LVZ vom 25.09.2014, Das magische Duo

Presseberichte zu RB Leipzig
Gesperrt
Benutzeravatar
Jupp
Moderator
Beiträge: 16822
Registriert: Di 25. Aug 2009, 16:41
x 235
x 663

LVZ vom 25.09.2014, Das magische Duo

Beitrag von Jupp » Do 25. Sep 2014, 08:38

Das magische Duo
Kaiser und Poulsen glänzen beim 3:1 der RB-Kicker gegen Karlsruhe / Aufsteiger Darmstadt und Leipzig an der Zweitliga-Spitze


Von Frank Schober, Uwe Köster und Matthias Roth

Leipzig. Das magische Duo Dominik Kaiser und Yussuf Poulsen hat Fußball-Zweitligist RB Leipzig gestern Abend mit dem vierten Saisonsieg auf den zweiten Tabellenrang befördert. Kaiser erzielte per Freistoß sein erstes Zweitliga-Tor, Poulsen schnürte in einer sehenswerten zweiten Halbzeit einen Doppelpack und steht nun bei sechs Treffern. Natürlich war das gestrige 3:1 gegen den Karlsruher SC Verdienst einer kompakt arbeitenden RB-Elf, die gegen hoch gehandelten Kontrahenten fast nichts zuließ. Zugleich zeigte die Elf von Alexander Zorniger eindrucksvoll, dass sie Rückschläge wegstecken kann. Weder das 1:2 am Sonntag bei Union Berlin noch der Rückstand gegen den KSC nach 33 Minuten brachten RB aus dem Rhythmus. Erstmals in dieser Saison kamen weniger als 20000 Zuschauer in die Red-Bull-Arena, doch die 18235 wurden bestens unterhalten.
"Ich muss lange überlegen, wann ich das zuletzt gesagt habe: Wir hatten heute keine Chance! RB war uns in allen Belangen überlegen", lautete der Kommentar des KSC-Trainers Markus Kauczinski. Alexander Zorniger meinte: "Wir haben heute die Tiefe gefunden, die wir gegen Union nicht gesucht haben."
Die erste halbe Stunde erinnerte an den Auftritt in Berlin: RB spielte gefällig, hatte deutlich mehr Ballbesitz, durch den 1,92 m großen Poulsen auch die Lufthoheit. Der Däne war der auffälligste Mann und an allen Offensiv-Aktionen beteiligt. Der 20-Jährige drang mal von rechts in den Strafraum, wenig später von links oder durch die Mitte. In der 14. Minute - auch das erinnerte an die Vorstellung bei Union - forderte nicht nur Poulsen Foulelfmeter, als er gefühlte drei Sekunden von Kempe attackiert wurde. Der Mann mit der Rasta-Frisur ging spät zu Boden, als nur noch ein ­Mini-Kontakt des Gegenspielers an seinem Trikot zu sehen war.
Mitten in die Drangperiode fiel das 0:1, bei dem Georg Teigl und vor allem Tim Sebastian nicht gut aussahen. Nach dem Querpass der Badener versuchten Marvin Compper und Anthony Jung vergeblich zu retten: Micanski hat wenig Mühe zu vollenden. Wer nun eine zähe Aufholjagd vermutete, der hatte die Rechnung ohne Dominik Kaiser gemacht. Der erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startelf stehende Mittelfeld-Motor holte in zentraler Position einen Freistoß heraus, den er selbst mit viel Effet rechts um die Mauer ins Netz zirkelte. Orlishausen reckte sich vergebens - der KSC-Schlussmann bekam nur noch die Fingerspitzen an den Ball. "Der Freistoß war überragend", sparte Zorniger nicht mit Lob.
Die berauschende zweite Hälfte konnte kommen. Gut zwei Minuten nach Wiederanpfiff zündete Poulsen den Turbo. Endlich nutzte RB mal wieder die Schnelligkeit des Dänen-Pfeils, als Dominik Kaiser mit einen perfekt getimten Pass die gesamte Karlsruher Hintermannschaft aushebelte. Der Hochgeschwindigkeits-Fußballer war nicht zu stoppen, umkurvte elegant Keeper Orlishausen, um wie im Training zum 2:1 einzuschieben.
Nun spielte RB erfrischenden Konterfußball. Vor dem 3:1 entwischte Poulsen hinter der Mittellinie der Badener Dreierkette, diesmal überrannte er den Keeper links. Als Passgeber zeichnete sich erneut der geniale Dominik Kaiser aus. Einzige Mini-Kritik: Das Abspiel kam einen Tick zu spät, so geriet der doppelte Torschütze mit der Zehenspitze ins Abseits. Eine schwierige Entscheidung, die im Zweifel für den Angeklagten RB ausfiel. Kurz standen die Leipziger an der Tabellenspitze, ehe der andere Neuling Darmstadt mit dem 4:0 gegen Frankfurt noch vorbeizog.
RB: Bellot - Teigl (70. Heidinger), Sebastian, Compper, Jung - Khedira - Demme, Kimmich (77. Hierländer) - Kaiser - Poulsen, Frahn (59. Morys). Karlsruher SC: Orlishausen - Klingmann, Gulde, Gordon, Kempe - Peitz - Torres (66. Valentini), Yabo, Krebs (59. van der Biezen), Yamada - Micanski (73. Nazarov). Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart).
Drei Fragen an ... ... RB-Spieler Dominik Kaiser "Nicht viel Zeit zum Nachdenken"

Nach der Pleite gegen Union Berlin war wenig Verunsicherung zu spüren. Woran lag das?
Wir hatten nicht viel Zeit zum Nachdenken. Da war ein Mittwochspiel schon perfekt, weil wir natürlich alle heiß darauf waren, uns für die Niederlage zu revanchieren. Außerdem war unsere Leistung am Wochenende ja auch nicht wirklich schlecht. Viel Grund für Verunsicherung gab es jedenfalls nicht.
Was war das nach Ihrem Bluterguss im Oberschenkel für ein Gefühl, wieder in der Startformation zu stehen?
Ich habe mich sehr gefreut, aber es war schon richtig vom Trainer, so lange zu warten. Trotzdem hatte ich am Anfang Probleme, meinen Rhythmus zu finden, mich an das Spieltempo zu gewöhnen. Das Tor hat dann natürlich immens geholfen.
War dies der Beginn einer neuen Siegesserie?
Wir werden alles daran setzen, in den nächsten Spielen zu punkten. Aber so ist die zweite Liga: Hier gibt es keine einfachen Gegner.

Interview: Thomas Fritz
RB-Fans.de Facebook: http://www.facebook.com/rbfans.le
RB-Fans.de Twitter: http://twitter.com/rb_fans
RB-Fans.de Instagram: https://instagram.com/rb_fans_de/

Gesperrt