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26. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 15.03.2026, 19:30 Uhr
Ort: MHP-Arena
VfB Stuttgart
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
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2
Borussia Dortmund
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3
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49
4
VfB Stuttgart
47
5
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47
6
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Eintracht Frankfurt
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34
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EIN GRUDA MACHT NOCH KEINEN SPIELERISCHEN SOMMER

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Köln - (09.02.2026) Ein wichtiger Sieg im Kampf um den internationalen Wettbewerb. Durch den 2:1 Erfolg in Köln springt Leipzig auf Platz 4, bleibt jedoch spielerisch unter den Erwartungen. Der Doppelpack von Baumgartner hätte beinahe nicht gereicht, wären da nicht diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen gewesen.

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Nachdem Leipzig gegen die Tabellenschlusslichter nicht ausreichend punkten konnte, stehen nun Mittelfeldteams auf dem Menü. Will RBL nicht selbst am Ende zu diesen Mannschaften gezählt werden, musste gegen die Aufsteiger aus Köln gepunktet werden. Die Gastgeber hatten mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen und sind bei Standards eines der schwächsten Teams der Liga (14 Gegentore) – ein Ansatz für die Werner-Elf?

Mit Gruda und Henrichs in der Startelf sowie Seiwald in der Innenverteidigung, wusste Werner durchaus zu überraschen. Eine recht offensive Aufstellung im Zentrum mit zwei eher als 10er agierenden Kickern vor Schlager und ein Wink für Klostermann, der nunmehr nur noch IV Nummer 5 ist, aber wie die Nummer 1 verdient…

 

Diomande war mit acht von zehn Dribblings erfolgreicher als die nächsten vier Kicker zusammen (8 von 15).

 

Dreisatz des Spiels

Wenn der Sieg schon der größte Schritt nach vorn ist, dann weißt du, dass es einiges an Verbesserungspotential gibt. Insgesamt ging der Dreier in Köln in Ordnung, weil RBL die besseren Chancen hatte, diese aber (wie zu Spielbeginn) nicht konsequent nutzte. Die Standardschwäche des FC und etwas Glück bei der VAR Entscheidung zuungunsten eines Handelfmeters für die Gastgeber machten den knappen 1:2 Auswärtserfolg erst möglich. Abseits davon verpassten es die Rasenballer über weite Strecken dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und ließen Köln gerade nach dem 1:2 zu viel Raum.

 

Die Chancenverwertung tat der guten Stimmung ob des Sieges keinen Abbruch.

 

Aufgefallen

1 – Schwächen Teil 1 – ein Tor mit Ansage

Schon in der Einleitung drüben bei transfermarkt wurde die Standardschwäche der Kölner hervorgehoben. Die Führung durch einen Leipziger Freistoß daher nicht wirklich verwunderlich und hauptsächlich auch schwach verteidigt vom FC. Letztlich hätte RBL durch eine aktivere Spielgestaltung auch noch mehr ruhende Bälle rausholen können. Hier waren am Ende die sieben Freistöße und drei Eckbälle zu wenig, um noch größeren Nutzen aus dieser Schwäche zu ziehen. Auch offensiv zeigte Köln bei Standards die erwartbaren Schwächen. So vergab Ache in der 33. den einzigen Abschluss der Kölner im Fünfmeterraum (Kopfball nach Ecke), der Kopfball glich eher einer Rückgabe an Gulácsi.

 

2 – Schwächen Teil 2 – Konterabsicherung

Die Leipziger Viererkette bleibt das Sorgenkind. Zwar gelang es RBL besonders in der zweiten Hälfte die Gastgeber abseits von der strittigen Handelfmeterszene und des Gegentores vom eigenen Kasten fernzuhalten, aber zu Beginn des Spiels geriet RBL in einige Kölner Konter. El Mala hätte schon in der 4. bzw. 21. Spielminute die Führung erzielen können, wobei lange Bälle und schnelle Umschaltsituationen auch zum Kölner Repertoire gehören. Der spätere Ausgleich kam gegen diese Chancen eher als Sonntagsschuss daher auch wenn der Ballverlust von Raum im Vorfeld quasi archetypisch für die RBL Defensivproblematik war. Insgesamt hatte der FC aber über einen xG und Leipzig war es zuletzt zum Jahresauftakt gelungen, den Gegner unter einen halben xG zu drücken. Mit den Bayern dürfte nun eine ganz andere Wucht und Effizienz auf RBL warten. Mit fünf Kontergegentoren hat RBL jetzt schon mehr Gegentreffer dieser Art als in den letzten vier Spielzeiten (jeweils 3).

 

Es bleibt viel Luft nach oben.

 

3 – Fehlende Kaltschnäuzigkeit

Unter den aktuellen Top-8 Teams der Liga hat RBL die höchste negative xG Abweichung. Während Hoffenheim (6), Dortmund (3), Frankfurt (9) und natürlich die Bayern (12) deutlich mehr Tore erzielen als zu erwarten wäre, bleibt RBL in der gleichen Metrik hinter den Erwartungen zurück (-4,5). Beredtes Zeugnis dafür legte der Chancenwucher in der sechsten Spielminute ab. Als zuerst Rômulo und Baumgartner und danach Diomande an Pfosten, Keeper bzw. dem fehlenden Zielwasser scheiterten. Fast die Hälfte der Leipziger xG Wertung des Spiels wurde in dieser Minute verpulvert. Derartig freigiebig war man auch gegen den FCB und wurde dafür bitter bestraft. Da heißt es wohl Sonderschichten schieben.

 

Dieser Aspekt wurde in der Diskussion um den vermeintlichen Handelfmeter kaum beleuchtet.

 

4 – Ein Päuschen gefällig?

Wenn die Rasenballer häufiger eine derartige Wucht entfachen würden wie in besagter Spielminute, dann würde häufiger ein Ball den Weg ins Netz finden. Da sich die Werner-Truppe aber während des Spiels nach einer so anstrengenden Offensivminute auch das eine oder andere Schaffenspäuschen gönnt, gilt hier leider nicht: steter Tropfen höhlt den Stein. Nach diesen Szenen wurde fast 20 Minuten kein Leipziger Torschuss abgegeben und auch nach dem 2:1 durch Baumgartner gab es in den gut 45 Minuten (inklusive Nachspielzeit) nur fünf Torschüsse mit insgesamt 0,3 xG. Das Momentum lag dann zu stark bei Köln (57% Ballbesitz in Hälfte 2). Hier braucht es bei RBL mehr Zug, was sich letztlich auch in den Laufwerten zeigt (3 km weniger).

 

Mainz hätte im Strafraum dafür mindestens zwei Elfmeter bekommen.

 

5 – Wo ein Wille(nborg) ist, ist auch ein Weg

Frank Willenborg gilt nicht gerad als Glücksbringer für RBL. Nur drei Siege in neun Spielen in der Bundesliga standen unter seiner Leitung zu Buche. Auch die bisher einzige Niederlage in Köln im April 2021 pfiff der Osnabrücker – eine von bisher fünf Buli-Pleiten für RBL mit seiner Beteiligung. Damals übrigens der einzige Bundesligadoppelpack für Jonas Hector und Köln vor dem Spiel das heimschwächste Team – RBL ist eben gern behilflich…

Auch in diesem Spiel stand Willenborg mehr im Fokus als es einem Schiedsrichter lieb sein könnte. Während sich die Leipziger Beschwerden durch den Sieg in Grenzen hielten und der diskussionswürdige Einsatz von Jóhannesson gegen Nusa vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich keine Spätfolgen hatte, so haderten die Kölner mit dem strittigen Abseits bzw. dem Handspiel von Baumgartner. In diesem Fall das knappe Abseits heranzuziehen, hatte jedenfalls ein Geschmäckle, zumal hier von RBL zweimal der Ball weggeköpft wurde. Auf der anderen Seite hätte man auch über das Handspiel selbst diskutieren können, denn der Ball sprang von Baumgartners Fuß über den Rasen an den sich im Fallen abstützenden Arm. Eine Absicht lag hier sicherlich nicht vor. Gemessen an dem Elfer von Mainz und der Aktion gegen Nusa, wobei Willenborg davor ähnliche Aktionen geahndet hatte, könnte man es auch unter ausgleichende Gerechtigkeit verbuchen. Für Köln natürlich bitter.

 

Bitter für Köln eher die Bewertung der Spielsituation als die Abseitsposition.

 

6 – Ein Gruda macht noch keinen Sommer

Vom Deadline Day sofort in die Startelf. Gemessen an den eher zaghaften Aufstellungen Werners bisher, kam das schon überraschend. Gruda kickte im Zentrum solide und absolvierte immerhin neun Zweikämpfe, was mehr waren als Schlager bzw. Seiwald – aber deutlich weniger als Baumgartner, der aber anders als Gruda durchspielte und einen Sahnetag erwischte. Den Impakt eines fitten Ouédraogo erreichte er nicht, was nach den wenigen Tagen und der Hinrundenform von Ouédraogo auch nicht verwundern sollte. In Sachen Spielgestaltung blieb aber viel Luft nach oben – die schlechteste Passquote der Startelfspieler, nur 16 angekommene Pässe. Damit war er aber nicht allein, auch Nusa bleib unter den Erwartungen und so wirkte das Offensivspiel bei RBL insgesamt wenig elaboriert und weiterhin stark abhängig von Einzelleistungen – diesmal vor allem Baumgartner und Diomande.

 

Gruda ist ein Guda.

 

7 – Enigma Baumgartner

Totgesagte leben länger… Ganz so martialisch muss man es nicht formulieren, aber der Abgesang auf Baumgartner nach nur einem Tor aus den letzten 11 Ligaspielen schallte schon durch die Leipziger Straßen bzw. zumindest die Leipziger Foren. Gegen Köln nun die Wiederauferstehung des Hinrundenbaumi. Zwei enorm wichtige Tore, die man so auch erstmal machen muss. Vielleicht liegt hier auch die größte Chance des Gruda Transfers, denn wenn Baumgartner eines kann, dann ist es Räume zu nutzen und hier hilft mehr Offensivpower natürlich.

 

Der Spielbericht inklusive VAR.

 

Fazit

Ergebnistechnisch ein wichtiger Schritt in Richtung europäischer Wettbewerb in der nächsten Saison und zwischenzeitlich Tabellenplatz auf Königsklassenkurs. Da nur drei andere Teams bis zu Platz 10 dreifach punkteten ein äußerst erfolgreicher Spieltag für RBL.

Dennoch wirkt das Spiel der Mannschaft noch nicht reif genug für den großen Auftritt in der kommenden Saison. Zu leicht wird die Abwehr ausgehebelt, zu wenig spielbestimmend ist das Zentrum und zu ineffizient der Sturm. In dieser Verfassung wird Leipzig gegen die Bayern erneut Lehrgeld zahlen, aber der Fokus in der kommenden Woche dürfte bzw. muss sowieso auf dem Heimspiel gegen schwächelnde Wolfsburger liegen.

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
1. FC Köln: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Özkaçar – Thielmann (90. Chávez), Jóhannesson (68. Bülter), Krauß, Lund (78. Waldschmidt) – Kamiński, Ache (90. Schenten), El Mala
Bank: Zieler – van den Berg, Schmied, Huseinbašić, Niang
RB Leipzig: Gulácsi – Henrichs (64. Baku), Orbán, Seiwald, Raum (C) – Baumgartner, Schlager, Gruda (82. Banzuzi) – Diomande (82. Gomis), Rômulo (64. Harder), Nusa (90.+5 Finkgräfe)
Bank: Vandevoordt – Bitshiabu, Klostermann, Bakayoko
Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)
Tore: 0:1 Baumgartner (29.), 1:1 Thielmann (51.), 1:2 Baumgartner (56.)
Torschüsse: 10 / 19
Schüsse aufs Tor: 3 / 4
expected Goals: 1,12 / 3,06
Passquote: 73% / 82%
Zweikampfquote: 48% / 52%
Ballbesitz: 46% / 54%
Laufstrecke: 119,24km / 116,67km
Fouls: 7 / 13
Ecken: 4 / 3
Abseits: 5 / 3
Gelbe Karten: Thielmann / Werner, Baumgartner, Banzuzi, Gulácsi
Zuschauer: 49.000

*xG, ausgeschrieben expected goals meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins gegnerische Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xG-Wert anzeigt.

*xGA, ausgeschrieben expected goals against meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins eigene Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss des Gegners einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xGA-Wert anzeigt.

Rumpelstilzchen


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