LVZ vom 22.03.2013, Rasen grün, Eintritt frei

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Jupp
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LVZ vom 22.03.2013, Rasen grün, Eintritt frei

Beitrag von Jupp » Do 21. Mär 2013, 22:02

Rasen grün, Eintritt frei
Punktspiel statt Pokalspiel: RB empfängt am Sonntag den Berliner AK


Leipzig. Es kam, wie es kommen musste: Weil auf dem Neugersdorfer Fußballplatz Ski & Rodel gut und Fußball schlecht ist, fällt die sonntägliche Pokalfahrt der Rasenballer in die Oberlausitz flach. Mit Frau und/oder Freundin können sich die RB-Profis am Wochenende trotzdem nicht vergnügen. Es wird gekickt, ein Heimspieltausch macht's möglich: Sonntag, 14 Uhr, kommt der Berliner AK in die Red-Bull-Arena. Es geht um Regionalliga-Punkte.
Von Guido Schäfer
Als sich Johann Wolfgang von Goethe auf seinen Osterspaziergang begab, machte der Winter seinen Job noch im Rahmen der Stellenbeschreibung: im Winter. Spätestens Mitte März trieben damals die Knospen, floss es dem Dichter aus der Feder: "Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück; der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in rauhe Berge zurück." Das war einmal.
2013 ist alles anders. Frühlingsgefühle enden morgens beim Eiskratzen. Schneemänner haben die Beliebtheit von Terroristen. Der Wetterfrosch hat sich am Glasboden festgesaugt. Und Sportler, die ihre Leibesübungen im Freien ausüben, sind ganz nah bei RB-Kapitän Daniel Frahn. Der Star und 15-fache Torschütze des Tabellenführers sagte im LVZ-Interview: "Ich bin Fußballer, kein Eisbär. Bei aller Liebe: Es reicht langsam mit dem Schnee."
Am Sonntag darf der Fußballer Frahn seiner Profession nachgehen. Gegen die Unentschieden-Könige der Liga (zehn Stück), dem auf Platz fünf stehenden Berliner AK. Möglich macht es der Leidensdruck, der alle eint. Der Verband ist froh, dass gespielt werden kann, sagte ja zum Heimspieltausch. Beide Klubs sind froh, dass sie ran dürfen, sagten ja zum Tausch. Eine finale polizeiliche Hürde war an diese Frage geknüpft: Sind die Fans beider Teams bissig oder handzahm? Sie sind letzteres, herzallerliebst.
Und sie können sich am Sonntag das Eintrittsgeld sparen, kommen gratis in die Red-Bull-Arena. Eingedenk der Kurzfristigkeit der Nummer und der Unmöglichkeit eines ordentlichen Vorverkaufs, kommt es zu einer Freikarten-Aktion. Laut Verband ist es den Klubs gestattet, einmal in der Saison aufs Eintrittsgeld zu verzichten. "Tolle Sache für die Fans, wir sind happy, dass gespielt werden kann", frohlockt Daniel Frahn. "Eine gute und unbürokratische Lösung."
Das Entgegenkommen der Berliner könnte neben des Aspektes Praxis einen weiteren haben. BAK-Coach Jens Härtel hat offenbar einen Stein im Brett von Red-Bull-Fußball-Chef Ralf Rangnick, könnte im Sommer ein Roter Bulle werden. Mögliche Positionen für den bibelfesten Ex-Leutzscher Härtel: Die von Tino Vogel gecoachte U23 oder die U19 von Lars Weißenberger. Doch auch Leipzigs Torwart-Ikone René Müller steht auf Rangnicks Wunschzettel. Müller hat bei der U23 des 1. FC Nürnberg diverse Talente zu Bundesligaspielern gemacht, fordert und fördert.
Rangnick ist übrigens heute Star-Gast des Olympia-Balls auf der Neuen Messe, wird Tisch, Brot und stilles Wasser mit RB-Geschäftsführer Ulrich Wolter, Cheftrainer Alexander Zorniger und Kapitän Daniel Frahn teilen.
Die Freikartenaktion passt zum Ende des Osterspaziergangs von Herrn Goethe. Das Ende des Gedichts spielt zweifelsohne auf ein gut gefülltes Stadion an: "Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"
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