Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Stadionordnung, Fangesänge, Uservorstellung....

Scheiß L-O-K / Scheiß H-F-C in der Uffta?

Klar das gehört da rein - wir sind hier nicht beim Halma!
129
32%
Brauchen wir nicht - ausgelatschte Wege gibts genug in LE!
271
68%
 
Abstimmungen insgesamt: 400

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EisenerBulle
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von EisenerBulle » Mo 17. Dez 2018, 16:56

Da sollte man sich eigentlich über den gestrigen Sieg freuen aber irgendwas ist ja immer. Grundsätzlich würde ich mich der "Spencerle-Adamson-Fraktion" anschließen was jetzt sicher nicht überraschend ist. :)
Die klare Ansage nach dem Salzburg-Spiel war allseits bekannt. So muss man diese Aktion schon mindestens (!) als naiv bezeichnen dürfen. Oder da ja hier auf den RBB verwiesen wurde, nehme ich mal folgenden Auszug aus seinem Blog:
Kann man als RB-Leipzig-‚Fanszene‘ kurz nachdem der Verein seine Verfahrensweise in Sachen Pyro noch mal öffentlich klargemacht hat, irgendwo unter dem RB-Label hinfahren und vor sich hinrauchen? Klar, kann man, aber es ist auch wenig schlau, eine Grenze austesten zu wollen, deren Setzung man nicht selber in der Hand hat und bei deren Verletzung die Sanktionierung beim Grenzensetzer liegt..
...
(weil er so dämlich war, dass Fotos von ihm im Netz landen).
Dummheit/Naivität schützt halt vor Schaden nicht. Vielleicht war es eben einfach nur ein Denkzettel seitens des Vereins und die Strafe wird später etwas gemildert. Laut der Stellungnahme der Red Aces will man ja auch den Dialog mit dem Verein suchen. MMn auch das Beste was sie machen können.
Ansonsten hab ich im Stadion niemanden vermisst. Liegt vielleicht daran, dass ich Ober-Spießer ( :shh: ) einfach nur wegen Fußball ins Stadion gehe... :cool:
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)

LuWo
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von LuWo » Mo 17. Dez 2018, 17:45

Nee, ich gehe auch wegen Fußball ins Stadion, auch wenn ich nach manchen Spiel in die Tischplatte beißen könnte.
Diese Typen vermißt (faßt) niemand. Die sollen ihre kranken Vorstellungen vom Fußball sonstwo ausleben. Dresden braucht da vielleicht noch Verstärkung.

Daniel1975
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Daniel1975 » Mo 17. Dez 2018, 20:28

LuWo hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 17:45
Nee, ich gehe auch wegen Fußball ins Stadion, auch wenn ich nach manchen Spiel in die Tischplatte beißen könnte.
Diese Typen vermißt (faßt) niemand. Die sollen ihre kranken Vorstellungen vom Fußball sonstwo ausleben. Dresden braucht da vielleicht noch Verstärkung.
Kann ich mich nur anschließen!

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Little Joe
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Little Joe » Mo 17. Dez 2018, 21:07

Daniel1975 hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 20:28
LuWo hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 17:45
Nee, ich gehe auch wegen Fußball ins Stadion, auch wenn ich nach manchen Spiel in die Tischplatte beißen könnte.
Diese Typen vermißt (faßt) niemand. Die sollen ihre kranken Vorstellungen vom Fußball sonstwo ausleben. Dresden braucht da vielleicht noch Verstärkung.
Kann ich mich nur anschließen!
Waren wir nicht alle einmal in unserer Jugend der Nabel der Welt oder hielten wir uns dafür? Jeder Pubertierende macht eine Selbstfindungsphase durch, stark abhängig von seiner Umwelt, die ihn beeinflusst. Denkt ihr, ihr könnt die jetzigen Ultras vertreiben und habt somit euren Frieden? Es werden immer wieder Jugendliche, jetzt vielleicht noch Mitglieder von Bullis Bande, nachrücken, die sich dann als RBL-Ultras sehen und entsprechend auftreten. Man muss das auch ein Stück weit akzeptieren. Natürlich wollen und werden wir ihnen nicht die Kurve überlassen, da bin ich voll dabei.
Aber aus den meisten jungen "Revoluzzern" werden erwachsene Supporter oder sie orientieren sich völlig um. Weder ein Hippie noch ein Blueser wie ich hätten sich damals als Nabel der Welt jemals vorstellen können, ein "spießbürgerliches" Leben zu führen. Heute spiele ich Weihnachtslieder auf der Klampfe für meine Familie... (grausame Vorstellung damals)...
und gehe mit denen auch noch zu RB. :shock:

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katmik
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von katmik » Mo 17. Dez 2018, 21:12

Richtig, und genauso wichtig ist es, diesen sog. Revoluzzern Grenzen zu setzen und da auch konsequent zu bleiben. Anders werden sie es nicht lernen, fürchte ich.
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als jener, der ohne Ziel umherirrt. (Lessing)

Tag Eins
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Tag Eins » Mo 17. Dez 2018, 21:21

Der DFB hat Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten geschaffen. Die Lektüre ist im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall ganz interessant: https://www.dfb.de/verbandsservice/pinn ... chtlinien/

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Eventzuschauer
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Eventzuschauer » Mo 17. Dez 2018, 21:34

Guter Beitrag @Little Joe.
Wir verlieren uns leider sehr oft im absoluten Schwarz/Weiß. Und da fangen die Probleme an. Fraktion A hat eine Meinung...weicht Null Komma nix davon ab. Fraktion B ebenfalls ihre und bewegt sich auch Null.
Das was gestern vorgefallen ist und das Warum sind das eine. Da gibt es ja nun nach 24 Stunden diverse Meinungsbilder und Beweggründe. Da habe ich ebenfalls die Meinung...wer gehen will aus welchen Gründen auch immer...Bitte. Da hinten ist die Tür. Ihr habt bezahlt, ihr könnt kommen und gehen wann ihr wollt.

Das Hausverbot finde ich nach dem was ich gelesen dennoch überzogen. Ich finde da hat der Verein kein Fingerspitzengefühl gezeigt.

Wir können in unserer heutigen Gesellschaft eine Null Toleranz Linie fahren. Aber wo fängt die an...wo hört die auf? Wie würden wir Eltern uns fühlen wenn unsere noch minderjährigen Kinder bei irgendeiner Scheiße die sie fabrizieren, trotz der besten Erziehung, ich sage mal drakonische Strafen erhalten. Klauen eine Cola im Supermarkt und müssen 100 Stunden Sozialdienst leisten. Das würde fast, wirklich fast jedes Elternteil als überzogen finden. Strafe muss sein...aber bei gewissen Dingen angemessen.

Wie viele von uns sind schon per Anwalt und sonstwas in Einspruch gegen Blitzer und zu schnell fahren gegangen, weil der Führerschein für Wochen weg schien.
Oder schimpfen darüber...finden es Abzocke, regen sich über die Wegelagerer auf....obwohl alles geregelt ist und es jeder in der wirklich eigenen Hand hat und mit seinem Tun andere gefährdet. ;)
Ach stimmt...Ihr seid alle noch nie zu schnell gefahren. :angel: :twisted:
Oder hattet Glück und wurdet nicht erwischt. :ghost:

tortor_et
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von tortor_et » Mo 17. Dez 2018, 22:39

Little Joe hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 21:07
Waren wir nicht alle einmal in unserer Jugend der Nabel der Welt oder hielten wir uns dafür...?
Danke für den Beitrag. Das trifft es ziemlich gut.
Es ist und bleibt auch eine JugendSubkultur. Und die läuft nach meiner Meinung mit allen Ausschlägen nach oben und unten ziemlich gut. Sehr engagiert. (Input für die Kurve und anderes mehr.... Kleiderspende. Theater der Jungen Welt. etc.)

Ich verstehe die Hintergründe der PyroProvokation in Salzburg nicht. Meiner ersten Befürchtung, hier wird ein Abgang vorbereitet, wurde heftig widersprochen. Das finde ich beruhigend.

Eine harte Reaktion von RB war zu erwarten. Das Vehikel Teichstraße fand ich trotz medialer Ankündigung überraschend. Auch in Art und Weise schwierig.
RB hat nach meiner Kenntnis kein wirklich offenes Ohr für diese Fanarbeit.
Wahrscheinlich ahnt dort keiner wie sensibel das alles ist ...
Vielleicht kommt bei den anvisierten Gesprächen was konstruktives raus.
(Bin leider etwas pessimistisch...)

Passend zum Thema ein Lied von Kraftklub "zu jung..."
(Habe es bei meinen Jungs geklaut ;-) )

https://www.youtube.com/watch?v=b7T9ffL1V8M

Liedtext:
Unsere Eltern sind schuld
Sie haben uns in diese Welt entlassen
Voller Angst, Hass, Lady Gagas und Massenvernichtungswaffen
Doch vor allem ohne Rock 'n' Roll, auf Green Day ist geschissen ...
...
Wir wollen Rockstars sein, aber irgendwie klappt es nicht
Mein Opa hat wahrscheinlich mehr Frauen gehabt als ich
Was zugegebenermaßen jetzt nicht so das Kunststück ist
Ich fühl' mich wie James Dean, wenn ich auf sein Grundstück piss'

Unsere Eltern kiffen mehr als wir, wie soll man rebellieren?
Egal wo wir hinkommen, unsere Eltern waren schon eher hier...
Wir sind geboren im falschen Jahrzehnt
Und wir sitzen am Feuer und hören zu was die Alten erzählt...

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melzer
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von melzer » Mo 17. Dez 2018, 23:01

tortor_et hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 22:39
Little Joe hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 21:07
Waren wir nicht alle einmal in unserer Jugend der Nabel der Welt oder hielten wir uns dafür...?
Danke für den Beitrag. Das trifft es ziemlich gut.
Es ist und bleibt auch eine JugendSubkultur. Und die läuft nach meiner Meinung mit allen Ausschlägen nach oben und unten ziemlich gut. Sehr engagiert. (Input für die Kurve und anderes mehr.... Kleiderspende. Theater der Jungen Welt. etc.)

Ich verstehe die Hintergründe der PyroProvokation in Salzburg nicht. Meiner ersten Befürchtung, hier wird ein Abgang vorbereitet, wurde heftig widersprochen. Das finde ich beruhigend.

Eine harte Reaktion von RB war zu erwarten. Das Vehikel Teichstraße fand ich trotz medialer Ankündigung überraschend. Auch in Art und Weise schwierig.
RB hat nach meiner Kenntnis kein wirklich offenes Ohr für diese Fanarbeit.
Wahrscheinlich ahnt dort keiner wie sensibel das alles ist ...
Vielleicht kommt bei den anvisierten Gesprächen was konstruktives raus.
(Bin leider etwas pessimistisch...)

Passend zum Thema ein Lied von Kraftklub "zu jung..."
(Habe es bei meinen Jungs geklaut ;-) )

https://www.youtube.com/watch?v=b7T9ffL1V8M

Liedtext:
Unsere Eltern sind schuld
Sie haben uns in diese Welt entlassen
Voller Angst, Hass, Lady Gagas und Massenvernichtungswaffen
Doch vor allem ohne Rock 'n' Roll, auf Green Day ist geschissen ...
...
Wir wollen Rockstars sein, aber irgendwie klappt es nicht
Mein Opa hat wahrscheinlich mehr Frauen gehabt als ich
Was zugegebenermaßen jetzt nicht so das Kunststück ist
Ich fühl' mich wie James Dean, wenn ich auf sein Grundstück piss'

Unsere Eltern kiffen mehr als wir, wie soll man rebellieren?
Egal wo wir hinkommen, unsere Eltern waren schon eher hier...
Wir sind geboren im falschen Jahrzehnt
Und wir sitzen am Feuer und hören zu was die Alten erzählt...
Das stimmt leider. Seitens des Vereins interessiert man sich einen Scheiß darum. Klingt hart, ist aber so. Bestes Beispiel sind doch die völlig überteuerten Fanreisen letztes Saison in der Championsleague. Da war ja Null Kompromissbereitschaft zu sehen! Man will nun einmal den brav zahlenden Eventkunden, der keine Probleme macht und nichts hinterfragt. Wer das immer noch nicht begriffen hat, selbst schuld. Wie oft war DM in den 10 Jahren unseres Bestehens im Stadion? Dreimal, viermal? Interesse sieht anders aus.

tortor_et
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von tortor_et » Di 18. Dez 2018, 07:17

melzer hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 23:01
Das stimmt leider. Seitens des Vereins interessiert man sich einen Scheiß darum. Klingt hart, ist aber so. Bestes Beispiel sind doch die völlig überteuerten Fanreisen ...

...Interesse sieht anders aus.
Das mag auch sein, das man hier zu wenig Arbeit und Verhandlung investiert.
Man müsste mal den FanVerband fragen, wie die Vereinsunterstützung bei der letzten eigenen Reiseorganisation war. Das Mateschitz sich soweit raushält finde ich jedoch ausgesprochen gut.

Nein ich meine die Unterstützung der Jugendarbeit im besonderen.
Hier prallen zwei Welten aufeinander. Die UltraSubultur die immer im Generalverdacht steht, böse zu sein. Der Verein, der unglaublich schnell wächst und vom Grundsatz her "anders" sein möchte. Ich verstehe das. Und finde es auch gut.
Ich denke nur, der Verein müsste hier mehr ansprechbar sein. Hier fehlt die Bereitschaft zuzuhören. Auch seine Positionen mal zu erläutern und zu diskutieren.

Ich kann die Haltung des Vereins nachvollziehen. Niemals wird und soll es in Leipzig eine Machtdemonstration von Ultras geben, die "von Spielern die Trikots einfordern..."
Wahrscheinlich haben die Verantwortlichen diese Bilder im Kopf und die feste Meinung wehret den Anfängen. Das verstehe ich auch.
Dennoch kann man Ansagen auch mit Gesprächsangeboten verbinden. Haltung transportieren vielleicht sogar ein Stück vermitteln. Das passiert nach allem was ich weiß zu wenig.

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