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26. Spieltag 1. Bundesliga
Sonntag, 15.03.2026, 19:30 Uhr
Ort: MHP-Arena
VfB Stuttgart
RB Leipzig
Spielplan RB Leipzig

1. LIGA QUICKTABELLE

1
Bayern München
66
2
Borussia Dortmund
52
3
1899 Hoffenheim
49
4
VfB Stuttgart
47
5
RB Leipzig
47
6
Bayer 04 Leverkusen
44
7
Eintracht Frankfurt
34
8
SC Freiburg
34
9
FC Augsburg
31
10
Hamburger SV
29
11
1. FC Union Berlin
28
12
Mönchengladbach
25
13
1. FC Köln
24
14
1. FSV Mainz 05
24
15
St. Pauli
23
16
Werder Bremen
22
17
Wolfsburg
20
18
1. FC Heidenheim
14

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LEIPZIG BEWEIST ENDLICH MORAL

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Leipzig, 01.03.2026 - (02.03.2026) Erlösung in Leipzig! Die Mannschaft hat Moral bewiesen und das Spiel gedreht – der erste Sieg dieser Art in der laufenden Saison. Dennoch hätten man den Sack früher zumachen müssen, gerade bei dem vergebenen Elfer und der drückenden Überlegenheit. Aber diesmal hat man sich das Ding nicht durch einen dummen Fehler oder ein Traumtor des Gegners nehmen lassen. Verdienter Dreier!

Vor dem Spiel ist vor dem Spiel

Der heutige Gegner aus Hamburg bestach bislang durch eine sattelfeste Defensive, offenbart jedoch im Abschluss erhebliche Schwächen. Während Leipzig und der HSV vor dem Spiel mit jeweils 32 Gegentoren defensiv gleichauf lagen, war Hamburg bisher das offensivschwächste Team derer, die über dem Abstiegsstrich stehen. 

Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Schlager stand Trainer Werner vor der Wahl: Defensive Stabilität oder volle Offensive? Mit der Bekanntgabe der Aufstellung eine Stunde vor Anpfiff war klar, dass er das Risiko nicht scheut: Neben Baumgartner rückte Gruda in die Startformation und unterstrich damit eine sehr mutige Ausrichtung.

Damit stellte sich die Frage, ob die Absicherung durch das Innenverteidiger-Duo und Seiwald auf der Sechs ausreichen würde. Zwar komplettierten mit Raum und Baku zwei Außenverteidiger die Defensive, doch da diese taktisch wie individuell extrem offensiv ausgerichtet sind, schien eine gewisse Konteranfälligkeit bereits vorprogrammiert. Würde das gut gegen die beste Kontermannschaft der Liga gehen? Immerhin wollte man die Ausrutscher der ein oder anderen Topclubs nutzen, um Platz 5 zu festigen und die Champions League Plätze nicht abreißen zu lassen.


Können diese 11 endlich wieder siegen?


Dreisatz des Spiels

Die erste Halbzeit glich einem Spiegelbild der vergangenen Monate. Leipzig bemühte sich um spielerische Lösungen, vernachlässigte dabei jedoch die Absicherung. Ein individueller Fehler von Lukeba im Spielaufbau führte zum 0:1, wobei die zu hohe Positionierung der Mannschaft ein geordnetes Eingreifen verhinderte. Auch Torhüter Vandevoort sah beim Gegentreffer nicht gänzlich glücklich aus.  Den hätte man mit mehr Spielpraxis wohl entschärfen können. Nach dem Rückstand übernahm RB zwar die Spielkontrolle, blieb defensiv aber ab und zu anfällig und musste in der Absicherung in riskante Eins-gegen-Eins-Duelle gehen. Offensiv erspielte man sich dann ein Chancenfestival, scheiterte aber immer wieder an einem gegnerischen Bein oder dem Hamburger Torwart. Am Ende war es Rômulo, der eine schwierige Situation artistisch löste und per Hacke den verdienten 1:1-Ausgleich markierte, mit den es auch in die Pause ging.

In den folgenden 45 Minuten entwickelte Leipzig eine drückende Überlegenheit. Begünstigt wurde der schnelle Führungstreffer zum 2:1 durch einen Fehler der Hamburger, der fast eine Kopie des vorangegangenen Lukeba-Fauxpas war. Rômulo fing den missglückten Querpass ab und leitete eine sehenswerte Kombination ein. Bedient durch eine weitere präzise Vorlage des Brasilianers, bewies dann Diomande beim Siegtreffer enorme Nervenstärke: Trotz freier Schussbahn verzögerte er, dribbelte an drei Hamburgern vorbei auf die andere Seite und netzte überlegt zum Siegtreffer ein. 

Was dann folgte, offenbarte jedoch das altbekannte Leipziger Manko: die Chancenverwertung. Allen voran Rômulo verpasste die Vorentscheidung, als er einen Handelfmeter vergab und sich damit die Krönung seiner ansonsten starken Leistung verwehrte. Auch der eingewechselte Banzuzi ließ weitere hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt. Da der HSV offensiv harmlos blieb und erst kurz vor Schluss einen Distanzschuss weit über den Kasten setzte, brachte Leipzig den Sieg diesmal sicher über die Zeit. Damit sind sie erst das zweite Team der laufenden Saison, dem ein Auswärtssieg im Hamburger Volkspark gelang.


Diomande nicht aufzuhalten


Aufgefallen

1 – Tore

Leipzig hadert weiterhin mit der eigenen Effizienz. In der zweiten Hälfte ließ man den Gegner trotz bester herausgespielter Chancen und eines Elfmeters am Leben. Es ist ein Paradoxon: Mit aktuell zwei Toren im Schnitt stellt Leipzig zwar eine der besten Offensiven der Bundesliga, doch der Chancenwucher verhindert noch bessere Ergebnisse. Es ist leider zu erwarten, dass diese fehlende Konstanz im Abschluss bis zum Saisonende das bestimmende Thema bleiben wird.


2 – Absicherung

Leipzigs offensive Grundordnung sorgt defensiv weiterhin für eine besorgniserregende Anfälligkeit. Die Innenverteidiger Orban und Lukeba waren oft isoliert, während Hamburg mit teilweise 4 Spieler vor den beiden gezielt auf Umschaltmomente lauerte. In der zweiten Halbzeit ließen die Gäste diese Gelegenheiten glücklicherweise ungenutzt. Das Problem ist jedoch systemisch. Solange die Offensive das Spiel nicht vorzeitig entscheidet, bleibt das hohe Verteidigen ein permanentes und gefährliches Risiko für die Stabilität.

 

 

3 – Elfer

Als Leipzig-Fan bekommt man beim Pfiff zum Elfmeter mittlerweile eher weiche Knie als Jubelgefühle. Ein Pokal-Triumph wie damals gegen Freiburg scheint aktuell meilenweit entfernt. Selbst Rômulo, der in der Türkei noch als eiskalter Vollstrecker vom Punkt galt, hat sich heute in die Leipziger Horror-Liste der Fehlschützen eingereiht. In solchen Momenten merkt man erst, wie sehr uns die Souveränität eines Emil Forsberg fehlt – bei ihm war der Ball gefühlt schon im Netz, bevor er überhaupt anlief.


4 – Topspieler

Man darf sich von dem verschossenen Elfmeter nicht blenden lassen. Rômulo ist, genau wie Baumgartner und Diomande, aus der Startelf nicht wegzudenken. Selbst wenn einer von ihnen mal keinen Sahnetag erwischt, ist ihre Präsenz für den Gegner eine ständige Bedrohung. Wer einen Beweis für ihren Wert braucht, muss nur auf die Statistik schauen: Bei 46 erzielten Ligatreffern hatten diese drei Spieler bei 45 Toren ihre Füße im Spiel

 

Leipzig knackt sich endlich selbst und sehr heimstarke Hamburger

 

5 – (Problem)spieler

Nusa steht sich aktuell selbst im Weg. Sein Spiel ist von zu viel Eigensinn geprägt. Er verpasst beim Kontern den Moment des Abspiels und rennt sich zu oft fest. Sein Bankplatz letzte Woche und die heutige frühe Auswechslung kommen daher keineswegs überraschend. Es wirkt fast so, als würde er die Leichtigkeit, die ihn im Nationalteam auszeichnet, beim Anziehen des Bullentrikots ablegen. Wenn sich die Konkurrenz im Kader demnächst weiter erhöht, wird es für ihn eng – sein persönlicher Saisonendspurt könnte zur Enttäuschung werden.


6 – Konter

Was einst das Leipziger Prunkstück war, hat sich seit dem 6:0-Erfolg gegen Frankfurt zur Achillesferse entwickelt: das Umschaltspiel. Selten sah man einen Leipziger Kader, der Konterchancen so fahrlässig verschleppt oder durch technische Unsauberkeiten im Keim erstickt. Zwar findet das Team gegen tiefstehende Gegner mittlerweile spielerische Lösungen, doch die eklatante Konterschwäche beraubt Leipzig eines essenziellen Elements. Um dauerhaft zur absoluten Spitze der Liga zu gehören, ist die Rückkehr zu alter Stärke im Umschaltmoment unverzichtbar.

 

Fazit

Die erste erfolgreiche Aufholjagd der Saison kommt spät, aber zum richtigen Zeitpunkt. Nachdem man erst beim letzten Heimspiel gegen Wolfsburg den ersten Punkt nach Rückstand eingefahren hatte, ist dieser Sieg beim HSV – trotz des frühen 0:1 – absolut verdient. Er markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt für das Team und Trainer Werner, der sich bereits am nächsten Spieltag gegen den unangenehmen FC Augsburg bewähren muss. Mit Blick auf das Saisonziel Europa war dieser Dreier Gold wert: Leipzig behält das Schicksal in der eigenen Hand. Selbst wenn Leverkusen sein Nachholspiel gegen Hamburg gewinnt, bleiben die Roten Bullen vorne. Zudem hält man den Anschluss an Stuttgart und Hoffenheim, die tabellarisch in Schlagdistanz bleiben.

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel.

 

KickerWhoscoredSofacoreRBLBundesligaFotMobunderstatfbref

 

Statistik
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Capaldo (C, 19. Omari), Vušković, Torunarigha – Mikelbrencis, Fabio Vieira (87. Philippe), Remberg, Muheim – Königsdörffer (67. Lokonga), Downs (67. Poulsen), Otele (67. Dompé)
Bank: Tangvik – Elfadli, Gocholeishvili, Glatzel
RB Leipzig: Vandevoordt – Baku, Orbán, Lukeba, Raum (C) – Gruda (72. Banzuzi), Seiwald, Baumgartner – Diomande (90.+1 Henrichs), Rômulo (90.+5 Harder), Nusa (72. Gomis)
Bank: Zingerle – Bitshiabu, Klostermann, Bakayoko, Finkgräfe
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
Tore: 1:0 Viera (22.), 1:1 Rômulo (36.), 1:2 Diomande (50.)
Torschüsse: 7 / 13
Schüsse aufs Tor: 3 / 5
expected Goals: 0,82 / 2,29
Passquote: 80% / 87%
Zweikampfquote: 50% / 50%
Ballbesitz: 42% / 58%
Laufstrecke: 113,67km / 115,26km
Fouls: 8 / 12
Ecken: 4 / 9
Abseits: 1 / 0
Gelbe Karten: Otele, Poulsen, Muheim / Orbán, Rômulo
Zuschauer: 57.000 (1.800 RB-Fans)

*xG, ausgeschrieben expected goals meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins gegnerische Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xG-Wert anzeigt.

*xGA, ausgeschrieben expected goals against meint die Erwartbarkeit der abgegebenen Schüsse, den Weg ins eigene Tor zu finden, hierbei wird jeder Torschuss des Gegners einzeln bewertet, die Wahrscheinlichkeit computergesteuert berechnet und anschließend addiert. Heraus kommt ein Gesamtwert, der dann den sogenannten xGA-Wert anzeigt.

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