LVZ vom 04.01.2012 RB-Wunschkandidat Maik Kegel ...........

Presseberichte zu RB Leipzig
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Maradona
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LVZ vom 04.01.2012 RB-Wunschkandidat Maik Kegel ...........

Beitrag von Maradona » Di 3. Jan 2012, 22:32

RB-Wunschkandidat Maik Kegel muss in Dresden bleiben

Leipzig. Das Transferfenster steht noch bis zum 31. Januar sperrangelweit offen - und es zieht in den Profiligen gewaltig. Auch bei den Roten Bullen weht es, allerdings irgendwie aus der falschen Richtung. So steht RB-Stürmer Carsten Kammlott, 21, auf der Wunschliste von Rot-Weiß Erfurt, der Drittligist hat sein Interesse beim Regionalligsten hinterlegt. RB-Coach Peter Pacult wiederum ist scharf auf Stürmer Roman Wallner (29, RB Salzburg), dessen XXL-Gehalt Red-Bull-intern umverteilt und geschultert werden könnte. Der abgezockte Wallner könnte zum Trumpf-Ass im Aufstiegsrennen werden.
Kein Thema ist ein Wechsel von Rasenball-Linksfuß Paul Schinke. Der 21-Jährige war mit Zweitligist SV Ingolstadt in Verbindung gebracht worden, weiß aber nichts von der Offerte. "Ich habe kein Angebot, beiße mich in Leipzig durch." Schinke will/soll in der Rückrunde dem Brasilianer Rockenbach da Silva Dampf machen. Coach der Ingolstädter ist übrigens Ex-RB-Trainer Tomas Oral, der beinahe handelseinig mit Michael Thurk geworden wäre. Thurk, zwar schon 35, aber topfit, hat seinen Vertrag beim FC Augsburg aufgelöst und unterschrieb nach der gescheiterten Eheanbahnung mit Oral beim Drittligisten Heidenheim. Dort trifft er auf den früheren Leipziger Nico Frommer (kuriert Bänderriss im Knie aus). Thurk, dank einer Augsburger Abfindung im Hoch, wäre auch für RB zu haben gewesen. "Hat sich leider keiner aus Leipzig gemeldet."
Nicht weg darf der von RB und dem Chemnitzer FC umgarnte Maik Kegel. Der 22-jährige Mittelfeldspieler von Dynamo Dresden ist unter Coach Ralf Loose zwar nur Ergänzungsspieler, hat sich aber laut Trainer "in jeder Hinsicht gesteigert". Weil Kegel zudem als gebürtiger Dresdner eine Identifikationsfigur ist, legte Loose sein Veto gegen einen Wechsel ein. "Maik bleibt bei uns. Punkt." Guido Schäfer

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interview
"Das ganz große Ding"
HFC-Trainer Sven Köhler hofft auf den Aufstieg und sagt: RB fehlt die Souveränität


Halle. Er trainiert das Regionalliga-Team der Stunde, schockte in Leipzig die Bullen: Sven Köhler, 45, Coach des Halleschen FC (39 Punkte), über den Dreikampf mit RB (42) und Kiel (41), die aufkommende Euphorie in Halle und eine "komische Saison".
Frage: Während RB noch eine Woche Ferien macht, sind Sie schon am Montag ins Training eingestiegen. Warum der Frühstart?
Sven Köhler: Ich denke, 14 Tage Urlaub reichen zur Regeneration. Wir wollen die fünfwöchige Vorbereitungszeit bis zu unserem ersten Pflichtspiel im Landespokal intensiv nutzen. Unsere Ausgangsposition in der Regionalliga war noch nie so gut. Und wer aufsteigen will, muss hart arbeiten.
Der HFC war zuletzt bärenstark: 1:0 bei RB, 0:0 in Kiel. Wächst an der Saale die Euphorie?
Natürlich. Ohne diese Ergebnisse wären wir aus dem Rennen gewesen. Wir haben gezeigt, was möglich ist, große Erwartungen geweckt. Unser neues Stadion hat die Infrastruktur verbessert, die Zuschauerzahlen steigen. Deshalb reden wir auch nicht um den heißen Brei herum: Das Ziel heißt 3. Liga. Mit etwas Glück können wir diesmal das ganz große Ding schaffen. Es wird ein spannender Dreikampf.
Beim Sieg in Leipzig haben Sie RB eine taktische Lehrstunde erteilt. Eine Genugtuung für Sie?
Nein, nur eine schöne Momentaufnahme. Bei uns hat alles gepasst, bei RB nichts. Voreilige Schlüsse daraus verbieten sich.
Überrascht es Sie, dass die Bullen des Öfteren schwächeln?
Die Leipziger haben aus der vergangenen Saison gelernt, unter Peter Pacult Fortschritte gemacht, viele enge Spiele gewonnen - aber auch gemerkt, wie schwierig die Liga weiterhin für sie ist, dass es keinen Durchmarsch gibt. RB fehlt die Souveränität, wir und Kiel hoffen, dass dies so bleibt. Aber RB wird sich jetzt verstärken, sein Team umstrukturieren, um souveräner zu werden. In Panik werden sie nicht verfallen. Sie stehen ja immer noch oben.
Und die Kieler Pokal-Helden? Denken die jetzt nur noch an Dortmund?
Die könnten abgelenkt sein oder besonders motiviert. Aber sie haben zusätzliche Einnahmen, werden personell nachlegen. Dass Kiel zwei Zweitligisten und einen Bundesligisten aus dem Pokal wirft, ist kein Zufall, das waren verdiente Siege. Ich finde, das wertet die Regionalliga Nord sehr auf und damit auch unsere Leistungen. Die Spitzenteams sind nicht weit weg vom Profi-Niveau.
Wie viele neue Spieler holt der HFC in der Winterpause?
Wahrscheinlich zwei, wir arbeiten an einem Stürmer und einem Innenverteidiger. Die Bereitschaft zum Investieren ist da, aber anders als RB und Kiel unterliegen wir finanziellen Zwängen.
Angeblich sind Sie an Christoph Siefkes, 20, dran, einem von Leverkusen II an Jena ausgeliehenen Angreifer.
Stimmt, er kommt ja von uns, schoss in der Junioren-Bundesliga 18 Tore, ist ein Riesentalent. Aber er muss sich im Männerbereich erst noch beweisen.
Was entscheidet über Meisterschaft und Aufstieg?
Die Stabilität im Alltag. Wir haben gegen Kiel vier Punkte geholt und gegen RB bereits drei, sind aber nur Dritter. Es ist ohnehin eine ungewöhnliche, fast schon komische Saison.
Das müssen Sie erklären.
Es geht nur für das Spitzentrio um etwas, es gibt keine Absteiger. Normalerweise würden bei Kellerkindern die Nerven blank liegen, so aber kann selbst der Letzte befreit aufspielen - oder sich hängen lassen. Ich kann diese Regelung nicht nachvollziehen, sie ist nicht gut für den Wettbewerb.
Im nächsten Jahr wird es noch schwerer aufzusteigen, weil der Staffelsieger in die Relegation muss.
Leider trennt der DFB durch die Regionalliga-Reform den bezahlten Fußball noch schärfer vom Unterbau. Es wird extrem schwierig, aus der vierten Liga rauszukommen. Deshalb sollten wir unsere große Chance jetzt nutzen.
Interview: Steffen Enigk

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