LVZ vom 10.08.2012: Lok und ZFC jagen Torjäger Beck

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Rojiblanco
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LVZ vom 10.08.2012: Lok und ZFC jagen Torjäger Beck

Beitrag von Rojiblanco » Do 9. Aug 2012, 22:19

Lok und ZFC jagen Torjäger Beck

Ex-Halberstädter Mittelstürmer: Mit RB-Abfindung im Säckel auf zu neuen Ufern

Leipzig. Die längste Pflichtspielpause seit Menschengedenken neigt sich dem Ende entgegen, am Wochenende beginnt für die Regionalliga-Fußballer aus Leipzig und Meuselwitz wieder der Ernst des Lebens. Am Sonnabend, 13.30 Uhr, tritt der 1. FC Lok bei der U23 von Hertha BSC an, tags darauf empfängt RB die U23 von Union Berlin, will zeitgleich Meuselwitz daheim gegen Halberstadt punkten (beide Sonntag 13.30 Uhr). Ein gewisser Christian Beck ist eine Art Klammer auf zwei Beinen, hat mit RB, Lok und ZFC zu tun.
Beck ist 24 Jahre jung, fast zwei Meter groß, kann kicken, köpfeln, bewegt sich trotz Gardemaß katzengewandt. 15 Tore hat der Mittelstürmer in der Vorsaison für Germania Halberstadt erzielt, ehe er sich mit den Vereins-Granden heillos überwarf und dem Club trotz laufenden Vertrages den Rücken kehrte. Der junge Mann ist ein selbstbewusster Typ. Einer, der sich ohne Angst mit der Obrigkeit anlegt. Der auf dem Fußballplatz Gegner und gegnerische Fans nervt und provoziert, Grenzen auslotet.
Weil das so ist, bekam der Anhang von RB Leipzig beim Spiel gegen Becks Germanen den ziemlich langen Mittelfinger des Stürmers zu sehen. Änderte nichts an der Tatsache, dass die Rasenballer im Mai Beck kontaktierten, die Möglichkeiten eines Wechsels abklopften. Der Noch-Halberstädter sollte der Nachfolger von Stefan Kutschke werden. Kutschke hatte (und hat) eine unterschriftsreife Offerte vom Bundesligisten VfL Wolfsburg vorliegen. RB-Cheftrainer Peter Pacult war sich auf dem kurzen Dienstweg mit Wölfe-Coach Felix Magath über die Modalitäten eines Wechsels einig geworden. Nach Informationen dieser Zeitung sah der komplexe Deal so aus: Magath überweist 500 000 Euro (= für VW Peanuts), Kutschke wird ein Wolf und Sportkamerad Beck ablösefrei ein Roter Bulle.
Der Deal platzte. Weil Pacult beurlaubt wurde. Weil der neue Red-Bull-Chef Ralf Rangnick ein Unverhältnis zu Magath hegt und pflegt und diesem niemals nie einen Fußballer schicken würde. Problem: Christian Beck hatte schon einen Zwei-Jahresvertrag bei den Rasenballern unterschrieben, pochte auf selbigen. RB-Coach Alexander Zorniger wollte sich nicht vorwerfen lassen, den Mann nicht angeschaut zu haben, lud zu zwei Trainingseinheiten. Das war am Dienstag. Gestern war das Kapitel RB und Beck schon wieder beendet. Geräuscharm. Beide Seiten waren irgendwie zufrieden. RB hatte wieder Ruhe im Karton und Beck einen nicht näher beschriebenen Scheck im Säckel.
Der 1. FC Lok und der ZFC Meuselwitz freuten sich mit. Beide sprachen bei Becks Berater vor, wollen den verhinderten Roten Bullen verhaften. Lok-Verhandlungsführer Steffen Kubald soll schon bei Sponsoren und dem nicht unvermögenden Präsidenten Michael Notzon vorstellig geworden sein, um den Königstransfer möglich zu machen. Auch Cheftrainer Marco Rose richtet Stoßgebete Richtung blau-gelbem Himmel.
Für L.E. spricht die wunderbare Stadt und die weltbeste Tageszeitung. Für Meuselwitz spricht "Mister ZFC" Hubert Wolf. Der lockt mit beruflicher Perspektive. Könnte im Fall des 24-jährigen Beck zu früh kommen. Die Ampel steht auf blau-gelb. Guido Schäfer

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