LVZ vom 07.10.2014, Kaisers Knaller reicht nicht

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Jupp
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LVZ vom 07.10.2014, Kaisers Knaller reicht nicht

Beitrag von Jupp » Di 7. Okt 2014, 08:59

Kaisers Knaller reicht nicht
RB muss sich trotz klarer Chancenvorteile mit einem 1:1 gegen Heidenheim begnügen


Von Guido schäfer

Leipzig. RB Leipzig bleibt in der 2. Liga eine Hausnummer und in der heimischen Red-Bull-Arena ungeschlagen. Ein knapper Sieg gegen Heidenheim war drin, ein 1:1 (1:1) kam heraus. Kunstschütze Dominik Kaiser glich in der 31. Minute die Gästeführung (21.) aus. Der Blick auf die Tabelle kann sich vor der Länderspiel-Pause sehen lassen: RB ist Vierter, Heidenheim Fünfter.
Stellen Sie sich für einen Moment vor, Sie heißen Georg Teigl, schlüpfen beruflich ins Trikot von RB Leipzig und waren beim jüngsten 2:2 in Düsseldorf bester Mann auf dem Platz und zweifacher Torschütze. Dann schweben Sie zwischen der Partie an der Kö und der gegen Heidenheim auf Wolke 7, werden von wildfremden Menschen geküsst und wissen: Heidenheim zittert vor King Georg!
Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie kurz vorm Anpfiff vom Chef gesagt bekommen: Sorry Georg, Du bleibst draußen, taktisch bedingt. Dieses Schicksal ereilte Teigl gestern. Der Ösi erlebte den Anpfiff von der Bank. Ein Grund könnte sein: Weil Yussuf Poulsen mit einer just kurierten Zerrung auflief, brauchte Teigls Chef Alexander Zorniger ein ähnlich flinkes Backup. Ach ja: Kapitän Daniel Frahn guckte zu, die Binde übernahm erneut Dominik Kaiser.
Zum Spiel. 8. Minute: Jo Kimmich spielt in die Gasse, Matthias Morys schießt mit links, Torhüter Jan Zimmermann (kam im Sommer aus Darmstadt) rettet. In der 21. Minute tauchen die Männer von Frank Schmidt zum ersten Mal vorm RB-Tor auf - und wie. Marc Schnatterer lässt im Strafraum genial in den Lauf von Philip Heise prallen, der lässig zum 0:1 versenkt. Kurz darauf landet ein Poulsen-Schuss am linken Pfosten - der Schiri pfeift Abseits. 31. Minute, unfassbares 22-Meter-Freistoßtor von Kaiser zum 1:1! Der Ball schlägt wie beim Ausgleich gegen Karlsruhe im rechten oberen Winkel ein. Übrigens: In der Vorsaison traf Kaiser beim 1:0-Sieg in Darmstadt aus 35 Meter mit links. Diesmal flog vergebens: Jan Zimmermann. Ja, Zornigers König heißt Kaiser. Der sagt später: "Ein Punkt sind zwei zu wenig."
RB ist vor 18820 Fans (viereinhalb aus Heidenheim; Boykott) überlegen, wird aber immer wieder von Heidenheimer Nadelstichen gepiesackt. Kurz nach der Halbzeit die Doppelchance zum 2:1. Morys und Poulsen scheitern Auge in Auge mit und an Zimmermann.
In der 60. Minute darf King Schorsch Teigl ran, kommt für Morys. Teigl hat nach Poulsen-Vorarbeit die Führung auf dem Huf, doch Zimmermann hat sein Tor fachmännisch vernagelt. RB packt den kompletten Werkzeugkasten aus, Anthony Jung versucht es mit dem rechten Hammer - abgeblockt (79.). 86. Minute, Daniel Frahn, darf ran, die Fans jubeln, doch es reicht nicht zum Sieg.
Gäste-Coach Frank Schmidt hat sich farblich mit Zorniger abgestimmt (rot-weiß) und ist happy: "Wir hatten Top-Leute wie Poulsen ganz gut im Griff, haben leidenschaftlich gekämpft und nehmen den Punkt gegen eine sehr gute Mannschaft gerne mit."
Alexander Zorniger ärgert sich über den Treffer zum 0:1 ("da haben wir uns dumm verhalten"), lobt aber ansonsten seine Jungs: "Wir haben das gespielt, was wir wollten, mit Wahnsinns-Tempo und hoher Aggressivität."
RB: Bellot - Heidinger (86. Frahn), Sebastian, Compper, Jung - Khedira - Kimmich, Demme (82. Fandrich) - Kaiser - Poulsen, Morys (60. Teigl).
Heidenheim: Zimmermann - Strauß, Kraus, Wittek, Heise - Griesbeck - Reinhardt (78. Riese), Titsch-Rivero - Schnatterer - Morabit (70. Bagceci), Niederlechner (90. Leipertz).
Schiedsrichter: Hartmann (Wangen). Zuschauer: 18820.
Porsche und VW fahren auf RB Leipzig ab
Rangnick und Co. freuen sich über neue Freunde & Helfer


Von guido schäfer

Leipzig. Der österreichische Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918) wusste früh: "Geld findet überall höfliche Leute." Und weil es sich im vorliegenden Fall um eine deutsch-österreichische Nummer handelt, lassen wir zum Einstieg von VW und Porsche beim Fußball-Club RB Leipzig auch noch Herrn Goethe (1749-1832) zu Wort kommen. "Wer das Geld bringt, kann die Ware nach seinem Sinne verlangen."
Letzteres ist ein Stück weit überholt, bei den von Ösi-Milliardär Dietrich Mateschitz 2009 in die Welt gesetzten Roten Bullen steht Fremdbestimmtheit auf dem Index. Freudig erregt sind sie bei den Rasenballern aber durchaus, die Kooperation mit den automobilen Größen signalisiert: Wir sind nach fünf Jahren im Unterholz angekommen in Deutschland, werden ernstgenommen. Auch von Großkopferten wie VW und Porsche.
RB-Sportdirektor Ralf Rangnick, 56, freut sich über neue Freunde & Helfer: "Wir haben zwei neue strategische Partner hinzugewonnen, die uns auf unserem Weg unterstützen werden. Das Interesse an RB Leipzig hat sich durch unsere erfolgreiche Entwicklung und attraktive Art Fußball zu spielen gesteigert."
Porsche-Leipzig-Chef Siegfried Bülow, 62: "Porsche und RB Leipzig verbindet mit der Stadt eine große Erfolgsgeschichte. Daher ist es selbstverständlich, dass wir die Region durch ein umfangreiches gesellschaftliches Engagement an diesem Erfolg teilhaben lassen."
Gestern wurde die Porsche-Loge in der Red-Bull-Arena eingeweiht. VW ist zudem im Stadion werblich präsent, stellt den RB-Fuhrpark. Dabei gilt: Je reifer der Kicker, desto mehr PS. Junge Männer wie Yussuf Poulsen, 20, müssen demnach warten aufs PS-Monster Touareg. Ein Porsche Panamera und ein Cayenne steht für die VIP-Betreuung parat. Fahrten nach Leutzsch und Probstheida sind nur bedingt zu empfehlen.
Porsche will dem Nachwuchs den Zugang zum Fußball erleichtern. Slogan: "Turbo für Talente". T für T.
Wie wäre es mit P für P? "Porsche für Perichterstatter".
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