LVZ vom 18.12.2013, "RB ist nicht unschlagbar"

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Jupp
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LVZ vom 18.12.2013, "RB ist nicht unschlagbar"

Beitrag von Jupp » Di 17. Dez 2013, 22:02

"RB ist nicht unschlagbar"
HFC-Trainer Sven Köhler über Sonnabend-Derby, Abstiegskampf und Personalprobleme


Halle. Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen ist der Hallesche FC auf Rang 15 abgerutscht, hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze - und muss am Sonnabend (14 Uhr) im Derby beim Tabellenzweiten RB Leipzig antreten. Wir sprachen mit Trainer Sven Köhler, 47, der seit 320 Minuten kein Tor seiner Mannschaft mehr gesehen hat.
Frage: Herr Köhler, machen Sie sich Sorgen um den Klassenerhalt?
Sven Köhler: Wenn man zweimal in Folge verloren hat und in einem Tief steckt, sollte man das. Wir müssen den Abwärtstrend stoppen. Ein Erfolgserlebnis in Leipzig würde uns gut tun, wäre sehr wichtig.
Beim 0:1 im Hinspiel waren Sie mindestens auf Augenhöhe, hatten ein halbes Dutzend Großchancen.
Aber das Tor hat Daniel Frahn mit einer tollen Einzelleistung erzielt. Die Liga ist extrem eng, auch in den einzelnen Spielen. RB hat die Qualität, sie zu gewinnen, steht zu Recht da oben. Wir sind meist nicht die schlechtere Mannschaft, machen aber die Tore nicht und kriegen dann selbst dumme wie beim 0:2 gegen Erfurt. Zuvor in Burghausen haben wir durch ein Eigentor verloren.
Ist die Lage schon kritisch?
Das ist sie für die Hälfte der Mannschaften, die müssen alle nach unten schauen. Auch Chemnitz, Münster oder Saarbrücken, die keiner dort erwartet hat. Aber es kann auch sehr schnell wieder nach oben gehen, siehe Rostock. Wir wollen uns natürlich von den Abstiegsplätzen fernhalten, brauchen dafür aber mehr Konstanz. Andererseits sollte man nicht vergessen, dass wir zum Hinrunden-Abschluss sechs Punkte mehr auf dem Konto hatten als in der vorigen Saison.
Damals haben Sie im Winter groß eingekauft. Werden Sie wieder mit Neuverpflichtungen reagieren?
Nicht in diesem Umfang. Wir hatten den großen Umbruch mit 15 Neuen ja schon im Sommer, müssen die Jungs jetzt entwickeln. Das soll keine Ausrede sein, aber die Mannschaft ist noch sehr jung, und durch die Verletzung von Maik Wagefeld fehlt Erfahrung, fehlt ein stabilisierender Faktor. Ich glaube auch nicht, dass er in Leipzig ein Blitz-Comeback gibt. Toni Lindenhahn und Robert Schick kommen erst im neuen Jahr zurück, Pierre Merkel ist angeschlagen. Wir sind in unseren Möglichkeiten derzeit etwas eingeschränkt.
Ihre neuen Stürmer waren vor der jetzigen Flaute durchaus erfolgreich: Timo Furuholm und Sören Bertram erzielten je fünf Tore, Akaki Gogia vier.
Aber sie müssen bald wieder treffen.Vor allem von Furuholm verlange ich mehr, Bertram und Gogia sind im für sie normalen Bereich.
Überrascht Sie das RB-Abschneiden?
Die Leipziger haben eine gute Mannschaft punktuell noch verstärkt und spielen die Rolle, die ihnen viele zugetraut haben. Ich hatte sie im oberen Drittel erwartet, nicht aber als stabilstes Team hinter Heidenheim. Beide werden sich ihre glänzende Ausgangsposition kaum nehmen lassen. Dahinter streiten viele Mannschaften um Platz drei.
Wo landet der HFC?
Ich hoffe, im soliden Mittelfeld, auch wenn es das in dieser Liga eigentlich gar nicht gibt. Diese Ausgeglichenheit ist frappierend.
Wer gewinnt am Sonnabend?
Wir haben nur eine Chance, wenn der Großteil unserer Spieler einen richtig guten Tag hat, wenn sie sich untereinander helfen. Dann kann man RB bezwingen. Chemnitz hat es gezeigt, zuletzt Rostock. RB ist nicht unschlagbar, aber dazu muss alles passen. Und wir brauchen Mut: Mauern bringt nichts. Wenn man sich gegen die Leipziger nur hinten reinstellt, fängt man irgendwann ein Tor.

Interview: Steffen Enigk
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