch nie gewonnen, in der aktuellen Verfassung wäre das schon fast ein Wunder, wenn selbst eine großangelegte Fanaktion im letzten Heimspiel und die Verabschiedung des Capos schon so eine uninspirierte Halbzeit erzeugen, was soll dann bei der SGE werden.

Nur einmal in Liga 1 (Hertha) und einmal davor (in Liga 3) konnte Leipzig an einem letzten Spieltag auswärts gewinnen – gestartet wurde diese „Serie“ damals mit der Niederlage gegen Sachsen Leipzig, als die Spieler quasi schon wussten, dass es nach dem Oberligaaufstieg eine recht große Kaderveränderung geben würde. Auf den Tag genau vor fünf Jahren wurde am 18.5.2019 in Bremen am letzten Spieltag verloren, damals war das erste DFB-Pokalfinale schon in den Köpfen der Kicker. Das letzte Spiel an einem 18. hat RBL ebenso verloren (in Bochum) wie einst das erste Spiel in der Regionalliga – das epische 1:5 gegen Kiel – herzlich willkommen in der Bundesliga übrigens. Wenn man von neuen Bundesligisten spricht, dann weiß der geneigte RBL Fan, dass Leipzig bisher noch nie gegen einen Aufsteiger in Liga 1 verloren hat – auch nicht das erste Spiel damals bei Union am ersten Spieltag, auch dieses an einem Monatsachtzehnten. Der letzte Sieg an einem solchen Monatstag war letztes Jahr im Februar in Wolfsburg, der erste – natürlich selbstredend allen bekannt – in Gera, ein Spiel, das Jochen Höfler mit einem Doppelpack entschied. Besagter Höfler, kam einst vom FSV (ausgebildet übrigens bei der Eintracht), musste am Ende der Saison 09/10 als Topgoalgetter des Teams gehen, weil er irgendwann mal vor RBL Beef mit Trainerlegende Tomas Oral hatte (siehe dazu oben das Kielspiel). Siebenmal spielte RBL bisher als Vierter gegen einen Sechsten – Bilanz (4/2/1). Ging es in der Bundesliga dabei gegen einen Sechsten und wurde gewonnen, dann war dies stets ein El Plastico!

 

 

Fazit

Nicht die besten Voraussetzungen, um in Frankfurt erstmalig einen Sieg mitzunehmen, aber es sind in dieser Saison definitiv schon merkwürdigere Dinge geschehen als das. Vielleicht trifft ja sogar mal jemand aus dem aktuellen Kader, der nicht auf Yussuf Poulsen hört. Sonst gilt: Alle in Weiß nach Frankfurt und das Team gebührend in die Sommerpause bzw. die EM verabschieden! Tipp: 1:1.

Rumpelstilzchen


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