Achim Beierlorzer [ehemaliger Trainer]

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crank
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Re: AW: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 1

Beitrag von crank » Mo 16. Feb 2015, 12:24

Es ist wirklich schwierig eine intaktes Mannschaftsgefüge umzustellen ohne den “Teamspirit“ zu zerstören oder zumindest abzuschwächen. Dazu noch neue Spieler. All das wäre zu verhindern gewesen, wenn man einen andere Zeitpunkt gewählt hätte. Kreide ich weiterhin Rangnick an.

Jetzt muss Beierlorzer also Teamchemie, Selbstvertrauen und neuen Offensivgeist vermitteln. Das wird schwer.

Seine Ansätze mehr zu spielen, die Lupfer hinter der Abwehr und einiges andere aus dem Training habe ich gesehen. Nun muss man warten, wie lange es dauert sowas zu verinnerlichen und alte Automatismen abzulegen. Dazu kommt noch was von mir im passenden Thema.
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Re: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 13:30

Beitrag von Jupp » Mo 16. Feb 2015, 12:27

Es gab hier die These, dass der Trainerwechsel für viele im Team eine Befreiung sein wird. Bisher hat man aus der Mannschaft nur von "Überraschung" gehört von Frahn und Kaiser. Die Beiden sitzen jetzt auf der Tribüne. Sebastian verwendete die gleichen Worte nach dem Spiel. Vom Trainer kommt nun, dass das an der Mannschaft nicht spurlos vorbeigeht. Beierlorzer ist der Aussage absolut zuzustimmen. Ohne Vorbereitungsphase halte ich das für einen Trainer, der praktisch nur im Nachwuchs gearbeitet hat (wobei dies eigtl. für jeden Trainer gilt), für eine extrem schwere Aufgabe. Ist er nicht erfolgreich, wird das auch für Beierlorzer nicht positiv sein. Das meine ich mit verheizen. Mit der U17 war er Spitzenreiter, hat einen 1,0-Trainerabschluss und damit einen hervorragenden Ruf als Nachwuchstrainer.

Die Erwartungshaltung war doch nach der Winterpause mit oder ohne Zorniger klar: Aufgrund der Neuzugänge mehr Punkte pro Spiel holen als vor der Winterpause und nochmal die Aufstiegsplätze angreifen.

Edit: Siehe auch Crank.
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A.C. Milan
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Re: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 13:30

Beitrag von A.C. Milan » Mo 16. Feb 2015, 13:17

Fanblock-Gänger hat geschrieben:DASS der Umbruch nötig ist ist klar. Dass er im ersten Spiel in die Hose gehen kann müsste RR auch nicht überraschen.
Doch - Rangnich hat sich das, wie die Meisten, anders vorgestellt. Das erste Spiel gegen einen Schwächeren der 2. Liga kann man/hätte man auch mit einem Umbruch gewinnen können. Bei den kommenden Spielen ist man sicher auch im Ablauf gefestigter.

Eigentlich war das noch der besseren Momente für einen Trainerwechsel im Ligabetrieb der Rückrunde.
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Re: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 13:30

Beitrag von Fanblock-Gänger » Mo 16. Feb 2015, 13:22

Jupp hat geschrieben:Es gab hier die These, dass der Trainerwechsel für viele im Team eine Befreiung sein wird. Bisher hat man aus der Mannschaft nur von "Überraschung" gehört von Frahn und Kaiser. Die Beiden sitzen jetzt auf der Tribüne. Sebastian verwendete die gleichen Worte nach dem Spiel. Vom Trainer kommt nun, dass das an der Mannschaft nicht spurlos vorbeigeht. Beierlorzer ist der Aussage absolut zuzustimmen.
Jo. Befreiung. Vor allem für die, die bislang eher seltener zum Zug gekommen sind. Die auf der Tribüne saßen sind logischerweise not amused.

Nochmal, auch wenn viele noch am Phantomschmerz zu knabbern scheinen: WANN hätte gewechselt werden sollen? Die Frage ist: In der Pause oder nach der Pause. IN der Pause? Wäre der Aufschrei noch größer gewesen.

Man kann RR zum Vorwurf machen, nicht zeitiger reagiert zu haben. Aber offenbar hatte der SD das Vertrauen in seinen Trainer, dass er die Trendwende schafft. Hat er aber trotz Trainingslager nicht. Und mit AZ hätte das Spiel gestern nicht wirklich besser ausgesehen.

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Jupp
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Re: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 13:30

Beitrag von Jupp » Mo 16. Feb 2015, 13:45

Fanblock-Gänger hat geschrieben: Man kann RR zum Vorwurf machen, nicht zeitiger reagiert zu haben. Aber offenbar hatte der SD das Vertrauen in seinen Trainer, dass er die Trendwende schafft. Hat er aber trotz Trainingslager nicht. Und mit AZ hätte das Spiel gestern nicht wirklich besser ausgesehen.
Ja, der Vorwurf bleibt. Im Endeffekt wurden aus der Aufstellung und der Besetzung der Bank die unterschiedlichen Vorstellungen von Rangnick und Zorniger nochmal deutlich. Wirklich neu und überraschend ist das nicht. Zorniger stand für eine behutsame Entwicklung der Mannschaft, die gezielt verstärkt wird und Rangnick für einen schnelleren Umbruch. Rangnick saß logischerweise am längeren Hebel. Beierlorzer muss nun den Radikalumbruch machen. Ist dieser erfolgreich, erntet die Früchte dann im Sommer Tuchel. Zu wünschen wäre es.
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Re: Achim Beierlorzer [Trainer]

Beitrag von crank » Mo 16. Feb 2015, 13:54

Ich finde es so unglaublich schwer einzuordnen, was man nun aus dieser Phase macht.

Ohne Experte zu sein unterscheidet man doch eine Saison vom Training her in verschiedene Phasen. Vorbereitung Sommer, Wettkampf, Vorbereitung Winter. (Stichwort Periodisierung).

Während man im Sommer mit viel Zeit Physis, Taktik, Mannschaftsgefüge und Integration der Neuen justiert, hat man in der Winterpause deutlich weniger Zeit für all das. So dass es dann ja schon so abgeschwächten Fokus auf die Mannschaftsentwicklung gibt. Das sind nun Phasen, die jeweils unter Zorniger stattfanden. Seine Interpretation vom Pressingfußball, seine Mannschaftsgefüge, seine einstudierten Automatismen. Hohes (aber abnehmendes) Volumen gegen mittlerer (aber steigender) Intensität. Er sprach mit Spielern über ihre Rolle für die Rückrunde (siehe Frahn) und was er da erwartet. Vorbereitung durch, ein Spiel gespielt und alles wird neu.

Jetzt kann Beierlorzer bei deutlich weniger Volumen versuchen seine Ideen einzubringen, das neue Mannschaftsgefüge zu festigen ("Teamspirit") und muss gleichzeitig auch das bisherige (also die Schnittmenge mit Zorniger) stabilisieren.

Einige Spieler werden sicherlich eine ganz andere Rolle für sich gesehen haben, eine gewisse Verbundenheit zum Coach (ohne zu sehr in Fußballromantik abzudriften). Jetzt kommt alles neu, nicht für jeden verständlich. Klar müssen das alles Profis sein, sind aber die wenigsten, bei fast allen Vereinen. Neben der Spieler, leidet damit auch das Wir-Gefühl. Und das war bisher eigentlich kein Problem

Dazu das rein sportliche. Ich hatte mal gelesen, dass ein Nachwuchstrainer im Leistungsfußball (U19) 4-6 Wochen bräuchte um eine neue Offensividee der Mannschaft beizubringen, so dass das Team diese auch im Wettbewerb angehen kann ohne unterzugehen. Vielleicht kann man jetzt von 2-4 Wochen im Männerbereich ausgehen, aber er wird Zeit brauchen. Und das mit Braunschweig, Union, Karslruhe und Fortuna vor der Brust (Wolfsburg mal außen vor). Beierlorzer scheint mir recht konkrete Ideen zu haben, das gezielte (kurze) überlupfen in den Rücken der Defensive, der Fokus auf mehr spielerische Elemente usw. Ob er aber bis zum Saisonende Zeit hat diese soweit zu bringen, dass die Mannschaft auch für die Spielzeit danach was mitnimmt?

Ich sehe ein verschenktes halbes Jahr für die Mannschaftsentwicklung, weil man den finalen cut nicht schon zu Weihnachten tat. Wenn dem so ist, dann kann Beierlorzer gar nichts dafür. Sollte der Coach aber die Mannschaft tatsächlich auf die nächste Stufe heben können und dann im Sommer gehen müssen herzlichen Glückwunsch.

Es wird richtig schwer werden, aber ich drücke dem Coach fest die Daumen,
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Re: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 13:30

Beitrag von F-Lion » Mo 16. Feb 2015, 14:13

Jupp hat geschrieben:
Fanblock-Gänger hat geschrieben: Man kann RR zum Vorwurf machen, nicht zeitiger reagiert zu haben. Aber offenbar hatte der SD das Vertrauen in seinen Trainer, dass er die Trendwende schafft. Hat er aber trotz Trainingslager nicht. Und mit AZ hätte das Spiel gestern nicht wirklich besser ausgesehen.
[...] Beierlorzer muss nun den Radikalumbruch machen. Ist dieser erfolgreich, erntet die Früchte dann im Sommer Tuchel. Zu wünschen wäre es.
Ich sehe eher im Sommer einen Radikalumbruch kommen und das hast du in einem vorherigen Post ja auch schon angedeutet.
Jupp hat geschrieben:Es zeigt, wo der Weg in der Sommerpause hingeht. Dann wird es wohl auch für Fabio eng und für Benny Bellot keine Chance geben. Compper und Sebastian sehe ich als einzige ältere Spieler nächste Saison im Kader. Auch ein Dominik Kaiser wird wohl keine Perspektive haben. Für Hierländer gilt das gleiche. Jetzt heißt es bald die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen und sich dann schon für nächste Saison einzuspielen.
Deshalb wird das mit dem Einspielen für nächste Saison auch nichts werden. Sollte beispielsweise Kalmar in den restlichen Spielen leistungsmäßig nicht durch die Decke gehen und auch Kaiser seiner Form nicht wiederfinden, wird im Sommer ein neuer Zehner kommen. Mit Bruno steht dieser ja praktisch schon in den Startlöchern. Zudem muss Kimmich ersetzt werden. Allein das sind zwei absolute Schlüsselpositionen und das dürften im Sommer nicht die einzigen Veränderungen sein. Ich rechne nach der Saison nochmal mit einem personellen Umbruch und dass die Mannschaft beim Trainingsstart bei Null beginnt.
"Ja, Statistiken. Aber welche Statistik stimmt schon? Nach der Statistik ist jeder vierte Mensch ein Chinese, aber hier spielt gar kein Chinese mit."

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Re: 21. Spieltag: RB Leipzig - FSV Frankfurt, 15.2.15, 13:30

Beitrag von Fanblock-Gänger » Mo 16. Feb 2015, 14:29

Jupp hat geschrieben:
Fanblock-Gänger hat geschrieben: Man kann RR zum Vorwurf machen, nicht zeitiger reagiert zu haben. Aber offenbar hatte der SD das Vertrauen in seinen Trainer, dass er die Trendwende schafft. Hat er aber trotz Trainingslager nicht. Und mit AZ hätte das Spiel gestern nicht wirklich besser ausgesehen.
Ja, der Vorwurf bleibt.
Interessante Entwicklung bei dir. Habe bisher noch nicht von dir vernommen, dass du überhaupt eine Änderungsnot sahst. ;)

Ja, ein Umbruch kommt im Sommer. Das war aber auch mit AZ klar, dass der Drittligakern nicht in die 1. BL geht, so der Aufstieg gelingt. Und wenn der Aufstieg nicht gelingt erst Recht nicht.

Ich weiß grad nicht, wem ich einen Vorwurf machen soll. Vielleicht wirklich schon im Winter? Nun gut...

AB muss eine Mannschaft formen. Punkt 1. Punkt 2: Er muss die spielen lassen, die entwickelt werden können. Punkt 3: Er muss die spielen lassen, die eine Perspektive bei UNS haben.

Idealerweise müssen zum Ende dieser Saison diejenigen bestmöglich eingespielt sein, die auch nächste Saison bei uns spielen, damit die Integration neuer Spieler besser gelingen kann.

Ich hoffe, Bellot gehört dazu!

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Re: Achim Beierlorzer [Trainer]

Beitrag von Jupp » Mo 16. Feb 2015, 14:47

Ich habe mir wie gesagt gewünscht, dass Zorniger noch mehr Spiele nach der Winterpause bekommt. Rangnick hat nun so entschieden. Bei einem Trainerwechsel hätte er vor der Winterpause entscheiden müssen. Dabei bleibe ich. Siehe dazu den sehr starken Beitrag von Crank, der gut die Schwierigkeiten für Beierlorzer aufzeigt.

Im Endeffekt ist das doch das "Problem" des schnellen Erfolgs. Bei zwei Aufstiegen in Folge hast du zwei Möglichkeiten. Du behälst den Kern und verstärkst dich gezielt. Diesen Weg haben wir bisher durchaus erfolgreich bestritten, oder du machst einen Radikalumbruch. Bei ersterem Weg hast du weniger individuelle Qualität (Morys, Fandrich, Frahn usw.) dafür aber ein eingespieltes Team, was zusammenhält. Bei zweitem Weg hast du mehr individuelle Qualität und musst das Team erst formen. Ich erinnere hier insbesondere an die Saison unter Oral, was dies für Schwierigkeiten bei zweitem Weg hervorbringen kann.

In Sachen Radikalumbruch bin ich schon der Meinung, dass dieser bereits jetzt in Gang kommt. Ein Kimmich hat diese Saison aufgrund der Verletzungen kaum eine Rolle gespielt. Der Rest um Kaiser und Frahn wurde jetzt schon degradiert. Ohne Frage wird aber mit neuem Trainer und mehreren neuen Spielern für die Startelf nochmal ordentlich Bewegung in den Kader im Sommer kommen. Idealerweise fängt Tuchel natürlich schon vorher an, damit man dann ein besseres gemeinsames Ausgangsniveau hat. Siehe Hasenhüttl in Ingolstadt.
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Re: Achim Beierlorzer [Trainer]

Beitrag von Fanblock-Gänger » Mo 16. Feb 2015, 14:58

Jupp hat geschrieben: Im Endeffekt ist das doch das "Problem" des schnellen Erfolgs. Bei zwei Aufstiegen in Folge hast du zwei Möglichkeiten. Du behälst den Kern und verstärkst dich gezielt. Diesen Weg haben wir bisher durchaus erfolgreich bestritten, oder du machst einen Radikalumbruch. Bei ersterem Weg hast du weniger individuelle Qualität (Morys, Fandrich, Frahn usw.) dafür aber ein eingespieltes Team, was zusammenhält. Bei zweitem Weg hast du mehr individuelle Qualität und musst das Team erst formen. Ich erinnere hier insbesondere an die Saison unter Oral, was dies für Schwierigkeiten bei zweitem Weg hervorbringen kann.
Oder 3. Möglichkeit: Du gehst die ersten Spiele mit dem Kernteam des Aufstiegs ins Rennen und integrierst nach vielleicht drei Spielen nach und nach die neuen Spieler, auch auf die Gefahr hin, dass sie mal was verstolpern oder vielleicht (noch) nicht den Weg gehen, den sie gehen sollen, dass sie noch nicht ganz ideal das System umsetzen. Dies sollte bis zum Winter geschehen sein, damit ab dann die wieder neu Hinzukommenden integriert werden können.

Und unter diesen Umständen würde ggf. die Kern-Aufstiegsmannschaft zum Winter nicht mehr zusammen spielen.

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