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26. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 15.03.2026, 19:30 Uhr
Ort: MHP-Arena
VfB Stuttgart
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

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Leipzig - (25.02.2025) Es sollte der Befreiungsschlag werden. Es wurde der nächste Nackenschlag für die eigenen Ansprüche. Das 2:2 gegen Heidenheim zeigte erneut eklatante Schwachstellen im eigenen Spiel auf und lässt weiterhin viele Fans ratlos zurück? Haben Mannschaft und Trainerteam aktuell überhaupt CL-Format? Eine Spielanalyse.

Vor dem Spiel

Marco Rose hatte nach dem 0:0 in Augsburg mehr als eine komplette Trainingswoche mit der Mannschaft. Acht komplette Tage blieben, um sich auf dieses Spiel vorzubereiten und man war angriffslustig, so zumindest mit Blick auf die Aufstellung. 4-2-2-2 namentlich volles offensives Rohr, sowie drei Wechsel gegenüber dem letzten Spiel: Orban, Seiwald und Openda ersetzten Geertruida, Klostermann und Haidara. Die vermeintliche Ausrichtung war also schon in der Grundordnung zu erkennen. Roses Pendant Frank Schmidt wechselte auf insgesamt sieben Positionen durch. Lediglich Mainka, Föhrenbach, Siersleben und Kerber blieben in der Startelf. Schmidt ordnete die Mannschaft in einem 5-2-3 an, damit man defensiv nie in Unterzahl gerät. Egal, ob RB in einem 3-4-3 oder in einem 4-2-2-2 aufläuft. Seine taktische Idee dahinter sollte unter dem Strich aufgehen.

 

Šeškos Vorlage und Tor reichten am Ende nicht zum Sieg.

 

Wolfsburg reloaded

Die ersten 15 Minuten wirkten wie eine Kopie des Schreckens gegen Wolfsburg. Vorn glücklos und hinten schlecht verteidigt. Ein Sonntagsschuss (im wahrsten Sinne) von Honsak und ein dummer Elfmeter brachten Leipzig mit 0:2 in Rückstand. Und alle schauten sich an und dachten sich zurecht: „Bitte nicht schon wieder“. Danach fiel auch RB wieder etwas in einen Ratlos-Modus und hatte keine zwingende Idee und mit etwas mehr Genauigkeit, hätte Heidenheim auch noch bedeutend hochkarätige Chancen haben können. Es ging zurecht die Frage um: Was haben diese Spieler unter der Woche trainiert? Es war nicht viel zu sehen und in allen Mannschaftsteil war es eine erschreckende Performance. Nicht zum ersten Mal diese Saison.  

 

Rose ratlos.

 

Schwindelerregende Performance

Marco Rose war zum Umstellen gezwungen. Nicht nur aufgrund der schwachen Leistung seiner Mannschaft, sondern weil Christoph Baumgartner nach 33 Minuten raus musste. Für ihn kam Arthur Vermeeren und damit die Umstellung auf Dreierkette, weil Nicolas Seiwald eins nach hinten rückte. Danach wurde es zumindest defensiv deutlich besser. Offensiv blieb es bis auf ein, zwei Abschlüsse – der gefährlichste davon von Openda kurz vor der Auswechslung von Baumgartner - wirklich dünn. Doch dann kam die Nachspielzeit und der erste vernünftige Angriff des Spiels. Kampl gab den Ball in die gefährliche Zone herein, Šeško machte den Ball fest und legte ihn auf Openda ab, der zum Anschlusstreffer verwandelte. Und ich dachte schon, die Jungs haben - angesichts der Tormusik - jetzt auch zuhause keine Lust mehr auf Tore. Immerhin wurde bei der Torhymne etwas auf die Fans gehört und der grauenhafte Part nach der Ansage von Tim Thoelke entfernt. Danke dafür.

 

Nedeljkovic kam zu spät.

 

Brotlos, brotloser, RB-Ballbesitz

74% Ballbesitz hatte RB in der ersten Halbzeit. Topwert in dieser Saison. Daraus entstanden ist nicht viel, wie gerade thematisiert. Dies blieb auch in Halbzeit zwei so. Heidenheim verteidigte mit Mann und Maus und lies RB bis 40 Metern vor dem Tor komplett den Ball, ab da war das Muster dann oft relativ ähnlich. Die Aufbauspieler ließen sich nach außen abdrängen oder spielten die Pässe auf die Flügel, von dort kamen dann von beiden Seiten allerdings wirklich schlechte Hereingaben, die selten zielführend waren. Wenn es dann doch mal in den letzten 25 Metern Richtung Strafraum oder Tor ging, war es direkt gefährlicher. Das passierte allerdings viel zu wenig und wenn es Abschlüsse gab, waren diese zu unpräzise oder Kevin Müller war da. Alles viel zu eindimensional und ausrechenbar. Wieder nicht zum ersten Mal diese Saison. 


Auch auf der Tribüne dürfte so mancher bei der Beschau der letzten Leistungen Kreislauf bekommen...


Das Glück des Tüchtigen

RB rannte an und wenn man der Mannschaft eines nicht absprechen konnte, war es Einsatz, Wille und Leidenschaft. Sie wurden dann doch belohnt. In der 59. Minute foulte Siersleben im Sechzehner Loïs Openda und traf ihm dabei im Gesicht. Nach insgesamt fünfminütigem (!) Check (verstehe wieder mal, wer will) und der Durchsage von Petersen (nettes Gimmik, macht es transparenter, aber erklärt nicht, warum alles so lange dauert), gab es Elfmeter für RB und Benjamin Šeško blieb cool, auch wenn Müller die richtige Ecke hatte. 2:2.


Randnotiz 1: Es bleibt dabei: Solange RB die ballbesitzdominante Mannschaft ist, fällt es RBL schwer, daraus was wirklich Ertragreiches zu kreieren. Aus acht Ligaspielen mit über 60% Ballbesitz gelangen lediglich nur ein Sieg und fünf Tore. Alarmierende Zahlen, wenn man bedenkt, dass man somit für gegnerische Teams quasi ausrechenbar ist. 


Zuviel trainieren, zu wenig trainieren, das Gras war so grün und die Sonne zu hell.


Randnotiz 2: Apropos Ausrechenbarkeit: Die Leipziger Achse, die für den Erfolg des Spiels von Marco Rose elementar sind, bleiben weiterhin weit hinter den Erwartungen zurück. Xavi Simons ist auch in diesem Spiel wirkungslos geblieben. Zwar steht er bei zehn Scorern in 15 Spielen, doch man wird das Gefühl nicht los, dass er mit dem vollen Fokus auf ihn im offensiven Kreativspiel und dem Druck auf seinen Schultern nicht wirklich gut zurecht kommt und ein Stück weit wie entzaubert wirkt. Gleiches gilt auch für Loïs Openda. Auch er wirkt oft glücklos und zu verkopft in dieser Saison. Das Tor gegen Heidenheim war erst sein siebtes diese Saison. Die zehn Assists werten das ganze zwar definitiv auf, dennoch scheint er bei weitem nicht auf dem Level der Vorsaison zu sein. David Raum war bis zu seiner Verletzung ein absoluter Leistungsträger im wahrsten Sinne, nach seiner Verletzung ist er bei weitem noch nicht wieder auf dem Level, das von ihm verlangt und benötigt wird. Gleiches gilt für Castello Lukeba. Es gibt im Moment also wirklich viele personelle Baustellen auch für Marco Rose. 


Wichtiges Statement von der Fanszene.


Randnotiz 3: Apropos Marco Rose: Dieser scheint seit Wochen wirklich gezeichnet vom dauerhaft ausbleibenden Erfolg. Kein Wunder bei 18 Punkten aus den letzten 15 Bundesligaspielen und somit einem Punkteschnitt von 1,2. Da die Champions League-Qualifikation mittlerweile wirklich ernsthaft gefährdet zu sein scheint, könnten Wolfsburg (Titelchance) und Mainz (direkter Konkurrent) in der Heimspielwoche zwei entscheidende Spiele für Roses Zukunft sein. Auch das nicht das erste Mal in dieser Saison. 


Randnotiz 4: Lobend erwähnt sei an der Stelle das Banner „Rasenball gegen Rassismus“ der aktiven Fanszene, welches angesichts der Bundestagswahl im Sektor D prangte. Ein gutes und wichtiges Zeichen, dass Fußball aufgrund der Idee des Gemeinschaftssports schon immer politisch war und weiterhin sein wird. Warum sich der Verein angesichts des Ereignisses nicht positionierte, bleibt sein Geheimnis. Andere Clubs machten es aber vor, dass es geht. Es wäre zumindest ein wichtiges Zeichen nach außen, dass Labels wie „Unser Ball ist bunt“ auch mit Leben gefüllt werden. 



Randnotiz 5: Gleichermaßen gab es im Rahmen des Spieles Schmähgesänge gegenüber den Gästefans. Wer bei einem der letzten Gastspiele an der Ostalb im Block stand und sonstige Vorkommnisse mitbekam, kann zumindest erahnen – egal ob in der subjektiven Wahrnehmung angemessen oder nicht – woher das kommt. Was aber definitiv sauer aufstößt, ist das Timing. Wenn es vor dem Spiel, in der Halbzeit, oder nach Abpfiff passiert, ist das eine Sache. Dass dies allerdings in der 95. Minute passiert, ist angesichts des Spielverlaufs eher suboptimal und kontraproduktiv.  


Randnotiz 6: Zehn Jahre RB-Freunde. Ein super Volunteer-Programm, die mal mehr, mal weniger sichtbar sehr dabei unterstützen, dass es allen Fans im Stadion so gut wie möglich geht. Vielen Dank an euch. Ihr habt es verdient, gewürdigt zu werden.  


Die PK nach dem Spiel.


Fazit

Erneut war dies ein unbefriedigender Auftritt unter dem Strich. Erneut hatte man zu viele wechselhafte Phasen drin. Erneut verpennte man den Start völlig. Erneut ließ man Punkte liegen und man muss sich langsam die Frage stellen: Wie lange möchte man sich diese ganze Fehlentwicklung noch anschauen? Die Ziele sind langsam akut in Gefahr und erneut muss dringend eine Ergebniswende her, wenn man diese Saison noch retten möchte. Ansonsten kann man sich angesichts des Restprogrammes vermutlich relativ schnell von Champions League-Fußball in der kommenden Saison verabschieden. 

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
RB Leipzig: Gulácsi – Baku (80. Nedeljkovič), Orbán, Lukeba (80. Bitshiabu) - Raum, Seiwald, Kampl, Baumgartner (33. Vermeeren) Xavi – Šeško, Openda
Bank: Vandevoordt – Geertruida, Klostermann, Gebel, Haïdara, Gomis
1. FC Heidenheim: Müller – Siersleben (90+6 Beck), Gimber, Mainka – Traoré, Schöppner (75. Niehues), Kerber (75. Keller), Föhrenbach - Conteh (75. Busch), Honsak, Pieringer (83. Zivzivadze)
Bank: Eicher - Beck, Janes, Wanner, Schimmer
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Tore: 0:1 Honsak (6.) FE, 0:2 Pieringer (13.), 1:2 Openda (45+1), 2:2 Šeško (68.) FE
Torschüsse: 17 / 4
Schüsse aufs Tor: 6 / 2
expected Goals (xG)*: 1,92 / 0,85
Passquote: 85% / 59%
Zweikampfquote: 50% / 50%
Ballbesitz: 74% / 26%
Laufstrecke: 115,05km / 112,89km
Sprints: 252 / 206
Fouls: 15 / 15
Ecken: 7 / 4
Abseits: 2 / 0
Gelbe Karten: Baumgartner (6.), Orbán (12.), Xavi (90+8) / Gimber (15.), Schöppner (67.), Keller (77.)
Zuschauer: 36.619

 

*xG, ausgeschrieben expected goals meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins gegnerische Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xG-Wert anzeigt.

Der wahre Fan


Permalink:
https://www.rb-fans.de/artikel/20250223-spielbericht-heidenheim.html

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