LVZ vom 30.10.2013, Wer zu spät kommt, den bestraft ...

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Jupp
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LVZ vom 30.10.2013, Wer zu spät kommt, den bestraft ...

Beitrag von Jupp » Di 29. Okt 2013, 22:14

Wer zu spät kommt, den bestraft ...
... RB-Coach Alexander Zorniger / Yussuf Poulsen zahlt Geldstrafe und darf gegen den BVB stürmen


Leipzig. Wenn Fußballer Albträume haben, handeln die von Blutergüssen, Phantomtoren, eifersüchtigen Partnerinnen und vor allem: Verspätungen. Höhepunkt in dieser Hinsicht: Man kommt zum Spiel, wenn selbiges schon läuft. Ähnlich bitter: Man kommt zum Training, wenn die Kollegen schon nass geschwitzt sind. Letzteres ist RB-Ass Yussuf Poulsen vorm Derby in Chemnitz im wahren Leben passiert. Der 19-Jährige wurde seiner gerechten Strafe zugeführt, (Flug aus dem Kader) und läuft geläutert und pünktlich am Sonnabend, 14 Uhr, gegen Dortmunds U23 auf ...
... wenn er beim Üben seinen Chef Alexander Zorniger überzeugt. Eigentlich will der kein Wort mehr über die Eskapade vom Wochenende und Poulsens ungenügendes Handy-Wecksignal sprechen. Nur so viel: "Das Ganze hat Yussuf Geld gekostet und uns Qualität auf dem Platz."
Der Zuspätkommer wurde doppelt zur Ader gelassen, bekam eine Geldstrafe, musste zudem auf die Auflaufprämie verzichten (eine Siegprämie war Lichtjahre entfernt ...). Dieser Verlust und die Peinlichkeit, erst kurz vorm Ende des Abschlusstrainings behost gewesen zu sein, wird der schnelle Däne so schnell nicht vergessen.
Im Normalfall wird der Mann, der mit seiner Dynamik und seinem Willen Sinnbild für das Spiel der Roten Bullen ist, am Sonnabend auflaufen. Hinter Zornigers Wunschformation im Sturm Daniel Frahn/Poulsen/Matthias Mory steht ein Fragezeichen. Morys musste das gestrige Training abbrechen, klagte schon nach seiner Einwechslung in Chemnitz über erneute Wadenprobleme. Die Muskulatur des Rennpferdes sollte beim CFC geschont werden, der Spielverlauf verlangte es dann anders. "Dass Matze rein muss, wollten wir eigentlich verhindern", so Zorniger. Weil RB-Physiotherapeut Alexander Sekora selbst Holzbeinen Leben einhaucht, hat Morys Chancen aufs BVB-Spiel.
Eine weitere Personalie beschäftigt die Rasenball-Familie. Coach Zorniger hat erstmals in dieser Saison einen Profi leistungsbedingt schon vor der Pause ausgewechselt. In Chemnitz musste Linksverteidiger Anthony Jung nach 22 Minuten runter. "Ich weiß, dass das dem Jungen richtig wehgetan hat", sagt Zorniger, "ich musste aber im Sinn der Mannschaft so handeln." Jung war in den ersten Spielen eine Bank, defensiv und offensiv bärenstark. Zuletzt zeigte die Leistungskurve nach unten, in Chemnitz war der Ex-Frankfurter bei den ersten beiden Gegentoren derangiert. Zorniger: "Er ist nicht mehr so dynamisch." Jung ("Ich war in der Birne nicht frisch") will "im Training Gas geben".
Der Coach bricht mit Blick auf Dauerdruck und Relegation eine Lanze für seine Männer. "Alle haben seit über einem Jahr nur Fußball im Kopf, hatten nur zehn Tage Pause. Das ist nicht einfach für Kopf und Beine." Gegen Dortmund werden die elf Sportkameraden auflaufen, die Kopf und Beine, nun ja, unter einen Hut bringen.
Richtigstellung: Nach dem Regensburg-Spiel ist Zorniger nicht wie berichtet in seine schwäbische Heimat gedüst, sondern weilte trotz zweier freier Tag in Leipzig. Sorry.
Gestern sah die graue Eminenz der Red-Bull-Fußballer, Helmut Groß, beim RB-Training vorbei. Der 66-Jährige ist rechte Hand von Fußball-Chef Ralf Rangnick, gilt als Taktik-Trendsetter. "Helmut ist einer der faszinierendsten Menschen, den ich je getroffen habe", pflegt Rangnick über seinen Mentor zu sagen. Groß weilt nicht als Aufpasser in Leipzig, besucht die Rasenballer turnusgemäß.

Guido Schäfer
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