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26. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 15.03.2026, 19:30 Uhr
Ort: MHP-Arena
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TESTSPIELAUFTAKT GEGLÜCKT – RB GEWINNT MIT 3:0 IN MEUSELWITZ

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Meuselwitz - (21.07.2025) Viele Neuzugänge, tolles Wetter und gute Stimmung beim ersten Testspiel der neuen Saison. RB Leipzig gewinnt auch dank der Neuzugänge verdient mit 3:0 beim Regionalligisten. Wir haben uns das Spiel ein wenig genauer angeschaut.

Wenn die Fans sich auf kleinen Tribünen zusammenscharen, es nach kaltem Bier und leicht angebrannter Bratwurst riecht und es sich die Stars von RB an der Seitenlinie auf Gartenstühlen bequem machen, heißt es wieder Testspielzeit. Den Auftakt gibt es in Meuselwitz und dies nicht nur für einen sportlich guten Zweck.


Die Ausgangslage

Die Vereinbarung stand schon länger. Für die Spieler von RB Leipzig ging es in das 46 km entfernte Zipsendorf zum ZFC Meuselwitz. Für die Mannschaft von Ole Werner, die erst vor gut einer Woche den Trainingsauftakt am Cottaweg vor den Fans feiern konnte, war es die erste Möglichkeit, sich dem neuen Trainer zu präsentieren.
Für den ZFC stellt es nicht nur ein spielerisches Event dar, sondern soll auch die Finanzierung der Jugendakademie und den Ausbau des Trainingsgeländes fördern. So gingen alle Einnahmen aus den verkauften Tickets und dem Catering an den Regionalligisten. Eine schöne Aktion, um den ostdeutschen Fußball langfristig und nachhaltig zu stärken.


Der Testspielgegner

Für den ZFC Meuselwitz war es der letzte große Test, bevor sie am 27.07. in der Regionalliga Nordost zum Auftakt in Berlin gegen die Hertha II ranmüssen. Vergleicht man die Markwerte der beiden Vereine, so stellt das Testspiel ein Kräftemessen auf ganz unterschiedlichem Niveau dar. Während der Rasenballbespielende Goliath mit einem Kaderwert von etwa 400 Millionen anreiste, so liegt dieser beim schmächtigen David aus Meuselwitz bei gerade einmal einer Million. Auch wenn man in der vergangenen Saison in der Regionalliga nur auf Platz 11 endete, so gewann man den Thüringenpokal, wodurch man in diesem Jahr wieder im DFB-Pokal ran darf. Auch wenn der Gegner mit dem KSC kein RB Leipzig ist, so ist dies dennoch ein großer Erfolg für den Verein.


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3.803 zahlende Zuschauer trotzten der Hitze im Meuselwitzer Stadion.


Umbruchstimmung auch im RB Kader

Große Diskussionen gab es im Vorfeld bei der Kaderverkündung. So fehlten im Tor Péter Gulácsi und Maarten Vandevoordt, welchem wohl eher zugrunde liegt, dass man Blaswich und Zingerle als nominelle Nummern drei und vier an diesem Tag die ersten Einsatzminuten geben wollte. Auch Neuzugang Andrija Maksimovic konnte aufgrund des Trainingsrückstandes und leichter Blessuren sein Können noch nicht unter Beweis stellen. Amadou Haidara (Belastungssteuerung), Castello Lukeba (Urlaub nach der U21-EM) und Tidiam Gomis (Innenbandverletzung am linken Sprunggelenk) fehlten ebenfalls sportlich begründet.


Spannender hingegen war das Fehlen von Kevin Kampl, Timo Werner, André Silva und Eljif Elmas. Hier setzt Ole Werner bereits das erste Zeichen. Für die vier Spieler geht es unter ihm bei RB Leipzig nicht weiter. Während dies bei Timo Werner und André Silva bereits eindeutig kommuniziert wurde, so verdichten sich nun auch die Anzeichen, dass es für Kevin Kampl und Eljif Elmas in dieser Saison keinen Platz mehr bei RB gibt. Zudem zeigt Ole Werner mit dieser Maßnahme, dass für ihn bereits das erste Testspiel einen großen sportlichen Wert hat. So soll sich hier keiner dieser Spieler nochmal ins Schaufenster stellen, sondern Werner lässt die Jungs ran, die (potenziell) auch in der neuen Saison auf dem Feld stehen werden.


Aus Eins mach Zwei

Ole Werner rotiert zur Halbzeit einmal den kompletten Kader durch, wobei sich noch keine klare A-Elf ablesen lässt. Eindeutig ist nur, dass er in beiden Hälften mit einem 433 respektive 4231 spielen lässt. Wir wollen uns dadurch beide Halbzeiten getrennt voneinander angucken.


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Ein zufriedener Ole Werner am Spielfeldrand.


Halbzeit 1:

Janis Blaswich im Tor, die Viererkette wird aus Raum, Orbán, Klostermann und Nedeljkovic gebildet. Davor ordneten Seiwald, Banzuzi und Ouedraogo das Spielfeld, während Diomande, Sesko und Xavi im Sturm wirbelten. Wobei, so klar lässt sich die Zuordnung nun auch wieder nicht machen. Ouedraogo rückte häufig auf den rechten Flügel ins rechte offensive Mittelfeld und überließ Xavi mehr Platz auf der 10. Besonders im Zusammenspiel mit Diomande, guten Passkombinationen und einem guten Auge für seine Mitspieler, zeigte sich hier wieder der „alte“ Xavi. Auch wenn er in Sachen Körpersprache wohl immer eine Art niederländischer Özil sein wird, zeigte er sich kämpferisch und deutlich mannschaftsdienlicher als noch in der vergangenen Saison. So bereitete er mit einem gut getimten Pass das 1:0 der Leipziger durch Neuzugang Diomande vor, welcher den Ball per Direktabnahme sauber ins Tor brachte, und sorgte zudem mit einem guten Sololauf für das 2:0.


Auffällig war zudem die starke linke Seite, über die David Raum und Yan Diomande den Meuselwitzern zumeist davonliefen. Abwechselnd gingen beide auch bis zur Grundlinie durch. Diomande agierte von dort aus häufig mit einem guten Kurzpassspiel und eigenem Dribbling. David Raum ließ sich hingegen auch gerne etwas fallen und bekam somit Platz aus dem Halbfeld für Flanken auf die hereinstartenden Sesko, Banzuzi und Ouedraogo. Der Herr der Flanken und die drei Türme, klingt nicht nur heroisch, könnte auch eine Möglichkeit sein, wie man in der kommenden Saison die gegnerische Abwehr zu bezwingen versucht. Zu guter Letzt soll hier noch ein weiterer Neuzugang mit Ezechiel Banzuzi hervorgehoben werden. Der auf der Acht spielende Mittelfeldmann war in allen Räumen zu finden. Gute Ballgewinne im Mittelfeld, welcher durch einen solchen auch das 1:0 für RB einleitete sowie steter Drang in den gegnerischen Strafraum. Lediglich bei der eigenen Torgefahr ließ der Mann aus den Niederlanden noch Luft nach oben.


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Neuzugang Yan Diomande war einer der auffälligsten Akteure in Halbzeit Eins und belohnte sich mit einem Tor.


Halbzeit 2:

Ole Werner wechselte einmal komplett durch. Leopold Zingerle im Tor, davor die Viererkette aus Baku, Geertruida, Bitshiabu und Finkgräfe. Im Mittelfeld durften Vermeeren, Schlager und Baumgartner ran, während Bakayoko, Openda und Nusa stürmten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich ein noch stärkerer Druck auf die Meuselwitzer Abwehr ab. Bakayoko war von Minute eins an präsent und Nusa zeigte auf seiner starken linken Seite, warum er zum neuen Star der Mannschaft werden soll. Beim 3:0 der Leipziger war es dann Bakayoko, der den hereinlaufenden Xaver Schlager gut bediente. Dieser legte auf Loïs Openda ab, der endlich wieder seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor zeigte. Kurz darauf dann der Pfiff. Bakayoko wurde im gegnerischen Strafraum leicht von hinten mit dem Ellbogen gedrückt und fällt. Sicherlich ein leichter Elfmeter, den sich der Neuzugang selbst schnappt und auf den Punkt legt. Die Fans zückten schon die Handys und wollten das erste Tor des Topzugangs filmisch festhalten, doch der Belgier geriet beim Abschluss zu sehr unter den Ball und beförderte diesen über das Tor. Schöne Szene, als Baumgartner direkt zu ihm hinlief und ihn abklatschte. Doch der Neuzugang konnte dies schnell abschütteln und war nur wenige Sekunden später bereits wieder in der nächsten Aktion beteiligt, auch wenn es für ein Tor an diesem Tag nicht reichen sollte.


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Johan Bakayoko deutete schon mit vielen schnellen Pässen, Antritten und Dribblings sein Können an.


Aufgefallen

Norddeutscher Charme an der Außenlinie – Ole Werner, gewohnt in seinem langärmligen Trainingsshirt bei gefühlten 50 Grad in der Sonne, strahlte eine norddeutsche Ruhe und Gelassenheit aus, auch wenn er durchweg stehend Kommandos auf das Spielfeld rief. Mal auf Englisch, manchmal mit der Norddeutschen Schnauze. „Jo, den kannste spielen.“

Klare Anweisungen beim Pressing - Während sich Ole Werner meist gelassen zeigte, so hatte er aber schon klare Anweisungen beim Mannschaftspressing. Dies zeigte auch bereits seine erste Wirkung, so dauerte es zumeist nicht lange, bis seine Mannschaft sich den Ball zurückeroberte.

Schon neue Spielzüge erkennbar – Das 3:0 schien nach einem klaren Ablauf zu fallen. Kurz zuvor scheiterten die Roten Bullen noch mit einer ähnlichen Kombination, danach gelang es erfolgreich. Innerhalb einer Woche zeigen sich bereits die ersten Spielzüge unter dem neuen Coach. Das macht Lust auf mehr!

Die Standards – Wie bereits beschrieben, hat RB mit AirSesko, Banzuzi, Ouedraogo und natürlich Willi Orbán (Kopfballgott) eine gute Präsenz im gegnerischen Strafraum bei Standards. Aufgefallen ist ein neuer potenzieller Eckballschütze, mit Max Finkgräfe. Auch wenn seine Standards in der Partie noch nicht die nötige Effizienz hatten, so bleibt abzuwarten, ob der Linksverteidiger die Mannschaft in der Saison damit noch bereichern kann.



Erlebnis der Fans

3.803 zahlende Zuschauer wohnten dem ersten Testspiel von RB Leipzig beim ZFC Meuselwitz bei. Zufriedene Gesichter schon vor der Partie, da man nach mehreren Wochen wieder altbekannte RB-Fans traf und ins Gespräch kam. Hauptthema war u.a. auch die Hitze, mit der vor allem die stehenden Zuschauer zu kämpfen hatten. 30°C im Schatten, den es leider nicht in diesem Umfeld gab, und 50°C in der prallen Sonne musste man erst einmal ca. 3 Stunden aushalten. Entsprechend viel mussste dabei getrunken werden. Wer keine Kopfbedeckung an diesem Tag dabei hatte, durfte sich bestimmt einen Sonnenbrand abgeholt haben.

Die Stimmung war insgesamt locker, zudem die Spieler sich zwischen Tor und Eckfahne sehr nah bei den Zuschauern warm liefen. Den Stars einmal so nah sein, ist schon etwas Besonderes - Hashtag: Zuschauer bis zum Spielfeldrand. Natürlich fand das Spiel ohne aktiven Support statt, aber einige Grüppchen hatten sich hier und da trotzdem gebildet und das eine oder andere Lied angestimmt. Auch nach dem Spiel verließ die Mannschaft nicht gleich das Spielfeld und gewährte den vielen Fans am Spielfeld die Gelegenheit für Autogramme und Selfis - eine schöne Geste!


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Autogramm- und Selfiestunde mit den Fans nach dem Spiel.


Fazit

Ein Testspiel, bei welchem der Gegner noch kein Gradmesser sein darf. Dennoch konnte man hier bereits die Handschrift von Ole Werner und das spielerische Potenzial der Neuzugänge erkennen. Ein guter Start in die neue Saison, die nach dem letzten langen Jahr endlich wieder Lust auf mehr macht. Für die Fans und den Regionalisten war es natürlich ein einmaliges Erlebnis.


AlexHell


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