LVZ vom 26.03.2014, Festmahl in der Red-Bull-Arena

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Jupp
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LVZ vom 26.03.2014, Festmahl in der Red-Bull-Arena

Beitrag von Jupp » Di 25. Mär 2014, 22:02

Festmahl in der Red-Bull-Arena
Mehr geht nicht in Liga drei: RB Leipzig fordert um 20.15 Uhr Topteam Heidenheim


Leipzig. Das fidele Leipziger 2:0 in Heidenheim erhellte im Oktober in doppelter Hinsicht. Erstens: Mittelfranken können auch hartherzig sein, ließen nach dem Abpfiff eine Tabelle ohne RB flimmern. Zweitens: Topteam Heidenheim ist schlagbar, wenn alle alles geben. Zweitens soll aus RB-Sicht auch heute greifen. Um 20.15 Uhr wird der Hit Zweiter gegen Erster angepfiffen. Vor über 20000 Fans in der Red-Bull-Arena und Millionen an den MDR-TV-Endgeräten.

Von Guido Schäfer

Nein, vollends einverstanden war Alexander Zorniger nicht mit der bissigen Berichterstattung nach dem handzahmen 1:1 in Unterhaching. Also wünscht sich der RB-Coach für die stimmungsvolle Abendveranstaltung die dazu passende Würdigung, verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass bitteschön alle Journalisten aufs Spielfeld illern und sich nicht schon während der Partie im VIP-Raum verlustieren. Harte Worte eines im Aufstiegskampf stündlich härter werdenden Mannes. Wer mittenmang in eine Wurstsemmel beißt oder sich mit Zigarillo-Qualm die Sicht auf all die taktischen Spiel- und Winkelzüge vernebelt, verliert mindestens seine Lebensberechtigungskarte.
Heidenheim also. RB kann näher ran robben an Rang eins, kann aber auch Boden verlieren. Zorniger blickte gestern über den Tellerrand des Festmahls hinaus. "Wenn mir vor der Saison jemand angeboten hätte, dass wir nach dem 30. Spieltag auf Platz drei stehen, hätte ich sofort unterschrieben. Jetzt sind wir Zweiter - und den geben wir nicht freiwillig her." Werden sie nicht, behauptet Kapitän Daniel Frahn steif und fest. "Druck? Wir spielen lieber vor 20000 als vor 370 Fans. Warum sollten wir uns in die Hose machen?
An dieser Stelle muss unbedingt Experte J.W.v. Goethe assistieren. Der hinterließ dies zum Thema:
"Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen.
Denn das Glück ist immer da."
Manchmal muss man es zwingen.
Das heutige Duell ist auch ein Kräftemessen zweier Männer, die von Taktik-Schläue durchdrungen sind. Hier der Sportkamerad Zorniger (46/RB), da der Kollege Frank Schmidt (40/Heidenheim). Die Herren werden sich Aufgaben stellen. Mit Anpfiff, währenddessen. Gefragt sind Antworten, schnelle. Nach dem 2:0 der Bayern bei wehrhaften Mainzern lobte Deutschland den Mut der Nullfünfer, vor allem das taktische Geschick von Thomas Tuchel. Der hatte nach konservativen Schätzungen in 90 Minuten fünfmal umgestellt, damit Pep Guardiola ein Super-Super-Lob abverlangt.
Zorniger/Schmidt wollen ihr Können beim Lesen eines Spiels nicht in den Mittelpunkt stellen. Unisono erklären beide, dass Tagesform und Wille wichtiger sind, als taktische Rochaden.
RB-Personal: Für den gelbgesperrten Sebastian Heidinger verteidigt Anthony Jung. Tim Sebastian dürfte für den ebenfalls gesperrten Jo Kimmich ins Mittelfeld rücken. Zorniger mag keine größeren Umbauten, mag keine Löwschen Eingebungen á la Euro 2012. Damals blickte Joachim Löw auf sein goldenes Händchen und brachte Reservist Toni Kroos als Wadenbeißer für Signore Pirlo in Stellung. Zugriff auf Pirlo hatte Kroos genau einmal: Beim Shakehands nach dem Halbfinal-Sieg der Italiener. Markierte das Ende der Löwschen Unfehlbarkeit.
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