LVZ vom 25.04.2013, Bellot wird zum Pokal-Helden

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Jupp
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LVZ vom 25.04.2013, Bellot wird zum Pokal-Helden

Beitrag von Jupp » Mi 24. Apr 2013, 22:03

Bellot wird zum Pokal-Helden
Keeper hält zwei Elfmeter und rettet RB beim Krimi in Neugersdorf den Finaleinzug


Neugersdorf. Das war knapp und peinlich: Viertliga-Topteam RB musste beim Sachsenliga-Tabellenführer Neugersdorf ins Elfmeterschießen, schrammte dank Elfertöter Benny Bellot an der XXL-Blamage vorbei, siegte 6:5.
Chemnitz-Coach Gerd Schädlich nahm einen 400-Kilometer-Ritt auf sich, um den Finalgegner (15. Mai) zu beobachten. Trotz 1:0-Halbzeitführung der Gastgeber war sich der 60-Jährige sicher: "RB schafft das noch. Die kriegen vom Trainer einen Einlauf." Das, was der Souverän der vierten Liga beim Ersten der sechsten Liga bis dahin gezeigt hatte, erinnerte an Leibesübungen von Turnvater Jahn. "Katastrophal", gestand RB-Coach Alexander Zorniger.
Das Gekicke des Favoriten führte in der Oberlausitz-Arena dazu, dass die einheimischen Fans und Fußballer an die Sensation glaubten. Das frühe 1:0 (5.) durch Jiri Sisler nach Schläfchen der Bullen-Abwehr passte dem Sachsenligisten (fünf tschechische Ex-Profis in der Startelf) wunderbar in den Kram. Fazit der ersten Halbzeit: Neugersdorf führte verdient, die erste RB-Niederlage seit über einem Jahr nahm Gestalt an. Was hatten die Männer um Kapitän Daniel Frahn nur im Tageshotel getrieben?
In der Pause gab es die von Schädlich avisierte Andacht Zornigers, der zweimal wechselte. Röttger und Kutschke kamen für Rockenbach und Schulz. Und es gab eine Art Sinneswandel. Zorniger hatte seinen Ausflüglern den Puderzucker aus dem Hintern geklopft. Körpersprache, Lust und Laune schienen jetzt dem existenziell wichtigen Anlass angemessen. Immerhin ging es um den Finaleinzug und die Aussicht auf Cash und Renommee im DFB-Pokal. Kaiser setzte einen 30-Meter-Freistoß zum 1:1 in den Winkel (46.), Heidinger ließ mit Volleyabnahme aus acht Metern (52.) die Führung folgen. Auf der sonnigen Minitribüne atmeten die Rasenball-Granden Ralf Rangnick und Ulrich Wolter auf, sahen, dass jetzt fast alles gut war. Sie irrten.
Nahezu im Gegenzug war die RB-Abwehr offen wie die Meeresenge von Gibraltar. Keeper Benny Bellot stand plötzlich 40 Meter vom Tor und wurde von Sisler überlupft. 2:2, das zweite Tor des Tschechen (54.). Dann hatte RB vor 1559 Zuschauern oft den Ball, aber zunächst keine Möglichkeit. Die bot sich den Gastgebern in der 75. Minute durch Karl Petricks Pfostenschuss. In der Nachspielzeit scheitert Kutschke per Kopf am fantastisch reagierenden Zelenka. Abpfiff, Verlängerung. In der hat Frahn Glück, dass er nach Attacke gegen Liska mit Gelb davon kam (109).
Dann das Elferschießen, Hochspannung im schummrigen Halbdunkel: Müller trifft für RB, Ausgleich Sisler. Hoffmann scheitert am Keeper, Flachbart 4:3 für Neugersdorf. 4:4 durch Kaiser. Heimlich scheitert an Bellott. Kutschke trifft zur 5:4-Führung. Berg schafft das 5:5. Frahn lupft zur 6:5-Führung. Fröhlich scheitert an Bellot. RB steht mit Glück und Bellot im Finale! "Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte der Leipziger Torwart, "das war ein schöner Tag für mich."

Guido Schäfer
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