LVZ vom 25.08.2014, Der längliche Patient

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Jupp
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LVZ vom 25.08.2014, Der längliche Patient

Beitrag von Jupp » So 24. Aug 2014, 22:46

Der längliche Patient
RB-Ass Niklas Hoheneder gibt nach Horror-Sturz Entwarnung / Wiedersehen mit Aue im Pokal


Von Guido Schäfer

Leipzig. Feinde der ehrlosen Dosen-Teufel müssen jetzt ganz stark sein, für die Sympathisanten der Rasenballer gibt es gleich mehrere gute Nachrichten.
Erstens: RB Leipzig hat mit dem freitäglichen 1:0 gegen Erzgebirge Aue die Zweitliga-Spitze übernommen, thront dort auch nach den Partien am Sonnabend und Sonntag. Falls Bochum im heutigen Abendspiel Union Berlin schlägt, rutscht Leipzig auf Rang zwei.
Zweitens: Daniel Frahn, 27, hat seine Ladehemmung behoben, sorgte mit einem typischen Frahn-Tor (3.) für den Sieg und die Punkte fünf bis sieben. Der Kapitän mit Schalk im Nacken: "Auch ein Blinder trinkt mal einen Korn."
Drittens: Der Horror-Sturz von Innenverteidiger Niklas Hoheneder in der 43. Minute endete glimpflich. Der 28-jährige Österreicher wurde am Sonnabend aus dem Krankenhaus entlassen, klagt "nur" noch über einen kraftlosen linken Arm. Hoheneders Hals ist offenbar aus Titan oder ähnlichem. Dass TV-Sender die Szene x-mal in Zeitlupe zeigten, ist menschenverachtend und ekelhaft.
Viertens: Die Pokal-Fee Vanessa Huppenkothen (ja, schreibt sich mit zwei p) sieht nicht nur umwerfend aus, sie hat auch ein Händchen. Bei der Auslosung der zweiten Runde im DFB-Pokal griff sich die 29-jährige Deutsch-Mexikanerin erst die Kugel mit Leipzig-Inhalt und dann die mit erzgebirgischem ­Innenleben. RB gegen Aue steigt am 28. oder 29. Oktober.
Ein Pokalspiel in Leipzig braucht Aue wie ein Loch im Kopf. Kapitän René Klingbeil macht gute Miene zur bösen Frau Huppenkothen: "Im Pokal geht es darum, weiter zu kommen und da ist das eine machbare Sache. Allerdings müssen wir jetzt erst einmal zusehen, dass wir in der Liga klarkommen."
0:1 in Nürnberg, 1:5 gegen Bochum, 0:1 in Leipzig. Null von neun Punkten, Platz 18. Weil Sachsen zusammenhalten müssen und Alexander Zorniger, 46, ein Mann mit feinen Antennen ist, gab er seinem Trainer-Kollegen Falko Götz, 52, warme Worte mit in den Mannschaftsbus. "Ihr kommt da unten raus, seid stark genug."
Unter dem Eindruck der zweiten Halbzeit muss man Zorniger zustimmen. Da war Aue vor über 34000 Fans (4000 aus Aue) auf Augenhöhe und dem Ausgleich nah, verhinderten Keeper Benny Bellot, 24, und Rechtsverteidiger Georg Teigl, 23, gegen Henri Anier Schlimmeres. "Nach dem Wechsel", so Götz, "haben wir die Auer Tugenden ausgepackt." Kampf mit heißem Herzen und offenem Visier. Diese Tugenden sind auch Sonnabend, 13 Uhr, im Heimspiel gegen die kriselnde Fortuna aus Düsseldorf (nur zwei Punkte) gefragt.
Die Rasenballer hatten stark angefangen und stark nachgelassen, hielten ihr geliebtes Ball-Jagen nur 30 Minuten aufrecht. Dass sich Frahn und Co. nur bedingt über den durchaus verdienten Sieg und die Tabellenführung freuen konnten, lag aber vor allem am Arbeitsunfall von Niklas Hoheneder.
Der schilderte den Crash so: "Ich bin hoch zum Kopfball, bin mit jemandem zusammengerauscht, habe die Orientierung verloren. Vom Aufprall weiß ich nichts mehr. Frahni war bei mir, der Schiri hat mich angesprochen. Zuerst war meine linke Hand taub, das hat sich in der Kabine verbessert." In der Uni-Klinik kam Hoheneder in die Röhre (MRT). Diagnose: Stauchung der Halswirbelsäule und ein gequetschter Nerv. Folge: Kraftlosigkeit im linken Arm. Prognose: Alles wird gut. Pause: mindestens zwei Wochen.
Gestern konnte der extrem beliebte längliche Patient (1,93m) schon wieder scherzen, sprach von einer Landung à la Albatros. Die Riesenvögel überschlagen sich nach dem Ausfahren des muskulösen Fahrgestells regelmäßig.
RB II in Markranstädt mit dem längeren Atem
Oberliga-Aufsteiger gewinnt Lokalderby nach Pausenrückstand noch 2:1


Markranstädt. Einen Sieg des langen Atems errang die zweite Mannschaft von RB Leipzig im Oberliga-Duell beim SSV Markranstädt. Trotz eines Halbzeitrückstandes siegte der Aufsteiger am Sonnabend vor 420 Zuschauern noch mit 2:1. Bekanntlich tragen in dieser Saison beide Teams ihre Heimspiele im Stadion am Bad aus, aber die Markranstädter, agierten als "echte" Gastgeber relativ defensiv, suchten im Konter den Erfolg. Die SSV-Führung fiel jedoch nach einem Eckball, der zum langen Eck verlängert wurde. Dort kam der Neu-Markranstädter Pierre Le Beau ziemlich frei zum Kopfball. "Da waren wir etwas unsortiert, das kann passieren", kommentierte RB-Trainer Tino Vogel diese Szene.
Nach der Pause hatte er mehr Freude an seinem Team, das nun überlegen wurde. "Der Sieg war eine Frage des Willens. Meine Jungs haben bis in die Schlussphase an sich geglaubt, weiter kontrolliert gespielt", lobte Vogel. Die Leipziger holten auch nicht die sogenannte Brechstange heraus, als es eine Viertelstunde vor Schluss noch immer 1:0 stand. Die Geduld wurde belohnt. Beim Ausgleich spielte der eingewechselte Victor Lindau einen cleveren Rückpass auf Paul Schinke - 1:1. Und beim RB-Siegtor nutzte Alexander Sorge einen Freistoß zum Kopfballtreffer.
SSV-Coach Heiko Weber ärgerte sich nur über die vergebenen Chancen und sagte: "Es war ein sehr gutes Spiel und RB II ein sehr starker Gegner." Nicht nur die späten Gegentore waren bitter für den SSV, sondern auch die Verletzung von Robert Zickert. Er musste ins Krankenhaus geflogen werden, weil er sich kurz vor Schluss im Zweikampf zwei Rippen brach, von denen eine auch noch die Lunge verletzte. Frank Müller
Markranstädt: Neukam, Winkelmann, Haider, Zickert, Lerchl, Ibold 76. Majetschak), Le Beau, Nüchtern, Daubitz (57. Dwars), Hesse (46. Zimmermann), Krieger. RB II: Heine, Ludwig, Sorge, Konik, Legien, Mietzelfeld (85. Hanne), Siebeck, Schinke, Niemeyer (57. Heinze), Barth (73. Lindau), Nattermann. SR.: Wilske (Bretleben).
Tore: 1:0 Le Beau (32.), 1:1 Schinke (75.), 1:2 Sorge (82.). Z.: 420.
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