LVZ vom 31.08.2012, "Geiles Fußballfest für Leipzig"

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Jupp
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LVZ vom 31.08.2012, "Geiles Fußballfest für Leipzig"

Beitrag von Jupp » Do 30. Aug 2012, 22:07

"Geiles Fußballfest für Leipzig"
Die Kapitäne Jens Werner und Daniel Frahn über das Derby zwischen Lok und RB


Leipzig. Am Sonntag, 14 Uhr, steigt in der Red-Bull-Arena das Leipziger Regionalliga-Derby. Im LVZ-Interview sprechen die Kapitäne Jens Werner (Lok) und Daniel Frahn (RB) über ihre Erwartungen.
Frage: Was bedeutet das Derby für Sie persönlich?
Jens Werner: Für mich ist es das Spiel des Jahres. Vor einer Riesenkulisse gegen den großen Nachbarn - dafür trainiert man, das macht Spaß. RB hat die Vormachtstellung, in Leipzig und in der Liga. Aber auf dem Platz spielt Geld keine Rolle, gerade am Anfang der Saison ist alles möglich.
Daniel Frahn: Es ist mein erstes Derby gegen Lok. Ich weiß, dass es um viel mehr geht als drei Punkte - um Prestige, Ruhm, Ehre, die Stimmung in der Stadt. Dieses Spiel will nun wirklich keiner verlieren.
Wie schätzen Sie den Gegner ein?
Werner: RB ist individuell überlegen. Das Gros des Teams blieb zusammen, in der Offensive sind Automatismen gewachsen. Die wollen ein Feuerwerk abbrennen. Aber darauf sind wir eingestellt. Und RB hat zwei Jahre lang gemerkt, wie schwer es gegen auf Konter lauernde Mannschaften ist.
Frahn: Lok hat eine geschlossene Truppe, mit Marco Rose einen guten Trainer, mit Rico Engler einen guten Stürmer und mit Christopher Gäng einen guten Torwart. Die kommen über Kampf und Leidenschaft.
Wie ist Ihr Verhältnis zu den Akteuren des Kontrahenten?
Werner: Unkompliziert. Man trifft sich gelegentlich und redet. Es gibt kein Gift unter den Spielern, das gab es auch bei Lok und Chemie nicht.
Frahn: Probleme habe ich mit niemandem bei Lok. Ich kenne und schätze Christopher Gäng und Sebastian Seifert. Mit Rico Engler bin ich sogar befreundet, wir haben in Babelsberg einige Tage zusammen trainiert, ich war dann noch oft bei den Spielen. Gewettet haben wir jetzt nicht, aber ich habe Rico gesagt, dass ich ihm jedes Tor gönne, nur nicht am Sonntag. Danach kann er wieder losballern.
Warum gewinnt Ihre Mannschaft das Derby?
Werner: Weil wir ein Heimspiel haben und mehr Fans, die uns antreiben. Weil wir den Sieg mehr wollen, ehrgeiziger sind und charakterlich noch einen Tick stärker. Und weil nach unserem Erfolg gegen Torgelow im Verein eine tolle Stimmung herrscht.
Frahn: Weil wir unser Spielsystem gefunden haben und als Mannschaft gereift sind. Und weil wir die besseren Einzelspieler haben.
Wo landen RB/Lok am Saisonende?
Werner: RB wird Meister, aber die Relegation zu einer Wundertüte. Ich sage offen: Der RB-Aufstieg wäre wichtig für Leipzig, die dürfen außer den Derbys gerne alles gewinnen. Wir können auf Rang acht bis zwölf einkommen - wenn wir stets ans Limit gehen und uns fußballerisch steigern.
Frahn: Ich bin überzeugt, dass wir es diesmal schaffen und hoffe sehr, dass Lok in der Regionalliga bleibt.
Vor dem Derby werden wieder Klischees bemüht: Tradition gegen Kommerz, Kultclub gegen Dosenclub. Wie sehen Sie das?
Werner: Für uns Spieler ist das nicht relevant. Ich verstehe beide Fan-Lager. Die einen wollen mehr das Event, die anderen haben mehr Herz. Beides hat seinen Reiz, die Faszination Fußball ist letztlich die gleiche.
Frahn: Ich kann dieses Gerede nicht mehr hören. Beide Teams geben alles für den Erfolg, ihren Verein, die Stadt, die Fans. Und während des Spiels denkt doch niemand an Sponsoren.
Wurde für Sonntag eine Extraprämie ausgelobt?
Werner: Mir ist keine bekannt. Wenn wir eine Überraschung schaffen und alle über uns sprechen, wäre das Belohnung genug.
Frahn: Nein. Wir wissen auch so: Jeder Sieg ist wichtig, dieser aber besonders. Vorige Saison haben wir einiges vermissen lassen - und wollen gerade in diesem brisanten Spiel unseren Fans etwas zurückgeben.
Was erwarten Sie vom Publikum?
Werner: Begeisterung und super Atmosphäre. Ich hoffe, dass es danach nur positive Schlagzeilen gibt.
Frahn: Ich möchte ein geiles Fußballfest für Leipzig, damit die Leute wiederkommen. Man muss sich nicht lieben, kann sich aus dem Weg gehen, aber man sollte sich respektieren. Ich hoffe, dass alle kühlen Kopf bewahren und sich keiner provozieren lässt.
Interview: Steffen Enigk
Wallner wechselt nach Innsbruck

Leipzig. RB-Stürmer Roman Wallner wechselt mit sofortiger Wirkung in seine österreichische Heimat. Wacker Innsbruck hat den 29-fachen Nationalspieler bereits verpflichtet. Die Roten Bullen aus Leipzig waren bereit, Wallner ziehen zu lassen: Der Nordost-Regionalligist, bei dem der 30-Jährige in dieser Saison nur auf der Bank saß, löste den Vertrag gestern auf.
Wacker Innsbruck, derzeit Tabellenletzter der österreichischen Bundesliga, suchte dringend einen Angreifer. Die Chefs des Traditionsclubs wurden deshalb jetzt in Leipzig vorstellig. Bei RB kam Wallner unter Neu-Trainer Alexander Zorniger nicht am Stürmertrio Daniel Frahn, Stefan Kutschke und Carsten Kammlott vorbei.
Knackpunkt beim Blitz-Transfer hätte der bis 2014 laufende Vertrag Wallners sein können. Der Österreicher war in Leipzig Bestverdiener. In der Winterpause 2011/2012 wurde er von Ex-Coach Peter Pacult aus Salzburg geholt und mit einem lukrativen Vertrag ausgestattet. In Innsbruck muss er wohl finanzielle Einschnitte in Kauf nehmen. RB soll aber bereit sein, einen Teil des Gehalts weiterzuzahlen. Somit stand dem Wechsel nichts mehr im Wege.
Die Zeit drängte: Weil heute die Transferperiode endet, musste der Wechsel sehr schnell über die Bühne gehen. Auch privat kommt Wallner der Umzug nach Innsbruck mit Sicherheit entgegen: Freundin und Kind des Angreifers leben nach wie vor in der Tiroler Landeshauptstadt. gs/nöß
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