LVZ vom 21.10.2013, "Haben Schei ... gespielt"

Presseberichte zu RB Leipzig
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Jupp
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LVZ vom 21.10.2013, "Haben Schei ... gespielt"

Beitrag von Jupp » So 20. Okt 2013, 22:44

"Haben Schei ... gespielt"
RB-Kapitän Frahn und Co. stehen nach 2:0 gegen Regensburg erstmals auf direktem Aufstiegsplatz


Leipzig. Als RB-Cheftrainer Alexander Zorniger den Presseraum enterte, hatte er eine Laune wie der unglaubliche Hulk, guckte wie Hulk aus der Trainingshose. Wenn Blicke töten könnten, dann diese. Die Leistung seiner Fußballer beim 2:0 gegen Regensburg war unglaublich schlecht, das Ergebnis grotesk, der Sprung auf Platz zwei ist dennoch aktenkundig. Hulk Zorniger gab seinen Minus-Männchen zwei Tage frei. "Ich will die jetzt mal nicht sehen ..." Ein Spieltag wie Hulk - unglaublich.
Von Guido Schäfer
Das übliche Frage-Antwort-Spiel bei der Pressekonferenz fiel flach, Zornigers Abrechnung füllte alle Notizblöcke, machte Nachhaken überflüssig.
"Das war sehr schlecht - und zwar über alle Positionen hinweg."
"Wir haben unglaublich viele Fehler gemacht, waren nicht konzentriert."
"Wir waren nicht bereit, zu sprinten, Wege zu gehen. Das war nicht der Fußball, den ich sehen will."
"Wir führen 2:0, spielen in Überzahl, lassen in den letzten Minuten noch zwei Top-Chancen zu. Unfassbar."
"Ich werde verschiedene Hebel ansetzen. Kurzfristige und langfristige."
Sprach's und eilte davon. Kurz darauf saß er ins seinem Audi-Dienstwagen, düste in die schwäbische Heimat. Ob ihn die Spätzle von der Mama wieder aufrichten?
Am Wochenende spielt RB in Chemnitz. Mit der "Leistung" vom Sonnabend gibt es da nichts, aber auch gar nichts zu holen. Spannend wird sein, wer aus der Mannschaft fliegt. Es gibt jede Menge Bewerber.
An dieser Stelle sei Trainer-Ikone John Toshack bemüht. Dessen Erfahrung nach einer Pleite sah so aus: "Am Montag nehme ich mir vor, zur nächsten Partie zehn Spieler auszuwechseln. Am Dienstag sind es sieben oder acht, am Donnerstag noch vier Spieler. Wenn es dann Samstag wird, stelle ich fest, dass ich doch wieder dieselben elf Scheißkerle einsetzen muss wie in der Vorwoche."
Die RB-Fans hatten es sich in der sonndurchfluteten Red-Bull-Arena gerade bequem gemacht, da schlug es beinahe ein. Im Kasten von Fabio Coltorti. Kurz darauf hatte Regensburg vor 8742 Zuschauern die zweite 100-prozentige Chance. Die RB-Profis? Trabten den Bayern-Bubis hinterher, spielten Flipper statt Fußball, brachten keinen Pass zum eigenen Mann fertig.
Wo war er hin, der Fußball, der in Heidenheim zelebriert worden war? Sinnbild fürs Gewürge zahnloser Bullen ein Einwurf von Anthony Jung in der 20 Minute. Der Außenverteidiger stand bei der Ausführung zwei Meter im (!) Feld. Spätestens in diesem Moment wurde es Zorniger eng im Trainingsanzug, war Mister Hulk im Anmarsch.
Mit der gelb-roten Karte für den Regensburger Andreas Güntners (38.) und Sebastian Heidingers haltbarem Freistoßtor (44.) bog das windschiefe Spiel Richtung Leipzig ab. Gäste-Coach Thomas Stratos sah sich und die Seinen ungerecht behandelt, schob dem Schiri die Schuld für die Niederlage zu. Stratos: "Wenn das eine Gelb-Rote war, hätte Leipzig auch eine sehen müssen." Psst, streng geheim: Schiri Sven Jablonski hatte RB-Abwehrmann Niklas Hoheneder kurz nach der Halbzeit darauf aufmerksam gemacht, dass er beim nächsten wie auch immer gearteten Foul fliegt. Hoheneder erschrak und ließ sich auswechseln (54.).
RB-Kapitän Daniel Frahn machte nach Flanke von Yussuf Poulsen in der 83. Minute mit dem 2:0 alles klar. "Wir haben Scheiße gespielt, aber drei Punkte geholt", sagte Frahn und brachte ausgleichende Gerechtigkeit ins Spiel. "Wir waren auch schon gut und sind leer ausgegangen." Alles klar?
RB: Coltorti - Heidinger, Hoheneder (54. Sebastian), Franke, Jung - Kaiser, Ernst, Kimmich (81. Schulz) - Kammlott (69. Röttger), Frahn, Poulsen
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