Politik im Stadion

Stadionordnung, Fangesänge, Uservorstellung....
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Jupp
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Politik im Stadion

Beitrag von Jupp » Mo 20. Okt 2014, 08:59

Weil wir das jetzt in verschiedenen Themen mehrfach hatten, möchte ich diesen Post nochmal aufgreifen.
LutzMFröhlich hat geschrieben:
Jupp hat geschrieben:
PiGe0n87 hat geschrieben:
JayneSabbath hat geschrieben:Erschreckend war eher wieviele den Schwulenliebegesange mitgemacht haben..einige weil sie es cool finden und andere, wiel sie wie Lemminge alles mitsingen...
Angestimmt wurde es vom schwarzen Mob in der Mitte, vn denen beim Aussteigen aus dem Bus viele Kapuzen auf hatten und von weitem recht vermummt aussahen...

Und da wurden auch welche als Hurensöhne bezeichnet....Das geht doch auch mal gar nicht....Am besten wir halten nur den Mund und sind immer schön gutmenschlich...Bloß niemandem auf die Füße treten dann wird alles gut...

Macht auch echt Sinn dies immer im Forum auszuschlachten, damit die Presse mal mitliest und aus solchen Nebensächlichkeiten eine dicke Schlagzeile macht...
Du findest solche Schwulenliebegesänge gut? Hurensöhne dito? Das mag bei Lok vielleicht usus sein, genauso wie der Gesang, wenn wir wollen schlagen wir euch tot, aber bei uns brauchen wir solchen niveaulosen Müll nicht. Dies sieht hier der Großteil zum Glück auch so. Verwundert bin ich über diesen Post von dir nachdem Beitrag im Auswärtsthema jedenfalls nicht. Leute wie du, welche solchen Müll gut finden, zerstören die faire Atmosphäre im Block.
Keine Ahnung, was du mir dieser Aussage andeuten willst.
Dieser ganze politische Scheiße, die mMn nichts im Stadion zu suchen hat, ala "Rasenball gegen Rassismus" ist ok und gehört angeblich dazu, fast O-ton eines Mods "Der Verein ist politisch, wem das nicht passt, der soll sich einen anderen suchen!". Aber bei einem Homophobiestatement hört die Liebe auf oder was?
Hierzu möchte ich Artikel 3 des Grundgesetzes zitieren:
Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Link: https://www.bundestag.de/bundestag/aufg ... _01/245122" onclick="window.open(this.href);return false;

Ist man jetzt links, wenn man sich für die Grundsätze der BRD auch in unserem Block einsetzt? Alle Parteien im deutschen Bundestag würden sich gegen Gewalt, Homophobie und Rassismus stellen. Was an einer Fahne gegen Rassismus nun extrem politisch ist, kann ich nicht verstehen.
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Truckle
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Re: Politik im Stadion

Beitrag von Truckle » Mo 20. Okt 2014, 09:55

Hm das ist so eine Sache mit dem GG.
Provokant gefragt, darf man Nazis, Salafisten, Scientologen u.s.w. wegen Ihrer politischen Anschauung benachteiligen?
Wenn ja, wo und wo nicht?
Anders gesagt:
Gilt das GG auch für Menschen die es ablehnen oder abschaffen wollen?


Frank

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von Theophil R. » Mo 20. Okt 2014, 10:05

@ Truckle
Wenn diese Gruppen mit ihrem Handeln gegen das GG verstoßen, dann greift dein Einwand nicht.

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von Truckle » Mo 20. Okt 2014, 10:14

Das stimmt natürlich,
aber eine Meinungsäußerung ist noch lange kein Verstoß.
Man kann persönliche Ansichten nicht per Gesetzt verordnen,
gerade Leipziger sollten das doch wissen.


Frank

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von LE79 » Mo 20. Okt 2014, 10:20

Also ich sehe hier absolut keinen Diskussionsbedarf.
Rassismus in welcher Form auch immer, hat nix im Stadion zu suchen, darüber muss man nicht debattieren!!! Und wenn unser Block ein entsprechendes Banner oder eine Fahne hochhält wo wir dies nochmal verdeutlichen. :thumb:

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von jeahmon » Mo 20. Okt 2014, 10:33

Reden wir also vom Stadion,
oder vom eigenen Block?

Wollen wir den Gegner oder die Weltöffentlichkeit davon zu überzeugen,
oder den eigenen Block?

Haben wir Angst davor dass es im Stadion um sich greift,
oder im eigenen Block?

Sollten sie sich jeweils für die letzte Zeile entschieden haben, haben wir ein ganz anderes Problem und sollten statt Pinsel und Farbe das Telefon in die Hand nehmen!
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Man sollte nur die eingenommenen Präperate aufs Trikot drucken. Das wäre das Erste ehrliche Sponsoring im Sport + ergebnisorientierte Werbung, bei der jeder sehen kann was das umworbene Produkt wirklich bringt!

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von LutzMFröhlich » Mo 20. Okt 2014, 10:55

LE79 hat geschrieben:Also ich sehe hier absolut keinen Diskussionsbedarf.
Rassismus in welcher Form auch immer, hat nix im Stadion zu suchen, darüber muss man nicht debattieren!!! Und wenn unser Block ein entsprechendes Banner oder eine Fahne hochhält wo wir dies nochmal verdeutlichen. :thumb:
Aha.
Mal spitz gefragt: Woher nimmt dann der Anti-Rassismus sein Recht etwas im Stadion zu suchen zu haben?
Und jetzt bitte nicht diese Marketing-Rote-Karte Kampagne bringen.

Auch wenn du es abstreitest, Jupp.
Genau das ist für mich linke Agitation.

Auch ich spreche mich gegen Rassismus aus etc., möchte das aber nicht derart nach außen tragen. Trotzdem akzeptiere ich es, dass andere das tun und auch das Recht dazu haben. Analog darf ich mir aber auch herausnehmen, dass ich es nervig finde mich im Stadion von politischen Statements behelligen lassen zu müssen.
Dass manch einer das so wehement verteidigt und nicht akzeptieren will, dass soetwas andere Leute einfach stört, die deswegen noch lange kein Rassist oder Homophober sind, ist einfach unverständlich.

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von Jupp » Mo 20. Okt 2014, 11:21

Ist dann das, was der Verein betreibt linke Agitation? (Zeige Rassismus rote Karte, Stadionordnung usw.)

Ich bin auch dagegen, dass unser Block voll mit solchen Statements hängt. Es sind glaube ich ein oder zwei Fahnen mit einer Message (denke sogar nur eine), die dem Artikel 3 des Grundgesetzes entspricht. Das ist für mich völlig okay. So wird potenziellen neuen Besuchern im Stadion und in den Medien gezeigt, dass wir entsprechende Personen bei uns nicht haben wollen. An sich gebe ich natürlich jeahmon Recht, dass es mit Fahnen nicht getan ist und verweise auf die Zigeunerrufe in Nürnberg oder Schwulenliebe bei Lok.
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Re: Politik im Stadion

Beitrag von Fanblock-Gänger » Mo 20. Okt 2014, 11:30

Ich schreibe es auch noch mal hier rein:

Gegen Rassismus zu sein und für Toleranz hat nix mit Politik zu tun!!!


Das hat was mit einem Minimalkonsens unserer Gesellschaft, mit unserem Miteinander, mit Humanismus und mit dem Willen von Frieden in unserer Gesellschaft zu tun.

Wer meint, das sei Politik und hätte im Stadion nix zu suchen, der hat im Stadion nix zu suchen!

Und man kann von FIFA und UEFA halten was man will, aber dass sie "Gegen Rassismus" in all ihren Spielen postulieren und die übertragenden TV-Anstalten zur Ausstrahlung entsprechender Spots verpflichten ist für mich eine gute Sache. Ob das alles die gewünschte Wirkung hat weiß ich nicht.

Sind also jetzt UEFA und FIFA links?

Tut mir leid, ich bin es leid, bei so etwas darüber zu diskutieren, ob es links(lastig) ist oder nicht. Das ist für mich ein Ablenkungsmanöver und keine Basis dafür, über etwas Selbstverständliches (zumindest theoretisch) zu diskutieren, es tot zu diskutieren!

Es geht nicht um das Hochhalten von 3 Transparenten sondern um das eigene Handeln! Im Stadion! Und natürlich auch außerhalb.

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Re: Politik im Stadion

Beitrag von ELMax » Mo 20. Okt 2014, 11:30

Truckle hat geschrieben:...aber eine Meinungsäußerung ist noch lange kein Verstoß.
Man kann persönliche Ansichten nicht per Gesetzt verordnen...
Das kommt darauf an, ob diese Meinungsäußerung nicht bereits strafbar ist. Beispiel hierfür wäre die Leugnung des Holocaust.
LutzMFröhlich hat geschrieben:Mal spitz gefragt: Woher nimmt dann der Anti-Rassismus sein Recht etwas im Stadion zu suchen zu haben?
Und jetzt bitte nicht diese Marketing-Rote-Karte Kampagne bringen.
Wenn es nur eine Marketingkampagne wäre, würde ich dich ja noch verstehen, aber das Grundgesetz ist nicht irgendeine Kampagne, die sich jemand ausgedacht hat um Politik ins Stadion zu bringen. Und das GG ist genau jenes Recht, welches sich der Anti-Rassismus nimmt, um deine Frage zu beantworten.
LutzMFröhlich hat geschrieben:Genau das ist für mich linke Agitation.
Agitation kann man es nennen, wenn man das Wort mit politischer Aufklärungsarbeit gleichsetzt, allerdings sehe ich keinen Grund, dies einer bestimmten politischen Ideologie zuzusprechen.

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