LVZ vom 09.04.2015, Verabredung mit der alten Liebe

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Rumpelstilzchen
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LVZ vom 09.04.2015, Verabredung mit der alten Liebe

Beitrag von Rumpelstilzchen » Mi 8. Apr 2015, 22:05

Verabredung mit der alten Liebe
Besonderes Spiel für Lukas Klostermann: Rasenballer am Sonntag in Bochum / Ralf Rangnick öffnet sich in Sachen Trainer-Comeback

Leipzig. Am Sonntag ist er ab 13.30 Uhr wieder hier, in seinem Revier. Für RB-Nachwuchsstar Lukas Klostermann ist das Spiel bei seiner alten Liebe, dem legendären VfL Bochum, ein besonderes. Der 18-jährige schafft beim Ruhrpott-Club den Sprung vom Jugendspieler zum Zweitliga-Profi, kommt in der Saison 2013/2014 auf neun Einsätze.
Als der schnelle Verteidiger seinen im Sommer 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern will, gibt es Liebesentzug. Sein 10. Zweitligaspiel findet im RB-Trikot statt. Beim Bochum sind sie nicht amüsiert über den Wechsel, kassieren eine überschaubare 300000-Euro-Ablöse. Die sich im Fall eines RB-Aufstiegs ausweiten wird.
All das muss die RB-Stammkraft am Sonntag verdrängen. "Ich freue mich auf Bochum, musste viele Karten für meine Verwandten und Freunde besorgen. Der VfL ist stark, wir wollen punkten." Klostermann ist der Gewinner des RB-Fußball-Jahres 2015, steht bis auf eine Ausnahme (bei der 0:1-Pleite gegen Frankfurt) in jedem Pflichtspiel in der Startformation. Und seinen Mann. In der Innenverteidigung und als rechtes Glied der Viererkette. RB-Coach Achim Beierlorzer: "Lukas ist immer bei der Sache und lernwillig." Dazu muss man wissen, dass RB an die Defensivspieler hohe Anforderungen stellt. Das hohe Angreifen birgt Risiken, den Letzten beißen im Fall der Fälle die Hunde. Klostermann: "Man muss mutig sein und sich aufeinander verlassen können." Dann klappt es mit dem Nachbarn und der stehenden Null.
Klostermanns Leipzig-Start steht im Sommer 2014 unter keinem guten Stern. Eine Lebensmittelvergiftung macht einen Krankenhaus-Aufenthalt notwendig, es folgen mehrere Gesichtverletzungen, der Weg zur Zweitliga-Elf scheint endlos. "Keine schöne Zeit", so Klostermann, der damals bei den Profis trainiert und der U19 oder U23 kickt.
Am 29. Oktober 2014 schlägt die Stunde des Ex-Bochumers. Sein Pflichtspieldebüt steigt gegen Aue im DFB-Pokal. Der Youngster erlebt Himmel und Hölle. Zuerst das Hochgefühl beim Einlaufen, 20 Minuten später das Eigentor zum 0:1. Klostermann rafft sich auf, dreht mit seinen Kollegen die Partie.
Den Durchbruch zum Stammspieler schafft er unter Beierlorzer. In Leipzig ("Sensationelle Stadt") angekommen ist der Abiturient schon früher, bewohnt mit seinem Teamkollegen John-Patrick Strauß eine WG. Klostermanns Vertrag läuft bis 2018, das Ziel ist klar: Bundesliga.
Auffallend gut gelaunt war Sportdirektor Ralf Rangnick beim gestrigen Üben seiner Untergebenen. Könnte damit zutun haben, dass er auf seiner neuen XXL-Terrasse im Waldstraßenviertel künftig geheime Trainingsgäste testen kann. Setzen Sie sich im Sommer auf die Trainerbank, Herr Rangnick? "Das ist nicht der Plan." Ist es für alle Zeiten auszuschließen? "Im Fußball sollte man gar nichts ausschließen." Nun denn, es möge sich jeder seinen Teil denken. Guido Schäfer
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