Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Stadionordnung, Fangesänge, Uservorstellung....
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Scheiß L-O-K / Scheiß H-F-C in der Uffta?

Klar das gehört da rein - wir sind hier nicht beim Halma!
126
32%
Brauchen wir nicht - ausgelatschte Wege gibts genug in LE!
264
68%
 
Abstimmungen insgesamt: 390

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EisenerBulle
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von EisenerBulle » So 12. Mai 2019, 19:24

Am Pokal-WE haben wir eine gute Möglichkeit es besser zu machen. Sowohl in Berlin als auch in Leipzig am Sonntag. Schauen wir mal.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)
Dank an "tomsen" für den Avatar.

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Adamson
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Adamson » Mo 13. Mai 2019, 15:21

RhönBulle hat geschrieben:
Mo 13. Mai 2019, 14:21
Ich finde darüber zu sprechen gut und in der Form wie es oft stattfindet auch konstruktiv. Aber dieses Mitschwingen von „wir sind eigtl anders(was besseres?)und nicht wie andere vergleichbare Gruppen“ löst bei mir mittlerweile ein Reflex aus, bei dem ich mich frage, ist das nicht überheblich und arrogant?
Ich verlege das Thema mal hierher, wo es besser passt.

Es geht gar nicht so sehr um besser.
Ich habe ja geschrieben, dass ich darauf keinen Bock mehr habe, wenn sich das in eine gewisse Richtung entwickelt, also auch weg von der bunten, vielfältigen Kurve. Und dann ziehe ich halt meine Konsequenzen.
Da mir das Ganze hier aber irgendwie noch am Herzen liegt, wollte ich wenigstens einen letzten Versuch starten.

Es geht nicht alleine um das „Lederhosen-Lied“. Ich hab ja geschrieben, dass ich das für Folklore halte und gar nicht so sehr als Beleidigung. Es zu bringen, wenn einem die Bayern gerade die Chancen um die Ohren hauen, finde ich dann aber lächerlich. Da fehlt uns absolut das Gespür für Situationen

Es ist sicher im deutschen Fußball zu viel verlangt, einem Gegner so viel Respekt entgegenzubringen, wie es beispielsweise in der NBA Dirk Nowitzki erfahren durfte. Aber mir geht es um Grenzen und Tabus. Sich am Gegner abzuarbeiten galt hier lange Zeit als Tabu und hat uns viel Respekt eingebracht. Es gibt immer gewisse Dinge, die ich auch als Grenzbereich ansehe, vor allem wenn sie mit Sinn für Ironie und Situation gebracht werden. Beispiel: Peter Neururer. Das war damals für mich eine Sternstunde unserer Fanszene und es gab Beifall von Neururers Trainerbank. Zu rufen, dass man ohne Müller zur EM fahre, solange noch nicht mal klar ist, ob Deutschland sich dafür qualifiziert, kann auch nach hinten losgehen. Aber geschenkt.

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lgwgnr
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von lgwgnr » Mo 13. Mai 2019, 15:47

Adamson hat geschrieben:
Mo 13. Mai 2019, 15:21
Beispiel: Peter Neururer. Das war damals für mich eine Sternstunde unserer Fanszene und es gab Beifall von Neururers Trainerbank.
Ja, solche Dinge vermisse ich auch etwas. Wie schon im anderen Thema angesprochen fehlt eben die Selbstironie, und die wurde teilweise durch fußballtypischess Idiotiegehabe abgelöst. Ein Alleinstellungsmerkmal unserer Fanzsene geht damit halt flöten, wenn es nicht schon längst weg ist.

Gesänge gegen uns wurden mit Applaus aus unserer Kurve gewürdigt oder mit "Wir sind Schweine" gekontert, misslungene Plakataktionen höhnisch belächelt, Darmstadt bekamn ein "Orange trägt nur die Müllabfuhr" zu hören. Das ist heute leider viel seltener geworden.

Allerdings kann ich nicht mal richtig deuten, wodurch es eben so gekommen ist. Sicher hat sich die Kurve verändert, doch das kann ja nicht der Grund sein. Wir sind eben im Einheits-SingSang anderer Bundesligavereine angekommen. Ob die Entwicklung noch umkehrbar ist, kann man nicht wissen.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Karline » Mo 13. Mai 2019, 16:12

Hat nicht der Capo da den größten Anteil? Ohne sein Anstimmen fängt doch die Kurve nicht geschlossen an zu singen.
Dazu bräuchte es einen harten Kern, der eben solche kreativen Lieder anstimmt. Doch den scheint es nicht zu geben.

Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass der eine Capo kein Fußballfan war und seitdem gefühlt ständig wer anders da unten steht. (Ich sehs leider nicht, kann nur aufgrund der Lieder drauf schließen.)

Vermutlich sind auch jetzt insgesamt andere Leute in der Kurve als damals.
Der Verein ist halt noch sehr jung, da hat sich noch nichts manifestiert. Und mit dem ganzen Ärger um die Fanbetreuer und der Position des Vereins vergeht vielen Kreativen bestimmt auch die Lust sich einzubringen.

Btw. absoluter Tiefpunkt waren für mich die Trillerpfeifen gegen die eigenen Fans.

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DN41
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von DN41 » Mo 13. Mai 2019, 16:47

The-Last-ReBeL hat geschrieben:
So 12. Mai 2019, 10:55
https://www.youtube.com/watch?v=G5Sp8oEbGKw

also wenn das der Fanmarsch war, mit einer Homage an Pyrotechnik .... dann gute Nacht
Der Vollständigkeit halber solltest du schon erwähnen, dass die von dir benannte "Homage" von einigen wenigen aus der ersten Reihe angestimmt wurde und weder vom Trommler noch vom Capo unterstützt, und anschließend sogar unterbunden wurde. Ganz klar im Video zu erkennen ab 3:02min
Insofern ist es mir relativ egal wie der Verein sich nennt [...] ob er nun Red Bull heißt oder Nutella. Es ist der Lauf der Dinge. [...] Wir können nur dankbar sein." (Guido Schäfer, MDR, 2010)

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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von ITwolle » Mo 13. Mai 2019, 17:34

Der erste Fanmarsch ohne meine Beteiligung. Und wenn ich das Video sehe, bin ich heilfroh.
Das Wetter spielte für viele, die sonst immer dabei waren, eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung, auf die Teilnahme zu verzichten. Gerade für ältere RB-Anhänger ist die Erhaltung der Gesundheit von Bedeutung.
Vielleicht wäre eine Absage besser gewesen, als diese eher peinliche Vorstellung.

Zu den Pyroanbetern fehlen mir jegliche Worte.
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von RB-Junky » Di 14. Mai 2019, 07:57

ITwolle hat geschrieben:
Mo 13. Mai 2019, 17:34
Der erste Fanmarsch ohne meine Beteiligung. Und wenn ich das Video sehe, bin ich heilfroh.
Das Wetter spielte für viele, die sonst immer dabei waren, eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung, auf die Teilnahme zu verzichten. Gerade für ältere RB-Anhänger ist die Erhaltung der Gesundheit von Bedeutung.
Vielleicht wäre eine Absage besser gewesen, als diese eher peinliche Vorstellung.

Zu den Pyroanbetern fehlen mir jegliche Worte.
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lgwgnr
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von lgwgnr » Sa 18. Mai 2019, 23:58

Ich war heute mit Freunden erste mal auswärts in Bremen. Ich muss sagen: es hat uns wirklich gefallen. :thup:

Wir waren im Fan-Shuttle vom Hemelinger Hafen aus die einzigen RB-Fans im Bus. Wir haben uns nett mit Werderanern unterhalten, über Vergangenheit und Zukunft philosophiert, alles tutti.

Die Haltestelle am Osterdeich war recht weit vom Gästeblock weg. Wir mussten einmal quer durch die Menge (inkl. zufällig ankommendem Werder-Bus). Links und rechts nur grüne Fans. Auch hier war alles friedlich und entspannt.

Auf dem Rückweg das gleiche Spiel. Wieder die einzigen Leipziger im Fan-Shuttle, wieder gab es muntere Gespräche. Ab zum Auto, noch ne Bocki mit ein paar Bremern gemumpelt und los gings. Null Problemo!

Lange Rede, kurzer Sinn: Diejenigen, die im Block Schmähgesänge ("Ihr seid scheiße, wie der HSV" u.a.) gegen Fans anstimmen, die uns bis auf (2?) verbale Plakate mit Respekt und Anstand behandeln, sollten sich was schämen! :x Ich weiß nicht wie es anderen ergangen ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu irgendwelchen Szenen kam, die so etwas rechtfertigen würden.

Hier wird niemand verpflichtet die gegnerischen Fans zu hofieren, aber ich empfand es teilweise dermaßen daneben. :thdown:
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von RhönBulle » So 19. Mai 2019, 12:32

lgwgnr hat geschrieben:Ich war heute mit Freunden erste mal auswärts in Bremen. Ich muss sagen: es hat uns wirklich gefallen. :thup:

Wir waren im Fan-Shuttle vom Hemelinger Hafen aus die einzigen RB-Fans im Bus. Wir haben uns nett mit Werderanern unterhalten, über Vergangenheit und Zukunft philosophiert, alles tutti.

Die Haltestelle am Osterdeich war recht weit vom Gästeblock weg. Wir mussten einmal quer durch die Menge (inkl. zufällig ankommendem Werder-Bus). Links und rechts nur grüne Fans. Auch hier war alles friedlich und entspannt.

Auf dem Rückweg das gleiche Spiel. Wieder die einzigen Leipziger im Fan-Shuttle, wieder gab es muntere Gespräche. Ab zum Auto, noch ne Bocki mit ein paar Bremern gemumpelt und los gings. Null Problemo!

Lange Rede, kurzer Sinn: Diejenigen, die im Block Schmähgesänge ("Ihr seid scheiße, wie der HSV" u.a.) gegen Fans anstimmen, die uns bis auf (2?) verbale Plakate mit Respekt und Anstand behandeln, sollten sich was schämen! :x Ich weiß nicht wie es anderen ergangen ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu irgendwelchen Szenen kam, die so etwas rechtfertigen würden.

Hier wird niemand verpflichtet die gegnerischen Fans zu hofieren, aber ich empfand es teilweise dermaßen daneben. :thdown:
Stimmung im Block B - Capo's - Kritik / Ideen
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Re: Fankultur RBL: Wohin geht der Weg?

Beitrag von Eventzuschauer » So 26. Mai 2019, 23:14

Es wurde ja in dem ein oder anderen Thread schon mal kurz thematisiert.
Nach und nach...ganz langsam und schleichend geht also der Weg bei uns auch in Richtung dessen...was die anderen so fabrizieren.
Da wird dann zu Beginn der 2. HZ gezündelt. Super..Klasse..tolle Aktion. Damit habt Ihr :fire: :fire: :fire: euch den Respekt der anderen gesichert...die müde Stimmung richtig angeheizt...den mauen Kick euphorisiert, Mannschaft und die restlichen Fans auf eure Seite gezogen und euren persönlichen Kick gehabt. Dafür von mir 3 :thup: :thup: :thup:

Es war nur eine Frage der Zeit bis es nun endgültig Einzug hält. Ich hoffe der Verein greift durch...und das dann nicht wieder kollektives jammern einsetzt wenn es Verbote gibt.
Und ich glaube mit dem neuen Capo werden wir noch viele brennende Höhepunkte feiern. :sick:

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