Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Stadionordnung, Fangesänge, Uservorstellung....

Scheiß L-O-K / Scheiß H-F-C in der Uffta?

Klar das gehört da rein - wir sind hier nicht beim Halma!
129
32%
Brauchen wir nicht - ausgelatschte Wege gibts genug in LE!
271
68%
 
Abstimmungen insgesamt: 400

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Jupp
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Jupp » Do 27. Apr 2017, 21:16

War es bisher nicht immer gängige Praxis, dass Banner zu gesellschaftlich selbstverständlichen Dingen genehmigt wurden? Beispielsweise Frieden, gegen Gewalt, Extremismus, gegen Rassismus usw.
Das Mateschitz-Banner passt da ja nicht rein, weshalb es ja wohl nicht genehmigt wurde.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Eventzuschauer » Do 27. Apr 2017, 22:29

Ich freue mich schon auf den Tag wenn wir CL spielen...vlt. die Gruppenphase überstehen...hier ein richtiger Kracher auf der Matte steht....und anstatt Choreo und geiler Stimmung im Stadion wir eine Politik Talkrunde auf den Rängen abhalten, mal kurz gelangweilt auf den Rasen schielen und Beifall klatschen wenn jedmögliche politische Meinungen in Form von Transparenten zelebriert werden.

Oh das wird fein. Da lacht das Fußballherz. Weiter so...Ihr politisch engagierten Meinungsmacher in den Blöcken. Ihr macht Fußball in Leipzig liebenswert. ...... vor der Glotze mit Sky Abo.

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Jupp » Fr 28. Apr 2017, 07:57

Wird nicht passieren. Mintzlaff hat da ja eine klare Ansage gemacht.

Aber nochmal die Frage: War es bisher nicht immer gängige Praxis, dass Banner zu gesellschaftlich selbstverständlichen Dingen genehmigt wurden? Beispielsweise Frieden, gegen Gewalt, Extremismus, gegen Rassismus usw.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Adamson » Fr 28. Apr 2017, 08:47

Loch hat geschrieben: Wenn es Stadien gibt, in denen nicht mal ein Grundkonsens gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen artikuliert wird, dann ist das quasi als Einladung zu verstehen, sich dort einzunisten. Denn natürlich sind solch große Menschenansammlungen mit gesellschaftlicher Breitenwirkung und großen Jugendgruppen ein idealer Ansatzpunkt, um diese Ideologie zu verbreiten. Dass das nicht zwangsläufig geschehen muss, ist klar.
Diesem Aspekt deiner Argumentation kann ich folgen. Nur finde ich, dass diese humanistische Grundeinstellung sich doch aber nicht allein durch das Hochhalten von irgendwelchen Transparente oder Plakaten dokumentiert. Man ist doch nicht antirassistisch weil man ein Schild um den Hals trägt, wo das draufsteht. Im Übrigen sollen ja jedwede politischen Transparente verbannt werden, also nicht nur linke, auch liberale, grüne, rechte, islamistische,… Wenn die Kurve wirklich so tickt, wird rechtes Gedankengut nicht durch Transparente abgehalten, wie Vampire durch Knoblauch, sondern weil es gelebt wird. Da braucht es keine Plakate.
Im Gegenteil. Dieser Exhibitionismus führt meines Erachtens in eine Sackgasse. Es waren am Samstag 1.800 Leipziger auf Schalke und wie man im Fernsehen hören konnte, waren sie gut dabei und hielten ordentlich dagegen, so wie das 1.800 Leute eben vermögen. Aber im Nachhinein redete alles nur noch über 10 Unzufriedene, die glauben, ihre postpubertären Botschaften unbedingt unters Volk bringen zu müssen.
Ich kann verstehen, dass die Verlockung groß ist, sich so aus der grauen Masse hervorzuheben. Das ist aber ein Irrweg. Man muss sich nur mal ansehen, wer da alles auf den Zug aufspringt. U.a. "Faszination Fankurve", "Fanzeit". Jede Wette "11 Freunde" lässt sich da nicht lange bitten! Will man wirklich Beifall aus der Ecke?
Jupp hat geschrieben: Aber nochmal die Frage: War es bisher nicht immer gängige Praxis, dass Banner zu gesellschaftlich selbstverständlichen Dingen genehmigt wurden? Beispielsweise Frieden, gegen Gewalt, Extremismus, gegen Rassismus usw.
Die Frage ist doch, wo willst du hier die Grenze ziehen. Wenn im Stadion für ein kleines Mädchen gesammelt wird, weil die Krankenkassen eine erfolgversprechende Behandlung nicht zahlen wollen, könnte man das im weitesten Sinne auch als Protest gegen die Gesundheitspolitik interpretieren. Die Mehrzahl der Plakate, die nach dem Dortmund-Spiel im Stadion hochgehalten wurden, werden sicher auch irgendeine politische Botschaft verkündet haben. Das wird sicher alles akzeptiert, solange es innerhalb einer Grenze bleibt. Und diese Grenze zieht als Hausherr der Verein. Die Red Aces haben den Bogen überspannt und darunter wird unter Umständen jetzt alles leiden müssen.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von RB-Junky » Fr 28. Apr 2017, 09:24

Truckle hat geschrieben:Ich verfolge es jetzt nicht so genau, glaube aber das es das so kaum in einem anderen Stadion gibt.
Außer vielleicht auf St. Pauli.
In der Regel beschäftigen sich andere Szenen doch eher mit DFB, DFL und dem Gegner in Ihren Tapeten.
Das ist Quatsch. Schau bitte nochmal nach ;)
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Loch » Fr 28. Apr 2017, 12:05

Adamson hat geschrieben:
Loch hat geschrieben: Wenn es Stadien gibt, in denen nicht mal ein Grundkonsens gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen artikuliert wird, dann ist das quasi als Einladung zu verstehen, sich dort einzunisten. Denn natürlich sind solch große Menschenansammlungen mit gesellschaftlicher Breitenwirkung und großen Jugendgruppen ein idealer Ansatzpunkt, um diese Ideologie zu verbreiten. Dass das nicht zwangsläufig geschehen muss, ist klar.
Nur finde ich, dass diese humanistische Grundeinstellung sich doch aber nicht allein durch das Hochhalten von irgendwelchen Transparente oder Plakaten dokumentiert.
Zustimmung. Aber es ist vermutlich der niedrigstschwellige Ansatz. Wichtiger ist natürlich, dass man den Antirassismus auch in der Praxis lebt. Gar nicht mal im Sinne von "Wir laden jedes Spiel 20 Flüchtlinge ins Stadion ein", sondern eher sowas wie: bei der Aufnahme von Mitgliedern in den Fanclub nicht diskriminieren; bei rassistischen Vorfällen im Stadion eingreifen, etc.

Aber ich bleibe dabei: Verbote finde ich in der Regel nicht sinnvoll. Ein Fanblock kann solche Konflikte auch selbst klären, wobei Zugeständnisse aller Beteiligten notwendig sind. Wobei es aus meiner Sicht auch rote Linien gibt, zum Beispiel:
- Antirassistische Banner zu akzeptieren darf nicht bedeuten, auch rassistische Banner zu akzeptieren (ja, nächstes Problem: das ist dann häufig Auslegungssache)
- Mit dem Mythos, das Stadion sei ein politikfreier Raum oder könne dies sein, muss aufgeräumt werden. Hier wurde ja schon der Wikipedia-Artikel verlinkt. Deutlicher geht's nicht. Eine sinnvolle Diskussion zum Thema Banner/Politik/Verbote/Antirassismus mit Menschen, die diesen Mythos aufrecht erhalten, ist meiner Meinung nach nicht möglich.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Fanblock-Gänger » Fr 28. Apr 2017, 12:13

Loch hat geschrieben:
Adamson hat geschrieben:
Loch hat geschrieben: Wenn es Stadien gibt, in denen nicht mal ein Grundkonsens gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen artikuliert wird, dann ist das quasi als Einladung zu verstehen, sich dort einzunisten. Denn natürlich sind solch große Menschenansammlungen mit gesellschaftlicher Breitenwirkung und großen Jugendgruppen ein idealer Ansatzpunkt, um diese Ideologie zu verbreiten. Dass das nicht zwangsläufig geschehen muss, ist klar.
Nur finde ich, dass diese humanistische Grundeinstellung sich doch aber nicht allein durch das Hochhalten von irgendwelchen Transparente oder Plakaten dokumentiert.
Zustimmung. Aber es ist vermutlich der niedrigstschwellige Ansatz. Wichtiger ist natürlich, dass man den Antirassismus auch in der Praxis lebt. Gar nicht mal im Sinne von "Wir laden jedes Spiel 20 Flüchtlinge ins Stadion ein", sondern eher sowas wie: bei der Aufnahme von Mitgliedern in den Fanclub nicht diskriminieren; bei rassistischen Vorfällen im Stadion eingreifen, etc.
Das ist ja Bedingung für die Anerkennung als OFC.
Loch hat geschrieben:Aber ich bleibe dabei: Verbote finde ich in der Regel nicht sinnvoll. Ein Fanblock kann solche Konflikte auch selbst klären, wobei Zugeständnisse aller Beteiligten notwendig sind. Wobei es aus meiner Sicht auch rote Linien gibt, zum Beispiel:
- Antirassistische Banner zu akzeptieren darf nicht bedeuten, auch rassistische Banner zu akzeptieren (ja, nächstes Problem: das ist dann häufig Auslegungssache)
- Mit dem Mythos, das Stadion sei ein politikfreier Raum oder könne dies sein, muss aufgeräumt werden. Hier wurde ja schon der Wikipedia-Artikel verlinkt. Deutlicher geht's nicht. Eine sinnvolle Diskussion zum Thema Banner/Politik/Verbote/Antirassismus mit Menschen, die diesen Mythos aufrecht erhalten, ist meiner Meinung nach nicht möglich.
Also ich kann mir nicht vorstellen, dass es da auch nach 3 Stunden Diskussion einen Konsens gibt. Politikfreier Raum... Wenn Leute diskutieren, dann auch über Politik. Wo der Zusammenhang zu Plakaten und Tapeten ist - k.A.. Der Logik folgend könnte oder sollte hin und wieder auch jemand mit Transparent in die Straßenbahn steigen. Wir sind aber beim Fußball und nicht auf ner Demo!

Leben, nicht machen! Und wenn die RA etwas schönes organisieren und machen oder bei NoGida laufen - alles schön. Auch von anderen FC. Auch das macht aktive Fanarbeit aus. Nicht nur das Basteln von Choreos.

Aber ich verstehe dich nicht. Ich verstehe nicht, wie man und warum darauf beharrt, dass politische Banner möglich sein dürfen.
Gibt es beim Handball oder Skispringen Banner?

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Loch » Fr 28. Apr 2017, 12:40

Fanblock-Gänger hat geschrieben:Der Logik folgend könnte oder sollte hin und wieder auch jemand mit Transparent in die Straßenbahn steigen. [...] Gibt es beim Handball oder Skispringen Banner?
In einer Straßenbahn sehen das Banner ein paar Leute. In einem Stadion sind es 40.000 oder - mit Glück, falls die TV-Kamera draufhält - sogar ein paar Millionen.

Handball und Skispringen haben einen ganz anderen gesellschaftlichen Stellenwert. Oder anders gesagt: Diese Sportarten sind nicht annähernd so stark politisiert wie Fußball.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von The-Last-ReBeL » Fr 28. Apr 2017, 13:13

heißt also, das die Minderheit der Sandkasten Trotzkis und Thälmanns die große Bühne des Gottvaters des Kapitalismus brauchen.

"Respekt wers selber macht". Baut euch selber eine Bühne von euren Geld und bespasst die, die sich dort bespaßen lassen wollen, und vor allen die es dulden.
https://www.youtube.com/watch?v=pMFQt84uYZI&list=RDpMFQt84uYZI&start_radio=1

„Wenn du laufen willst dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“ Emil Zàtopek

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von matrix44 » Fr 28. Apr 2017, 13:14

Ich verstehe nicht was man da diskutieren muß.
Stadionordnung ist doch eindeutig. Sich einfach darüber hinweg zu setzen ist schon dreist.

§ 6 Verbote
(1) Den Besuchern des Geltungsbereiches ist das Mitführen folgender Gegenstände untersagt:
-Jedwedes rassistisches, fremdenfeindliches, antisemitisches, extremistisches,
gewaltverherrlichendes, diskriminierendes Propagandamaterial sowie jegliches
politisches Informationsmaterial; entsprechendes gilt für Kleidung, die Schriftzüge
oder Symbole mit eindeutiger rassistischer, fremdenfeindlicher, antisemitischer,
extremistischer, gewaltverherrlichender oder diskriminierender sowie jegliche Form
von politischer Tendenz aufweisen;

-rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische, extremistische,
gewaltverherrlichende, diskriminierende sowie jegliche Form von politischen
Parolen zu äußern oder zu verbreiten
TRADITION BEGINNT,WENN MENSCHEN ANFANGEN AN EINE SACHE ZU GLAUBEN

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