LVZ vom 15.07.2013, Fast alle Fragen beantwortet

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Jupp
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LVZ vom 15.07.2013, Fast alle Fragen beantwortet

Beitrag von Jupp » So 14. Jul 2013, 22:43

Fast alle Fragen beantwortet
RB Leipzig unterliegt Hertha BSC 0:1 und dürfte die Stammformation gefunden haben


Dessau. RB Leipzig hat seinen letzten Test vor dem Drittliga-Start am Freitag in Halle verloren. Gegen Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC kassierte die Mannschaft von Alexander Zorniger am Sonnabend in Dessau im Benefiz-Spiel zu Gunsten der Flutopfer eine 0:1-Niederlage.
Schließlich wirkte Alexander Zorniger doch leicht gereizt. Lange hatte der RB-Trainer nach dem Abpfiff geduldig erklärt, wie zufrieden er mit dem Auftritt seiner Mannschaft sei. Eine 0:1-Niederlage gegen einen Bundesligisten, also bitte, wo ist das Problem?
Es gab tatsächlich keines, denn Hertha BSC hatte in der ersten Halbzeit überraschend große Mühe. Die Vorteile lagen zunächst bei den Leipzigern. "Wir haben uns gute Chancen erspielt, sie aber leider nicht genutzt, daran müssen wir arbeiten", sagte Zorniger. "In der ersten Halbzeit habe ich uns vorne gesehen." Diese Sicht hatte er nicht allein.
Der Trainer hatte mit Tobias Willers, Anthony Jung und Yussuf Poulsen drei Neue in die Startformation beordert. Willers agierte in der Innenverteidigung wie auch Jung auf der linken Seite souverän. Poulsen zeigte im Angriff mehrmals seine Qualitäten. Wenn er antrat, ging ein Raunen durchs Stadion. Zum Dänen musste Zorniger am Ende die meisten Fragen beantworten. "Warum fragt ihr alle nur nach Poulsen?", meinte er und wollte die Aufmerksamkeit lieber auf die gesamte Mannschaft gerichtet wissen. Einen einzelnen Spieler in den Mittelpunkt zu stellen, widerspricht offenbar seiner Philosophie. Für den neuen Stürmer hatte er nicht nur Lob übrig. Die richtige Entscheidung zu treffen, Abspiel oder Torschuss, sei bei ihm noch widersprüchlich gewesen. Was den guten Eindruck kaum schmälerte.
"Ja, ich hatte einige gute Chancen", gestand Poulsen, der dennoch ebenfalls zufrieden wirkte und feststellte: "Wir können in die zweite Bundesliga aufsteigen."
Obwohl die Berliner nach der Pause - Hertha hatte komplett gewechselt - aufdrehten und in Führung gingen (49. Ramos), blieb RB im Spiel. Das war in erster Linie ein Verdienst von Torhüter Fabio Coltorti, der sich mehrmals auszeichnete. Poulsen hätte nach 52 Minuten den Ausgleich erzielen können, sein Ball landete aber neben dem Tor.
So blieb es beim 0:1. "Damit können wir gut leben, auch wenn wir natürlich nicht verlieren wollten", sagte Mittelfeld-Motor Dominik Kaiser. "Aber die Berliner hatten schon einige sehr schnelle Spieler." Er ist für die Partie am Freitag in Halle zuversichtlich. Auch, weil noch ein paar Tage Zeit seien, das eine oder andere zu verbessern. Kaiser nannte das Zweikampfverhalten an erster Stelle.
Auf vielen Positionen dürfte Zorniger im Vergleich zum Hertha-Spiel gegen den HFC keine Veränderungen mehr vornehmen. Das scheint kaum notwendig, wenngleich Thiago Rockenbach weniger in Erscheinung trat als seine Kollegen im Mittelfeld. Vielleicht ist der Brasilianer sein einziger Wackelkandidat - Timo Röttger kam für ihn nach 67 Minuten. In der Abwehr, in der Christian Müller auf der rechten Seite nicht wegzudenken ist, und im Angriff sollte mit dem Duo Daniel Frahn/Poulsen alles geklärt sein. Coltorti ist ohnehin unumstritten. Bleibt das Mittelfeld. "Manchmal", sagte Zorniger, "treffe ich meine Entscheidungen zur Aufstellung auch erst kurz vor dem Spiel." Wie und wann auch immer er sich entscheidet: Ein revolutionärer Umbruch ist nicht zu erwarten.
Winfried Wächter
RB Leipzig: Coltorti - Müller (88. Heidinger), Hoheneder, Willers (88. Sebastian), Jung (88. Judt) - Fandrich (75. Ernst), Kaiser (88. Luge), Schulz (75. Thomalla) - Rockenbach (67. Röttger) - Poulsen (75. Kammlott), Frahn (88. Papadimitriou)
Hertha BSC, 1. Halbzeit: Kraft - Pekarik, Franz, Lustenberger, Holland - Niemeyer, Kluge - Ben-Hatira, Baumjohann, Sahar - Lasogga. 2. Halbzeit: Burchert - Ndjeng, Janker, Brooks, van den Bergh - Allagui, Mukhtar, Ronny, Schulz - Ramos, Wagner. Tor: 0:1 Ramos (49.). Zuschauer: 4183.
"Das wird weiter wachsen"
Über 4000 Fans feiern mit RB das Sommerfest im Clara-Zetkin-Park


Leipzig. "Aaach, sieht der gut aus", juchzte die junge Dame und wollte wissen? "Ist der noch zu haben?" Die Frage war auf Torwart Fabio Coltorti bezogen, der gestern zuerst auf die Parkbühne gerufen wurde, als sich die RB-Mannschaft ihren Fans präsentierte und die offizielle Saisoneröffnung feierte. Diplomatisch geschickt ging die Fragestellerin jedoch nicht sonderlich vor, denn Antwort geben sollte ihre männliche Begleitung, ganz offensichtlich ihr Freund. "Weiß ich doch nicht", lautete demzufolge die knurrige Antwort.
Der RB-Anhang war der Einladung zum Sommerfest in den Clara-Zetkin-Park sehr zahlreich gefolgt. Die Befürchtung des RB-Geschäftsführers hatte sich fast bewahrheitet. "Hoffentlich ist die Parkbühne nicht zu klein", sagte Uli Wolter gestern, bevor die Fans in den Innenraum strömten. Am Ende waren es über 4000 - viel mehr hätten an diesem sonnigen Sonntagnachmittag auch keinen Zutritt finden können.
Ralf Schuhmann war mit Frau und beiden Kindern gekommen. Er geht oft zu den RB-Spielen, wohnt unweit vom Stadion und kennt die Parkplatzsituation aus nächster Nähe. "Park & Ride sollte ausgebaut werden. Das wird bestimmt erst recht notwendig, wenn jetzt noch mehr Fans zu den Spielen kommen." Halle, Erfurt, Rostock und vor allem Chemnitz, das seien Ost-Mannschaften, die ihre Anziehungskraft nicht verfehlen würden. Der 43-Jährige, bislang eher Lok-Anhänger, freut sich auf die Spielzeit und geht bei RB fest davon aus: "Das wird weiter wachsen."
Raik Hille glaubt das ebenfalls. "Der Druck ist nicht mehr ganz so groß", sieht er in der 3. Liga gute Chancen für RB. "Und man darf nicht vergessen, dass mit einem Fußball-Aufschwung auch Arbeitsplätze verbunden sind. Das ist ganz wichtig für die Region." Eine Niederlage in Halle wäre freilich nicht so schön. "Wenn RB danach das erste Heimspiel gegen Münster nicht gewinnt und anschließend auch in Burghausen verliert, ist die Euphorie vielleicht erst mal weg." Der sonstige Chemie-Anhänger kennt die Ansetzungen genau und wird sich auch weiter die RB-Spiele anschauen.
2500 Dauerkarten sind für die neue Saison bislang verkauft - Tendenz steigend. Besonders hoch im Kurs steht auch das Pokalspiel am 2. August gegen den FC Augsburg. Für diese Begegnung wurden bereits 15000 Tickets an den Mann oder die Frau gebracht. Der weibliche Anteil sowie der von Kindern und Jugendlichen bei der gestrigen Veranstaltung war in jedem Fall bemerkenswert.
Übrigens: Fabio Coltorti ist in sehr festen Händen. W.W.
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