LVZ vom 20.07.2012, Erstes Parkkonzept bis Jahresende

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Jupp
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LVZ vom 20.07.2012, Erstes Parkkonzept bis Jahresende

Beitrag von Jupp » Do 19. Jul 2012, 22:17

Grünes Licht und kritische Anmerkungen bekam die Stadtverwaltung für ihr Vorgehen bei der Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für Großveranstaltungen im Sportforum. Eine große Mehrheit des Rates votierte für eine Beschlussvorlage, nach der jetzt mehrere Detailkonzepte erarbeitet werden sollen. Bau-Bürgermeister Martin zur Nedden (SPD) sagte, "bis Jahresende 2012" werde ein Anwohner-Parkkonzept vorliegen und spätestens "bis zum Frühjahr 2013" würde ein verbessertes Park-&-Ride-Konzept vorgestellt. Dieses neue P&R-System werde mehr Stellflächen besitzen als das bisherige und deutlich besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein. Auch ein neues Wegeleitsystem werde es "nach Möglichkeit ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt" geben.
Parallel dazu soll das Veranstaltungsmanagement optimiert werden. Geplant sei ein Entzerren von publikumswirksamen Events. Auch für Lindenau und für das Areal rund um den Zoo würden Überlegungen angestellt.
Gleichzeitig betonte zur Nedden, dass die Zahl der Stellplätze am Sportforum auf 3000 begrenzt werde und es Überlegungen gibt, dort deutlich mehr Fahrradabstellanlagen aufzustellen als bislang - teilweise auch temporäre. Unter anderem sei die Umwandlung von Auto-Stellplätzen an der Festwiese in Fahrrad-Abstellflächen angedacht.
Die CDU-Fraktion legte eine ganze Liste mit Vorschlägen vor, die die Stadtverwaltung weitgehend akzeptierte. Darin werden ein Wegweisungskonzept, ein detailliertes Fußgängerkonzept sowie eine genaue Betrachtung aller Kreuzungen auf den Hauptzufahrtstraßen gefordert. Auch die Aufrüstung und Unterbringung der Verkehrsmanagementzentrale müssten verbessert und "klare Aussagen zu Fristen, Finanzbedarf und Verantwortlichkeiten" für diese Arbeiten festgelegt werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) müsse "den Pflichten und Rechten seiner Organisationshoheit entsprechen" und die zuständigen Ämter so ausstatten, dass diese die Forderungen des Stadtrates erfüllen können, sagte CDU-Stadträtin Sabine Heymann.
Die CDU forderte auch eine externe juristische Überprüfung des Nutzungsvertrages zwischen der Stadt und der Betreibergesellschaft für die Mehrzweckhalle Arena. Ziel müsse eine vertragliche Anpassung sein. "Nach annähernd zehn Jahren Betrieb muss festgestellt werden, dass die Arena ihrem ursprünglichen Zweck, eine Halle mit mindestens 70 Prozent sportlicher Nutzung zu sein, nicht entspricht und die Stadt Leipzig zu teilweise erheblichen finanziellen Zahlungen an die ZSL Betreibergesellschaft verpflichtet ist", heißt es. Auch Stadtrat Jens Herrmann-Kambach (Linkspartei) forderte die Verwaltung auf, ein Konzept für eine Vertragsanpassung vorzulegen.
Stadtrat Roland Quester (Grüne) mahnte an, stärker nach Verbesserungen für den öffentlichen Nahverkehr zu suchen. Die Bahnsteige der Straßenbahn-Haltestelle am Stadion seien nicht für Zehntausende wartende Fahrgäste ausgelegt. Stadtrat René Hobusch (FDP) pochte auf zügiges Handeln. Die jetzt vorgelegte Ankündigung der Verwaltung sei fast wortgleich mit der vom vergangenen Jahr - doch Konzepte gebe es nicht.
Zur Nedden verteidigte die langwierigen Arbeiten. Seine Mitarbeiter hätten es mit einer "sehr komplizierten Materie" zu tun. Es gebe "einen großen Kreis von Beteiligten, die nicht alle gleiche Vorstellungen haben, auch wenn jeder möchte, dass die Verkehrsverhältnisse besser werden", sagte er. Die Verwaltung habe "eine Lenkungsgruppe, Arbeitsgruppen und Untergruppen" gebildet und jetzt "den ersten Aufschlag produziert", ihm würden jetzt Konzepte folgen.

Andreas Tappert
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