Quo vadis RB Leipzig?

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roger
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von roger » Sa 22. Aug 2020, 10:41

Fanblock-Gänger hat geschrieben:
Sa 22. Aug 2020, 08:44
Wenn deutsche Teams ernsthaft um den Gewinn der EL mitspielen wollen, dann sind das Clubs, die in der BL wenig Chancen sehen, auf die ersten vier Plätze der BL zu rutschen.

Wenn überhaupt jemand aus Deutschland Ambitionen in der EL hätte, dann sind das Frankfurt, Wolfsburg oder auch Leverkusen, zum Beispiel. Oder Teams wie RBS. Oder Sevilla, für die die CL-Quali in der Liga die oberste Fahnenstange ist, weil sie an Real, Atletico oder Barca eh nicht vorbei kommen.

Uns würde nichts nutzen, in der EL meinetwegen das Viertelfinale zu erreichen, dafür aber in der BL maximal Platz 5 zu erreichen.
Sevilla kommt nicht an Barca und Real vorbei - wir nicht an Bayern und BVB. Das ist schon vergleichbar.

Natürlich wollen und müssen wir in die Champions League. Ist aber ja nun kein Wunschkonzert - wenn es dann nur (noch) die Europa League ist, muss man eben da ran. Ohne Werner nächste Saison nur 5. hinter Gladbach und Leverkusen? möglich... Und wie ich schon schrieb 3. in der CL Gruppe hinter zB Liverpool und Real wäre auch irgendwo erwartbar. Ein Grund mehr auch sich auch in der EL voll reinzuhauen um endlich in Topf 2 zu kommen bei der CL Auslosung.

Wir haben es letzte Saison sehr gut geschafft die Mehrfachbelastung zu managen - anders als noch unter Hasi. Es sollte also durchaus möglich sein die EL mit voller Kapelle anzugehen ohne die CL Quali unnötig zu gefährden.

Generell wäre ein EL Finale und erst recht der Titel halt wieder ein Schub an internationaler Aufmerksamkeit, wie es jetzt das CL Halbfinale war. Das ist einer der wenigen Punkte, wo wir noch erhebliches Wachstumspotential haben.
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Fanblock-Gänger » Sa 22. Aug 2020, 11:02

roger hat geschrieben:
Sa 22. Aug 2020, 10:41

Sevilla kommt nicht an Barca und Real vorbei - wir nicht an Bayern und BVB. Das ist schon vergleichbar.
Nö. Wenn wir eine bessere Rückrunde gespielt hätten, wären wir Zweiter. Und das kann wieder passieren. Ich weiß nicht, woher der Pessimismus kommt, nach dem wir jetzt wie lange in der BL spielen?
Und wir werden sicher nicht die EL gewinnen wollen mit dem Ziel, uns über diesen Weg für die CL zu qualifizieren.
Ob wir nach Platz 3 in der CL-Gruppe tatsächlich alles in die EL stecken werden - darüber ist es müßig zu spekulieren. Lassen wir uns überraschen, wenn es so weit ist.

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elbosan
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von elbosan » Sa 22. Aug 2020, 11:04

Ja, es wäre ein Titel. Aber die internationale Strahkraft von Sevilla kommt nun nicht an die von bspw. ManCity oder Atletico ran, obwohl sie das Ding 6 mal geholt haben und ManCity und Atletico im Gegenzug 0 mal die CL (jüngere Vergangenheit). Ich denke das ist so ein „wenn wir schonmal hier sind, wollen wir das Ding auch gewinnen“ - Pokal. Da jetzt gezielt drauf hinzuarbeiten wäre doch Quatsch. Und auch Sevilla würde ich ehr so einschätzen, dass sie lieber mal im CL Halbfinale rauszufliegen wollen würden, als die EL zum 7. mal zu gewinnen.

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Roter Brauser
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Roter Brauser » Sa 22. Aug 2020, 12:12

Anderes Thema, aber auch unter dem Quo-vadis RB Leipzig anzusiedeln:

Unser Verein wird es diese Saison wieder nicht hinbekommen zwölf "Fußballdeutsche" in der ersten Mannschaft zu haben.

Dazu zählen momentan:
Klostermann, Halstenberg, Henrichs (Aktuelle/Ehemalige Nationalspieler)
Orban, Kampl (nicht mehr für DFB-Nationalmannschaften spielberechtigt)
Tschauner (3.Torwart)
Hartmann, Talabidi (im Profikader, der U19 entwachsen - werden möglicherweise noch verliehen um Spielpraxis zu sammeln)
Schreiber, Borkowski (im Profikader, für die U19 spielberechtigt)

Ich komme auf zehn Spieler - also braucht es noch zwei weitere Verträge für U19-Spieler um das Soll zu erfüllen.
Effektiv sind da drei Spieler dabei, die auch in der deutschen Nationalmannschaft ernsthaft eine Rolle spielen können.
Für einen deutschen ChampionsLeague-Teilnehmer ist das für mein Dafürhalten viel zu wenig. Da sind uns die anderen deutschen Spitzenteams (Bayern, BVB, Leverkusen, Gladbach) weit voraus.

Das ist aber ein globales Problem - bei uns haben in der Startelf mehr Franzosen in der Startelf gestanden, als bei PSG...
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Eklis » Sa 22. Aug 2020, 12:56

Kevin Kampl hatte doch bereits vor einem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt.
Weiß jemand, ob das durch ist? Wenn ja, dann hätten wir "schon" einen mehr. :)

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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von elbosan » Sa 22. Aug 2020, 13:08

Kampl ist doch oben schon aufgeführt.

Frankenfan
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Frankenfan » Sa 22. Aug 2020, 17:13

Roter Brauser hat geschrieben:
Sa 22. Aug 2020, 12:12
Anderes Thema, aber auch unter dem Quo-vadis RB Leipzig anzusiedeln:

Unser Verein wird es diese Saison wieder nicht hinbekommen zwölf "Fußballdeutsche" in der ersten Mannschaft zu haben.

Dazu zählen momentan:
Klostermann, Halstenberg, Henrichs (Aktuelle/Ehemalige Nationalspieler)
Orban, Kampl (nicht mehr für DFB-Nationalmannschaften spielberechtigt)
Tschauner (3.Torwart)
Hartmann, Talabidi (im Profikader, der U19 entwachsen - werden möglicherweise noch verliehen um Spielpraxis zu sammeln)
Schreiber, Borkowski (im Profikader, für die U19 spielberechtigt)

Ich komme auf zehn Spieler - also braucht es noch zwei weitere Verträge für U19-Spieler um das Soll zu erfüllen.
Effektiv sind da drei Spieler dabei, die auch in der deutschen Nationalmannschaft ernsthaft eine Rolle spielen können.
Für einen deutschen ChampionsLeague-Teilnehmer ist das für mein Dafürhalten viel zu wenig. Da sind uns die anderen deutschen Spitzenteams (Bayern, BVB, Leverkusen, Gladbach) weit voraus.

Das ist aber ein globales Problem - bei uns haben in der Startelf mehr Franzosen in der Startelf gestanden, als bei PSG...
Und bei PSG waren zum Ende des Halbfinales mehr deutsche Nationalspieler auf dem Platz als bei uns ...

Gutes Thema, sehe ich genauso!

Es hat uns in Deutschland enorm viel Anerkennung gebracht und die Boykott-Front gegen uns bröckeln lassen, dass wir Werner, Klostermann und Halstenberg zu Nationalspielern entwickelt haben.

Leider sehe ich hier niemanden mehr, der da noch dazukommen könnte. Henrichs ist ja schon Nationalspieler.
Und in der Jugend werden nach meinem Geschmack schon zu viele ausländische Talente zu uns transferiert. Es muss doch in unserer Region und etwas darüber hinaus Talente geben, die es später zum Nationalspieler schaffen. Früher gab es sie jedenfalls reihenweise.

Ich hoffe, hier ändert sich das Nachwuchskonzept.

Und ich hoffe, das man künftig auch stärker um deutsche angehende Nationalspieler kämpft und diese intensiv scoutet. Dies hab ich hier an anderer Stelle schon mal dargelegt.

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Rumpelstilzchen
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Rumpelstilzchen » Sa 22. Aug 2020, 18:21

Das Problem ist, dass deutsche Nationalspieler ein enger Markt ist, bei dem in der Spitze einfach auch zu hohe Gehälter notwendig sind. Unsere Nationalspieler haben wir aus Liga 2/3 heraus entwickelt. Das ist jetzt einfach schwerer und Spieler die nur im erweiterten Kreis sind, denen fehlt es letztlich an Qualität. Schon bei Koch könnte man die Eignung im Vergleich zu unserer franz. Achse hinterfragen.
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Rind
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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Rind » Sa 22. Aug 2020, 20:01

Frankenfan hat geschrieben:
Sa 22. Aug 2020, 17:13
Es hat uns in Deutschland enorm viel Anerkennung gebracht und die Boykott-Front gegen uns bröckeln lassen, dass wir Werner, Klostermann und Halstenberg zu Nationalspielern entwickelt haben.
Das meinst Du doch nicht ernst.? Wie kommst Du denn da drauf?

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Re: Quo vadis RB Leipzig?

Beitrag von Rumpelstilzchen » Sa 22. Aug 2020, 20:08

Wenn man raus geht aus der 11Freunde - Hardcore Bubble, zeigen die Umfragen, dass RBL an Akzeptanz bei den - sagen wir mal Fußballinteressierten - zulegt. Selbst wenn man da nicht alles für bare Münze nimmt, muss man doch konstatieren, dass die Studien seit dem Bundesligaaufstieg kontinuierlich freundlicher wurden. Ob das jetzt originär an den Nationalspielern liegt, das kann man sicherlich hinterfragen.
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