LVZ vom 15.09.2011 "Kein klassischer Mitgliederverein"

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Maradona
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LVZ vom 15.09.2011 "Kein klassischer Mitgliederverein"

Beitrag von Maradona » Mi 14. Sep 2011, 22:34

Wer RB Leipzig unterstützen will, muss in einen Fanclub aufgenommen werden

Leipzig. Rolf Riemann hatte gestern in der Redaktion telefonisch um Rat gebeten. Angeregt durch den Beitrag "Die Roten Bullen und der Ritt auf den DFB-Paragrafen" wollte der 70-Jährige wissen, ob er denn wirklich gleich einem Fanclub von RB Leipzig beitreten müsse, um Mitglied des Vereins zu werden.
Im Juli hatte der Leipziger auf der Geschäftsstelle des Regionalligisten sein Anliegen vorgebracht. "Ich will Mitglied werden, weil ich es gut finde, dass sie in Leipzig den Fußball endlich voranbringen wollen. Dann wurde ich auf den Bulls Club verwiesen."
Rolf Reimann bezahlte 15 Euro Aufnahmegebühr und den Beitrag für das laufende Jahr. Im Gegenzug kann er bevorzugt Karten kaufen und erhält bei Auswärtsfahrten ein subventioniertes Ticket. Mitglied des Vereins (bislang sind es 200) ist er allerdings nicht.
"Wir sind nicht der klassische und traditionelle Mitgliederverein", erklärte gestern RB-Pressesprecher Sharif Shoukry. Aber allen, die sich RB anschließen möchten, würde diese Form geboten. Drei Fanclubs stehen bislang bereit, um die Interessenten aufzunehmen.
"Sollte jemand vielleicht Hilfe benötigen, um die Formulare auf technischem Weg auszufüllen oder offene Fragen zu beantworten, wird ihm bei uns auf der Geschäftstelle jeden Tag von unserer Fanklubbetreuerin gerne geholfen", versicherte Shoukry.
Es würde sich durchaus auszahlen, sich auf diese Art und Weise zu engagieren. "Wir haben erst umlängst wieder ein Treffen unserer Fans mit Spielern und dem Trainerstab organisiert, was sehr gut ankam und werden diese Nähe auch in Zukunft regelmäßig suchen und wiederholen."
Für potenzielle Partner und Sponsoren, die gleichfalls Unterstützung signalisieren, sei der Verein ebenfalls offen. "Für den Vip-Bereich verkaufen wir spezielle attraktive Pakete, was ebenfalls schon auf tolle Zustimmung stößt."
Die Lizenz für die dritte Liga, den Aufstieg vorausgesetzt, sehen die RB-Verantwortlichen nicht in Gefahr. "Wir haben keine Hektik", betonte Sportdirektor Wolfgang Loos. Der Verein werde alles tun, um die nötigen Unterlagen in der entsprechenden Form und der erforderlichen Frist zu erstellen. "Wir hatten in dieser Saison keine Probleme, um die Lizenz zu erhalten und ich sehe auch in Zukunft keine auf uns zukommen." Bis zum März müssen die Unterlagen fertig gestellt sein, laut Loos genügend Zeit, um noch offene Fragen zu klären.
Jetzt will man sich in erster Linie auf das Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg konzentrieren und die Tabellenspitze behaupten. Die offenen Fragen über die Lizenz für die dritte Liga sollen schließlich nicht gegenstandslos werden. Winfried Wächter

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